Diskussionsthread zum Ladesäulenpranger

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Re: Diskussionsthread zum Ladesäulenpranger

Hannes1971
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AbRiNgOi hat geschrieben: Der Streit ist so alt wie das Forum selber. Eine Laternenladestation für das Übernachtparken kann von einem Betreiber als solche auch geplant werden ein Preismodell dafür erarbeitet (siehe City Ladeplätze Wien). Da aber nur der Betreiber diese als solche auszeichne kann, und auch nur er diesen Säulen in der Nacht dieses Preismodell zuordnen kann, kann man dieses Feature auch nur beim Ladesäulenbetreiber nutzen.
Das wird bis in einigen Jahren auch dringend nötig sein. Spätestens dann, wenn die heute geförderten Neuwagen, die vornehmlich an Stellplatzeigentümer mit Lademöglichkeit verkauft werden, in den Gebrauchtwagenmarkt kommen.

Und nein: nicht jeder fährt nur ein paar Kilometer am Tag. Ich z.B. fahre ca. 40.000 km p.a. Von längeren Dienstfahrten komme ich gerne mal mit einem SoC von 7 - 15 % nach Hause. Mit 11 kW dauert das Nachladen dann 6 bis 7 Stunden. Und das 1 bis 2x die Woche. Es soll auch Laternenparker mit so einem Fahrprofil geben. Aber was solls. Dann stellt er halt sein Auto um 17:30 Uhr ab, kann er ja nachts um 1 noch mal mit dem Hund raus...
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Re: Diskussionsthread zum Ladesäulenpranger

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@k_b: Ich fahre ganz bewusst ein ressourcenschonend kleines Auto mit ressourcenschonend kleiner Batterie, um meine tägliche Pendelstrecke zu bewältigen muss ich im Winter jeden Tag, im Sommer alle 2 Tage nachladen und das dauert dann mit dem netzschonenden onboard-Schnarchlader mehrere Stunden. Da will ich längst schlafen, bevor das Auto fertig geladen ist.

Wäre ich auf öffentliches Laden angewiesen, wäre Elektromobilität für mich (noch) kein Thema. Mit solchen Bezahlmodellen wäre sie es dann auch noch länger nicht.

@AbRiNgOi: klar können Angebote lokaler Anbieter da günstiger sein, aber die Betonung liegt eben auf "können", man ist dann wieder auf Gedeih und Verderb von der Preispolitik des örtlichen beinahe-Monopolisten abhängig.
Gruß
Werner
Peugeot iOn Produktionsdatum 09/2015

Re: Diskussionsthread zum Ladesäulenpranger

k_b
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Für die Leute, die regelmäßig abends keine Zeit zum Laden finden, ist dann eine größere Batterie eine gute Option. Da kommt man dann auch ohne Ladestress durch die Woche

Re: Diskussionsthread zum Ladesäulenpranger

Hannes1971
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k_b hat geschrieben: Für die Leute, die regelmäßig abends keine Zeit zum Laden finden, ist dann eine größere Batterie eine gute Option. Da kommt man dann auch ohne Ladestress durch die Woche Bild
Leute, die ihr Auto dienstlich nutzen, haben schon den größten Akku und fahren den auch mehrmals die Woche leer. Auch wenn Du da ganz fest die Augen zumachst, haben diese Leute ohne einen eigenen Stellplatz da trotzdem ein Problem. Und das muss gelöst werden, wenn Elektromobilität für alle eines Tages umgesetzt werden soll.
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Diskussionsthread zum Ladesäulenpranger

k_b
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Lieber Hannes1971,

danke für deine Antwort!
Ich bezog mich mit meinen Angaben eher auf die oben von iOnier aufgeführten „Malocher“, die einen sehr eng getakteten regelmäßigen Tagesrhythmus haben und die ihr Fahrzeug zur täglichen Anfahrt zur Arbeitsstelle benötigen. Die gleichzeitig keine vernünftige Bezahlung bekommen, so daß evtl. anfallende Lade- und Blockiergebühren schon einen deutlichen Eingriff ins Wochenbudget darstellen.
Natürlich gibt es auch einen Teil von ebenfalls arbeitenden Menschen, die schon jetzt weitere Arbeitsanfahrten haben, aber womöglich einen nicht ganz so gleichmässigen Arbeitsrhythmus und auch besser bezahlt werden. Da wird man sich auch einen grösseren Akku leisten wollen und einen Teil der Mehrkosten mit wegfallenden Ausgaben, wie z.B. Kfz-Steuern ausgleichen wollen.

Re: Diskussionsthread zum Ladesäulenpranger

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Ich erinnere mich an Leute mit Steckdose in der Garage die vor 6 Jahren der festen Überzeugung waren daß die Zoe mit den kleinen Akku für sie als Zweitwagen gar nicht funktioniert.

Ich hab sie mir dann trotzdem gekauft - ganz ohne Steckdose an meinem TG-Stellplatz und als einziges Fahrzeug... Und war dann doch sehr überrascht daß es einfach funktionierte. Auch ohne Lademöglichkeit in der Tiefgarage... Ohne ins Wasser zu gehen kann man halt auch nicht schwimmen lernen - man muß schon auch mal kleine Risiken wagen.

Grüazi MaXx

Re: Diskussionsthread zum Ladesäulenpranger

der niederrheiner
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Hm, bei mir wechselt das Nutzungsprofil ja ständig. Vor drei Wochen musste ich sechsmal die Woche nach Wesseling. 11h plus 170m täglich. Und keine Lademöglichkeit in Laufweite. Und Nachts nochmal aufstehen, umparken? Leute, ich brauch' meinen Schlaf. Das Profil passt derzeit noch nicht zum eKfz.

Dafür soll's für die Freizeit eine Zero werden. Der reichen Platz und Steckdose.


Stephan

Diskussionsthread zum Ladesäulenpranger

k_b
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Es wird weiter OT, aber wenn du eine Steckdose für die Zero hast, könntest du dort auch täglich 170km ein BEV nachladen. Knapp, aber es geht. Und um die Situation noch etwas zu entspannen, kannst du auf deinen täglichen 170 km Fahrstrecke ganz kurz mal an der Schnelladesäule für ca. 10 Minuten nachladen, und schon ist die Welt in Ordnung

Re: Diskussionsthread zum Ladesäulenpranger

ankien
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spannend wäre es doch bei all den Beiträgen zu öffentlichen Ladesäulen/Nachts laden bzw. laden müssen etc. zu wissen, wer:

- zu Hause eine Wallbox/Lademöglichkeit hat und nur "zwischendurch" mal an öffentlichen Ladesäulen lädt, oder
- wer z.B. in der Stadt wohnt und als Laternenparker auf diese Ladesäulen angewiesen ist

Also fange ich mal an:
ich wohne in der Stadt und muss zwangsläufig an öffentlichen Ladesäulen laden. Bei meinem Arbeitgeber gibt es auch keine Lademöglichkeit. Und daher finde ich das (berechtigte oder unberechtigte) Parken an Ladesäulen ohne zu laden... (o.k., das Wort sage ich jetzt nicht). Und wer schon mal versucht hat, nachts z.B. gegen 2 Uhr (kurz bevor die Blockiergebühr zuschlägt) in einer Stadt wie München einen Parkplatz zu ergattern, der wird sicherlich nicht mehr leichtfertig sagen, dass (i) Nachts aufstehen sowieso kein Problem ist wenn man morgens früh raus muss und (ii) umparken auch überhaupt kein Problem ist

Re: Diskussionsthread zum Ladesäulenpranger

ChrSchaefer
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Kommt mir auch so vor, als ob viele hier im Forum in Einfamilienhäusern/Doppelhaushälften mit Garage/Carport in verkehrsberuhigten Anliegerstraßen am Rand von Kleinstädten wohnen. Anders kann ich mir viele Ansichten zu Parken, Laden und Themen wie VESS nicht erklären.
Für mich gilt das alles nicht.
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