So wird das nichts mit der E-Mobilität

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Bogey1957
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Ich bin jetzt seit ca. einem halben Jahr Besitzer eines PHEV. Ich nutze das Fahrzeug beruflich in Berlin. Da meine gesamte Familie aber 300-600 KM weit weg wohnt, kam ein reiner EV für mich nicht in Frage. Ich habe das Glück, das Fahrzeug zu Hause Laden zu können. Wäre ich auf die öffentliche Ladeinfrastruktur angewiesen, wäre ich sicherlich aufgeschmissen. In den vergangenen 6 Monaten habe ich bei den zum Glück nicht sehr häufigen Versuchen, öffentlich ladesäulen zu nutzen, folgende Beobachtungen in Berlin machen können.
In über 50 % der Fälle waren die Ladesäulen besetzt. Die 11 KW AC-Säulen überwiegend von Mietffahrzeugen, die ihre Ladezeit schon deutlich überschritten hatten. Ich finde es daher nicht korrekt, das Vermietungsgesellschaften keine Auflagen bekommen, für Ihre E-Fahrzeuge auch eine ausreichende Anzahl an Lademöglichkeiten vorzuhalten. Dann sind diese Säulen natürlich auch von falsch parkenden Verbrenner zugeparkt. Ärgerlich aber auch verständlich, wenn man die Parkplatzsituation in Berlin kennt. Auch ich bin häufig zu falschem Parken gezwungen, sonst könnte ich meiner beruflichen Tätigkeit oft nicht nachgehen. Gleiches gilt auch für Anwohner, die Ihr E-Fahrzeug über Stunden, manchmal sogar Tage an solchen Säulen abstellen. Das Fahrzeug ist natürlich längst voll geladen. Aber wozu umparken?
Die kostenfreien Schnelladeplätze (LIDL, KAUFLAND, IKEA) sind nahezu dauernd besetzt. Oft leider von Nichtkunden oder von Leuten, die die Schnellader blockieren, weil sie noch die restlichen Prozente umsonst Laden möchten. Erst letzt Woche könnte ich einen I3-Fahrer beobachten, der sein Auto, das zu 86% geladen war an den CCS-Anschluss angeschlossen hat. Der 2. Ladeplatz war leer. Hier gilt die Empfehlung des ADAC erst dann zu Laden, wenn es nötig ist. Das sollten wir aĺle beherzigen. Die paar Cent sollten wir alle übrig haben.

Resüme: ich würde heute niemanden raten, ein E-Fahrzeug anzuschaffen, der keine Möglichkeit hat, zu Hause oder auf der Arbeit zu laden. Sich darauf zu verlassen, dass die öffentliche Ladesäule vor der Haustür frei ist ist so wie Lotto spielen. Selbst ein PHEV, der für mich die richtige Wahl war, sollte gut überlegt sein.

Das Ziel, noch in diesem Jahr 1 Million E-Fahrzeuge auf die Straße zu bringen, wird sicher nicht erreicht. Kaufprämien allein reichen nicht. Lieber sollte man das Geld in den Ausbau der Ladeinfrastruktur stecken. Und liebe Autobauer. Ist doch merkwürdig, das Elektrofahrzeuge für den chinesischen Markt produziert werden können, die mal gerade 5000 Euro kosten. In Deutschland muss mit 30000,- EUR rechnen.
Also: in jede Wohnstraße erst mal eine Ladesäule. Dann Falschparker rigoros abschleppen. Schon steigt die Nachfrage sprunghaft an und Tesla entwickelt In Deutschland einer Stromer für 15000,- EURO. ☺
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Re: So wird das nichts mit der E-Mobilität

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Zum einen kennst Du nicht das Lohnniveau von China - zum Anderen willst Du ganz bestimmt kein in China entwickeltes Fahrzeug (egal ob Verbrenner oder elekrtisch), dass lediglich die chinesischen Sicherheitsstandards erfüllt. Mal ganz abgesehen von chinesischen Arbeitsschutz- und Umweltstandards. Die kosten auch Geld. Das mal so als Randnotiz.

Und ja: Wenn man nicht zu Hause laden kann ist es, je nach Situation, ziemlich anspruchsvoll, einen Stromer zu fahren.

PHEV werden im geschäftlichen Umfeld in aller Regel sowieso nur wegen des geringeren geldwerten Vorteils angeschafft - mit nettem Rebound Effekt, dass man gerne mal "eine Klasse höher" im Regal greift. Das Ladekabel wird bei der Rückgabe dann noch in verschweißten Tüte als "neuwertig" deklariert. Ist doch toll, oder?

SüdSchwabe.
--
Kona 64kWh Premium Facelift - bestellt am 09.September 2019

Re: So wird das nichts mit der E-Mobilität

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€mobil
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Bogey1957 hat geschrieben: Also: in jede Wohnstraße erst mal eine Ladesäule. Dann Falschparker rigoros abschleppen. Schon steigt die Nachfrage sprunghaft an und Tesla entwickelt In Deutschland einer Stromer für 15000,- EURO. ☺
KEIN europäischer PKW-Hersteller will, dass die Nachfrage sprunghaft ansteigt.
Die Nachfrage hat sich gefälligst so zu entwickeln, wie es für die CO²-Kompensation der Verbrenner gerade so nötig ist.
Das ist auch mit ein Grund, warum man derzeit gar nicht alle Kundenwünsche abdecken will (Dachlast / AHK / Kombi...)
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Re: So wird das nichts mit der E-Mobilität

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Vollzitat entfernt.

Hier im Speckgürtel einer Großstadt sieht es anders aus. Für Berlin trifft deine Vermutung sicher zu, aber bei uns im Dorf gibt's zwei Ladestellen und da ist immer was frei. Die Situation scheint mir einfach sehr uneinheitlich zu sein.

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Re: So wird das nichts mit der E-Mobilität

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    Chris.Rode
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Also: ein gleichmäßig dichtes Ladenetz wäre extrem wichtig. In Ballungsräumen noch Dichter.

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Re: So wird das nichts mit der E-Mobilität

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Bogey1957 hat geschrieben: Ich bin jetzt seit ca. einem halben Jahr Besitzer eines PHEV. Ich nutze das Fahrzeug beruflich in Berlin. Da meine gesamte Familie aber 300-600 KM weit weg wohnt, kam ein reiner EV für mich nicht in Frage. Ich habe das Glück, das Fahrzeug zu Hause Laden zu können.
Ich sehe mit diesem Nutzungsprofil nur, dass die Entscheidung gegen ein BEV keine sachgerechte Grundlage hat. Wer daheim laden kann, findet bei heutigem Preisniveau auch ein BEV, dass - über ein paar Jahre gerechnet - wirtschaftlich dem PHEV den Rang abläuft.
Mit M3 - und bald auch e-Up! - elektrisch unterwegs

Re: So wird das nichts mit der E-Mobilität

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Chris.Rode hat geschrieben: Also: ein gleichmäßig dichtes Ladenetz wäre extrem wichtig. In Ballungsräumen noch Dichter.
Inwiefern sollen Dichter weiterhelfen?! :mrgreen:
Mit freundlichem Gruß Fiedje
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Re: So wird das nichts mit der E-Mobilität

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Paranormal
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€mobil hat geschrieben:
KEIN europäischer PKW-Hersteller will, dass die Nachfrage sprunghaft ansteigt.
Die Nachfrage hat sich gefälligst so zu entwickeln, wie es für die CO²-Kompensation der Verbrenner gerade so nötig ist.
Das ist auch mit ein Grund, warum man derzeit gar nicht alle Kundenwünsche abdecken will (Dachlast / AHK / Kombi...)
Kombi ist wie das Cabrio (leider) eine sterbende Art. Sie fallen dem Rotstift zum Opfer.

@topic: Jeder Parkplatz braucht eine Schuko-Steckdose, dann wäre dieses Problem keins.

Re: So wird das nichts mit der E-Mobilität

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    Wiese
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... doch, das wird schon.

Geduld Du haben musst mein junger Padawan.
Umweltrelevantes: ab 2007 5,76 kWp PV, ab 2008 Naturstromkunde, ab 2009 20m² Thermie, ab 3. Dez. 19 Ioniq FL Style in blau
Eine Frau, 2 Kinder, 3 Enkel, eine Katze :old:

Re: So wird das nichts mit der E-Mobilität

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Die ganze Welt fährt elektrisch? Die Ganze? Nein, ein ehemaliges führendes Industrieland hat sich entschieden, alles so zu machen wie bisher, alles Neue wegzuklagen und die anderen zu beschimpfen.
Im Gegensatz zum gallischen Dorf hatten sie aber keinen Zaubertrank. Blöd.
Zoe seit 2013, 41kWh seit Ende 2018 - Verbrauch ab Zähler mit allem (Ladeverluste) und scharf (Vorheizen) Bild
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