Laufleistung Elektromotor

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Re: Laufleistung Elektromotor

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Wiese
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folder Do 14. Mär 2019, 21:37
Zum Einen ist es so, dass man einen Industriemotor mit einem Motor im E-Auto genau so wenig vergleichen kann wie einen Schiffsdiesel mit einem PKW-Diesel.
Ein Asyncron-Industriemotor läuft 100 Jahre wenn er nicht überlastet wird. Wie hier schon gesagt, die Lager sind das einzige Problem, aber auch die können so ausgelegt werden dass sie fast ewig halten.
Alles Andere ist reine Spekulation. Man kann Motoren robust bauen, man kann sie an der Belastungsgrenze betreiben, man kann gute oder schlechte Lager einbauen. Man kann sie auch unterschiedlich gut wickeln, so dass Vibrationen vermieden werden oder eben nicht. Man kann bei permanent erregten Syncronmotoren gute oder schlechte Magnete verwenden, man kann die Magnete gut oder schlecht befestigen, man kann sie gut oder schlecht kühlen. Fällt die Kühlung aus, nützt auch der beste Motor nichts, wenn er nicht abregelt. Die Schleifringe bei fremderregten Syncronmotoren kann man langlebig bauen, man kann sie so bauen, dass sie einfach zu tauschen sind.

Wie also bitte soll irgend jemand sagen können, wie lange ein E-Motor hält, wenn es so viele Möglichkeiten gibt, ihn billig und verschleißanfällig herzustellen.
Umweltrelevantes: ab 2007 5,76 kWp PV, ab 2008 Naturstromkunde, ab 2009 20m² Thermie, ab Mai 2006 Honda Civic Hybrid
Eine Frau, 2 Kinder, 3 Enkel, eine Katze :old:
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Re: Laufleistung Elektromotor

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folder Do 14. Mär 2019, 21:47
Das sollte eigentlich kein Thema sein, der Rest des Autos dürfte schneller aufgebraucht sein als der Motor.
Zoe Q210, keine fossilen Energieträger mehr im Haus

Re: Laufleistung Elektromotor

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Jake1865
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folder Fr 15. Mär 2019, 10:09
Wie also bitte soll irgend jemand sagen können, wie lange ein E-Motor hält, wenn es so viele Möglichkeiten gibt, ihn billig und verschleißanfällig herzustellen.
In KFZ werden meist nur hochwertige Bauteile verbaut weil sie jahrelang, Wärme, Kälte und von allem schwere Erschütterungen aushalten müssen.
Der Ruf des Herstellers hängt stark davon ab.

Industriequalität heißt i.d.R 20 Jahre Haltbarkeit.
Allerdings bei drehenden Bauteilen auch schon mal weniger.
E-Maschinen gelten aber auch da als unkaputtbar.
Unsere 12 Hochhausaufzüge haben schon zig Millionen Kilometer zurückgelegt und die E-Motore halten seit 45 Jahren.

Gruß Jake
Die Amis haben die bessere Show. Die Deutschen bauen die besseren Autos.

Re: Laufleistung Elektromotor

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Michael_Ohl
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folder Fr 15. Mär 2019, 13:57
Wenn die Einschätzung stimmen würde, gäbe es heute kein Werkstätten mehr. Jedes Teil im Auto wäre längst nach über 100 Jahren Evolution so Ausgereift, das es locker mehrere Autoleben lang hält.
Das es nicht ganz so läuft weis jeder der schon mal ein Auto hatte. Das die Entwicklung darauf Abzielt die Bauteile ausfallen zu lassen kann sich jeder selbst ausrechnen. Wie Naiv manche Menschen durch ihr leben laufen ist schon wirklich erschreckend.

mfG
Michael

Re: Laufleistung Elektromotor

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GTE_Ebi
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folder Mo 8. Apr 2019, 22:01
Moin,
die Ausführungen des Mannes mit den 3 Enkeln und der Katze :mrgreen: sind doch eigentlich sehr einleuchtend. Die Entwicklung zielt natürlich nicht darauf ab, Bauteile ausfallen zu lassen, sondern möglichst kosteneffizient die angepeilte Lebensdauer zu erreichen. Die minimale Soll-Lebensdauer wird von den Herstellern sicher unterschiedlich gesehen. Der E-Motor ist bei richtiger Auslegung nicht das schwächste Glied in der Kette, sondern die Elektronik drumherum - sie ist viel komplexer. Das kann die thermisch belastete Leistungselektronik sein oder auch irgendwelche Steuergeräte. Mit der zunehmenden Digitalisierung in den Kisten wird das immer mehr in der Vordergrund rücken. Ich vermute, dass einige Hersteller Bauelemente aus dem Konsumerbereich verwenden, die für den Temperatur- und Klimabereich eines Autos gar nicht spezifiziert sind. In dem Zusammenhang darf man auch halblebige Software nicht vergessen, die bereits streikt oder Fehlermeldungen erzeugt, wenn bestimmte Sensoren im Betrieb leicht abweichende Werte liefern. Gerade Software will robust entwickelt sein und das ist teuer, denn Software ist zwar schnell geändert aber alles andere als schnell getestet. Da bei den BEV das ganze Abgas- und Gemischaufbereitungsgedöns wegfällt, ist das schonmal ein Vorteil. Was gibt es nicht alles für Ausfälle beim Verbenner, die in der Sensorik dieser beiden Bereiche begründet sind.

Gruß

Ebi
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