wieviel darf eine Schnelladung kosten

Re: wieviel darf eine Schnelladung kosten

Beitragvon El-dag » Fr 29. Mai 2015, 21:05

Na, jetzt haben wir den beiden Studenten Patrick Schätzberger & Katharina Schorn so richtig die Meinung gesagt und unsere Kompetenz bewiesen.
Außenwirkung: Können wir auch freundlich?
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Re: wieviel darf eine Schnelladung kosten

Beitragvon tom » Fr 29. Mai 2015, 21:11

+1
Also ob es an diesen Studis liegen würde, dass zu wenig Säulen gebaut werden. Ihr könnt einem manchmal schon fast leid tun mit euren Zornausbrüchen (die dies betrifft). Du Studis tun mir natürlich auch leid!
Wallboxen, mobile Lader, Ladekabel und Zubehör in unserem
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Re: wieviel darf eine Schnelladung kosten

Beitragvon e-lectrified » Fr 29. Mai 2015, 21:37

Es gibt auch Studenten, die mit Fördermitteln etwas HERSTELLEN!!! Sorry, die Mitleidstour zieht nicht.
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Re: wieviel darf eine Schnelladung kosten

Beitragvon Efan » Fr 29. Mai 2015, 21:56

Das Problem ist bereits in der ersten Frage enthalten:

"Sie möchten Ihr Elektroauto an einer öffentlich zugänglichen Ladesäule laden.
Wie viel sind Sie maximal bereit zu zahlen? *"

In Holland bei FastNed, wenn es denn nicht anders geht, muß und werde ich 10 Euro pro 100km bezahlen, aber bei mir "umme Ecke" ist ein Schnelllader, da zahle ich nichts. Bei den "Langsamladern" in der Umgebung zahle ich 5 Euro pro 100km, aber da lade ich nur zum Spaß oder ausprobieren.

Die Frage ist schon falsch gestellt, denn man "möchte" nicht öffentlich laden, sondern man MUSS, oder versucht es zumindest zu verhindern, wie es eben geht. Nicht wegen des Geldes, sondern wegen der verschwendeten Zeit.

Aber um die eigentliche Frage zu beantworten: MAXIMAL wäre ich wohl 100 Euro pro 100km bereit zu bezahlen, sofern es eine Schnellladung wäre und ein Taxi teurer käme. (Vom Abschleppen wegen entladener Batterie ganz zu schweigen).

Aber hülfe die Antwort "100 Euro" auch nur ein kleines Bißchen?
Seine Exzellenz Efan, Botschafter vom Leaf ;-) 12.09.2013

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Re: wieviel darf eine Schnelladung kosten

Beitragvon Grejazi » Mo 13. Jul 2015, 14:53

Ich finde den kompletten Ansatz - sprich die Frage danach wieviel ich bereit bin für eine Schnellladung zu zahlen schon befremdlich.

Was mache ich denn bei einer Schnellladung anderes als bei einer normalen Ladung (Abgesehen davon, dass ich mit meinem Fluence gar keine Schnelladung nutzen kann)? Ich erwerbe ein Produkt - in diesem Falle "Strom" als "Treibstoff".

Dieses Produkt hat egal ob schnell oder langsam geladen für den Verkäufer den nahezu gleichen Preis - Spitzenlastzuschläge einmal außer acht gelassen, die erst bei wesentlich höheren Abnahmen zum tragen kommen.

Deshalb sollte sich der Verkaufspreis eigentlich an klaren Eckpunkten festmachen lassen:
Kosten pro kWh (EK) - liegt für Großabnehmer bei weit unter 10ct/kWh
Kosten für Errichtung, Betrieb und Unterhalt der Infrastruktur
Kosten für das Abrechnungssystem
Steuern und Abgaben

Dass eine Schnellladestation höhere Kosten für die Infrastruktur beinhaltet würde ja noch einen höheren Preis pro kWh rechtfertigen, aber nicht die Frage danach, wie hoch man den Preis treiben kann.

Würde man diese Umfrage auch an die Nutzer von normalen Tankstellen richten? Nach dem Motto wieviel mehr darf der Liter Sprit kosten, wenn die Durchflussmenge an den Zapfsäulen erhöht wird?

Die kWh kostet ca. 30ct wenn ich vom durchschnittlichen Preis für den Strom zu Hause ausgehe.
Wenn ich an einer öffentlichen Ladesäule - hier mal als Beispiel RWE - lade, zahle ich pro kWh einen vergleichbaren Preis, aber auch nur dann, wenn ich kWh genau abgerechnet werde, was nur möglich ist, wenn ich eine bezahlte APP nutze, die mich im Jahr mehr kosten würde als ich im Jahr für Strom ausgebe, den ich dort lade. Ohne APP kostet mich die kWh dann schon ca. 1€ - wie gesagt Fluence der nur einphasig lädt. Also zahle ich auch für 66% die ich nicht nutzen kann.

Würdet ihr an einer Tankstelle tanken an der ihr nach Zeit bezahlen müsst mit verringertem Durchfluß.

Ich sehe hier ein generelles Problem, welches erst einmal in Deutschland geregelt werden muss.
Einheitliches Abrechnungssystem für öffentliche Ladestationen und eventuell eine Subventionierung über Steuer- / Abgabenbefreiung für Strom, der für EV genutzt wird. Ist doch auch bei LPG / CNG möglich.

PS: Und eigentlich sollte rein betriebswirtschaftlich gesehen der Preis pro kWh sinken, je schneller ich diese durch das Kabel jage, weil dadurch der Umsatz pro Zeiteinheit steigt. Und das ist doch die eigentlich Aufgabe von Ladestationen - Verkauf von Strom. Nichts anderes.
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Re: wieviel darf eine Schnelladung kosten

Beitragvon Tho » Mo 13. Jul 2015, 15:15

Grejazi hat geschrieben:
Kosten für Errichtung, Betrieb und Unterhalt der Infrastruktur

Das Problem ist, dass dieser Kostenanteil momentan auf ganz wenige Ladevorgänge umgelegt werden muss, beziehungsweise die Anlagenkosten den Preis der verkauften Resource Strom extrem übersteigen.
So kommt einfach kein für dem Betreiber und den Nutzer wirtschaftlicher Preis zu Stande, einer von beiden legt immer drauf.
Bei einer AC Lademöglichkeit mag das noch aufgehen, bei einer DC Lademöglichkeit ist ein wirtschaftlicher Betrieb über den Stromverkauf unmöglich.

Wie funktioniert das eigentlich bei Benzin Tankstellen? Der Pächter verdient doch angeblich pro Liter auch fast nix, und muss davon irgendwie seine Anlage refinanzieren. :?:
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Re: wieviel darf eine Schnelladung kosten

Beitragvon HubertB » Mo 13. Jul 2015, 15:32

Grejazi hat geschrieben:
Wenn ich an einer öffentlichen Ladesäule - hier mal als Beispiel RWE - lade, zahle ich pro kWh einen vergleichbaren Preis, aber auch nur dann, wenn ich kWh genau abgerechnet werde, was nur möglich ist, wenn ich eine bezahlte APP nutze, die mich im Jahr mehr kosten würde als ich im Jahr für Strom ausgebe, den ich dort lade. Ohne APP kostet mich die kWh dann schon ca. 1€ - wie gesagt Fluence der nur einphasig lädt. Also zahle ich auch für 66% die ich nicht nutzen kann.


Da kann ich dir nur den BEW Autostromvertrag ans Herz legen. RWE Roaming per App nutzen und 35ct/kWh bezahlen, keine Grundgebühr.
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Re: wieviel darf eine Schnelladung kosten

Beitragvon Grejazi » Mo 13. Jul 2015, 15:56

Tho hat geschrieben:
Wie funktioniert das eigentlich bei Benzin Tankstellen? Der Pächter verdient doch angeblich pro Liter auch fast nix, und muss davon irgendwie seine Anlage refinanzieren. :?:


Der Pächter ist wie der Name schon sagt nicht Eigentümer der Tankstelle, sondern der Konzern für den der Sprit verkauft wird. Die Provision pro Liter liegt normalerweise im Bereich 1ct pro Liter oder darunter. Das Einzige wofür der Pächter aufkommen muss ist im Regelfall die Ladeneinrichtung und den meisten Gewinn machen Tankstellen mit dem Nebengeschäft wie Verkauf und andere Dienstleistungen. Also ist die Rechnung für die Infrastruktur eine ähnliche wie bei Schnellladestationen.

Was zur Zeit noch fehlt ist im Moment doch eher der Bedarf an Schnelllademöglichkeiten. Nur irgendwann wird sich auch das ändern...
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