Integration von Elektrofahrzeugen ins Smart Grid

Integration von Elektrofahrzeugen ins Smart Grid

Beitragvon StefanSchneiderKIT » Mi 8. Feb 2017, 09:50

Hallo liebe Community,

beim Thema der Integration von Elektrofahrzeugen ins Smart gibt es noch einige offene Fragen, besonders was die Elektrofahrzeugnutzer überhaupt darüber denken.
Aus diesem Grund wird in einer Masterarbeit am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) eine Umfrage unter Elektrofahrzeugnutzern zu diesem Thema durchgeführt.
Es würde mir sehr weiterhelfen, wenn Sie diese Umfrage ausfüllen könnten.
Die zusammengefassten Ergebnisse können Sie nach Beantwortung des Fragebogens gerne bekommen.

https://amazonas.fzi.de/limesurvey2/ind ... 74?lang=de

Vielen Dank im Voraus für Ihre Unterstützung!
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Re: Integration von Elektrofahrzeugen ins Smart Grid

Beitragvon HubertB » Mi 8. Feb 2017, 10:39

So lange nur die Netzbetreiber davon profitieren, nicht aber die Stromverkäufer, werden diese uns keine entsprechenden Tarife anbieten. Da sehe ich im Moment das größte Hindernis.
Zoe Zen / Twizy
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Re: Integration von Elektrofahrzeugen ins Smart Grid

Beitragvon StefanSchneiderKIT » Mi 15. Feb 2017, 15:18

Die Stromverkäufer stärken allerdings ihre Position gegenüber den Netzbetreibern, wenn sie viele Kunden hinter sich vereinen. Und die Kunden werden zu den Stromverkäufern mit den günstigsten Konditionen wechseln.
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Re: Integration von Elektrofahrzeugen ins Smart Grid

Beitragvon Alex1 » Mi 15. Feb 2017, 15:47

"Sonnen" macht doch sowas? Allerdings z.Z. nur mit Solarstrom. Siehe z.B. hier: http://energyload.eu/stromspeicher/sola ... nnen-gmbh/

Lichtblick hat ja auch sowas angeleiert mit Dachsen/kleinen BHKWs. Keine Ahnung, wie das weiter ging.

Auf jeden Fall ist das die logische Fortsetzung und einer der größten Vorteile der eAutos. Nicht nur durch gesteuerte Abnahme bei Überschuss/geringer Nachfrage, sondern perspektivisch durch Abgabe ans Netz. DAS ist m.E. die Zukunft :mrgreen:
Herzliche Grüße
Alex
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Re: Integration von Elektrofahrzeugen ins Smart Grid

Beitragvon Alex1 » Mi 15. Feb 2017, 20:28

Frage bei 33%: Gehört dazu auch, dass ich den Endpunkt der Vollladung vorverlegen kann? Oder auf später?
Und es wäre schön, wenn ich den Endladepunkt nicht immer auf 100% SOC, sondern auch mal auf 90 oder 80% legen könnte. Gerade, wenn ich dann - hoffentlich - 41 kWh habe, muss es ja nicht immer ganz voll sein.

Warum freut es mich wohl, dass ausgerechnet die Friedericiana (so hieß KIT ja früher) sowas erforscht? :D War selber aber Chem-Ing...

Frag an den Insider: Spürt man in KA/im KIT schon (außer Deiner Arbeit jetzt), dass die Verbrennermotorenforschung langsam runtergefahren wird? Ach so, Informatik! Aber Verbindungen hast Du schon zur Fahrzeugtechnik?
Herzliche Grüße
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Re: Integration von Elektrofahrzeugen ins Smart Grid

Beitragvon Paul_S » Mi 15. Feb 2017, 22:12

Ich habe den Fragebogen ausgefüllt, aber mein Wunschmodell kommt darin nicht vor.
Das geht so:
Der kWh-Preis ist grundsätzlich variabel. Er bewegt sich irgendwo zwischen 1 Euro pro kWh an einem Dezemberabend und wenigen Cent an windigen Sonntagen im Sommer. Dieser Preis gilt für alle Verbraucher, nicht nur das E-Auto.
Dem Smart Meter wird der aktuelle Strompreis gemeldet, der z.B für die nächste Viertelstunde gilt.
Mein eigener Energiemager entscheidet, wann und wie viel das Auto geladen wird, oder z.B. der Heizstab in meinem Pufferspeicher aktiviert wird.(Da passen ca. 700 kWh rein, aber ich würde nur unter 10 ct/kWh einschalten).

Vorteile:
- Nur ein (smarter) Stromzähler für alles.
- Alle Geräte -> größere Wirkung als nur Autos
- kein "Provider" notwendig
- kein Datenschutzproblem, es werden nur Preisinformationen empfangen. Wann ich losfahre oder schlafen gehe wird nirgendwo hin gemeldet.

Probleme:
- Kleinverbraucher: ich würde (nur) für kleine Haushalte (z.B. Rentnerwohnung) bei unter 1000 kWh p.a. einen durchschnittlichen Festpreis erlauben, alle andern müssen den variablen Preis zahlen
- Umlagen/Netzentgelte: die sind so hoch, dass ein echt günstiger Endkundenpreis nicht möglich ist. Es ist aber absurd, bei negativen Preisen an der Strombörse (= es wird dringend jeder gesucht der Energie abnimmt) noch 20 ct/kWh zu verlangen. (dafür schalte ich den Heizstab nicht ein...)
Vorschlag: Ökostrom-Umlage aus Steuern finanzieren.
- Stromzähler zählt nicht mehr nur kWh, sondern auch Euro. Kann man sich dran gewöhnen.
Soweit ein paar Gedanken

Paul
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Re: Integration von Elektrofahrzeugen ins Smart Grid

Beitragvon Alex1 » Mi 15. Feb 2017, 23:59

Guter Gedanke, Paul!

Ja, das wäre mir auch am liebsten: Laden nach den variablen Preisen an der Strombörse.

Oder diese Variabilität wird in feste Stufen gefasst wie beim alten Nachtstromtarif. Das wäre ja dann auch der beschriebene Fall, dass bei gewünschter Sofortladung eine Gebühr erhoben wird. Die "Gebühr" wäre dann der nicht ermäßigte Strompreis.
Herzliche Grüße
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Re: Integration von Elektrofahrzeugen ins Smart Grid

Beitragvon Ahvi5aiv » Do 16. Feb 2017, 00:25

:danke: :dafuer: Mist, wo ist denn der passende Smilie?
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Re: Integration von Elektrofahrzeugen ins Smart Grid

Beitragvon StefanSchneiderKIT » Mo 20. Feb 2017, 16:55

Sehr interessante Gedanken! Variable Preise wären natürlich eine gute Lösung. Allerdings ist die Regulierung in Deutschland noch lange nicht so weit wie beispielsweise in den USA und man muss versuchen, die Potentiale bis dahin durch geeignete Geschäftsmodelle zu nutzen.

Eine vorgezogene Vollladung wäre ja toll, aber schneller Laden kann man durch die Nutzung von Lademanagement natürlich nicht. Die Idee, das Fahrzeug nicht ganz voll zu laden, um die Batterie zu schonen, finde ich auch sehr gut. Die Frage ist nur, wie kompliziert das System am Ende sein darf, damit es noch nutzerfreundlich bleibt.

Am KIT wird mittlerweile an vielen Instituten (Elektrotechnik, Informatik, Energiewirtschaft,...) sehr viel zur Elektromobilität geforscht. Fahrzeugtechnik mit den Verbrennungsmotoren wird natürlich auch noch gelehrt, allerdings fand ich persönlich es unnötig, alles über eine sterbende Technologie zu lernen und habe mich lieber direkt auf die Elektromobilität spezialisiert.
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Re: Integration von Elektrofahrzeugen ins Smart Grid

Beitragvon MineCooky » Mo 27. Mär 2017, 13:24

Die Selbsteinschätzung "Ich bin Experte auf dem Gebiet der Elektromobilität." find ich cool. :D
Ich denke schon das ich sehr viel weis, aber niemals würde ich mich als Experte bezeichnen. Von selbsternannten Experten halte ich nichts und mit dem was sich so in Zeitungen und Co Experte schimpft will ich nichts zu tun haben.

"... bin ich besorgter über die Reichweite als ich es in einem Fahrzeug mit Verbrennungsmotor wäre. "
Ehhm ,ja. Was soll ich da sagen? Ich hatte nie was anderes ...

Un um noch einen Satz zu haben mit Lademanagment dem ich zustimme:
Ich finde Lademanagment praktisch um Stromkosten zu senken und außerdem eine Spannende Technik.

"Auf wie viele PKW kann Ihr Haushalt neben dem Elektrofahrzeug noch zurückgreifen? "
Eine blöde Frage xD
Stolzer Fahrer seines Smart EDs, leider ohne 22kW-Lader.
Mitglied bei Electrify-BW, ein gemeinnütziger Verein von eFahrer für eFahrer und Interessierte.


"Aus Gaspedal wird Spaßpedal"
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