TESLA - Model 3 und andere Probleme

Re: TESLA - Model 3 und andere Probleme

Beitragvon lightrider » Mi 15. Nov 2017, 10:07

Da muss man unterscheiden zwischen Aktionären (=Eigentümer) und Investoren (=Darlehensgeber).

Bei den Aktionären wird es immer Bullen und Bären geben. In jedem Markt, bei jeder Firma, zu jeder Zeit. Solange nicht über längere Zeit deutlich mehr Bären als Bullen auftreten, wird das den Aktienkurs von Tesla nicht allzu heftig beeindrucken. Und gerade an der Börse investiert man nicht in die Gegenwart, sondern in die Zukunft.

Ich sehe aber einfach nicht, warum die Investoren (=Darlehensgeber) jetzt aussteigen sollten.
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Re: TESLA - Model 3 und andere Probleme

Beitragvon berti » Mi 15. Nov 2017, 10:32

lightrider hat geschrieben:
Da muss man unterscheiden zwischen Aktionären (=Eigentümer) und Investoren (=Darlehensgeber).

Bei den Aktionären wird es immer Bullen und Bären geben. In jedem Markt, bei jeder Firma, zu jeder Zeit. Solange nicht über längere Zeit deutlich mehr Bären als Bullen auftreten, wird das den Aktienkurs von Tesla nicht allzu heftig beeindrucken. Und gerade an der Börse investiert man nicht in die Gegenwart, sondern in die Zukunft.

Ich sehe aber einfach nicht, warum die Investoren (=Darlehensgeber) jetzt aussteigen sollten.


Im Normalfall bekommen Investoren Aktienpakete oder decken sich an der Börse damit ein. Diese sind auf Profit aus und steigen aus wenn sie genug Profit generiert haben oder es absehbar ist, dass nicht mehr viel Potenzial da ist. Die meisten Investoren sind früh eingestiegen und sitzen auf fetten Gewinne. Ja, sie investieren in die Zukunft, jedoch ist die Zukunft von Tesla ungewiß. Es entgeht den Investoren nicht, dass sich die Lage für Tesla nicht verbessert. Man darf nicht vergessen, dass Tesla mit dem Modell 3 nicht viel Geld verdienen wird und dass die Konkurrenz nicht schläft. In einigen Jahren werden andere das große Geschäft mit dem E-Auto machen zumal die Hürden zum Einstieg hier nicht so hoch sind wie im traditionellen Automobilbau wo viel Know How bei der Motorenentwicklung notwendig ist. Dagegen ist die Entwicklung eines E-Mobils ziemlich einfach. Tesla hat durch seine Unfähigkeit das Model 3, schnell und in großer Stückzahl auf den Markt zu bringen viel Potenzial verspielt. Anscheinend ist der Produktionsanlauf für hohe Stückzahlen ein großes Problem für Tesla, damit haben die großen Automobilkonzerne jahrzehntelange Erfahrung. Es hilft nicht viele Bestellungen zu haben wenn das Produkt nicht geliefert wird. 500 000 Vorbestellungen a 1000 USD Reservierungsgebühr sind im letzten Quartal als Verlust verpufft. Wer soll Tesla jetzt noch Geld zuschießen? Meiner Meinung nach liegt der beste Zeitpunkt für Investoren ihr Geld vom Tisch zu nehmen in der Vergangenheit.
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Re: TESLA - Model 3 und andere Probleme

Beitragvon Tho » Mi 15. Nov 2017, 11:05

Welcher andere Automobilkonzern hat denn Erfahrung mit großen Volumen an Elektroautos?
Die laufen doch in die gleiche Probleme wie Tesla (Woher bekomme ich Zellen, Woher bekomme ich die Akkupacks usw...)
Das man in der Vergangenheit gezeigt hat schnell viele Hubkolbenmotoren zusammenschrauben zu können wird dafür wenig helfen.
Und das es an Leuten fehlt die Prozesse organisieren können glaube ich nun am wenigsten, denn die kann man einkaufen....
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Re: TESLA - Model 3 und andere Probleme

Beitragvon Wackelstein » Mi 15. Nov 2017, 11:32

Die laufen doch in die gleiche Probleme wie Tesla (Woher bekomme ich Zellen, Woher bekomme ich die Akkupacks usw...)

So sehe ich das auch. Die sind alle von der Nachfrage überrascht worden und können nun nicht ausreichend Autos produzieren. Das ist so bei Renaut, bei Hyundai und natürlich auch bei Tesla. Keine Ahnung wie es beim neuen Leaf aussieht, aber ich schätze mal, dass es auch hier ein wenig dauern wird, bis Nissan die Stückzahlen liefern kann, die bestellt werden.

Die Situation ist zwar nicht schön, aber immer noch viel besser als wenn die Hersteller E-Autos bauen würden, die dann auf Halde stehen, weil keiner sie kaufen möchte.

Und es zeigt sich auch, dass die neuen Autos mit fetten Batterien endlich im Massenmarkt anzukommen scheinen. Das finde ich super :-)
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Re: TESLA - Model 3 und andere Probleme

Beitragvon kriton » Mi 15. Nov 2017, 11:35

Tho hat geschrieben:
Die laufen doch in die gleiche Probleme wie Tesla (Woher bekomme ich Zellen, Woher bekomme ich die Akkupacks usw...) ...
Zur Zeit wissen wir nicht genau, was die Ursachen für den schleppenden Produtionsstart sind. Aber dass so wenige Fahrzeuge in Q3 alleine wegen Problemen in der Akku-Fertigung ausgeliefert wurden, scheint kaum möglich. Mit Q4 wird es heller im Tunnel. Dann kann man abschätzen, ob sie einfach nur 3 Monate hinter dem Zeitplan her sind oder aber die Probleme viel massiver sind.
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Re: TESLA - Model 3 und andere Probleme

Beitragvon Karlsson » Mi 15. Nov 2017, 11:50

Tho hat geschrieben:
Welcher andere Automobilkonzern hat denn Erfahrung mit großen Volumen an Elektroautos?
Die laufen doch in die gleiche Probleme wie Tesla

Nicht ganz, die haben einfach mehr Erfahrung mit Serienproduktion und mit den Basics, wo Tesla Probleme hat - allgemeine Qualität, Verarbeitung, Robustheit, Korrosionsschutz.
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Re: TESLA - Model 3 und andere Probleme

Beitragvon eDEVIL » Mi 15. Nov 2017, 12:04

Der Vorsprung von Tesla schrumpft, aber es bleibt ein Vorsprung. Wer hat denn in diesem Segment bisher etwas in Stückzahlen zu bieten?

Anderebekommen ja scheinbar nicht mal ihre Produktion verkauft bzw. ist da ganze so unrentabel, das man drauf zahlt.

Viel wichtig als der schleppende Produktionshiochlauf ist, dass man nicht unnötig viele Mängel im Fahrzeug hat. Solche Fehlerhäufigkeit wie beim Model S kann man sich nicht erlauben.
Das würde schon allein von der Kapazität der Service-Center her nicht passen.

Der große Vorteil, das SuC-netz bleibt ja weiterhin, auch wenn die 150 kW Säulen langsam aufgesteklt werden, wird es noch etwas dauern, bis die alle stehen und man hat dann wahrscheinlich ein ähnliches Wirrwarr, wie bei den 50er Säulen.

Spannend wird es dann nochmal, wenn die Mdoel 3 Produktion suaber hochgelaufen ist und man bei Model S/X aufpassen muss, dass man nicht zum alten Eisen zählt.
2020 sollte man dann etwas in Richtung 800V im Programm haben, weil die SuC ja schon am Limit sind.
Conti Allcharge wäre eine sehr gute Technologie, um die alten SuC und hochvoltsäulen gleichermaßen nutzen zu können.
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Re: TESLA - Model 3 und andere Probleme

Beitragvon berti » Mi 15. Nov 2017, 12:12

Nicht ganz, die haben einfach mehr Erfahrung mit Serienproduktion und mit den Basics, wo Tesla Probleme hat - allgemeine Qualität, Verarbeitung, Robustheit, Korrosionsschutz.


Stimmt. Und dazu kommt, dass Tesla bald das Geld ausgehen könnte. 500 Mil. USD pro Quartal zu verbrennen halten sie nicht lange durch. Weitere Finanzspritzen werden mit weiteren leeren Versprechungen schwer zu bekommen sein. Wenn jetzt noch ein (großer) Teil der M3 Bestellungen storniert werden, wird es noch schwieriger. Es muss nicht so kommen, aber es könnte. Beim besten Willen kann ich für Tesla keine rosige Zukunft erkennen.
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Re: TESLA - Model 3 und andere Probleme

Beitragvon Twizyflu » Mi 15. Nov 2017, 12:23

Ich schon.
Man hat erstens mal nicht jedes Quartal einen solchen "Verlust" bzw. Investionen.
Dann wie hoch ist das Eigenkapital? 1,5 Mrd. ? 3 Mrd? Muss ich nachschauen.
Die Kreditlinie hat man auch erhöhen können.
Die müssen halt investieren.

Ich mache mir da keine Sorgen SOLANGE (!) es keine eklatanten (!) weiteren Verzögerungen bei der Serienfertigung des Model 3 gibt.
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Re: TESLA - Model 3 und andere Probleme

Beitragvon baeckerbursch » Mi 15. Nov 2017, 12:27

Vertikale Integration ist in der Theorie super, in der Praxis eher nicht.

Bestes Beispiel ja hier, wo die GF immer so als Vorteil gesehen wurde, jetzt aber plötzlich zum Nachteil wurde und es Probleme an allen Ecken und Enden gibt.

Und so sorgt die Vertikale Integration (hier GF) vielleicht mit Ihren Problemen dazu da Tesla das Geld ausgeht; da die Probleme Manpower binden die man an anderer Stelle dringend benötigt.
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