Supercharger "for free - forever" auch beim Model3?

Sollen Supercharger grundsätzlich kostenlos bleiben

Ja. Das Konzept lässt sich dem Bedarf angepasst beliebig ausbauen
45
42%
Nein. Es sollte Superchargernutzung als kostenpflichtige Option geben (wie seinerzeit ModelS 60)
27
25%
Nein. Unterhalb ModelS sollten nutzungsabhängige Kosten für Superchargernutzung eingeführt werden.
34
32%
 
Abstimmungen insgesamt : 106

Supercharger "for free - forever" auch beim Model3?

Beitragvon spark-ed » Fr 1. Apr 2016, 17:43

Habe das mal zum Anlass genommen eine eigene Diskussion zu starten
Super-E hat geschrieben:
Eines verstehe ich nicht. Hier wird immer gesagt, der SC sei inklusive und damit Kostenlos. Dabei wurde das doch gar nicht gesagt. Es wurde nur gesagt, dass jedes Modell den SC "unterstützt". Da stand nicht, dass die Nutzung kostenlos ist. Sonst hätte Mr Musk darauf rumgeritten wie sonst noch was...


Wie seht ihr das?

For free:
Pro:
- keine Abrechnungstechnik erforderlich, dadurch günstigere und störungsärmere Ladetechnik
- Das Killerargument im Betriebskostenvergleich
- "Revolutionärer Ansatz" regt die Leute zum Umdenken an - sehr werbewirksam

Contra:
übersteigerte Nutzung hervorgerufen durch
- das trügerische Gefühl ohne Auswirkungen auf Umwelt und Geldbeutel mobil zu sein.
- die Milchmädchenrechner, die genau ausgerechnet haben, ab welcher jährlichen Fahrleistung das Model 3 "Base" den alten Verbrenner kostenseitig überholt hat und unnötigerweise Kilometerrekorde fahren.

Dieses führt zu Engpässen, oder es müssen überproportional viele SuC vorgehalten werden.

Meine Meinung:
Es gibt einige ModelS Fahrer die regelrecht einen Wettbewerb um die höchsten Fahrleistungen "austragen"
(Diesen echten "Pionieren" sei es auch vergönnt, sie haben mit dem Kauf den Ausbau überhaupt erst ermöglicht.)

Wenn etliche Model3 Faher mit zuviel Zeit jedoch meinen sich die Neuanschaffung mit exessiver Superchargernutzung in die Amortisationszone fahren zu müssen, wird das dem Ursprungsgedanken leider nicht gerecht.

Wie müsste eine Bezahlung meiner Ansicht nach aussehen?
Ich halte Zeittarife mit automatischer Abrechnung über die Fahrzeugkennung für alternativlos. Der Tarif müsste sich an der schnellsten Ladeleistung orientieren. Sprich:
Wenn der SuC 120kW kann, bedeutet das bei €0,25ct/ kWh einen Minutenpreis von €0,50 oder €15,-/ 30Minuten. In der Urlaubszeit oder Hauptzeiten wird das ganze bei Bedarf mit einem saisonalen Faktor hochskaliert.

Das halte ich deswegen für so wichtig, da die vorgehaltene Ladetechnik nur so effizient ausgenutz wird und niemand unnötig bis Balancingende herumsteht.
Dem Normalfahrer mit kleinem Akku und geringer möglicher Ladeleistung und 1-2x im Jahr Langstrecke wird das nicht abschrecken.
Auch der Rest wird daurch "ermuntert" auf dezentrale AC Lademöglichkeiten auszuweichen (@Home, Destination)
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Re: Supercharger "for free - forever" auch beim Model3?

Beitragvon lamouette » Fr 1. Apr 2016, 18:27

Herr Musk hat diese Frage bei der Show nicht zufällig offengelassen.
Er hat ja auch noch Zeit bis zum Start der verbindlichen Bestellungen. Somit hat er noch einen Trumpf, den er beim nächsten Event ausspielen kann (falls nötig).
Klar gesagt hat er aber, daß das Superchargernetz noch kräftig ausgebaut werden soll.
Meine Spekulation: je mehr Supercharger es gibt, umso mehr Teslafahrer wohnen zufällig direkt in der Nähe. Und damit steigt die Anzahl derer, die das Pauschal-Angebot (free of charge) überstrapazieren.
Tesla könnte da leicht ein Riegel vorschieben: Pro Kalenderjahr erhält jedes Auto 1-2000kWh (ca 5000-10000km) SC for free. Und unbegrenzten Zugang gibts als Aufpreisoption.
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Re: Supercharger "for free - forever" auch beim Model3?

Beitragvon mstaudi » Fr 1. Apr 2016, 18:33

Komische Umfrage (komisch im Sinne von Seltsam, bin Schwabe :))
Kann doch gar nicht funktionieren, dass alle immer umsonst Laden. Aber ich kann doch auch nicht abstimmen, dass ich will dass Geld von mir verlangt wird.
Vielleicht ist komisch doch der richtige Ausdruck...
Gruß, mstaudi
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Re: Supercharger "for free - forever" auch beim Model3?

Beitragvon midimal » Fr 1. Apr 2016, 18:47

lamouette hat geschrieben:

Meine Spekulation: je mehr Supercharger es gibt, umso mehr Teslafahrer wohnen zufällig direkt in der Nähe. Und damit steigt die Anzahl derer, die das Pauschal-Angebot (free of charge) überstrapazieren.
Tesla könnte da leicht ein Riegel vorschieben: Pro Kalenderjahr erhält jedes Auto 1-2000kWh (ca 5000-10000km) SC for free. Und unbegrenzten Zugang gibts als Aufpreisoption.


Schon jetzt wurden die Model S Fahrer die in der Nähe der SC wohnen UND diese ständig nutzen angeschrieben, dass diese Lademöglichkeit nur für die Reisenden und nicht die Bewohner bestimmt ist. Dank der totalen ModelS Vernetzung weiß Elon so ziemlich alles ;)
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Re: Supercharger "for free - forever" auch beim Model3?

Beitragvon Mei » Fr 1. Apr 2016, 19:05

spark-ed hat geschrieben:
...Wie seht ihr das?....


Wenn es tastsächlich ein Massenprodukt wird, dann wir der Strom in der Masse doch was kosten, auch Tesla.

Ich glaube nicht, dass es kostenlos sein wird.
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Re: Supercharger "for free - forever" auch beim Model3?

Beitragvon bassbacke » Fr 1. Apr 2016, 19:12

mstaudi hat geschrieben:
Komische Umfrage (komisch im Sinne von Seltsam, bin Schwabe :))
Kann doch gar nicht funktionieren, dass alle immer umsonst Laden. Aber ich kann doch auch nicht abstimmen, dass ich will dass Geld von mir verlangt wird.
Vielleicht ist komisch doch der richtige Ausdruck...
Gruß, mstaudi


Ist glaube ich weniger eine "Abstimmung" als eine Einschätzung wie das laufen wird....

Für Model S/X ist das definitiv ein Verkaufsargument. Auf Dauer sollen die Supercharger. wo möglich, durch erneuerbare Energien (Solarzelllen, Windräder) vor Ort gespeist werden, wo das nicht bereits so ist.

Wenn man dazu noch die Einstellung von Elon Musk kennt, dass weltweit genügend Strom alleine mit Sonnenenergie erzeugt werden könnte und die Infrastruktur am besten durch den Staat (finanziert durch Steuergelder) augebaut und betrieben werden sollte (ist im wesentlichen ein hoher einmaliger Investitionsaufwand und dann etwas Wartung), dann überrascht es auch nicht, wenn die Supercharger dauerhaft (und hoffentlich auch für Model 3) kostenfrei sein/bleiben werden.

Sicher wissen wir es aber erst, wenn Elon Musk das klar ansagt, wie Tesla da beim Model 3 verfahren will.
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Re: Supercharger "for free - forever" auch beim Model3?

Beitragvon Super-E » Fr 1. Apr 2016, 19:39

Ähm, nachdem man mir zu Ehren schon eine Umfrage abhält, wollte ich nur meine eigentliche Aussage nochmal klarstellen. ;-)

Ich habe mir Extra deswegen die Präsentation nochmal angeschaut und es ist durchaus von Musk so formuliert worden, dass der SC inklusive ist (in einem Zeitungsbericht stand "SC supported", was der Formulierung nach eine Stufe weicher ist). Beim Model S ist der Gute aber ziemlich darauf rumgeritten, dass es "unlimited free forever" ist. Das hat er diesmal nicht und daher sind alle Möglichkeiten noch offen, auch wenn es weit interpretierbar ist.

Nebenbei: Aus ökologischen Gesichtspunkten bin ich der Meinung, dass Energie niemals kostenlos sein sollte. Und wenn schon, dann sollte irgendein Energiesparsystem vorhanden sein: Zum Beispiel nach Spieltheorie ein Weltweitranking des Energieverbrauchs pro km. Bestenlisten haben unglaubliche Effekte ;-).

Für das Model 3/E sehe ich eigentlich eine ganz einfache Möglichkeit, wie schon teilweise von anderen Foristen angedeutet. Durch die Absolute Datenkontrolle die man ja akzeptieren muss, kann TESLA das auch gleich nutzen und einfach ein "Energiekonto" einrichten. Ein freies Basiskontingent ist beim Kauf drauf und dann gibt es zig Möglichkeiten das zu erhöhen. Prepaid, Bankeinzug, Belohnung für sparsames fahren (Energiesparmeister einer Region) Bonuswochen ("Bestellen sie diese Woche und sie erhalten 500kWh gratis) etc...
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Re: Supercharger "for free - forever" auch beim Model3?

Beitragvon mz3c » Fr 1. Apr 2016, 19:55

Das die Supercharger kostenlos sind, ist leider ein allgemeiner Irrglaube.

Die Supercharger Nutzung wurde mit dem Fahrzeugpreis vorab bezahlt. Beim 60kWh Modell war das nicht inkludiert und kostet 2500 USD extra, siehe: http://shop.teslamotors.com/products/en ... ercharging

Beim Model 3 werden die Supercharger sicher Geld kosten, die Intelligenz für die Abrechnung wird aber nicht in der Infrastruktur, sondern im Fahrzeug stecken.

Viele Grüße
Sebastian
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Re: Supercharger "for free - forever" auch beim Model3?

Beitragvon Tika » Fr 1. Apr 2016, 20:45

Ich stimme spark-ed und Super-E vollumfänglich zu!

Energie sollte nicht umsonst sein - jedenfalls nicht, solange wir nicht 100% erneuerbare haben und der Rest sowieso verpuffen würde. Günstig darf's gern sein, insbesondere natürlich im Vergleich zu den fossilen Energieträgern... aber nicht deutlich günstiger als der Strom zu Hause bzw. wo das Auto sowieso lange Zeit herumsteht. Ich glaube nicht daran, dass der Ausbau des SuC Netzes gegen die hiesige Geiz-ist-geil Mentalität anstinken kann.
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Re: Supercharger "for free - forever" auch beim Model3?

Beitragvon spark-ed » Fr 1. Apr 2016, 21:27

mstaudi hat geschrieben:
Komische Umfrage (komisch im Sinne von Seltsam, bin Schwabe :))
Kann doch gar nicht funktionieren, dass alle immer umsonst Laden. Aber ich kann doch auch nicht abstimmen, dass ich will dass Geld von mir verlangt wird.
Vielleicht ist komisch doch der richtige Ausdruck...
Gruß, mstaudi

War anfangs am zweifeln, ob da überhaupt jemand auf kostenpflichtig abstimmt. Ist ja so ähnlich, als wenn ich in einem CoalRoller Forum gefragt hätte ob der Sprit nicht eigentlich zu billig und die Abgasvorschriften zu lasch wären :lol:
Wohltuend zu sehen, dass sich Elektrofahrer etwas differenzierter mit dem Thema auseinandersetzen.

Bislang gibt es ja noch keinen Grund zur Sorge. Die Supercharger sind zwar teilweise gut belegt, aber zu Wartezeitenkommt es bislang sehr selten.
Der etwas besser situierte ModelS Kunde verfügt in der Mehrheit vermutlich auch über Wohneigentum mit Lademöglichkeit. Auch ist der Faktor Zeitverlust mit einem höheren finanziellen Verlust verknüpft. Das führt automatisch zu einer "bestimmungsgemäßen" Nutzung der Supercharger.

Das Klientel verschiebt sich beim Model 3 dann teilweise schon.
Beispiel: Ein Kollege ohne eigenen Stellplatz/ Garage, der Model3 reservieren will antwortete auf die Frage, wo er das Auto normalerweise laden werde mit "dafür gibt es dann doch die Supercharger"
Ich habe ihn natürlich nicht von seiner Entscheidung abgebracht, bin aber selber etwas nachdenklich geworden.
Es bedarf also nichteinmal der ganzen "Geiz ist Geil" Meute, es gibt auch so genug Potential für "missbräuchliche Nutzung"

midimal hat geschrieben:
Schon jetzt wurden die Model S Fahrer die in der Nähe der SC wohnen UND diese ständig nutzen angeschrieben, dass diese Lademöglichkeit nur für die Reisenden und nicht die Bewohner bestimmt ist. Dank der totalen ModelS Vernetzung weiß Elon so ziemlich alles ;)

Elon weiß das sicher. Bei dem Anschreiben handelt es sich jedoch, so weit ich mich erinnere, an ein Mythos der aus dem TMC-Forum stammt. In Deutschland ist wohl niemand angeschrieben worden (oder hat sich nicht zu erkennen gegeben).
Jemand mit der tumben Einstellung "Supercharger mitbezahlt, Anspruch verbrieft, was interessieren mich die anderen" wird man mit einem freundlichen Apell wohl eh schwer erreichen. ;)

mz3c hat geschrieben:
Beim Model 3 werden die Supercharger sicher Geld kosten, die Intelligenz für die Abrechnung wird aber nicht in der Infrastruktur, sondern im Fahrzeug stecken.

Ja logisch. Abrechnung über die Säule wäre natürlich Humbug. Es könnten da jedoch Fallstricke juristischer Art lauern. Mir fällt da z.B. Eichpflicht für Zähler für Abrechnungszwecke ein.
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