Manuelle Reichweitenberechnung

Manuelle Reichweitenberechnung

Beitragvon Spürmeise » Di 6. Mai 2014, 22:14

Hi,

zur Abschätzung des Restreichweite und des notwendigen Nachladens (inkl. Sicherheit bei Ausfall nachfolgener Ladestationen) nach bestimmten Streckenabschnitten probier ich's gerade mit folgender Formel in Excel:

Reiseplanung.PNG
Reiseplanung.PNG (7.19 KiB) 1102-mal betrachtet


also: die neue Restreichweite [km] (markierte Zelle) ist .. die in der Zeile drüber
minus (Streckenkilometer + in km umgerechnete Höhenmeter ("km (H)" s.u.))
plus geladene SOC-Prozente * 100%-SOC-Reichweite (letzteres abhängig von Temperatur und persönlicher Fahrweise, z.B. 145 km)

wobei die Zelle unter km (H) sich aus "H+"/11 - "H-"/12 zusammensetzt (Höhenmeter aus dem Routenplaner übernommen, ggf. korrigiert wenn Straße wegen Brücken der Topographie nicht folgt).

Für bereits gefahrene Routen scheint das ganz gut hinzukommen. Habt ihr andere Abschätzungen für in "km" umgerechnete Höhenmeter?
Spürmeise
 

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Re: Manuelle Reichweitenberechnung

Beitragvon Spüli » Mi 7. Mai 2014, 11:16

Moin!
Hier im Flachland brauche ich zum Glück nicht mit vielen Höhenmetern rechnen. Im Zweifelsfall rechne ich 1% SOC gleich 1km Reichweite. Da hat man dann im Sommer immer ausreichend Puffer.

Die Fahrt vom Torfhaus (800m) runter nach Wolfenbüttel (100-200m) brachte mir in etwa 35km zusätzliche Reichweite. Die habe ich aber auch auf den Weg nach oben zusätzlich gebraucht.
Gruß Ingo
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Re: Manuelle Reichweitenberechnung

Beitragvon odugael » Mi 7. Mai 2014, 13:56

Die 1% SOC passen auch im Bergland. Normalerweise reichts bei uns so ca. 120km bis die Batterie leer wäre.
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Re: Manuelle Reichweitenberechnung

Beitragvon Alex1 » Do 22. Mai 2014, 23:15

Nun ja, bei 11 kWh/100 km wären 1% ja einfach 2 km
Bei 14,5 kWh/100km 1,5 km
Bei 22 kWh/100km 1,o km.
Natürlich ohne Reserve. Da strebe ich so 30 km an der Zapfe an; bei Ausfall derselben werden daraus bei Sicherheitsschleichfahrt schnell 50-60 km.
Gegenwind, fehlende Lkws zum Ziehen, Nässe oder vergessene Höhenmeter können aber leicht 20% "stehlen" bei gleicher Fahrweise. Von Kälte sag ich gar nichts...

100 Höhenmeter würde ich mit ca. 5 km ebene Strecke verrechnen, diese Zahl soll von Läufern/Radlern stammen.

Sollte jemand andere/bessere Erfahrungen haben? Her damit! "Meine" Höhenmeterformel hab ich mangels Zeit noch nicht wirklich validieren können.
Herzliche Grüße
Alex
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Re: Manuelle Reichweitenberechnung

Beitragvon slowandi » Mi 3. Sep 2014, 17:49

Hallo liebe Mitelektriker,
nachdem ich seit November 2013 ein Smart ed Cabrio fahre, hier mein erster Beitrag im Forum:
letztes Wochenende war es endlich soweit: Mit dem Smart ed auf einen richtig hohen Berg !
Wir sind die Großglockner-Hochalpenstraße von Zell am See nach Heiligenblut und zurück gefahren.
Auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe konnten wir an Europas höchster Ladesäule auf 2369 m Meereshöhe laden.
Aber nun noch ein paar Berechnungen:
Am Freitag sind wir von Fusch an der Großglocknerstr. (800 m ) auf die Edelweißspitze (2571 m ) gefahren. Strecke: 22 km .
Die Höhenarbeit für Smart plus 2 Personen: E= m x g x h = 1170 kg x 9,81 x 1771 m = 20,3 MJ = 5,65 kWh
Verbrauch für 22 km Strecke 3,37 kWh, zusammen 9,02 kWh das entspricht 51 % der Akku-Kapazität (gerechnet ohne Ladeverluste) und das war auch ziemlich genau meine Beobachtung.
Der Akkustand oben am Berg betrug noch 6% und wieder unten im Tal waren es wieder 26%.
Das sind also gewonnene 20 % , entspricht 3,54 kWh (gerechnet wieder ohne Ladeverlust).
Von der potentiellen Energie (Höhenenergie) von 5,65 kWh konnte ich also 63 % wieder zurückgewinnen.
Das ist ein guter Wert, finde ich. Es gibt beim Stromerzeugen und Laden der Batterie nun mal Umwandlungsverluste.
Außerdem war die Straße so steil (durchgehend 12 %), dass ich manchmal die Scheibenbremse brauchte.
Und natürlich wird für Rollreibung und Luftwiderstand bergab auch etwas von der Höhenenergie verbraucht.
Also alles in allem recht gute Werte, das Rekuperieren bringt mehr, als ich dachte !

Viele Grüße,
Andreas
slowandi
 
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