Kauf eines Smart ED

Re: Kauf eines Smart ED

Beitragvon graefe » So 14. Sep 2014, 14:18

ManuelZ1981 hat geschrieben:
1) Soll man sich jetzt noch den aktuellen Smart ED kaufen oder doch lieber auf die 2016 Version warten, welche möglicherweise eine längere Reichweite, bessere Lademöglichkeiten (inkl. Schnellader) und schöneres Interieur beinhaltet?


Ist halt wie mit allen Technikprodukten: die Nachfolgeprodukte sind meistens besser (wobei ich dieses Gestz bez. Design und Solidität des neuen Smarts ernsthaft anzweifel). Wenn Du jetzt ein Auto brauchst, dann jetzt kaufen.

2) Mir wurde ein Cabrio Vorführwagen (fast neu) ohne Schnelllader für 21.000 Euro angeboten.

Ohne Batterie? Dann ganz schön teuer.

Nun ist die Frage, a) greife ich zu oder b) kaufe ich mir eine Version mit Schnellader. Da aber keinerlei Vorführ-/Gebrauchtwagen als Cabrio Version mit Schnelllader verfügbar sind, müsste ich diesen neu anschaffen für rund 27.500 Euro.
Ich pendle täglich lediglich mehrmals 3km zu unserer Firma und habe einige 20km Fahrten in der Woche. Das Auto würde täglich an der Firma inkl. eigener Photovoltaikanlage geladen. Weitere Strecken könnten mit dem Zweitwagen zurückgelegt werden.


Klassisches Szenario, wo ein Schnelllader überflüssig ist. Ich habe ein ähnliches Einsatzprofil, und habe den Schnelllader noch nie vermisst. Gerade der Smart ist doch ein Kuzstreckenfahrzeug und kann zwischendurch in der Firma an jeder Schuko-Steckdose immer wieder genügend nachgetankt werden. Du darfst auch nicht vergessen, dass der Schnelllader auch eine entsprechende Ladeinfrastruktur benötigt, die auch wieder Geld kostet. Das alles wird in ein paar Jahren auch nicht anders sein. FAZIT: Ich glaube nicht, dass man die erheblichen Mehrkosten beim Wiederverkauf wieder reinbekommt.

3) Leasing vs. Barkauf

Wie immer: wenn das Kapital vorhanden ist, dann kaufen, wenn nicht, dann leasen. Der Leasing-Aufschlag ist beim ED erheblich. Ein genauer Leasing-Rechner findet sich auf der Smart-Homepage.

Paddles müssen auch nicht sein. Ich finde das steuern von Segeln und Rekuperation über das Strompedal sehr praktisch. Ich vermisse allenfalls den Tempomaten.

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Re: Kauf eines Smart ED

Beitragvon Spürmeise » So 14. Sep 2014, 19:29

Ralpax hat geschrieben:
Wer den Unterschied zwischen 0,5 oder 2 Stunden Baumarktbesichtigung (falls der geöffnet hat) nicht kennt, der kauft den Standartlader!!!

Und wer den Unterschied zwischen 0,5 Stunden oder 2 Stunden Aquella Freizeitbad nicht kennt, der kauft eben den Schnelllader für die 2 Schukodosen dort. Dann muss man aber auch noch 1/4 Stunde nachlösen, weil der an Schuko 10% langsamer als der Standardlader lädt.
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Re: Kauf eines Smart ED

Beitragvon odyssey » So 14. Sep 2014, 19:58

graefe hat geschrieben:
Wie immer: wenn das Kapital vorhanden ist, dann kaufen, wenn nicht, dann leasen. Der Leasing-Aufschlag ist beim ED erheblich. Ein genauer Leasing-Rechner findet sich auf der Smart-Homepage.


Der Leasingrechner ist zwar im Netz - hat aber in keiner Form etwas mit der Realität beim Verkäufer zu tun! Es gilt vor Ort sich ein Angebot machen zu lassen, da wird dann auch der eff. Jahreszins mit angegeben (wie wohl gesetzlich vorgegeben). Barzahlungsrabatte sind bei Smart lächerlich… Es kommt doch darauf an, was man am Ende nach 36 Monaten zu zahlen hat. Also einfach mal durchrechnen - alles nur Grundrechenarten. :lol:

Spürmeise hat geschrieben:
"... Standardlader lädt."

Danke! Verursacht sonst Augenschmerzen. 8-)
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Re: Kauf eines Smart ED

Beitragvon martin » So 14. Sep 2014, 20:05

Ich habe auch keinen Schnellader und ich würde mir auch wieder einen ED ohne Schnellader kaufen.
Wie oben schon erwähnt ist der Smart ein Kurzstreckenfahrzeug und daher kommt er bestens ohne Schnellader aus.
Das ist natürlich beim Tesla ein anderes Thema.

Übrigends meiner wär zu haben:
http://www.elektroauto-forum.de/Kleinan ... php?id=182

Ich möchte mir wegen Nachwuchs ein größeres E-Auto kaufen.
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Re: Kauf eines Smart ED

Beitragvon ManuelZ1981 » Mo 15. Sep 2014, 18:53

Für Eure zahlreichen Meinungen, Tipps und Hinweise möchte ich mich herzlich bei Euch bedanken.
Gerne werde ich Euch über meine Entscheidung informieren, sobald ich diese getroffen habe.

VG Manuel
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Re: Kauf eines Smart ED

Beitragvon Alfi2001 » Mo 15. Sep 2014, 20:38

Hallo Manuel,
Ich kann mich da nur den Vorrednern anschließen, kaufe ihn jetzt. Ich habe vor 3 Monaten ein Cabrio als vorführwagen gekauft und keine Sekunde bereut. Er hat zwar auch keinen Schnell Lader aber da gewöhnt man sich schnell dran. Ich lade bei 8 ampere in meiner Garage und brauche zwischen 5 und 8 stunden, das passt. Interessant ist dabei, dass der. Wagen mich 15300 EUR gekostet hat plus Miete ist das ein denke ich mal fairer Preis. Zwar hatte er 6000 km gelaufen aber die merkt man ihm nicht an. Ich kann dir nur raten, schau dich mal nach einem vorführwagen um, ich wurde nicht enttäuscht. Gruß Stefan
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Re: Kauf eines Smart ED

Beitragvon Ralpax » Di 16. Sep 2014, 08:23

Alfi2001 hat geschrieben:
Hallo Manuel,
Ich kann mich da nur den Vorrednern anschließen, kaufe ihn jetzt. Ich habe vor 3 Monaten ein Cabrio als vorführwagen gekauft und keine Sekunde bereut. Er hat zwar auch keinen Schnell Lader aber da gewöhnt man sich schnell dran. Ich lade bei 8 ampere in meiner Garage und brauche zwischen 5 und 8 stunden, das passt. Interessant ist dabei, dass der. Wagen mich 15300 EUR gekostet hat plus Miete ist das ein denke ich mal fairer Preis. Zwar hatte er 6000 km gelaufen aber die merkt man ihm nicht an. Ich kann dir nur raten, schau dich mal nach einem vorführwagen um, ich wurde nicht enttäuscht. Gruß Stefan


Da sieht man, wie gering der Wiederverkaufswert ohne Schnelllader ist!
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Re: Kauf eines Smart ED

Beitragvon sualk » Di 16. Sep 2014, 16:20

Ich denke, es ist v.a. eine Frage der Nutzung, ob man einen Schnelllader braucht.
Wer noch ein Auto für Langstrecken hat (ceterum censeo: kein smart gehört auf die Autobahn!) und bei der vorgesehenen Nutzung (auch im Winter!) kein Reichweitenproblem, braucht keinen Schnelllader. Falls man allerdings vor hat, schon in eher kürzerer Zeit das Auto wieder zu verkaufen, ist der fehlende Schnelllader sicher ein gewichtiges Problem.
Für mich ist mein ed (brabus Cabrio) optimal, ich brauche keine größere Reichweite, das Auto ist mehr als reichlich motorisiert und mit der Weiterentwicklung, die zumindest in der Breite das Alleinstellungsmerkmal des smart relativiert, kann ich mich nicht anfreunden. Das einzige, was ich mir noch wünschen würde, wäre ein keyless go in Verbindung mit elektrisch verstellbaren Sitzen (was bei alternierender Nutzung durch unterschiedlich große Leute angenehm ist) - Grund für einen Neukauf ist das allein aber niemals. Außerdem wäre es von einem so kleinen Auto vielleicht auch zu viel verlangt.
Deshalb bleibt der ed im Haus, bis er nicht mehr fährt (und dann ist der Wiederverkaufswert eh uninteressant).
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Re: Kauf eines Smart ED

Beitragvon eDEVIL » Di 16. Sep 2014, 16:46

sualk hat geschrieben:
Falls man allerdings vor hat, schon in eher kürzerer Zeit das Auto wieder zu verkaufen, ist der fehlende Schnelllader sicher ein gewichtiges Problem.

Das Problem wird mit der ZEit eher größer, da die Erwartungen der pot. Käufer steigen werden.
Heute mögen sich noch viele mit Schnarchladung abfinden, aber je länger man elektrisch fährt, desto weniger mag man die "Ratterkisten".
Das man die 3k eur bei wiederverkauf nicht unebdingt wieder rein holt, spielt dabei keine Rolle, da ja alles am Auto an Wert verliert. Aber man hat einen höheren Nutzwert, kann an kostenlosen Säulen mal in ner Stunde wieder voll machen etc.

Es geht ja nicht um Fernreisen, aber alle über 150km im Sommer ist ohne Schnellader schon recht nervig.
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Re: Kauf eines Smart ED

Beitragvon graefe » Mi 17. Sep 2014, 04:17

eDEVIL hat geschrieben:
Das Problem wird mit der ZEit eher größer, da die Erwartungen der pot. Käufer steigen werden.
Heute mögen sich noch viele mit Schnarchladung abfinden, aber je länger man elektrisch fährt, desto weniger mag man die "Ratterkisten".

Das viel größere Problem beim Wiederverkauf wird die zunehmende Batteriekapazität sein: wer will schon ein Elektroauto (mit oder ohne Schnelllader) mit 130km Reichweite, wenn es in drei Jahren Batterien mit vielfacher Reichweite zum halben Preis gibt? Ob es jemals Nachrüst-Batterien geben wird, steht in den Sternen. Die Hersteller werden es zu verhindern wissen.
Apropos: wieso "Ratterkiste"?
Das man die 3k eur bei wiederverkauf nicht unebdingt wieder rein holt, spielt dabei keine Rolle, da ja alles am Auto an Wert verliert. Aber man hat einen höheren Nutzwert, kann an kostenlosen Säulen mal in ner Stunde wieder voll machen etc.

Es geht ja nicht um Fernreisen, aber alle über 150km im Sommer ist ohne Schnellader schon recht nervig.

Wenn Du Dir das vom OP geforderte Anwendungsprofil anguckst, dann ist da nichts von >150km am Stück zu lesen, sondern viele Kurzstrecken, zwischen denen der Smart immer wieder in der Firma nachladen könnte. Übrigens: die öff. Ladestationen müssen irgendwann geldverdienen. Bei den hier diskutierten 30-35 Cent/kWh für einen kostendeckenden Betrieb dürfte die heimische Steckdose in Zukunft wieder an Attraktivität gewinnen.

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