6 Monate ED

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Beitragvon Aha » Mi 27. Aug 2014, 11:43

Nach 6 Monaten und 8000km lautet mein Fazit:

S U P E R !!!

Vor kurzem habe ich noch darüber gelacht, bis ich zufällig auf dem Fahrersitz eines ED landete (nochmals danke Frank!). Als Meister im Schönrechnen zögerte ich nicht lange, zumal mein anderes Auto ein E500 ist, was eine nennenswerte Ersparnis durch den ED erst möglich macht.

Leider muss ich zugeben, dass der Umweltgedanke bei mir eher im Hintergrund steht. Alleine der Spassfaktor hat mich getrieben. Entsprechend ist auch die Nutzung: 0-1 Fahrweise, was sich in begrenzter Reichweite (100km sind aber immer drin) und in bereits deutlich sichtbarem Reifenverschleiss äussert.

Das Autochen funktioniert in allen Details perfekt, macht einen robusten Eindruck, klappert und rappelt nix. Einfach der Traum eines 130kg/192cm Menschen :-))) Während der 8000km im ED habe ich mit dem Grossen nur ganz wenige Langstreckenfahrten unternommen, sonst steht er mit abgeklemmter Batterie in der Ecke, der arme... Und wenn ich mal nicht aufpasse, dann ist meine Holde im ED auf und davon. Sie ist davon nicht weniger begeistert.

Am Ende frage ich mich, wozu ich mich eigentlich im Forum angemeldet habe. Der ED ist jetzt nur ein weiteres Elektrogerät wie unser Geschirrspüler oder Sandwichtoaster, die still und leise tun was sie sollen.

Euch allen gute Fahrt, viel Spass und wenig Probleme im ED!

Robert
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Re: 6 Monate ED

Beitragvon rollo.martins » Mi 27. Aug 2014, 20:38

Hallo Robert

Teile Deine Meinung absolut. Ich habe auch seit 6 Monaten einen, und ich würde ihn nie mehr hergeben.

Allerdings hat er einzelne Macken, die ich ihm schon noch austreiben würde:

-Batterie lädt teils (vor allem nach längeren Autobahnfahrten und bei Wärme, hab ich den Eindruck) nur bis 95 Prozent. Einmal hat er sogar ab 30 Prozent die Ladung verweigert. Ok, war nach ner rasanten Passfahrt, wohl zu warm bekommen. Aber eine Anzeige wäre da Standard. Nicht nur eine grüne LED am Stecker, die eigentlich signalisieren sollte, dass er fertig ist mit Laden... Ok, laut Smart soll ich ihn gelegentlich mal bei der Garage vorbeibringen. Vielleicht ist die Batterie kaputt.

- Vehicle Homepage ist crap. Sync spinnt nachhaltig. Immerhin bekomme ich sie im Moment zum Sync mit dem Trick vom Smart Kundendienst, dass man die Zeit-Klimatisierung auf einen Zeitpunkt in zwei Minuten stellen soll, diesen Zeitraum abwarten und dann die Klimatisierung wieder deaktivieren soll. Alles via Handy natürlich. Dann geht der Sync wieder.

- Und ja, der Lüfter ist in Stufe 1 viel zu laut und stört die himmlische Ruh.

- Last but not least zeigr er genau dann, wenn man die Reichweite am nötigsten wissen will (in dem letzten 10 Prozent Akku) nur noch low battery an.

Ansonsten perfekt.
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Re: 6 Monate ED

Beitragvon spark-ed » Do 28. Aug 2014, 18:49

Mal andersherum gefragt:
Gibt es denn überhaupt jemanden, der nicht begeistert sein könnte?

Fand Smart schon immer witzig, kannte den Kleinen aber nur vom sehen. Der ED war dann mein Smart Erstkontakt

Der elektrische Smart ist ja so teuer und rechnet sich nie, hörte man überall. Das war mir nach der Probefahrt fast egal, habe aber trotzdem einen günstigen Vorführer bekommen (<16k€) ;)
Um die hohen Kosten mal zu ermitteln, hier meine Nachkalkulation:
Bin letzten Monat 1800km gefahren und habe dabei laut Zähler 265 kwh verbraucht (Ausschließlich zuhause "getankt") - Macht bei 0,27€/kWh zusammen €72,-. Dazu kommen noch die € 65,-Akkumiete = €137,- => €7,60/ 100km.
Ein Vergleichs- Benziner dürfte demnach, um betriebskostenmässig mitzuhalten, keine 5 Liter Super bei €1,55/l verbrauchen.

Wo sind denn jetzt die zusätzlichen Kosten, die ich gedanklich unterschlagen habe? Versicherung ist günstig, Steuer = 0.
Gut, Anschaffungspreis und vermutlich Wertverlust ist für so ein kleines Auto erstmal hoch, aber welches Auto hält in Bezug auf Fahrspass im Vergleich stand?
Hatte letzte Woche einen Leih-Smart 71PS MHD. Schlimmer geht es ja wohl nicht! Was für ein Unterschied -
Lahm, laut und diese ewig langen Schaltpausen - wer kauft so etwas noch, sofern er die Lademöglichkeit für einen ED hat, habe ich mich da gefragt.

Wirklich substanzielle technische Probleme scheint es beim ED auch kaum zu geben.
Wie Robert schon treffend erwähnte:
Aha hat geschrieben:
Am Ende frage ich mich, wozu ich mich eigentlich im Forum angemeldet habe. Der ED ist jetzt nur ein weiteres Elektrogerät wie unser Geschirrspüler oder Sandwichtoaster, die still und leise tun was sie sollen.


O.K. noch etwas Quotenkritik:
Die Vehiclehompage ist wirklich sch*#~!! :?:

Auch von mir Euch allen gute Fahrt, viel Spass und wenig Probleme im ED!

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Re: 6 Monate ED

Beitragvon graefe » So 31. Aug 2014, 08:35

Ich rechne nichts schön. Der Smart ist für mich wegen des leisen Motors maximaler Komfort, wegen der kleinen Außenmaße ein Parkplatzwunder und als technikaffiner Mensch ein wunderbares Spielzeug. Jedem, der den Wagen probefährt geht es ähnlich.

Ein Sportwagen rechnet sich auch nicht. Warum muss sich der Smart unbedingt rechnen?

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Re: 6 Monate ED

Beitragvon rollo.martins » So 31. Aug 2014, 19:02

In der Tat: Wenn sich ein Auto rechnen muss, soll mir mal einer erklären, warum da draussen nicht ausschliesslich Ladas in der billigsten Konfiguration rumfahren.

Abgesehen davon: Das Brabus-Update für den Benziner ist deutlich teurer als das ed-Update. Und es bringt ausser etwas besserer Optik nix. Ok, wer beides zahlen will...
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Re: 6 Monate ED

Beitragvon spark-ed » So 31. Aug 2014, 19:55

graefe hat geschrieben:
Ein Sportwagen rechnet sich auch nicht. Warum muss sich der Smart unbedingt rechnen?

Bitte nicht falsch verstehen.
Es geht mir nicht darum, daß sich der Smart rechnen muss. Wie du schon sagst, erkennt jeder nach einer Probefahrt die von dir beschriebenen positiven Eigenschaften, womit die Kosten in den Hintergrund rücken.
Aber sollte man nicht herausstellen, daß ein Kostenvergleich ED zu Benziner unter bestimmten Umständen auch unerwartet pro ED ausgehen kann?
Der Smart hat verschiedene Alleinstellungsmerkmale und kann daher prinzipiell nur untereinander und schlecht mit anderen Autos verglichen werden. (Sofern er denn überhaupt als Auto wahrgenommen wird - man trifft immer wieder auf Zeitgenossen, die diesen Status absprechen)

Die meisten Leute, die ich kenne, haben (vermutlich typisch deutsch) das Bestreben, eine grosse Anschaffung wie ein Auto immer irgendwie zu rechtfertigen.
Um so besser, wenn man da ein nüchternes Argument wie Wirtschaftlichkeit zugunsten Elektroantrieb liefern kann.

Mir macht das Fahren in der Erkenntnis sogar ökonomisch unterwegs zu sein übrigens gleich nochmal so viel Spass :D
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Re: 6 Monate ED

Beitragvon sualk » So 31. Aug 2014, 22:40

@ Aha
@ spark-ed
@ graefe
Dieser thread ist mir sehr sympathisch, denn hier geht es auch einmal um den Fahrspass mit dem Auto und nicht nur um Reichweiten-Fetischismus oder Wirtschaftlichkeits-Betrachtungen.
Dass er nicht gerade preiswert ist, muss dabei vorausgesetzt werden.
Das Auto macht aber einfach Spass und ist für mich für alle Strecken, die ohne Reichweitenangst machbar sind einfach "alternativlos", besonders in der brabus Cabrio Version. Ein Autobahnauto ist der smart nicht und wird es auch nicht werden. Zumindest wird auf der Autobahn keiner von Fahrspass sprechen wollen, ganz im Gegensatz zur Stadt, wo es auch nach einem Jahr noch reizvoll ist, an der Kreuzung lautlos den anderen davonzufahren. Mit konsequentem Einsatz der Reku kann man ja einen Teil des "verschwendeten" Stroms wieder zurückholen.
Warum man DAS Alleinstellungsmerkmal des smart, sein Miniformat, jetzt zumindest in Bezug auf die Breite relativiert, erschließt sich mir nicht, mir (1,88m) reicht der Platz (allerdings unter der Einschränkung der o.g. Nutzung).
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Re: 6 Monate ED

Beitragvon spark-ed » Mo 1. Sep 2014, 05:44

Habe physisch auch den Vorteil, scheinbar etwas komplexbefreiter mit dem Thema Microcar umgehen zu können - bei 1,90m vermisse ich im Smart objektiv gesehen keinen cm Platz.
Umsomehr habe ich oft das Bestreben den Kleinen verteidigen zu müssen und werde dann immer schnell unsachlich wenn mir einer kommt und meint, da passe ja nichtmal ne Bierkiste rein :evil:

Übrigens haben selbst die allseits beliebten AMS Autoren dem Smart zu dem Thema Dynamik etwas Positives abgewonnen. ;)

http://www.auto-motor-und-sport.de/vergleichstest/elektroautos-6-modelle-im-haertetest-8498096.html
Auto Motor und Sport hat geschrieben:
Wie es viel besser geht, zeigt der Smart Fortwo ED: Bis 100 km/h ist er trotz deutlicher Minderleistung zum Nissan Leaf konstant schneller. Null bis Tempo 50 dauert nur 3,7 Sekunden.


Um was geht es denn sonst bei einem "Stadtauto"? :mrgreen:
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Re: 6 Monate ED

Beitragvon FM-Electric » Mo 1. Sep 2014, 13:16

Hallo Zusammen.

Das wird ja direkt ein schönes Thema hier.

Zum Thema "Schönrechnen" kann man schon mal als Überschrift die Frage stellen: "Wie viel Auto braucht der Mensch" oder besser: "wieviel vom Auto braucht der Mensch für sich selbst und wieviel für seine Umwelt/Dritte"?

Vielen reicht ein Dacia Logan (hoffe, ich habe es richtig geschrieben :lol: ), andere brauchen in ihrem Mercedes eine Keramikbremsanlage, die als Aufpreis bzw. bei Ersatz nach Verschleiß wiederum ungefähr soviel kostet, wie der ganze Dacia als Neuwagen.

Für den Aufpreis manchen Satzes Alufelgen bei den Premiumherstellern verwandelt man den Smart schon in einen Brabus oder ein Cabrio.

Genau nach diesem Motto hatten wir auch beschlossen, den Umweltgedanken zu fördern, dank Photovoltaik auch mindestens 9 Monate im Jahr autark von jeder Ölkrise mobil zu sein und gleichzeitig noch jede Menge Fahrspass v.a. in der Stadt zu haben. Das ist uns austattungsbereinigt gerne den Aufpreis von 4 bis 5.000 € zum Turbobenziner-Smart plus Batterie-Leasingrate wert; verglichen mit unserer monatlichen Fahrleistung ist die Bat-Leasingrate ohnehin schon wieder durch erspartes Benzin komplett ausgeglichen, verbleibt also "nur" noch der Aufpreis zum Verbrenner-Smart. Das ändert aber leider auch nichts an der Tatsache, dass -Schnellader hin oder her- wegen der Reichweitenproblematik für 95% der Smart ED ein klassisches Zweitauto ist, der Aufpreis für viele schon nicht mehr erschwinglich ist und unsere Regierung auch keine Fördermittel für die Verbraucher investieren will.

Aber interessant, welche Wahrnehmungen auch andere hier schildern, von wegen "Schönrechnen", "Bierkiste", "Verteidigen", "Rechtfertigen"....dies kann ich wiederum alles zu 100% bestätigen: Von fahrenden Statussymbolen vornehmlich SUVs mit deutlich über 2t Leergewicht wird man überhaupt nur als "Verkehrshindernis und halbes Zwergenauto" wahrgenommen (bis zum ersten Ampelstart, der schnell Gesichtsfarbwechsel in jegliche Richtung erkennen lässt :D ), selbst neigt man als E-Fahrer auch irgendwann dazu, diese mit einer Person besetzten 2,5t-Dickschiffe generell zu verteufeln :twisted: und grüßt darüber hinaus freudig jeden anderen E-Fahrer, wie es auch in früheren Zeiten bei bestimmten Verbrennern mal Mode war.

In diesem Sinne
Beste Grüße
FM
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Re: 6 Monate ED

Beitragvon Spürmeise » Mo 1. Sep 2014, 13:29

FM-Electric hat geschrieben:
bis zum ersten Ampelstart, der schnell Gesichtsfarbwechsel in jegliche Richtung erkennen lässt :D )

ich ordne mich auch schon mal "versehentlich" in die falsche Fahrspur ein, um dann vorne "ganz fix" in die richtige zu wechseln...
Spürmeise
 

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