ED4 Smart CAN - Diskussion der Messwerte

Re: ED4 Smart CAN - Diskussion der Messwerte

Beitragvon MineCooky » Do 13. Sep 2018, 05:44

@MyLab-odyssey warum finde ich denn in den hier nichts wenn ich die Seite nach "BCS" durchsuche? :shock:

Smart forfour ED's smart ist von 08/2017, zumindest bei dem hätte ich nun was erwartet :?


... oder stell ich mich mal wieder an wie der letzte Mensch? ... :roll:

EDIT:
MyLab-odyssey hat geschrieben:

Okay, Fehler gefunden. Alles klar. :doof:

Da fällt mir auf, ich könnte den ED3 und den ED4 wieder mal auslesen. Haben beide nun Inspektion und der ED3 nun sehr Kilometerstarke Monate hinter sich.
smart fortwo 451er ED 3,7kW-Lader, EZ 05/2013; aktuell >199.999km
smart fortwo 453er EQ 22kW-Lader; EZ 05/2018; aktuell >25.000km
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Re: ED4 Smart CAN - Diskussion der Messwerte

Beitragvon Smart forfour ED » Fr 14. Sep 2018, 14:34

Habe soeben meine Batteriedaten mal wieder aufgefrischt (und im entsprechenden Thread hochgeladen) und dabei ist mir aufgefallen, dass die Zell-Kapazitäten seit 50 Tagen nicht mehr aktualisiert wurden. Ich frage mich ob das mit den Berechnungsmodus dSOC und CONT zusammenhängt, oder ob das BMS immer beide Werte speichert und nur die Ausgabe geändert wird.
Generell würde mich interessieren wie ich das BMS zur Aktualisierung der Werte motivieren kann.

Die Batteriekühlung mit AC ist vorhanden, Code V03 ist auch auf unserer Ausstattungsliste.
Jetzt würde mich spontan natürlich noch der Einsatz ebendieser interessieren, sprich ab welcher Kühlkreislauftemperatur die Klimaanlage mit eingesetzt wird. Konnte an unserem Smart trotz des heißen Sommers nie Batterietemperaturen deutlich über 30°C feststellen.
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Re: ED4 Smart CAN - Diskussion der Messwerte

Beitragvon MyLab-odyssey » Fr 14. Sep 2018, 15:26

Danke für die neuen Messungen - mit dem Interesse, wie es unserem ED4 so geht, sind wir irgendwie wohl allein auf weiter Flur?!

Smart forfour ED hat geschrieben:
dabei ist mir aufgefallen, dass die Zell-Kapazitäten seit 50 Tagen nicht mehr aktualisiert wurden. Ich frage mich ob das mit den Berechnungsmodus dSOC und CONT zusammenhängt, oder ob das BMS immer beide Werte speichert und nur die Ausgabe geändert wird.

Und auch eine Interessante Frage:, die ich gerne mal versuche aus meiner (beschränkten) Sicht zu beantworten:

Soweit ich es abschätzen kann, läßt das BMS beide Algorithmen parallel laufen. Warum sie immer noch am alten dSOC-Modus festhalten kann wahrscheinlich nur Jemand vom R&D uns erklären und evtl. sollen die beiden Strategien in einer Langzeituntersuchung vergleichbar sein? Evtl. ist der dSOC-Modus auch einfach historisch drin geblieben und keiner hinterfragt es? Das SOH-Flag kommt aber aus dem dSOC-Bereich und vielleicht verzichten sie deshalb noch nicht darauf? Andererseits gibt es nun eine eigene SOH-Abfrage (an meheren Stellen), die aber wohl auf die Daten des neuen Algorithmus zugreift oder einen eigenen Algorithmus hat.

Ich habe den neuen CONT-Modus (continuous) als Standardabfrage eingestellt, da er auch real wirklich für alle Zellen Werte liefert. Je nach Softwarestand liefert der dSOC-Modus 94 oder bei neueren Versionen nur 93 Kapazitätswerte. Auch daran kann man seine Herkunft (ED3) sehen ;-) Die Schätzwerte (Estimation) sind nur auf diesen Modus zurückzuführen. Beim CONT-Modus wird keine "Bewertung" geliefert. Ich gebe aber die gelesenen Werte auch dabei vom dSOC-Modus aus.

Zudem hat sich mit der neueren SW auch die Auflösung beim CONT-Modus verbessert. Dein Wagen sollte intern noch mit As/100 arbeiten und die SW bei Fahrzeugen >05.18 rechnen intern mit As/10. Für die Ausgabe rechne ich immer auf diese Einheit um.

Warum jetzt 50 Tage keine Rekalibrierung stattgefunden hat kann ich nicht wirklich sagen. Hat sich mit Deiner neuen Ladestrategie der SOC-Hub geändert? Der dSOC-Modus benötigt einen Hub >50% und eine Vollladung für einen Reset / eine Neubewertung. Er fängt so bei einem rSOC von ca. 40% und einer Ladung auf 100% an zu arbeiten. Bei größeren Hüben (>80%) wird er aussagefähiger.

Hätten wir einen aktuellen dSOC-Wert, lägen die beiden vielleicht noch weniger auseinander. Aber auch so ist das Bild nicht zu verzerrt (bis auf 0,7Ah bei CAP max):
Code: Alles auswählen
CONT mode:
CAP mean: 20227 As/10, 56.2 Ah
CAP min : 20160 As/10, 56.0 Ah, # 41
CAP max : 20270 As/10, 56.3 Ah, # 83

dSOC mode:
CAP mean: 20293 As/10, 56.4 Ah
CAP min : 20041 As/10, 55.7 Ah, # 9
CAP max : 20537 As/10, 57.0 Ah, # 49
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Re: ED4 Smart CAN - Diskussion der Messwerte

Beitragvon Smart forfour ED » Fr 14. Sep 2018, 16:16

Vielen Dank für deine Erklärungen :D. Habe ich richtig verstanden, dass sich die 50 Tage nur auf die dSOC Werte beziehen? Dann wundert mich etwas das sich die CONT Werte seit meinem letzten Log ebenfalls kein bisschen verändert haben oder sind die so konstant? Ich werde nächste Woche mal versuchen mit einem großen Hub auf 100% zu laden, lade meist nur bis zu einem uSOC von 90%, mal schauen ob sich dann etwas tut.
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Re: ED4 Smart CAN - Diskussion der Messwerte

Beitragvon MyLab-odyssey » Fr 14. Sep 2018, 19:36

Also die 50 Tage sollten sich nur auf die dSOC-Werte beziehen. Wie häufig sich sonst Änderungen ergeben, habe ich nicht systematisch untersucht. Vielleicht kannst Du mal öfters Messungen machen und auch mal die `bms res` Abfrage für die Zell-Innenwiderstände vergleichen? Diese werden meiner Meinung nach schon häufiger aktualisiert und damit sind auch die Kapazitätswerte "verbunden". Ich habe da auch schon mal einen eigenständigen Reset erlebt, wo die Software selbstständig sich rekalibriert hat und wohl auch interne Logdaten verworfen wurden. Ab und an sieht man auch schon mal 99% SOH und ich glaube diese Bewertungen laufen wirklich konstant mit, da ja nun mit der hinterlegten OCV-Kurve (`bms ocv`) auch deutlich mehr Stützstellen für die Kalibrierung des SOC vorliegen.

Übrigens hat auch der alte ED3 sogar bei sehr konstanten Fahren über den Entladestrom die Kapazität neu kalibrieren können (reset Estimation-Tageszähler) und mit dem ED4 sollten nun viele Verbesserungen ins BMS eingeflossen sein.

Berichte doch mal bitte...

P.S.: bitte auch nach dem Erreichen der 100% noch etwas (~30min bei diesen Temperaturen) angeschlossen lassen, damit die OCV sicher ermittelt und sich der Est.-Wert / -Zähler wirklich auf Null setzt.
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