Re: Brennstoffzellenautos-Sie kommen doch!(Tankstelle in Tir

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Re: Brennstoffzellenautos-Sie kommen doch!(Tankstelle in Tir

Beitragvon Klingon77 » So 29. Jun 2014, 11:46

hi,

der größte Nachteil der Wasserstofftechnologie (und auch der anderer Gase) für den Endverbraucher ist der, daß ich mir den Treibstoff nicht selber herstellen kann.

Mit Solarzellen und einem entsprechenden Akku ist das heute schon problemlos möglich.


liebe Grüße,

Ralf
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Re: Brennstoffzellenautos-Sie kommen doch!(Tankstelle in Tir

Beitragvon twizyfan » So 29. Jun 2014, 11:48

Das Fahrzeug kostet 80.000,-€ und fährt mit 3,8kg Wasserstoff etwa 380km und ein 1kg Wasserstoff kostet 9,-€ und dann sind wir bei knapp 40,-€ für knapp 400km. Das sind aber große SUV Fahrzeuge, die Technologie passt in keinem Smart rein und ist interessant für SUV, Wohnmobil, LKW, Schwertransporte Schiffe und Flugzeuge. Wasserstoff-Fahrzeuge benötigen auch einen etwa 20kWh großen Akku, also werden diese Fahrzeuge vermutlich auch als H2 Plug-In Hybride kommen und Stromtankstellen mitnutzen. 2015 kommen allerding auch LiS-Akku Prototypen vom Fraunhofer...

Gruß Marcel
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Re: Brennstoffzellenautos-Sie kommen doch!(Tankstelle in Tir

Beitragvon chris_bonn.de » So 29. Jun 2014, 12:24

Wasserstoff zu Hause produzieren geht: http://www.honda.de/innovation/zukunft/ ... tation.php .
Entweder bei 8 bis 10 Bar zu Hause selber speichern (für den Winter), oder ins Gasnetz einspeisen (bis 20% Wasserstoffanteil ginge - kann leider keine Quelle angeben), oder über Nacht ins Auto einpressen. In Japan (nach persönlichen Berichten) schon Gang und Gebe. Kann man die Hardware halt nicht einfach übertragen, da dort 110V.... Bei Vaillant http://www.vaillant.de/brennstoffzelle kannst Du schon heute H2 in deinem Keller produzieren, leider nur aus Erdgas - ansonsten besorg dir einen Hydrolysator für deine PV-Anlage. Alles zZt teuer, aber geht. Und schlechter Wirkungsgrad ist kein gutes Argument, wenns keine nicht-fossile Alternative gibt.

Schwerlastverkehr-Kalkulation. 10-Tonner mit 1000 kWh Energiebedarf: soll der 15 Tesla-Akkus á 700kg bunkern???? Oder einen 20 oder 40kWh Akku mit FC Rangeextender und 65 kg H2. Das geht!!!! Dahin arbeitet die Industrie zZt. definitiv. Wenn jemand in der Zwischenzeit ein regenerativ erzeugbares Designer-Fuel entwickelt, prima. Oder wenn jemand erfolgreich mit regenerativ gewonnenem Ammoniak oder Methan fährt. Prima. Sind alles EV-LKWs in physikalischer Sicht. Einige Hersteller üben schon: http://www.omnibusrevue.de/a330-fc-971420.html.
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Re: Brennstoffzellenautos-Sie kommen doch!(Tankstelle in Tir

Beitragvon redvienna » So 29. Jun 2014, 12:26

Danke für den Beitrag.

Für den Schwerverkehr müssen eben andere Lösungen her.
(Mit Batterien kommt man da nicht weit.)



chris_bonn.de hat geschrieben:
Wasserstoff zu Hause produzieren geht: http://www.honda.de/innovation/zukunft/ ... tation.php .
Entweder bei 8 bis 10 Bar zu Hause selber speichern (für den Winter), oder ins Gasnetz einspeisen (bis 20% Wasserstoffanteil ginge - kann leider keine Quelle angeben), oder über Nacht ins Auto einpressen. In Japan (nach persönlichen Berichten) schon Gang und Gebe. Kann man die Hardware halt nicht einfach übertragen, da dort 110V.... Bei Vaillant http://www.vaillant.de/brennstoffzelle kannst Du schon heute H2 in deinem Keller produzieren, leider nur aus Erdgas - ansonsten besorg dir einen Hydrolysator für deine PV-Anlage. Alles zZt teuer, aber geht. Und schlechter Wirkungsgrad ist kein gutes Argument, wenns keine nicht-fossile Alternative gibt.

Schwerlastverkehr-Kalkulation. 10-Tonner mit 1000 kWh Energiebedarf: soll der 15 Tesla-Akkus á 700kg bunkern???? Oder einen 85kWh Akku mit FC Rangeextender und 65 kg H2. Das geht!!!! Dahin arbeitet die Industrie zZt. definitiv. Wenn jemand in der Zwischenzeit ein Designer-Fuel entwickelt, prima. Oder wenn jemand erfolgreich mit Ammoniak oder Methan fährt. Prima. Sind alles EV-LKWs in physikalischer Sicht. Einige Hersteller üben schon: http://www.omnibusrevue.de/a330-fc-971420.html.
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Re: Brennstoffzellenautos-Sie kommen doch!(Tankstelle in Tir

Beitragvon mlie » So 29. Jun 2014, 12:36

Ihr geht von grundsätzlich verschiedenen Anforderungsprofilen aus:

- LKW/Nutzverkehr: Wird für's fahren bezahlt, benötigt viel Energie in kurzer Zeit-> Wasserstoff, Methan, wasweißich. Wenn das Zeug (H2) per Strom aus Speditionseigener PV/BHKW erzeugt wird, umso besser, aber dort ein Nice to have.

-PKW/Berufspendler/Spaßverkehr: Soll kostengünstig sein sowie unabhängig von den Stinkstellen der Fossilen Altlasten.

Idealerweise komplett kostenlos laden über PV (in den nächsten Jahren laufen ja die ersten PV-Anlagen mit Bombenstromankaufspreis aus, die sind abgeschrieben, also keine Kosten) oder BHKW im Winter.
Man wird zwar indirekt auch dafür bezahlt, zur Arbeit zu fahren, aber man hat da wesentlich mehr Zeit im Vorfeld, also ist schöne PV-gesteuerte Ladung möglich, ggf. tagsüber Akku laden und Abends das Auto damit vollmachen. Wenn die Akkupreise irgendwann mal fallen, ist das wohl eine gute und netzschonende Variante, die Autos zu laden.
110Mm elektrisch ab 11/2012.

Bevor man den 200. Tröt zu einem längst ausdiskutierten Sachverhalt aufmacht, IMMER erstmal die Suche benutzen. Es gibt in diesem Forum KEIN Elektroautothema, welches nicht schon längst abschliessend diskutiert wurde!
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Re: Brennstoffzellenautos-Sie kommen doch!(Tankstelle in Tir

Beitragvon chris_bonn.de » So 29. Jun 2014, 12:55

@mile +1, genau so isses.

EV voll optimal im Kurzstreckenbereich inkl Leichtlieferverkehr. Hier FC viel zu viel Gedöns.
FCEV optimal im Schwerlastverkehr.

Der spannende Bereich ist der dazwischen: Langstrecken PKW und Kurzstreckenschwerlast (Busse). Hier muss jeder selber rechnen. Einmal im Jahr in Urlaub oder jeden Tag 1000km? Deswegen haben hier beide EV-Varianten Berechtigung. Immerhin hat man heute schon eine Wahl: Honda Clarity FCX oder Tesla MS (>20 Supercharger und >20 H2-Tankstellen in D vorausgesetzt - soll ja 2015 so sein). Besser als gestern.
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Re: Brennstoffzellenautos-Sie kommen doch!(Tankstelle in Tir

Beitragvon HED » So 29. Jun 2014, 15:19

chris_bonn.de hat geschrieben:
Wasserstoff zu Hause produzieren geht: http://www.honda.de/innovation/zukunft/ ... tation.php .
Entweder bei 8 bis 10 Bar zu Hause selber speichern (für den Winter), oder ins Gasnetz einspeisen (bis 20% Wasserstoffanteil ginge - kann leider keine Quelle angeben), oder über Nacht ins Auto einpressen. In Japan (nach persönlichen Berichten) schon Gang und Gebe. Kann man die Hardware halt nicht einfach übertragen, da dort 110V.... Bei Vaillant http://www.vaillant.de/brennstoffzelle kannst Du schon heute H2 in deinem Keller produzieren, leider nur aus Erdgas - ansonsten besorg dir einen Hydrolysator für deine PV-Anlage. Alles zZt teuer, aber geht. Und schlechter Wirkungsgrad ist kein gutes Argument, wenns keine nicht-fossile Alternative gibt.

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Ja, aber dafür braucht man auch Strom, oder Erdgas! Den Strom in Akkus zu speichern ist bis zu 70% effizienter.

Wasserstoff wird sich nicht durchsetzen. Da kann Toyota noch so viel forschen! Wer aber weiterhin an der Tankstelle abgezockt werden möchte, bitte.
HED
 

Re: Brennstoffzellenautos-Sie kommen doch!(Tankstelle in Tir

Beitragvon Karlsson » So 29. Jun 2014, 16:17

chris_bonn.de hat geschrieben:
Wasserstoff zu Hause produzieren geht: http://www.honda.de/innovation/zukunft/ ... tation.php .
Entweder bei 8 bis 10 Bar zu Hause selber speichern (für den Winter)

Woher kommt diese Druckangabe? Selbst Flüssiggas liegt darüber. Wasserstoff wird heute für Fahrzeuge auf 700bar komprimiert oder mit einem gigantischen Energieaufwand auf -250°C verflüssigt und man hat im Fahrzeug Abdampfverluste.
Oder wie viele Kubikmeter Wasserstoff möchtest Du bei 10 bar Zuhause speichern, um über den Winter zu kommen?
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Re: Brennstoffzellenautos-Sie kommen doch!(Tankstelle in Tir

Beitragvon chris_bonn.de » So 29. Jun 2014, 16:55

PV-Anlagenbetreiber produzieren im Sommer Überschüsse, in den Wintermonaten besteht Energiebedarf, bei uns zu Hause besteht im Winter ein Strombedarf von 2.500 kWh (Haus plus 2 E-Fahrzeuge), die nicht von der PV Anlage gedeckt werden, zusätzlich kommt der thermische Bedarf von 5.000 kWh, macht 7.500 kWh. Macht ca 100 Tesla-Akkus in meinem Keller, die ich im Sommer mit den PV-Überschüssen voll mache. Oder 500 kg Wasserstoff - das ist die Menge, die notwendig ist, um 7.500kWh Strom (nach Abzug aller Verluste) über FC herzustellen. Viele glauben, das letztere Lösung langfristig die machbarere ist, egal ob die Lösung in deinem Keller, dezentral in deinem Wohnviertel oder zentral irgendwo bei Linde oder jemand anderes stattfindet. Hast du noch Wind, wirds besser (weniger Akku bzw weniger kg H2).

Der Energieaufwand zur H2-Verflüssigung ist nicht gigantisch, sondern kalkuliert und Bestandteil des mäßigen Gesamtwirkungsgrads der FCEV Konzepts.

Abdampfverluste und thermische Verluste in der FC werden genutzt, um das Fahrzeug im Winter zu heizen. Sind ebenfalls Bestandteil der Gesamtrechnung.

8-10 Bar, oder 50, oder 700 Bar? Kommt drauf an wieviel Platz du im Keller hast, wie deine Druckbehältnisse zertifiziert sind, und ob du in eine entsprechende Pumpe investieren willst http://www.schatzlab.org/news/tag/toyota-highlander/ . Mein Tipp: Hast du viel Platz, nimm billigere Flaschen und einen Baumarktkompressor. Willst du in dein Auto verpressen, kommst du um einen 700 Bar Kompressor nicht herum. Einen schon bestellten Hydrolysator natürlich vorausgesetzt. PV hast du hoffentlich, und Geld! Wenn du keine PV hast, sondern Wald oder Holzschnitzel und wenig Kohle, dann versuchs so: http://www.native-power.de/de/native-power/biomeiler

Energiewende muss man MACHEN. Warten bis die Politik agiert ist doof.
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Re: Brennstoffzellenautos-Sie kommen doch!(Tankstelle in Tir

Beitragvon eDEVIL » So 29. Jun 2014, 17:04

In den nächsten 10 Jahren sehe ich keine Technologie, die Saisonspeicher wirtschaftlich werden läßt.
Redox Flow erscheint mir da noch am ebsten, aber eher für die überbrückung von ner Woche oder zwei.
Verwendung korrekter physikalischer Einheiten
"Online" heißt nicht, das ich gerade hier im Forum aktiv bin.

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