Ein Jahr mit meinem German E-Cars Stromos

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Re: Ein Jahr mit meinem German E-Cars Stromos

Beitragvon Barthi » Mo 7. Mär 2016, 21:46

Hallo Jürgen,

nein, da kenne ich mich zu wenig aus.
Also wenn ich bei GEC angerufen habe, war eigentlich immer jemand gleich zur Stelle. Aber klar, "GEC-Werkstätten" gibts halt nirgendwo^^ (bzw nur direkt bei German E-Cars)
Deswegen kann jedem Stromos-Käufer dringend empfehlen, sich bald nach der Anschaffung eine Werkstatt zu suchen (Marke egal, meiner wurde bei Volvo repariert), die sich bereit erklärt, sich dem Auto anzunehmen.
Die Werkstatt muss halt einen Hochvolt-Fachkundigen Mitarbeiter haben, sonst geht gar nichts.
Denn falls wirklich mal was sein sollte, muss man dem Abschlepper einfach gleich sagen können, wohin er es transportieren kann.

Könntest du nach Diagnose des Fehlers hier posten woran es lag? Würde mich auch interessieren. :D

Gruß Barthi
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Re: Ein Jahr mit meinem German E-Cars Stromos

Beitragvon Joe-Hotzi » Di 8. Mär 2016, 16:24

@Barthi:
Schöner Bericht und sehr schöne Autofarbe ... ;)
Mein Stromos ist leider:WEISS. Aber bei Gebrauchten kann man halt weniger wählen und die meisten waren weiss und man gewöhnt sich daran. Das Auto an sich ist vom Innenraum her Klasse! Selbst hinten sitzen Hochgewachsene sehr gut und vorn hat man trotz leicht erhöhter Sitzposition sehr viel Kopffreiheit. Nur der Kofferraum ist eher ein "Taschenraum" - da würde ich mir 10-20cm mehr Autolänge wünschen.

Der Verbrauch ab Steckdose erscheint mir bei Dir etwas hoch. Er ist bei mir ab Steckdose ähnlich über das ganze Jahr gemessen - nur heize ich im Winter elektrisch ... Im Fahrbetrieb lege ich bei ca. 18kWh ab Steckdose. Ich hoffe, mit schmaleren Reifen noch etwas zu senken, 185er Schlappen braucht der Stromos nicht wirklich. Luftdruck ist sehr wichtig ...

campr hat geschrieben:
Barthi hat geschrieben:
Updates: nein. GEC hat das damit begründet, dass man ja dann das Auto komplett neu Zulassen muss... Komisch bei zB Tesla gibts ja auch Updates. Aber da muss man sich wahrscheinlich genauer mit der Rechtslage auskennen.
Danke für die Informationen. Allein die fehlenden (Software-) Updates machen GEC für mich völlig uninteressant.

Das ist so nicht richtig!

GEC hat für die Firmware /BMS durchaus mehrere Versionen entwickelt und man bekommt beim Werkstattaufenthalt Updates. Allerdings halten sie sich, was ihre eigene Software betrifft, sehr mit Informationen zurück.

Elektrische Umbauvorschläge (wie die Nachrüstung eines Typ2-Einbausteckers statt der Einbaubuchse) bügeln sie allerdings ab - was mir nicht wirklich einleuchtet. Aber da kann man evtl. selbst was tun. Nur findet man die Mennekes-Einbaustecker mit dem kleinen Schraubabstand und elektrischer Verriegelung nicht im Baumarkt ...

Das von Dir beschriebene Lade-/Überhitzungsproblem im Sommer ist m.E.n. nicht wirklich typisch und könnte mit einem FirmwareUpdate geändert sein. Oder in Deinem Stromos sitzt eine Zelle, die besonders warm wird - dann wäre es eher eine sichere Abschaltung ...

Ich habe meinen Stromos bei hochsommerlichen >30°C in Hamburg abgeholt und bin nach Sachsen gefahren - fast ausschließlich mit Schnellladung. Ja, am Nachmittag kam während des Fahrbetriebes auch bei mir die gelbe Warnlampe - ohne Auswirkungen auf Fahr- oder Ladeeigenschaften. Allerdings bin ich eher verhalten gefahren, da ich natürlich möglichst weit fahren wollte ...

Aber es stimmt, dass der Stromos mit dem nachgerüsteten, dreiteiligen Akkupack schon ab und an Probleme hat. Im Winter lädt das Auto nicht, wenn <6°C. Dann wird erst einmal die Akkuheizung aktiviert. Dabei wären diese Zelle durchaus für eine kalte Ladung geeignet und würden sich dabei auch selbst erwärmen ...
Die Anzeige des BMS verrät dabei nur eine Durchschnittstemperatur über mehrer dutzend (!) Temperatursensoren. Ausgewertet wird aber jeder einzelne. Die letzte BMS-Version für die 5-Gang-Getriebeautos besaß übrigens m.W.n. eine neue dritte Menueebene für Temperaturanzeigen ...
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Re: Ein Jahr mit meinem German E-Cars Stromos

Beitragvon Barthi » Di 8. Mär 2016, 22:17

Ja ich hätte mir auch einen längeren Kofferraum gewünscht, denn mein Rad geht mit ausgebautem Vorderrad nur knapp rein.
Mein hoher Verbrauch könnte an meiner flotten Fahrweise und auch an der 17m Ladeleitung (10m Schuko-Verlängerungskabel + 2m Kabel von der 2-fach Schukosteckdose + 4m Schuko auf Typ 2 Ladekabel) liegen.

Mir ist allerdings auch aufgefallen, dass ein Balancing bei mir ziemlich lange dauert, schätzungsweise 4-6 Stunden. Muss ich mal genau messen. Wie lange dauert das Balancing bei euch so?

Mein Stromos hat nur 165er Reifen drauf. Luftdruck passt.
Joe-Hotzi was ist das Erstzulassungsdatum von deinem Stromos? Vielleicht hast du ja ein neueres, verbessertes Modell.
Meiner hat EZ Juli 2010.

Bezüglich Software-Update, hatte ich schon Email-Kontakt mit Markus Martiensen von GEC:
Ich: "Kann man ein Software-Update machen oder den Controller irgendwie ändern, dass dieses Reku-Ruckeln (vor allem bei hohen Drehzahlen) aufhört?"
GEC: "Bezüglich der Rekuperation lässt sich dies an Ihrem Fahrzeug nicht umsetzen. Hier ist es nur hilfreich, einen höheren Gang einzulegen. Ich weiß, es ist etwas nervig, doch kann man hiermit das "Ruckeln" deutlich minimieren.
Ich spreche aus Erfahrung, fahre ich doch auch privat das gleich Fahrzeug wie Sie. Bei der Weiterentwicklung unserer Produkte sind solche Anregungen bereits eingeflossen und in den Nachfolgemodellen bereits umgesetzt.
Dies lässt sich leider nicht ohne großen Aufwand und einer Technischen Abnahme umsetzen."

Ich werde GEC wegen eines Updates nochmal anschreiben...

Übrigens lädt er schon bei unter 6°! Das dachte ich zuerst auch, weil bei Kälte im Display nur steht "Batterie zu kalt. Batterieheizung aktiv". Habe irgendwann herausgefunden, dass er, nachdem diese "Kälte-Meldung" endlich weg war, mehr Prozent im Akku angezeigt hat, als davor. Also muss er geladen haben.

Ich habe ein 5-Gang-Modell, und habe auch drei Anzeige-Ebenen.
1) Ladestand, Reichweite
2) Spannung, Ladestand, Strom, Batterie-Durchschnittstemperatur
3) Spannung, Ladestand, Temperatur der kältesten Batteriezelle, Temperatur der wärmsten Zelle

Gruß Barthi
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Re: Ein Jahr mit meinem German E-Cars Stromos

Beitragvon Joe-Hotzi » Mi 9. Mär 2016, 12:19

Barthi hat geschrieben:
Mein hoher Verbrauch könnte ... auch an der 17m Ladeleitung ... liegen.

Die Zuleitung von der Hausverteilung kommt auch noch hinzu, wenn nicht im Haus stärker als 1,5qmm gelegt (bei mir bspw. für WM und GS). Bei so einer Konstellation regelmäßig würde es evtl. tatsächlich etwas bringen, sich eine hochwertige Verlängerung in 2,5qmm zu konfektionieren. Standardkabel sind halt nur 1,5qmm oder gar schwächer und haben dadurch höhere Verluste. Denke dabei auch an hochwertige Stecker oder nimm besser gleich CEE!

Barthi hat geschrieben:
Mir ist allerdings auch aufgefallen, dass ein Balancing bei mir ziemlich lange dauert, schätzungsweise 4-6 Stunden. Muss ich mal genau messen. Wie lange dauert das Balancing bei euch so?

Ich habe noch nie das Ende des Balancing gesehen ... :roll: Kannst Du mal ein Displaybild einstellen? 8-)
Die Ladung wird abgebrochen, wenn die erste Zelle 3,6V erreicht. Da der minimale Ladestrom ca. 2,9kW ist, fällt nach der Abschaltung logischerweise die Zellspannung ab. Das Balancieren geschieht mit lediglich 100mA und soll die Zellen bis auf 10mV/Zelle angleichen! Das dies lange dauert, ist logisch.
Ich hatte mir erst auch Gedanken gemacht. Aber während eines Werkstattaufenthaltes konnte ich die Ladung an einem von GEC angeschlossenen PC mitverfolgen - für jede einzelne Zelle. Das sah deutlich besser aus als bei meinem Hotzenblitz, der ja auch Winston-Zellen verwendet. Und dieser balanciert mit 800mA und nur auf ca. 50mV Zelldifferenz.
GEC ist bei dem BMS sehr restriktiv. Ich hoffe, dass sich dies in langer Lebensdauer auszahlt.
Leider geben Sie nicht einmal eine Anzeigeversion der Software für die Einzelzellen raus - aber wenn wir alle immer wieder nachfragen machen wir evtl. doch etwas "Druck" ...

Barthi hat geschrieben:
Mein Stromos hat nur 165er Reifen drauf. Luftdruck passt.

Ja, dann wohl doch eher Bleifuss ... ;), technisch nehmen sie sich eher nichts, außer dass meiner von Opel Agila B abstammt.
Die Getriebeautos können sogar sparsamer sein, wenn man eben die Schaltung nutzt.

Barthi hat geschrieben:
GEC: "Bezüglich der Rekuperation lässt sich dies an Ihrem Fahrzeug nicht umsetzen. ...

Kann ich nicht wirklich glauben. Der eingesetzte Motorkontroller ist zugekauft und mit der entsprechenden Software in vielen Parametern frei programmierbar. Ich habe sie nur leider nicht. Mich stört bspw. das "Leistungsloch" zwischen 50A und etwa 120A Fahrstrom (da setzt dann etwas wie ein "Kickdown" ein) und die zu geringe Reku bei niedrigen Geschwindigkeiten (die Du mit der Schaltung etwas ausgleichen kannst).

Barthi hat geschrieben:
Ich werde GEC wegen eines Updates nochmal anschreiben...

Nach Deiner Beschreibung hast Du die aktuellste BMS-Software mit den drei Ebenen - die gibts für mein Auto (mit dem Fräger-Antriebssatz wurden wohl weniger gebaut) gar nicht erst. Zeigt es eigentlich die zugehörige Zellnummer mit an, damit man weiß, wo die Zellen sitzen? Könntest Du mal ein Foto einstellen?

Neues ist wohl eher nicht geplant - das Auto gibts ja neu nicht mehr ...
Man hatte mir jedoch mal angeboten, (kostenpflichtig) individuelle Wünsche beim BMS umzusetzen.

Barthi hat geschrieben:
Übrigens lädt er schon bei unter 6°! ... nachdem diese "Kälte-Meldung" endlich weg war, mehr Prozent im Akku angezeigt hat, als davor. Also muss er geladen haben.

Glaube ich nach meinem Strommessgerät nicht. Ich denke eher, dass die Spannung durch die höhere Akkutemp. angestiegen ist und das BMS dies als mehr verfügbare Kapazität interpretiert ...
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Re: Ein Jahr mit meinem German E-Cars Stromos

Beitragvon markusj » Sa 12. Mär 2016, 10:19

Hallo zusammen,

ich habe den Stromos seit zwei Jahren im täglichen Betrieb (36.000 km) und lade wahlweise mit Schnellladung und hänge ihn über Nacht an der Schuko-Dose (Meine SMA-Steckdose der Solaranlage erlaubt da sehr genaue Messungen). Kostet zusätzlich eine knappe Kilowattstunde Strom. Ist es mir aber wert, da er morgens dann immer komplett ausbalanciert (Anzeige springt auf "Erhaltungsladung") ist. Die Akkus zeigen bisher keinerlei Kapazitätsverluste. Bis auf einen defekten Sensor, der bei GEC ausgetauscht wurde - keinerlei Probleme. Super Fahrzeug (ich komme auf einen Durchschnittsverbrauch von 15 kWh/100 km. Allerdings bin ich auch mit hohem Reifendruck in den Ganzjahresreifen unterwegs. Leider habe ich die Version mit Klimaanlage statt Standheizung - dafür aber mit Ledersitzen (vielleicht möchte jemand tauschen ;-) ?) Momentan plane ich die Anschaffung eines SAM als "Zweitwagen"...
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Re: Ein Jahr mit meinem German E-Cars Stromos

Beitragvon Gerald » Mo 14. Mär 2016, 14:07

Hallo Barthi,

herzlichen Glückwunsch zum Stromos. Ich hatte auch einen und komm ebenfalls aus dem Landkreis Miesbach.
Ich war insgesamt zufrieden.
Ich habe übrigens den 5. Gang sehr oft benutzt. Mein Empfinden war, dass ich damit Strom gespart habe, mein Schnitt war 16,67: http://www.spritmonitor.de/de/detailansicht/497627.html
Ich hab jedoch eher eine defensive, sparsame Fahrweise.

Die Akkuheizung war viel zu schwach. Da ich eine kalte Garage hatte, fing er im Winter desöfteren nicht zum Laden an. Ich habe dann die Akkublöcke außen isoliert, dann wurde es spürbar besser. Die geringe Bodenfreiheit war auch ein Thema.
Hin und wieder brauchte er mehrere Anläufe, bis er mit dem Laden begann. Ich hatte ebenfalls die Schnellladung mit 11kW.
Die Dieselstandheizung scheint anfällig zu sein. Ich hatte jedoch keine Probleme. Sieht nur komisch im Stand aus, wenn ein Elektroauot so qualmt. :lol:
Ich hatte ihn dann verkauft, weil ich nicht der große Bastler bin, wenn man was ist und vor allem nicht die Zeit dafür hatte. German e-cars war mir dann doch zu weit weg.
Ach ja, die 12V-Batterie gab auch den Geist auf.

Deine Abenteuerreise zum Gardasee wäre mir zu stressig. In der Regel wird man immer wieder mit defekten Ladesäulen kontrontiert oder diese sind zugeparkt. Darauf habe ich einfach keine Lust mehr.

Wünsche Dir noch viel Spaß mit dem Fahrzeug!

Viele Grüße
Gerald
Opel Ampera
13kW Photovoltaik, Strombezug: EW Schönau
Vergangenheit: Stromos, Nissan Leaf, Twizy, Toyota Yaris Hybrid, Prius 2
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Re: Ein Jahr mit meinem German E-Cars Stromos

Beitragvon marty_03 » Di 24. Mai 2016, 22:08

Hallo,
dann schliesse ich mich mal an :) .
Ich besitze ebenfalls einen Stromos, auch die Variante mit Klima und Lederausstattung. Ich habe in den letzten zwei Jahren 36000km drauf gefahren, insgesamt stehen 56000km auf dem Tacho. Probleme gabs bisher mit der Zentralverriegelung und einem Liegenbleiber. Eine Zelle (Nr.80) hatte sich verabschiedet. Bei einer Spannung von 1,2V verriegelte der Stromos das Fahren und Laden.

Ich nahm den Weg nach Hessen zu GEC auf mich, wo die Zelle gewechselt wurde. Zusätzlich habe ich die SW updaten lassen. Nun habe ich die "Blinke-SW" drauf. D.h. wenn nun eine Zelle einbricht wird dies mit einem Blinken des Steckersymbols angezeigt. Im Winter blinkts dann schon ziemlich oft, ist fast etwas nervig aber man nimmt rechtzeitig den Fuss vom Gas.

Im Sommer leuchtet (etwas frühzeitig aus meiner Sicht) die Temperaturanzeige für das Kühlwasser. Also bei 30°C auf der Autobahn leuchtets schon öfter.

Ansonsten bin ich mit dem "Kleinen" ganz zu frieden.

Viele Grüsse
E-Historie:
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2014-2017 Stromos
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Re: Ein Jahr mit meinem German E-Cars Stromos

Beitragvon Joe-Hotzi » Mo 4. Jul 2016, 16:06

So, mal was Neues:
Ich habe es tatsächlich geschafft, das Balancing bis zur "Erhaltungsladung" zu treiben - nach ca. 8 Monaten regelmäßigen Betrieb.
160530_Stromos-Erhaltung.jpg

Ladung erfolgte hauptsächlich an Schuko mit ca. 13A einphasig.
Interessant für mich: Es ist wohl effizienter (und auch akkuschonender), statt stunden- /tagelangem Balancing ab und an das Auto abzustecken und dann wieder anzustecken. Dann wird erst einmal kurz mit vollem Strom geladen (bis die erste Zelle wieder 3,60V hat) und dann ins Balancing gegangen.
Der Stromos scheint die Zellen auf einen niedrigeren Wert als 3,60V zu balancieren, denn auch bei "Dauerbalancing" kommt es vor, dass er kurz wieder mit 13A lädt (trotz Balancing-Anzeige im Display).

Ich bin sehr zufrieden und bis auf ein "Mucken" ab und an wo er nicht sofort laden will (mehrmaliges Anstecken und /oder Stromunterbrechung notwendig) hat er schon wieder mehrere tausend Kilometer problemlos heruntergeschnurrt. Läuft jetzt auf 165er Michelin EnergySaver+ - ca. 10% mehr Reichweite.
Allein die Fahrt im April zum "Tag der alternativen Antriebe" nach Sinsheim waren schlappe >1100km. Leider hat der Stromos ja keine Energieanzeige. Aber da bei manchen Ladesäulen eine Anzeige möglich ist, kann ich auf einem Teilstück von einem Verbrauch von 13,4kWh/100km berichten - bei ansteigendem Profil!
Im Juni war ich zur Lipsia in Leipzig >450km und ein tolles Wochenende!

Die gedämmte Heizung wird erst ab Herbst ihre Qualitäten wieder beweisen. Aber die Klimaanlage hat jetzt schon öfter gerackert und diese Kombination ist mir lieb geworden (statt Standheizung).
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Re: Ein Jahr mit meinem German E-Cars Stromos

Beitragvon Barthi » Do 7. Jul 2016, 23:35

Ja ich hab auch das Gefühl, dass das ewige Balancing viel Strom kostet. Darum habe ich mir gleich zu Beginn angewöhnt, ihn nicht anzustecken, wenn der Akku für den nächsten Tag noch sicher reicht.
Dieses "Mucken" hat mein Stromos bislang nicht gezeigt, also er lädt wirklich zuverlässig. :)
Und dass er beim Balancing kurzzeitig auf 13A raufgeht, hat mein Stromos auch nicht.

WAAS 1100 km mit einem Stromos!?!?! In wie vielen Tagen ? :lol: Wie hast du das gemacht Joe-Hotzi?

Ich bin ja langstreckenmäßig etwas frustriert, weil ich immer deutlicher festgestellt hat, dass der Stromos UNGEEIGNET für Langstrecke ist. Aufgrund fehlender Batteriekühlung!
Im Mai bin ich 132km nach Kempten gefahren, das ist meine persönliche Rekorddistanz mit einer Akkuladung bislang, bin angekommen mit 6%, quasi kein Gefälle, durchschnittsgeschwindigkeit 66 km/h.
In Kempten angekommen, habe ich den Stromos an die Schnellladesäule gehängt (11kW) und hab mir die Stadt angesehen.
Kurz nachdem er voll war bin ich wieder losgefahren. Kurz vor Zuhause war die Batterie so warm (45°C), dass die gelbe Motorkontrollleuchte geblinkt hat, und die rote Kühlwasserleuchte geleuchtet hat. Ein paar Sekunden später - Zack - gas weg und ich konnte nur noch ausrollen. Das ist ein Selbstschutz des Systems vor Überhitzungsschäden.
Durch an und ausschalten habe ich mich hundertmeter-weise nach Hause vorgekämpft. Aber irgendwann war von dem an- und ausschalten die 12V-Batterie alle, somit konnte ich den Stromos nicht mehr starten. Also musste mich leider doch schnell einer von daheim mit dem Abschleppseil die letzten paar Kilometer nach Hause schleppen. Frustrierend.
An diesem Tag kam das heiße Wetter noch erschwerend hinzu. Ein Problem ist auch, dass die Batterie ja auch während des Schnellladens sich weiter erhitzt.

IMG_5076.JPG
Das war ein anderes Mal, da war die Batterietemperatur wieder im kritischen Bereich, sodass auch die rote Kühlwasserleuchte geleuchtet hat. War aber egal, da ich dort schon Zuhause war.


Das war der Zeitpunkt, wo ich einfach akzeptieren musste: der Stromos ist NICHT für Langstrecke geeignet. Deshalb muss mein nächstes Auto definitiv eine Batteriekühlung besitzen. Könnte aber ein paar Jahre dauern, bis ich mir das nächste Auto leisten kann.

Hab jetzt knapp 44.000 km drauf und sage trotzdem: wenn man akzeptiert, dass der Stromos ein Alltagsfahrzeug ist, kann man echt zufrieden mit dem Auto sein, denn das sind ja 95% der Fahrten. Und da funktioniert er total zuverlässig.
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Re: Ein Jahr mit meinem German E-Cars Stromos

Beitragvon Barthi » Do 7. Jul 2016, 23:58

Pfalzstromer hat geschrieben:
Leider habe ich mir gestern beim Basteln den Lader abgeschossen.
Keine Ladeanzeige mehr sondern nur noch die Anzeige "Starten: Bremsen und Starten".
Hast du schon weitere Stromoserfahrungen. Der Support ist bei dem Auto etwas schwierig
Hast du vielleicht einen Tipp wie man (ich) das Auto rebooten kann....
Batterie abklemmen hat nichts bewirkt...

Ich versuche es mal bei GEC..eventuelle gibt's da ne Ferndiagnose.

Gruß
Jürgen


Hi Jürgen, gibts dazu Neuigkeiten?
Habe nämlich die Vermutung, dass es daran liegen könnte, dass aus irgendeinem Grund das Hochvolt-Schütz nicht schließt. Das Hochvolt-Schütz wird ja von der 12V-Batterie bestromt und schaltet somit das Hochvoltsystem aktiv.
Wenn die 12V-Batterie leer ist, schafft sie es nicht mehr, das HV-Schütz zu schließen.
Vielleicht ist ja der DC-DC-Wandler, der die 12V-Batterie auflädt, defekt. Das war bei mir wie anfangs beschrieben mal der Fall.
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