E-Kleinstwagen

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E-Kleinstwagen

Beitragvon Craic » Mi 21. Feb 2018, 15:20

In Frankreich fahren eine Menge Kleinstwagen herum. "Voiture sans Permis". Kleinst-Autos, für die der Fahrer keinen Führerschein braucht. In Deutschland als "L6e" klassifiziert. 6 kW, Tempo ca. 50, kein TÜV, keine Steuern, Versicherung ca. 50 Euros pro Jahr. Hab' mir eins besorgt, ein "Microcar", vor einem Jahr, und bin positiv überrascht, wie gut das funktioniert, schwimmt ganz normal mit im Verkehr, und hat 800 ltr. Kofferraum. Eigentlich braucht man nicht mehr, als rollenden Einkaufskorb, in der Stadt.

So etwas gibt es auch mit Batterie, aus Frankreich, teuer, und aus China, preiswert. Z.B. https://www.alibaba.com/product-detail/ ... dd23Bdv8vD .
Hab' ich mir echt überlegt. Geringes Gewicht, ausreichende Stadt-Geschwindigkeit, relativ kleine Batterie, geringer Ladestrom, physikalisch sehr sinnvoll.
Letztlich habe ich dann doch einen Drilling gekauft, aber wie man hört, werden die demnächst eingestellt, und die "Nachfolger" werden größer. Ist das ein Trend, oder gibt es in Zukunft doch wieder Interesse an kleineren preiswerten E-Autos?
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Re: E-Kleinstwagen

Beitragvon BrabusBB » Mi 21. Feb 2018, 16:43

Kannst Du auch hier bekommen:
https://m.mobile.de/fahrzeuge/details.h ... medium=ios
Bei einem Crash möchte ich aber nicht da drin sitzen ...

Ernsthaft: Wenn Du ein Auto im Alltag einsetzen willst, muss es möglichst unproblematisch und zuverlässig sein. Heißt: Du brauchst jemand, der es wartet und Dir bei Problemen hilft. Und bei dem Angebot an gebrauchten Smart, Drilling, e-Up - wer will sich da das antun? Da entsteht so leicht keine kritsche Masse mit einem entsprechenden Händlernetz ...

Und ein Wiederverkaufswert dieser Dinger ist praktisch nicht vorhanden. Was ich da auf dem Gebrauchtmarkt sehe, steht sehr lange herum.

Chancen sehe ich eventuell für der eGo. Der hat aber einen höheren Preis.
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Re: E-Kleinstwagen

Beitragvon Kabelsalat » Mi 21. Feb 2018, 17:10

Das Interessante an so Kleinstwagen ist, dass sie von Leuten ohne PKW Führerschein, und auch von Jugendlichen gefahren werden können.

Dafür hat ein Allgäu-Bayer seine "Ellenatoren" auf den Markt gebracht. https://de.wikipedia.org/wiki/Ellenator

Gibts neu nur noch auf Fiat 500 Basis. https://www.ellenator-gmbh.de/ Ob ein elektrischer Fiat 500 auch zu so einem Schlaglochsuchgerät umzurüsten wäre, weiß ich nicht.
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Re: E-Kleinstwagen

Beitragvon Craic » Mi 21. Feb 2018, 17:55

BrabusBB hat geschrieben:
Chancen sehe ich eventuell für der eGo. ...


Richtig, der E.Go. Danke für die Erinnerung. Wird hoffentlich bald einmal in natura auftauchen. C.
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Re: E-Kleinstwagen

Beitragvon BrabusBB » Mi 21. Feb 2018, 20:49

Wenn wir über die Zielgruppe Jugendliche reden, wäre natürlich der Twizy noch zu nennen, der aber Rechtlich ein Quad ist.

Ach ja, in der Schweiz könnte noch der Microlino interessant werden.
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Re: E-Kleinstwagen

Beitragvon Kabelsalat » Mi 21. Feb 2018, 22:34

Ja wenn der / die Jugendliche reiche Eltern hat und den Twizy als Spaßgerät sieht, wäre der was.

Ansonsten ist die Kiste für Leute die sparen wollen völlig verkehrt. Batteriemiete, Wartungs- und Reparaturkosten sind bekanntlich höher als bei richtigen Autos, und da rede ich nicht von Dacia oder Lada.
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Re: E-Kleinstwagen

Beitragvon Heavendenied » Do 22. Feb 2018, 09:44

@Brabus:
Es gibt keine Fahrzeugklasse namens Quad in den Zulassungsbestimmungen!
Der Twizy ist entweder L6e (also genau das selbe wie oben genanntes Fahrzeug) wenn es die 45er Version ist und der "große" Twizy ist L7e.
Quads werden natürlich (je nach Ausführung) auch meist einer dieser Klassen zugeordnet.

Ich persönlich finde die Fahrzeuge der Klasse L6e sehr skeptisch. Bei uns in der Gegend muss man eigentlich immer mal wieder über Landstrassen fahren und da halte ich solche Fahrzeuge ehrlich gesagt für Verkehrshindernisse. Und selbst im rein städtischen Bereich sind 45km/h einfach mal 5km/h zu langsam. Was sich der Gesetzgeber dabei gedacht hat kann ich absolut nicht nachvollziehen.
Was ich sehr schade finde ist, dass es nach wie vor keine echte Alternative zum Twizy in der Klasse L7e gibt. Das ist meiner Ansicht nach genau die richtige Fahrzeugklasse für einen Zweit- oder Drittwagen, der nur für den Arbeitsweg oder ähnliche Strecken benötigt wird. Gerade bei uns "auf dem Land" ist es leider ohne Auto sehr schwer weil der ÖPNV quasi nicht existiert. Ich hatte den Twizy ja auch eine zeitlang, aber die hohen laufenden Kosten durch die Batteriemiete und die (zumindest anfangs sehr hohen zu erwartenden Verschleißreparaturen) haben mich dazu gebracht den wieder zu verkaufen.
Das Thema Sicherheit wird bei der Fahrzeugklasse ja gerne als Argument gebracht, dass man sich nie in so ein Fahrzeug setzen dürfte... Hab ich ehrlich gesagt früher auch mal so gesehen. Mittlerweile sage ich mir, dass ich damit um einiges sicherer unterwegs bin als zu Fuß oder gar mit dem Fahrrad und ebenso in aller Regel sicherer als mit dem Motorrad/Roller. Dass man nicht so sicher ist wie in einem modernen PKW sollte jedem klar sein.
Von den reinen Chinafahrzeugen ohne Händler/Ansprechpartner vor Ort lasse ich persönlich auch lieber die Finger. Die Ersatzteilversorgung ist oft schon nach sehr kurzer Zeit nicht mehr gegeben. Dazu kommt, dass die oft sogar noch mit Blei Akkus fahren...
Gruß,
Jürgen
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Re: E-Kleinstwagen

Beitragvon zottel » Di 27. Feb 2018, 16:15

Der Uniti One wird da eine IMHO sehr interessante Alternative werden. Ab 2019, ab € 14.900,–.

Homepage: https://www.uniti.earth
Weitere Infos (unabhängig) z.B. auf meinem Blog unter https://hubzilla.zottel.net/channel/zottelszeug , vor allem die sehr ausführliche Übersicht über den aktuellen Stand bei Uniti.

Außerdem gibts drüben im Prototypen-Forum mehrere Threads, vor allem den hier.
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Re: E-Kleinstwagen

Beitragvon Craic » Fr 2. Mär 2018, 10:24

Danke für den Hinweis auf den Uniti. Cool.

Heavendenied hat geschrieben:
...
Ich persönlich finde die Fahrzeuge der Klasse L6e sehr skeptisch. Bei uns in der Gegend muss man eigentlich immer mal wieder über Landstrassen fahren und da halte ich solche Fahrzeuge ehrlich gesagt für Verkehrshindernisse. Und selbst im rein städtischen Bereich sind 45km/h einfach mal 5km/h zu langsam. Was sich der Gesetzgeber dabei gedacht hat kann ich absolut nicht nachvollziehen.
...
Das Thema Sicherheit wird bei der Fahrzeugklasse ja gerne als Argument gebracht, dass man sich nie in so ein Fahrzeug setzen dürfte... Hab ich ehrlich gesagt früher auch mal so gesehen. Mittlerweile sage ich mir, dass ich damit um einiges sicherer unterwegs bin als zu Fuß oder gar mit dem Fahrrad und ebenso in aller Regel sicherer als mit dem Motorrad/Roller. Dass man nicht so sicher ist wie in einem modernen PKW sollte jedem klar sein.
...


Also, ich habe so ein Leicht-Kraftfahrzeug (L6e). Ich kenne niemanden, der sein Autochen nicht zumindest auf 50 km/h beschleunigt hat, in Selbsthilfe. Ich bezweifle stark, dass sich der "Gesetzgeber" (ich glaube, das war in diesem Falle ein Sachbearbeiter in Brüssel) überhaupt etwas gedacht hat, als er das vormalig offizielle Moped-Tempolimit von 50 auf 45 reduziert hat. Es könnte durchaus sein, dass das in dem Zusammenhang geschah, dass damals (wie heute) in UK ein innerstädtisches Tempolimit von 30 mph bestand, und dass darum der "kleinste gemeinsame Nenner" in Europa, i.e. 45 km/h als allgemein verbindlich übernommen wurde. Jetzt, wo die Briten ausscheiden, könnte man ja vielleicht wieder auf stadtverkehr-übliche 50 erhöhen, aber ich halte nicht den Atem an, bis das geschieht.

Die L6e (und L7e) Leicht-Fahrzeuge sind sehr klein. Ich selbst kann aus meiner Praxis nicht bestätigen, dass sie Verkehrshindernisse sind, oder von Anderen als solche wahrgenommen werden, denn sie lassen sich wegen ihrer geringen Breite, und ihrer relativ geringen Geschwindigkeit sehr leicht überholen, auch von LKWs.
Ihre passive Sicherheit -gegen Fremd-Einwirkung- ist natürlich gering, aber es ist richtig, sie sind in dieser Hinsicht viel besser als Zweiräder. Und, wenn ich zurückdenke, sind wir früher ohne Bedenken mit unserem 2CV durch ganz Europa gebraust, und fanden nichts dabei. Heute gilt das Auto auch als selbstmörderisch und wegen mangelnder "Crashsicherheit" als nicht mehr zulassungsfähig.

Es gibt von Aixam (F) ein paar L6e -Elektromobile, die aufgrund ihres geringen Gewichtes mit Batterien unter 7 kWh auskommen http://aixam.de/elektro/ . Leider sind die Dinger sehr teuer. Und, unverständlicherweise, gibt es dafür keinerlei "Umweltbonus" vom Gesetzgeber.

Also, ich persönlich habe keine Scheu, mich auch in Zukunft für das Marktsegment "E-Kleinstwagen" zu interessieren, und ich hoffe, dass es da in Zukunft gute Angebote und weitflächigen Service geben wird. C.
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Re: E-Kleinstwagen

Beitragvon E-Pionnier Au Maroc » Do 8. Mär 2018, 16:13

BrabusBB hat geschrieben:
Wenn wir über die Zielgruppe Jugendliche reden, wäre natürlich der Twizy noch zu nennen, der aber Rechtlich ein Quad ist.

Ach ja, in der Schweiz könnte noch der Microlino interessant werden.


Und das TWIKE 3. Ebenfalls ab 16 Jahren fahrbar. Da es die TWIKEs seit 20 Jahren gibt, findet man auch die ein oder anderen Gebrauchten zu einem günstigeren Preis.
TW 973
TWIKE 5 reserviert
www.rivemaroc.com
www.epamaroc.com
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