Die Qual der Wahl

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Die Qual der Wahl

Beitragvon zottel » Do 14. Sep 2017, 11:47

Noch ist die Auswahl eher mau, aber bald wird das anders werden. In den nächsten Jahren werden sehr interessante Autos auf den Markt kommen. Da ich frühestens 2018, spätestens 2020 ein Elektroauto kaufen werde, beobachte ich den Markt genau. Und es sieht so aus, als ob die Entscheidung wirklich schwierig werden könnte.

Hier Autos, die für mich interessant werden könnten:

Schon erhältlich:
Nissan LEAF mit 30 kWh-Batterie
Kia Soul EV
Renault Zoe
Hyundai Ioniq electric mehr theoretisch als praktisch (Lieferzeit)
Fiat 500e California (Der Vollständigkeit halber: Reichweite arg knapp an meinem Minimum und nur via Import erhältlich)

2018:
Der neue LEAF
Hyundai Ioniq mit akzeptabler Lieferzeit?
e.Go Life (zu wenig Reichweite für mich, aber der Vollständigkeit halber)
Ioniq mit Batterie-Upgrade? Eher 2019?

2019:
Sion
e.GO Booster? (bisher nur eine Erwähnung von Herrn Schuh in einem Zeitungsinterview, kommt dann auf die Spezifikationen und Preise an)
Model 3 (für Nicht-Vorbesteller, aber wahrscheinlich sowieso außerhalb meiner Preiskategorie und eh zu groß)
Hyundai Kona (für Nicht-Vorbesteller – ob der für mich interessant wird, hängt stark vom Preis ab, und auch von der Lieferzeit)
Honda Urban EV (bisher nur als Konzept zu sehen – bin gespannt, ob das wirklich bis 2019 was wird, und mit welchen Spezifikationen)

2020:
VW I.D. (laut aktuellem FAZ-Interview angeblich ab € 25.000,– mit 48 kWh Batterie?)

Und dann wird bis dahin natürlich auch der Gebrauchtmarkt ganz anders aussehen. Da wird es nicht einfach sein, sich zu entscheiden.

Habe ich weitere wichtige Modelle vergessen?

Meine Anforderungen:
  • Allermindestens 100km Winterreichweite auf der Autobahn. Wenn 300 km reale Sommerreichweite drin wären, wäre das ein Schmankerl obendrauf (Verwandtenbesuch ohne Nachladen), für das ich auch etwas zusätzliches Geld ausgeben würde, mehr ist für meinen Einsatzzweck aber definitiv unnötig.
  • Preis nach Förderung (falls sie nicht Mitte 2019 wie geplant ausläuft …) möglichst < 20 k€, wenn das Gesamtpaket richtig gut ist, darf es notfalls bis auf 30 k€ hochgehen.
  • Von der Größe her würde ein Kleinstwagen eigentlich ausreichen, sofern Sitze für vier Personen drin sind. Bewegt wird er zu 95% eh mit nur einem Insassen. Ich will mir preislich aber auch nicht ver**scht vorkommen, und in diesem Segment ist es fast unmöglich, ein preislich halbwegs konkurrenzfähiges Auto auf die Beine zu stellen, vor allem bei den Reichweitenanforderungen. Deshalb wird es wohl eher auf Golfklasse hinauslaufen. Viel größer sollte es aber nicht sein.
  • Effizienz ist mir wichtig, bloß kein SUV (Kona ist eigentlich schon nicht mehr so ganz meins, aber in der Größe evtl. akzeptabel).
  • Ladetechnik ist mir weitgehend egal, weil eh zu 99% zu Hause geladen wird. Wenn ich mich zwischen zwei Autos entscheiden müsste, würde ich aber das mit CCS nehmen, und mindestens 11 kW AC wären auch ganz nett.
  • Assistenzsysteme usw. sind cool und gefallen mir, wenn es aber ein vergleichbares Auto ohne diesen Schnickschnack für 5-10 k€ weniger gibt, würde ich eher das nehmen.

Endlich kommen gute, nutzbare Autos in dem Preisbereich, und nicht nur eins oder zwei! Entsprechend schwierig wird die Entscheidung werden. Aber das ist gut so! :D
Zuletzt geändert von zottel am Do 14. Sep 2017, 16:40, insgesamt 5-mal geändert.
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Re: Die Qual der Wahl

Beitragvon ElektroZino » Do 14. Sep 2017, 12:46

Hallo Zottel,

Ein Elektrofahrzeug hast du nicht auf die sonst recht ausführliche Liste aufgeführt. Der erfüllt aber deine Bedingungen jetzt schon und kostet weit unter 20k. Die Rede ist von Fiat 500e California, nicht verwechseln mit Fiat 500 Karabag. Der 500e kommt locker auf 100 km Autobahn aber sicherlich nicht, wenn er wie ein TDI gefahren werden. Rechts mit dem Verkehr entspannt fahren, da sind die 100 Km Reichweite drin. :D Was den Verwandtenbesuch angeht, da gibt es auch eine Lösung- wenn Du wirklich vor allem kürzere Strecken fährst, sparst Du mehr als genug für ein Mietauto über das Wochenende für den Verwandtenbesuch. Der Fiat wird an eine Typ 2 Säule für 3,5-4 St. voll aufgeladen. Das kann man nicht nur zu Hause, sondern vor allem an die kostenlosen öffentlichen Säulen machen, dann hast Du den nötigen Betrag fürs Mietauto schneller zusammen.

So jetzt kommt das Kleingedruckte: :lol:

1. Den Fiat 500e California muss man aus den USA importieren, wenn er günstig sein sollte. Es werden gute Exemplare in Deutschland verkauft, die Preise sind aber dann höher bei 16-20k.
2. Und wie immer das Schlimmste steht am Ende - Fiat EU möchte den Wagen nicht warten. Die Enthusiasten sind gerade auf der Suche nach eine passende Lösung

Beste Grüße,
Zino
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Re: Die Qual der Wahl

Beitragvon zottel » Do 14. Sep 2017, 13:41

Ok, habe ihn mal dazugesetzt, ist aber für mich eher nichts, weil ich mir den Import nicht geben will, und weil die Reichweite sehr knapp an meinem Minimum ist. Da könnte man dann den alten LEAF mit 24 kWh auch dazunehmen. Den mit 30 kWh habe ich allerdings vergessen, nehme ich auch mal noch mit auf. :-)
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Re: Die Qual der Wahl

Beitragvon ElektroZino » Do 14. Sep 2017, 13:58

zottel hat geschrieben:
Ok, habe ihn mal dazugesetzt, ist aber für mich eher nichts, weil ich mir den Import nicht geben will, und weil die Reichweite sehr knapp an meinem Minimum ist. Da könnte man dann den alten LEAF mit 24 kWh auch dazunehmen. Den mit 30 kWh habe ich allerdings vergessen, nehme ich auch mal noch mit auf. :-)


hallo Zottel,
stört dich das fehlende Temperatur-Management beim LEAF nicht? Ich habe gelesen, dass seine Zellen schneller an Kapazität nachlassen.

Beste Grüße,
Zino
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Re: Die Qual der Wahl

Beitragvon cpeter » Do 14. Sep 2017, 14:22

@Zino: Leider ist die Auswahl an Elektroautos mit aktivem Thermomanagement des Akkus derzeit die Ausnahme. Wenn man das als Musskriterium definiert, wird die Auswahl sehr klein.
Seit 01/2017 Nissan Leaf Tekna 30 kWh mit 6,6 kW AC Lader
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Re: Die Qual der Wahl

Beitragvon zottel » Do 14. Sep 2017, 15:58

Der Kapazitätsschwund, den es bei den ganz alten LEAFs mit 24-kWh-Batterie gab, ist tatsächlich sehr unangenehm, ein Grund weshalb ich keinen kaufen wollen würde. Ich glaube aber nicht, dass das nur am Thermalmanagement lag, andere Autos ohne Thermalmanagement haben das Problem nicht in diesem Maße. Wohl eher (evtl. zusätzlich) ungünstige Batteriechemie, denke ich, und natürlich relativ hohe Beanspruchung der Batterie in C durch die kleine Batteriegröße. Wäre interessant, ob das bei der 30-kWh-Variante genauso ist; darüber habe ich bisher nichts gelesen.
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Re: Die Qual der Wahl

Beitragvon R2-D2 » Do 14. Sep 2017, 16:29

ElektroZino hat geschrieben:
..
hallo Zottel,
stört dich das fehlende Temperatur-Management beim LEAF nicht? Ich habe gelesen, dass seine Zellen schneller an Kapazität nachlassen.
Beste Grüße,
Zino

Lt. dem hier 11% in 5 Jahren. http://www.focus.de/auto/elektroauto/ad ... 00203.html
Seit 2000 auf dem Arbeitsweg elektrisch mit DB unterwegs :roll:
Am 4.10.17 einen NISSAN LEAF 2.ZERO EDITION in Spring Cloud beim AH Schaller in Lamdsberg a.L. bestellt. :tanzen:
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Re: Die Qual der Wahl

Beitragvon ElektroZino » Do 14. Sep 2017, 19:16

zottel hat geschrieben:
Der Kapazitätsschwund, den es bei den ganz alten LEAFs mit 24-kWh-Batterie gab, ist tatsächlich sehr unangenehm, ein Grund weshalb ich keinen kaufen wollen würde. Ich glaube aber nicht, dass das nur am Thermalmanagement lag, andere Autos ohne Thermalmanagement haben das Problem nicht in diesem Maße. Wohl eher (evtl. zusätzlich) ungünstige Batteriechemie, denke ich, und natürlich relativ hohe Beanspruchung der Batterie in C durch die kleine Batteriegröße. Wäre interessant, ob das bei der 30-kWh-Variante genauso ist; darüber habe ich bisher nichts gelesen.


Ja, die Chemie ist wichtig - "Die Zellen im Ampera-e besitzen einen höheren Nickelgehalt und sind deshalb toleranter, was die Temperaturen anbelangt.".

Grüße,
Zino
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