ZOE ZE40 Ladeprobleme

Funktioniert dein Renault ZOE nicht wie er soll? Hier wird dir geholfen

ZOE ZE40 Ladeprobleme

Beitragvon Hierse » Mi 16. Aug 2017, 09:57

Hallo zusammen,
habe ein komisches Ladeproblem an zwei TankE Säulen. Meine ZOE Q90, neu, großer Akku, bei 50% Ladekapa angeschlossen, nach einer Stunde laden finde ich die mit 68% und Säulenstatus Laden beendet vor. Sobald ich den Wagen aufschließe läuft das Laden wieder an, leider nur für weitere 2%. Schließe ich den Wagen wieder zu, gleiches Spiel, 2 % Laden, dann Ende, habe das 4x gemacht, dann ist Schluss mit lustig. Habe heute früh den Wagen mal unabgeschlossen abgestellt, aber gleiches Ergebnis. War letztens schon in der Werkstatt, aber die können nichts finde, Software wäre aktuell usw. Hat jemand eine Idee oder Lösung dafür? Die Säulen sind 22Kw Säulen und andere Arbeitskollegen mit ZOE mit keinem Akku können problemlos laden. Danke für Ideen /Anregungen!
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Re: ZOE ZE40 Ladeprobleme

Beitragvon Thurnher » Do 17. Aug 2017, 06:33

Hallo,

das ist ein bekanntes Problem vom ZOE mit der großen Batterie und Schnelladung. Habe dieses Problem schon 8 Monate. Nun schiebt Renault das Problem auf den Netzbetreiber denn bei dem ist die 15. Welle (keine Ahnung was das ist) zu hoch und dann hört der Zoe auf zu laden. Mit dem öffnen der Türe startest du dann den Vorgang neu. Überall wo größere Maschinen in der Umgebung sind wirst du vermutlich diese Probleme haben.

Einen schönen Tag wünscht
Johannes
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Re: ZOE ZE40 Ladeprobleme

Beitragvon MineCooky » Do 17. Aug 2017, 08:29

Ich denke, das ist letztendlich auf das gleiche zurück zu führen warum auch die Zoes aktuell bei der EnBW an den Schnelladestationen so Probleme haben. Renault müsste eine Rückrufaktion starten und in ALLE Autos einen entsprechend abgestimmten Filter einbauen. Es sind nämlich die eigenen Uberwellen die sie da bemängelt und dann lieber mal nicht laden will. Aber das kostet halt Geld...

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Re: ZOE ZE40 Ladeprobleme

Beitragvon Twizyflu » Do 17. Aug 2017, 10:17

Genau - die Oberwellen sind das Problem.
Wir hatten damals zB. auch eine große PV Anlage in der Nähe, die eingespeist hat.
Immer wenn die aktiv war, war die Netzspannung bei über 250V - der ZOE bricht ab.
Auch wenn ein Trafo in der Nähe ist - das mag sie nicht.
Das sind eben die AC - Probleme der ZOE - sie produziert ja selbst genug Fehlerströme...

Eine Zeit lang gabs an einigen McDonalds Ladesäulen sogar VERBOTE für ZOEs...
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Re: ZOE ZE40 Ladeprobleme

Beitragvon EVduck » Do 17. Aug 2017, 10:56

Ich möchte die Diskussion eigentlich nicht mehr führen (müssen), aber die Zoe produziert keine Fehlerströme, sondern wie jede per Umrichter betriebene (Wasch-)Maschine Ableitströme, die sich im Rahmen der allgemein geltenden elektrotechnische Normen bewegen. Auch die Oberwellen, die sie - wie jede per Umrichter betriebene (Wasch-)Maschine - produziert, bewegen sich im Rahmen der erlaubten und normalerweise akzeptierten elektrotechnischen Vorschriften.
Dazu kommt, dass Madame die Netzverhälnisse penibel prüft während sie läd und umgehend den Vorgang unterbricht wenn etwas nicht i.O. ist.
Gerade dein Beispiel, Twizyflu, zeigt deutlich, dass sich die Zoe korrekt verhält, bei 250V Netzspannung soll sie auch gar nicht laden...
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Re: ZOE ZE40 Ladeprobleme

Beitragvon McFly3 » Do 17. Aug 2017, 11:43

EVduck hat geschrieben:
Gerade dein Beispiel, Twizyflu, zeigt deutlich, dass sich die Zoe korrekt verhält, bei 250V Netzspannung soll sie auch gar nicht laden...


Bei +/- 10% nach Norm sind die 250V am 230V Netz aber völlig zulässig, warum sollte sie also nicht laden?
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Re: ZOE ZE40 Ladeprobleme

Beitragvon EVduck » Do 17. Aug 2017, 12:04

Twizyflu schrieb von über 250V, nach VDE wären bis 253V zulässig, ich hätte das über wohl nicht weglassen sollen und genauer die 253V spezifizieren sollen.
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Re: ZOE ZE40 Ladeprobleme

Beitragvon Twizyflu » Do 17. Aug 2017, 13:31

Ja natürlich ist es GUT, dass sie es nicht tut.
Wir haben es ausgemessen es waren 249 bis 252V.
Der Netzbetreiber sagte dann bis 250V ist absolut Normkonform.
Darüber wäre es brenzlig aber trotzdem hat meine ZOE nach wenigen Minuten immer abgebrochen.
Eine andere wiederum (auch Q90) hat anstandslos geladen.

Als die PV Anlage (Smartflower) vom Nachbarn sich schlafen legte (Regen) ging alles ganz normal.

Ich kann mich nur auf die Situation in Österreich beschränken - da ist es passiert.

Das Problem ist ja nicht die Sicherheit, dass ZOE sagt: Moment, da passt was nicht im Netz ich schalt ab...
sondern, dass es eben für den User dann am Ende blöd ist, wenn er nicht laden kann.

Zumindest diese McDonalds Geschichte hat man vor über 1,5 Jahren schon beseitigt. Der Smatrics Teil steht aktuell so auf der Homepage.
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Re: ZOE ZE40 Ladeprobleme

Beitragvon Fotowolf » Do 9. Nov 2017, 15:05

Manche ZOE Ladeeinheiten sind empfindlicher als andere. Einen systematischen Unterschied zwischen alten ZOEs und den neuen ZE40 würde ich nicht sehen.

Aus meiner Sicht sind Oberwellen im Stromnetz meistens die Ursache für ZOE Ladeabbrüche.

  • Diese Oberwellen können extern sein, dh. auf dem Stromnetz bereits vorhanden. ZB. von nahegelegenen elektrischen Maschinen, LED-Straßenbeleuchtungen uva. Hier haben Leute mit Netzfilter Abhilfe schaffen können, wie man im Forum liest. Damit werden die externen Oberwellen-Störungen von der ZOE ferngehalten.
  • Oberwellen erzeugt aber ZOE auch selber - und nicht wenig. Ist das anspeisende Stromnetz schwach (höhere Impedanz), schafft es ZOE sehr starke Oberwellen ins Netz zurück zu liefern. Und genau an diesen selbst erzeugten Oberwellen "verschluckt" sie sich dann selbst (da sie die Netzgüte ja laufend überwacht) und bricht ab.
Aus diesem Grund kann ich übrigens nachwievor zu Hause nicht dreiphasig laden. Getestet mit mehreren Q210 und meiner derzeitigen Q90. Nur ein "stärkerer" Stromanschluss (niedrigere Impedanz bzw. höhere Kurzschlussleistung) würde das Problem lösen. So ein Netz wäre auf der anderen Straßenseite vorhanden (und per Ladetests bei Nachbarn bestätigt), aber 3000 € Gebühr an das EVU für die Änderung meines Hausanschlusses ist mir das nicht Wert.

Zur Erklärung kann der Absatz unter dem Oszi-Bild beitragen:
renault-zoe-probleme/batterieladung-unmoeglich-t1393-340.html?hilit=Energie%20AG#p307342

Da Ladeabbrüche so gut wie nur bei dreiphasiger Ladung auftreten, verwende ich in solchen Fällen seit einiger Zeit nun ein einphasiges Ladekabel. Demnächst fahre ich an bekannt problematische Säulen für weitere Tests. Mal seh'n, ob einphasig immer hilft.
renault-zoe-batterie-reichweite/renault-unglaubwuerdig-durch-nicht-verfuegbares-akkuupgrade-t27756-10.html?hilit=einphasig#p629295
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Re: ZOE ZE40 Ladeprobleme

Beitragvon Twizyflu » Do 9. Nov 2017, 17:02

Ist es nun die dreiphasige Ladung oder ist es nicht eher das Ladesystem des ZOE, dass diese Probleme verursacht?
Die Oberwellen werden ja einen dezidierten "Lader" zB BMW i3 oder Tesla Model S - nicht wirklich jucken!?
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