Ladeklappe: Achsenstift wandert > Lösung

Funktioniert dein Renault ZOE nicht wie er soll? Hier wird dir geholfen

Ladeklappe: Achsenstift wandert > Lösung

Beitragvon electricroach » Mi 19. Apr 2017, 17:15

Ladeklappe 4 repariert 2.jpg
Ladeklappe 2 M3 30mm.jpg
Ladeklappe 1 Achsenstift und Metallwalze.jpg
Hallihallo,

ich hatte seit einigen Wochen das Problem, dass der Achsstift der inneren Ladeklappe auf Wanderschaft ging. Ständig arbeitete sich das Teil nach oben raus, die innere Klappe hing schräg und man musste ziemlich aufpassen, dass man die Klappe nicht verkantete und aus Versehen abbrach. Irgendwann war ich es leid. Formell ist dies ein Garantiefall des Hochvolt-Stranges, die Reparatur besteht im Austausch der Ladeeinheit, das klang etwas nach Overkill...

Angeregt durch die Diskussion in einem anderen Thread, habe ich mir das entsprechende Material besorgt und den Achsstift ersetzt. Jetzt funktioniert alles wieder so, wie es soll. Ich betrachte mich als absolut durchschnittlich begabten Bastler, von daher kann jeder diesen Achsenstift selbst tauschen. Aufpassen muss man nur, dass man sowohl für die Sechskantschraube, als auch für die Mutter die passenden Schraubenschlüssel (bei meiner Schraube ein 5er Mini-Maulschlüssel) oder eine Telefonzange hat. Außerdem muss man unten in die beiden Rahmen-Löcher (Wasserablauf und unterhalb des Scharniers der Außenklappe) der Ladeöffnung etwas Klopapier oder Ähnliches stopfen. Sonst verschwinden dort eventuell die Mutter und die Unterlegscheiben auf Nimmer-Wiedersehen.

Material:
Sechskantschraube M3 30mm Länge
Sicherheitsmutter M3
2 Unterlegscheiben M3
passendes Maulschlüsselchen und Telefonzange

Der Stift wird am besten von unten nach oben rausgedrückt, z.B. mit einem kleinen Imbus-Schlüssel. Dann vorsichtig die Achse rausziehen und langsam die innere Klappe abnehmen, denn die Metallwalze dahinter (so ne Art Türschnapper) springt sonst aufgrund des Federdruckes ins Nirvana. Ein Tropfen Öl auf die Ausbuchtung des Walzenlagers, Walze wieder rein, dann Klappe wieder andrücken, Ersatz-Achse mit aufgesetzter Unterlegscheibe von oben rein. Von unten zweite Unterlegscheibe und Sicherheitsmutter drauf-fummeln, vorsichtig festziehen und fertig. Bei meiner Konstruktion schaut die Schraube etwa 1,5 mm aus der Sicherheitsmutter nach unten raus und trotzdem ist noch minimal Spiel an der Klappe.

Vielleicht hilft das irgendjemandem weiter, viel Erfolg und Gruß

electricroach

PS:
Bild oben zeigt die fertige Reparatur
Bild mitte zeigt das benötigte Material
Bild unten zeigt die originale Achse mit der etwas kürzeren und dickeren Metallwalze als "Türschnapper"
Zuletzt geändert von electricroach am Mi 19. Apr 2017, 21:18, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Ladeklappe: Achsenstift wandert > Lösung

Beitragvon Elektro-Bob » Mi 19. Apr 2017, 19:22

Sehr geil !
Die Controller bei Renault würde sich die Haare raufen ... :lol:
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Re: Ladeklappe: Achsenstift wandert > Lösung

Beitragvon Gerhard, OA » Mi 19. Apr 2017, 19:26

ich habe das einmal (1x) mit WD40-Nachahmer behandelt wie auch hier irgendwo empfohlen, und seitdem ist Ruhe. Schon mindestens 1 Jahr bzw. 10.000 km her. Habe gerade nochmal nachgesehen, der Stift ist komplett drin.
Zoe 01.2015
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Re: Ladeklappe: Achsenstift wandert > Lösung

Beitragvon TobsCA! » Mi 19. Apr 2017, 20:29

Danke für den Tipp...
Aber ich glaube WD40 hilft da im frühen Stadium auch.
Bei meinem ging die klappe auch sehr streng auf und zu. Schon auf der Überführung habe ichs eingesprüht.
Seither fluppt die Klappe Super und ein abbrechen oder andere beschädigung halte ich für ausgeschlossen.

Aber nicht das bei dir jetzt bei nem Motorschaden Renault daher kommt und dir mit deinem illegalen eingriff ins HV System die Schuld gibt ?

MfG
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Re: Ladeklappe: Achsenstift wandert > Lösung

Beitragvon electricroach » Mi 19. Apr 2017, 21:14

TobsCA! hat geschrieben:
Danke für den Tipp...
Aber ich glaube WD40 hilft da im frühen Stadium auch.
Bei meinem ging die klappe auch sehr streng auf und zu. Schon auf der Überführung habe ichs eingesprüht.
Seither fluppt die Klappe Super und ein abbrechen oder andere beschädigung halte ich für ausgeschlossen.

Aber nicht das bei dir jetzt bei nem Motorschaden Renault daher kommt und dir mit deinem illegalen eingriff ins HV System die Schuld gibt ?

MfG


Mit WD40 hatte ich das auch von Anfang an behandelt, aber trotzdem ist der Stift langsam nach oben rausgewandert. Ein Service-Mitarbeiter eines Renault-Autohauses gab mir den Tipp, mit einem heißen Lötkolben das Plastik etwas über den Stift zu drücken, aber das hätte man später im Falle eines HV-Schadens auf jeden Fall gesehen. So habe ich den originalen Stift in einem Briefumschlag im Handschuhfach und könnte ihn bei Bedarf wieder einbauen...
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