Käufer übernimmt Akkuvertrag nicht

Funktioniert dein Renault ZOE nicht wie er soll? Hier wird dir geholfen

Käufer übernimmt Akkuvertrag nicht

Beitragvon mvan » Do 7. Dez 2017, 15:32

Ich hatte einigen Ärger mit Renault und der Renault Bank, weshalb ich meine Zoe nun verkauft habe.
Mit dem Käufer war ich über alles einig und wir haben einen Standardvertrag unterzeichnet.
Jedoch als der Käufer nach einiger Zeit den Vertrag von der Renault Bank zur Mietübernahme erhalten hatte,
wollte er den Vertrag nicht mehr unterzeichnen.
Angeblich sei der Akku zu alt, was schon stimmt (die Zoe ist schon älter und hat viele Kilometer). Der Akku liegt in den letzten Zügen und dürfte nach Aussagen eines Technikers vermutlich im nächsten Jahr fällig werden. Aber dann bekommt man ja einen neuen Akku.
Zudem gefallen dem Käufer einige Klauseln in dem Vertrag nicht.
Seine Meinung steht fest: diesen Vertrag wird er nicht unterzeichnen.

Nun muss ich derzeit die Miete für den Akku weiterbezahlen und komme erst einmal nicht aus dem Akku-Vertrag.
Die Renault Bank will nun nach einigen Mahnungen den Akku stilllegen.
Dann wird der Käufer aufgefordert, den Akku ausbauen zu lassen, was der Käufer aber sicher nicht tun wird.
Dann droht die Renault Bank mit einer Beschlagnahmung des Akkus.
Der Käufer weiß das alles, reagiert aber darauf überhaupt nicht.
Ansonsten ist der Käufer mit der Zoe sehr zufrieden.
Der Käufer meinte auch, er würde sich irgendwo einen neuen Akku besorgen, hat aber vermutlich keine Ahnung, dass das fast nicht geht.

Die Renault Bank ist auf mich sehr sauer, weil ich IHREN Akku so einem Menschen übergeben habe.
In jedem Fall sieht mich die Renault Bank in der Verantwortung und erwartet, dass ich das in Ordnung bringe.
Aber was soll ich tun?
Die Zoe mit dem Akku ist nun weit weg und längst auf den neuen Besitzer umgemeldet.

Die Renault Bank scheint keine Lösung für so ein Problem parat zu haben. Das ist wirklich nicht sonderlich ausgereift.
Dann frage ich mich auch, was so ein alter Akku noch wert ist, der ohnehin demnächst sein Kapazitätsminimum unterschreiten wird.

Hatte hier jemand schon einmal ähnliche Probleme?
Was gibt es für Lösungen dafür?

danke für Antworten.
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Re: Käufer übernimmt Akkuvertrag nicht

Beitragvon Misterdublex » Do 7. Dez 2017, 15:45

Hattet ihr in eurem Vertrag vereinbart, dass er den Mietvertrag übernehmen muss?
Wenn ja, dann erfüllt er euren Vertrag ja nicht und du könntest versuchen den gesamten Vertrag rückabzuwickeln.

Wenn ihr das nicht vereinbart hattet, dann würde ich ihn auffordern dir die Mietraten zu ersetzen. Wenn er das nicht will, dann einfach die Renaultbank mal machen lassen, er wird schon sehen was er davon hat.

Ggf. könnte sein Verhalten sogar eine Nötigung sein.

Lass dich mal anwaltlich beraten.
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Re: Käufer übernimmt Akkuvertrag nicht

Beitragvon TomTomZoe » Do 7. Dez 2017, 15:45

Grundsätzlich sehr ungünstige Zwickmühle für Dich, Du hättest auf alle Fälle den Käufer eine Verpflichtung unterschreiben lassen sollen, daß dieser für den Akku bei der Renault Bank einen Batterieleasingvertrag abschließt. Steht so oder so ähnlich auch in den Batteriemiet-Unterlagen drinnen.

Spätens wenn Renault das Fahrzeug stillegt geht ich davon aus, daß Du aus der Zahlungsverpflichtung rauskommst.

Der Akku wird mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht mau oder am Rande des Defekts sein, es sei denn Du kennst eine konkrete ungünstige Historie. Der Techniker hat keine Ahnung. Das BMS Update hat bisher noch allen 22er Akkus die korrekte Kapazität eingehaucht, und die ist selbst bei über 100tkm Fahrleistung dann >95% SOH. Also kein Grund für einen neuen Akku.

Weist Du welche BMS Software auf Deiner Zoe zuletzt war? (Mit BMS Software Update ist es die Version >=0852).
Laß den Käufer von der Existenz des BMS Updates wissen, das ist kostenlos für alle. Wenn er es auf die Zoe aufspielen hat lassen, ist er hoffenlich zufrieden und unterschreibt dann den Akku Mietvertrag.
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Re: Käufer übernimmt Akkuvertrag nicht

Beitragvon mvan » Do 7. Dez 2017, 16:14

Misterdublex hat geschrieben:
Hattet ihr in eurem Vertrag vereinbart, dass er den Mietvertrag übernehmen muss?
Wenn ja, dann erfüllt er euren Vertrag ja nicht und du könntest versuchen den gesamten Vertrag rückabzuwickeln.

Wenn ihr das nicht vereinbart hattet, dann würde ich ihn auffordern dir die Mietraten zu ersetzen. Wenn er das nicht will, dann einfach die Renaultbank mal machen lassen, er wird schon sehen was er davon hat.

Ggf. könnte sein Verhalten sogar eine Nötigung sein.

Lass dich mal anwaltlich beraten.


danke für die Antwort.

Wir haben einen Standardvertrag genommen von einem Automobilclub. Dort steht aber nichts extra zu der Übernahme des Mietvertrags.

Eigentlich habe ich mich mit dem Käufer sehr gut verstanden. Das tue ich heute auch noch.
Er merkt wohl gar nicht, dass er mich damit schädigt.
Die Renault Bank schickt ihm nur Mahnungen und Drohungen und will ihn so zum Kunden gewinnen?
Er meint da nur: mit so einem Gesindel unterschreibe ich keinen Vertrag.
Gab es da am Anfang noch etwas Hoffnung, dass er unterschreibt, sind da mittlerweile vermutlich alle Türen zu.

Und weil ich ständig Ärger mit Renault und der Renault Bank hatte, kann ich das sogar nachvollziehen.
Man hat da nie das Gefühl ein Kunde zu sein, der König ist, sondern ist da immer nur so etwas wie ein Bittsteller,
der alle Probleme selbst zu verantworten hat.
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Re: Käufer übernimmt Akkuvertrag nicht

Beitragvon wp-qwertz » Do 7. Dez 2017, 16:21

ja, dass ist wirklich doof gelaufen... für dich sehe ich nur die oben genannten lösungsideen und sonst musst du zahlen, bis die rönobank aktiv geworden ist.

wenn ihr im verkaufsgespräch (hast du zeugen?) darüber gesprochen habt, dass der akku vom käufer zu mieten ist, ist das auch ein ansatz, den du ggf. per anwalt als mittel benutzen kannst, den käufer in die pflicht zu nehmen.

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Re: Käufer übernimmt Akkuvertrag nicht

Beitragvon mvan » Do 7. Dez 2017, 16:31

TomTomZoe hat geschrieben:
Grundsätzlich sehr ungünstige Zwickmühle für Dich, Du hättest auf alle Fälle den Käufer eine Verpflichtung unterschreiben lassen sollen, daß dieser für den Akku bei der Renault Bank einen Batterieleasingvertrag abschließt. Steht so oder so ähnlich auch in den Batteriemiet-Unterlagen drinnen.

Der Verkauf ging so reibungslos und fast freundschaftlich über die Bühne, dass ich da niemals mit Problemen gerechnet habe.
Ich habe schon einige Autos gekauft und verkauft.
Nie gab es da irgendwelche Probleme.
Aber klar, bei der Zoe kann es ja nur Ärger geben.
Damit hätte ich rechnen müssen, nach allem, was ich bislang erlebt habe.

TomTomZoe hat geschrieben:
Spätens wenn Renault das Fahrzeug stillegt geht ich davon aus, daß Du aus der Zahlungsverpflichtung rauskommst.

Na ich hoffe, Du hast Recht. Dann wäre ich am Ende vermutlich doch noch versöhnt.
Ein paar Monatsmieten mehr oder weniger würde ich verkraften können.
Aber wenn sich das jetzt ewig hinzieht ...
Ich habe derzeit nur Ärger damit, obwohl mir die Zoe schon länger nicht mehr gehört.
Sonst ist mit dem Autoverkauf die Geschichte erledigt.

TomTomZoe hat geschrieben:
Der Akku wird mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht mau oder am Rande des Defekts sein, es sei denn Du kennst eine konkrete ungünstige Historie. Der Techniker hat keine Ahnung. Das BMS Update hat bisher noch allen 22er Akkus die korrekte Kapazität eingehaucht, und die ist selbst bei über 100tkm Fahrleistung dann >95% SOH. Also kein Grund für einen neuen Akku.

Weist Du welche BMS Software auf Deiner Zoe zuletzt war? (Mit BMS Software Update ist es die Version >=0852).
Laß den Käufer von der Existenz des BMS Updates wissen, das ist kostenlos für alle. Wenn er es auf die Zoe aufspielen hat lassen, ist er hoffenlich zufrieden und unterschreibt dann den Akku Mietvertrag.

Das Auto hat deutlich über 100tkm. Schon als ich es gekauft habe, war das so.
Der Akku war bei meinem Kauf bei etwa 80 Prozent.
Der Techniker von der Z.E.-Werkstatt meinte auch, dass der Akku unter 80 Prozent liegt.
Die Zoe war mehrfach in der Werkstatt und ist vermutlich mit der Software auf dem neusten Stand.
Der Käufer gibt die Reichweite bei seinem Fahrstil bei den aktuellen Temperaturen mit 70 km an.
Bei meinem Fahrstil war das etwas höher. Aber ich bin auch ziemlich sparsam gefahren. Und es war auch noch nicht so kalt. Deshalb war es dann vermutlich auch ein Schock für den Käufer, als nach kurzer Zeit die Reichweite bei seinem Fahrstil und den kürzlich einsetzenden kalten Temperaturen so deutlich gefallen ist.

Für mich war das nie ein Problem, weil ich mich schon auf den neuen Akku gefreut hatte. Und ich hatte gehofft, vielleicht dann den großen Akku einbauen zu können.
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Re: Käufer übernimmt Akkuvertrag nicht

Beitragvon TomTomZoe » Do 7. Dez 2017, 16:42

mvan hat geschrieben:
Die Zoe war mehrfach in der Werkstatt und ist vermutlich mit der Software auf dem neusten Stand.
Der Käufer gibt die Reichweite bei seinem Fahrstil bei den aktuellen Temperaturen mit 70 km an.

80% SOC :roll:
70 km Reichweite :roll:

Ich behaupte weiterhin: Dem Fahrzeug fehlt das BMS Update, und zwar 100%ig!
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Re: Käufer übernimmt Akkuvertrag nicht

Beitragvon Helfried » Do 7. Dez 2017, 16:58

mvan hat geschrieben:
Er meint da nur: mit so einem Gesindel unterschreibe ich keinen Vertrag.


Kann dir das nicht egal sein? Du hast doch nichts mehr zu tun mit dem Wagen. Wenn sie den Akku still legen, juckt das dich genauso wenig wie mich. Und dem Käufer könnte man einen guten Arzt raten.
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Re: Käufer übernimmt Akkuvertrag nicht

Beitragvon Heavendenied » Do 7. Dez 2017, 17:10

Also auch wenn es dir nichts hilft mal ein Tip an alle die ein Fahrzeug mit Batteriemiete verkaufen:
Den Vertrag für das umschreiben des Mietvertrags direkt mit dem Kaufvertrag zusammen vorbereiten und unterschrieben lassen. So habe ich das beim Twizy damals gemacht (die Unterlagen gibt es von der Renault Bank) und das ist auch die einzig sichere Variante, die meines Wissens nach auch so von der Renault bank vorgeschrieben ist. Das ist viel Schreibkram, aber man ist eben auf der sicheren Seite.
(100% sicher leider auch nicht, denn wenn der Käufer in den Augen der Renault Bank nicht solvent genug ist könnten sie den wohl theoretisch ablehnen, aber da ist mir persönlich kein Fall bekannt)

Was jetzt deinen Fall angeht so kann ich dir leider nicht wirklich helfen, da ich mich da rechtlich viel zu wenig auskenne. Es zeigt für mich nur wieder einmal, dass dieses Konzept mit dem gekauften Auto aber einem gemieteten Akku einfach in der Praxis Fallstricke aufweist, an die der Normale Autofahrer/Käufer gar nicht denkt.
Mit gesundem Menschenverstand würde ich sagen: Mir gehört nur das Auto und das habe ich verkauft. Wenn Renault von dem neuen Besitzer eine Akkumiete möchte, dann müssen die sich darum kümmern die zu bekommen. Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass es in Deutschland rechtlich in Ordnung ist, dass mit die Renault Bank den Verkauf meines Autos untersagen kann. Leider gab es dazu aber meines Wissens nach noch niemanden, der das wirklich vor Gericht hat klären lassen. Ich meine zwar schon von ähnlichen Fällen wie deinem gelesen zu haben, aber irgendwie habe ich bei keinem mitbekommen, wie es am Ende ausging. Ich vermute, dass sich da immer irgendwelche einvernehmlichen Lösungen gefunden haben, weil keiner der beteiligten Luste hatte sich deswegen vor Gericht zu streiten...
Gruß,
Jürgen
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Re: Käufer übernimmt Akkuvertrag nicht

Beitragvon wp-qwertz » Do 7. Dez 2017, 17:12

Helfried hat geschrieben:
Kann dir das nicht egal sein? Du hast doch nichts mehr zu tun mit dem Wagen. ...

nein, kann ihm deswegen nicht egal sein, weil er - zwar mit dem auto nix mehr, dafür aber - mit dem akku per mietvertrag verbunden ist.
er zahlt weiter, während der käufer mitfrei herumfährt - bis röno aktiv wird und alles still legt...
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