zweiphasige Ladung möglich?

Chamäleon Lader und Ladeboxen - Themen, die das Laden des Renault ZOE betreffen

zweiphasige Ladung möglich?

Beitragvon Guy » Di 23. Apr 2013, 13:33

Ich habe gestern noch ein wenig an meiner EVSE gebastelt. Ziel der Übung ist es, möglichst gut entlang der Überschusskurve zu laden. Realistisch wären das bei mir etwa 3 - 10 kW.

Durch EVplus' Versuche wissen wir ja, dass der ZOE etwas zickig ist, was kleine Ströme angeht. Es fließt zwar, davon gelangt jedoch relativ wenig wirklich in die Batterie.

Einphasig dürfte deshalb bei 16 Ampere, 3,7 kW, die untere Grenze erreicht sein. Wäre zwar wünschenswert, wenn es noch etwas tiefer ginge, würde abends jedoch nur für knapp eine halbe Stunde einen Unterschied machen.
Dreiphasig sieht es ähnlich aus, weniger als 9 kW scheint wenig sinnvoll zu sein.

Selbst wenn ich nun einphasig bis 20 Ampere gehe, klafft zu den 9 - 11 kW noch immer eine große Lücke.

Weiß von euch jemand, ob da was mit zwei Phasen geht?
Ich fürchte ja fast, dass es, wenn überhaupt, wieder nur EVplus beantworten kann.

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Re: zweiphasige Ladung möglich?

Beitragvon umberto » Di 23. Apr 2013, 18:35

Guy hat geschrieben:
Weiß von euch jemand, ob da was mit zwei Phasen geht?
Ich fürchte ja fast, dass es, wenn überhaupt, wieder nur EVplus beantworten kann.


Bzgl. des Autos hat EVplus sicherlich die Nase vorn.

Aber rein elektrisch betrachtet müßte Dir aufgefallen sein, daß Du damit eine totale Schieflast auf Deinen Leitungen erzeugst (Dein Neutralleiter ist dann keiner mehr)
Ausserdem hat technischer Zweiphasenwechselstrom nur 90° Phasenversatz und nicht 120° wie dreiphasiger.

Daher halte ich es für unwahrscheinlich, daß Dein Ansatz funktioniert.

Gruss
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Re: zweiphasige Ladung möglich?

Beitragvon Guy » Di 23. Apr 2013, 19:58

Ist 3,7 kW von der einen plus 3,7 kW von der anderen Phase nicht gleich 7,4 kW?

Warum kann denn nicht alles so einfach wie Technische Mechanik sein. Nachsitzen. Mist
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Re: zweiphasige Ladung möglich?

Beitragvon Itzi » Di 23. Apr 2013, 20:03

Das mit der Schieflast ist richtig, oder hast Du etwa einen einphasigen Wechselrichter? Ansonsten wäre es ja fast schon interessant die PV beim Beladen auf einen 1-Phasenbetrieb umzuschalten - quasi eine Schieflastausgleichsregelung...
Wäre interessant ob es eine Begrenzung gibt, ansonsten könnte man ja bis 63A bei L-N gehen.

Der Phasenversatz ist dem ZOE wurscht. Der sieht an 2 Polen keinen Winkel. Von dem was von der Technik bekannt ist (Schaltaufbau aus den Patenten), dürfte der Ladeelektronik egal sein ob man mit L-N lädt oder L1-L2.

Eigentlich müsste man mal genau ansehen wie tolerant die Gleichrichterbrücke des ZOE bzw. dessen Steuerung ist. Rein von den energieführenden Bauteilen und der Beschaltung her müsste der Lader auch Gleichstrom direkt fressen können. Da müsste man an der PV nur die Spannung begrenzen und das MPP-Tracking ans PWM-Signal auflegen, die Leistungselektronik zur Regelung hat ja der ZOE schon...
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Re: zweiphasige Ladung möglich?

Beitragvon umberto » Di 23. Apr 2013, 20:16

Itzi hat geschrieben:
dürfte der Ladeelektronik egal sein ob man mit L-N lädt oder L1-L2.


L1-L2 heißt doch aber 400V eff...ob das irgendwo vorgesehen ist?

Da müsste man an der PV nur die Spannung begrenzen und das MPP-Tracking ans PWM-Signal auflegen, die Leistungselektronik zur Regelung hat ja der ZOE schon...


Sei mir nicht böse, aber ohne profunde Kenntnise der Schaltpläne und damit der möglichen Nebeneffekte rutschen wir hier in wilde Spekulation ab...

Gruss
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Re: zweiphasige Ladung möglich?

Beitragvon Itzi » Di 23. Apr 2013, 20:35

Bei 3~ Ladung hängen auch jeweils 400V an den Eingangspolen.
Für den N-Anschluss wird neben der Gleichrichterbrücke einfach ein zusätzlicher Strang mit 2 Dioden gebildet, damit wird 1phasiges Laden ermöglicht.

Wenn Guy z.B. eine PV-Anlage hat, die mit 2 Wechselrichtern an L1-N und L2-N hängt, dann könnte es eventuell schon funktionieren, außer die Steuerung der ZOE erlaubt das nicht. Das müsste man/EV einfach testen. Wäre ja nix anderes als würde eine Sicherung von L3 fliegen.

Hat nie wer behauptet, dass dass es keine Spekulationen wären, aber wenn man sich so ansieht was aus anfänglichen Spekulationen in diesem Forum entsteht...
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Re: zweiphasige Ladung möglich?

Beitragvon umberto » Di 23. Apr 2013, 20:57

Itzi hat geschrieben:
Bei 3~ Ladung hängen auch jeweils 400V an den Eingangspolen.


Vielleicht versteh' ich's ja nicht (und bitte um Aufklärung), aber bei 3~ Ladung mit 16 A gehen 11 kW ins Auto und nicht 19 kW, d.h. es wird Stern und nicht Dreieck genommen, d.h. ich nehme den 230V-Zweig.

Wenn Guy z.B. eine PV-Anlage hat, die mit 2 Wechselrichtern an L1-N und L2-N hängt, dann könnte es eventuell schon funktionieren, außer die Steuerung der ZOE erlaubt das nicht


Dann spekuliere ich einfach mal, ich wäre der Laderegler und würde zu dem Strom auf N sagen: "Hier stimmt was nicht, ich bin dann mal weg" :-)

Gruss
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Re: zweiphasige Ladung möglich?

Beitragvon lingley » Di 23. Apr 2013, 21:16

Also ich würde EVplus mal per PN um Hilfe bitten ob er das mal ausprobieren kann.

Zu Deiner Frage L1 + L2 ? - ja, dazwischen sind ca. 400V :
siehe http://www.zum.de/dwu/depotan/apem112.htm
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Re: zweiphasige Ladung möglich?

Beitragvon Guy » Di 23. Apr 2013, 21:25

Ui, so langsam ist das etwas zu hoch für mich, leider. Wahrscheinlich bin ich bei Strom einfach etwas zu naiv.

Bei meiner Ausgangsfrage ist ja eigentlich klar, dass es hierbei, mangels Testobjekt, um eine theoretische Problemlösung handelt. Deshalb darf gerne weiter spekuliert werden.

Die PV-Wechselrichter sind dreiphasig. Soweit ich weiß, wird der Sunny Island jedoch einphasig betrieben. Eine leichte Schieflast wird also normal sein.

Mein Gedankengang war folgender:

Um eine etwas bessere Spreizung zu erreichen, schalte ich je nach Überschuss eine, zwei oder drei Phasen zu.
Eine und drei Phasen ist ja kein Thema. Wenn ich das richtig verstanden habe, darf ich einphasig auch bis 20A gehen.
Meine Idee war daher nun statt direkt auf drei Phasen zu gehen, zweiphasig zu laden, also L1+L2+N.

Wäre denn in diesem Fall die Schieflast großartig anders als bei einer einphasigen Ladung mit 20 A?

Bislang hatte ich das so verstanden, dass der Unterschied phasenweise maximal 20 A betragen darf. Zwei Phasen mit 16A sollte doch eigentlich eine geringere Schieflast ergeben als 20 A einphasig, oder bin ich jetzt ganz verkehrt?

Hätte ich mal in E-Technik besser aufgepasst.

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Re: zweiphasige Ladung möglich?

Beitragvon Itzi » Di 23. Apr 2013, 21:27

Also so oder so ähnlich sollte denke ich die Geschichte beim ZOE aussehen:
20130423_221642[1].jpg

Nur grob, Freilaufdioden und Verzierungen hab ich gelassen.

Vom Aufbau her müsste der Gleichrichter ein Allesfresser sein. Aber wie gesagt, wir wissen nicht wie kritisch die Steuerung die Zustände beäugt.

Aber Testen sollte in der Tat einfacher und schneller sein als unsere Spekulationen. Einfach mal einen Draht weglassen und schauen was passiert. Kaputt gehen darf da nix, Unterbrechungen einzelner Leiter kommen im auch Netz gerne mal vor.
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