zweiphasige Ladung möglich?

Chamäleon Lader und Ladeboxen - Themen, die das Laden des Renault ZOE betreffen

Re: zweiphasige Ladung möglich?

Beitragvon Itzi » Di 23. Apr 2013, 21:45

Woher kommen die 20A? Ist das die Vorgabe vom Netzbetreiber, oder gibt es vom ZOE eine Stromgrenze für einphasiges laden und ich habs noch nicht mitbekommen?

Die Schieflast ist nur am Netzzugangspunkt relevant, weils "draußen" sonst Probleme macht in einem Drehstromsystem.
Hausintern kannst Du aufführen was Du willst.

Wenn Du z.B. deine Wechselrichter komplett einphasig betraibst, und diese Phase an das Auto hängst, dann bleibt - sofern Erzeugung und Ladeleistung etwa gleich sind - keine Schieflast am Netz übrig.

63A an 230V wären schon fast 15kW. 32A würden Deine Leistungslücke auch schon gut schließen.

So eine Geschichte wäre natürlich nur zulässig, wenn die Komponenten entsprechend verschaltet sind. Du musst sicherstellen, dass nicht die PV einphasig brutal einspeist wenn Du keine antsprechende Abnahme vom Auto hast und umgekehrt darf man nicht einphasig mit einer Wahnsinns-Leistung vom Netz beziehen, das wäre wieder die Schieflast.
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Re: zweiphasige Ladung möglich?

Beitragvon lingley » Di 23. Apr 2013, 22:09

Itzi hat geschrieben:
Woher kommen die 20A? Ist das die Vorgabe vom Netzbetreiber, oder gibt es vom ZOE eine Stromgrenze für einphasiges laden und ich habs noch nicht mitbekommen? ...

Diese Antwort habe ich auf eine Frage von EON bekommen:
EON hat geschrieben:
Die Netzbetreiber in Deutschland haben in technischen Anschlussbedingungen geregelt,
das eine Unsymmetrie von 4,5 kW (20A) zwischen den einzelnen Phasen nicht überschritten werden darf.
Deswegen auch die Begrenzung auf 3,7 kW bei der einphasigen Ladung !

Du wirst legal in D keine Box zu kaufen bekommen die einphasig ohne Tricks mehr laden kann.
Der Zoe könnte einphasig mehr ... (Davide R's CRO kann 30A)
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Re: zweiphasige Ladung möglich?

Beitragvon Itzi » Mi 24. Apr 2013, 07:03

Ok, dann passt das schon. Das ist die Vorgabe für den Bezug am Netzanschlusspunkt. Das ist auch die Ursache, warum ab einer gewissen Leistung PV-Wechselrichter 3-phasig sein müssen.

Wenn es der ZOE also kann, dann stünde dem aber nichts im Wege, wenn man Strom einphasig von der PV ins Auto schiebt. Die Regelung die man basteln muss muss nichteinmal sehr präzise sein, weil ja ein Ausgleichsstrom von 20 A erlaubt ist. Ich denke mab bräucht zwei Verschaltungen:
1. Man nimmt die verfügbare Leistung der PV (Istleistung oder andere Quelle) und stellt damit den PWM in der Ladebox ein. Lt. Norm muss das Fahrzeug innerhalb 5s auf eine dynamische Leistungsanpassung reagieren, was für eine Wolke am Himmel schnell genug ist.
2. Man misst den die vom Fahrzeug aufgenommene Leistung und begrenzt die Leistunf des PV-Wechselrichters auf diesen Wert.

Mit den erlaubten 20A am Netz kann man diese 2 Grenzen mit einer großen Toleranz ausstatten. D.h. die Mess und Regeltoleranzen sind groß, das Auto kann bei Bedarf mehr als die Eigenerzeugung ziehen oder umgekehrt kann man PV-Überschüsse einspeisen.
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Re: zweiphasige Ladung möglich?

Beitragvon Guy » Do 25. Apr 2013, 17:55

lingley hat geschrieben:
Du wirst legal in D keine Box zu kaufen bekommen die einphasig ohne Tricks mehr laden kann.

Beliebige 22 kW Box nehmen und zwei Phasen via Sicherung abschalten ;)

Wie das mit der zweiphasigen Ladung ist, werden wir also erst herausfinden, wenn das mal jemand absichtlich oder versehentlich testet. Vermutlich ist jedoch wirklich davon auszugehen, dass der ZOE dies als Fehler erkennt und die Ladung unterbricht oder erst gar nicht beginnt. Sonst wäre ja auch der (theoretische) Fall denkbar, dass man beim Ausfall zweier Phasen plötzlich mit 32 A auf der verbliebenen Phase lädt.

Itzi hat geschrieben:
Wenn es der ZOE also kann, dann stünde dem aber nichts im Wege, wenn man Strom einphasig von der PV ins Auto schiebt.
Kann man den Wechselrichtern üblicherweise einen einphasigen Betrieb aufzwingen? Das wäre ja dann eine gute Option. Einen der beiden per Befehl auf einphasig stellen und dann genau mit dieser Leistung laden.

Leider würde das in unserem Fall nicht viel bringen, da Sicherung und Leitung der Wechselrichter auf 16 A ausgelegt sind.
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