Zoe 14A laden an 16A Camping und FI

Chamäleon Lader und Ladeboxen - Themen, die das Laden des Renault ZOE betreffen

Zoe 14A laden an 16A Camping und FI

Beitragvon berti » So 10. Jan 2016, 13:17

Hallo, ich habe Fragen zur Installation der Infrastruktur für 230V laden des Zoe.

Zur Übersicht schildere ich die vorhandenen Installation

- Verteilerkasten abgesichert mit einem 4 poligen TYP A FI (Siemens 5SM1344-6 40A 3+N ).
- Hinter dem FI ist eine blaue 16A CEE blau, Campingsteckdose installiert. Diese ist mit einem 16A LS (Sicherungsautomat /Leitungsschutzschalter) abgesichert

Fragen:
- muss vor dem im Stromkreis zur Campingsteckdose noch ein zusätzlicher FI eingebaut werden? Ich meine nein, weil diese bereits über den vorhandenen FI angeschlossen ist und weil bei 230V FI Typ A ausreicht.
- wei Kodiere ich die Campingsteckdose so, dass der Zoe mit 14A lädt? Mein Plan war die Schukosteckdose im Adapter zu kodieren. Wer kann mir sagen ob und wie so etwas geht?
- falls ich einen zusätzlichen FI einbauen muss, kann mir jemand sagen welcher in Frage käme? Leider weiss ich nicht welcher TYP FI mit dem Ladekabel geliefert wird. Kann mir jemand die genauen Typ und Hersteller des FIs nennen?
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Beitragvon Lokverführer » So 10. Jan 2016, 13:21

Einen weiteren FI benötigst du nicht.
Wie man eine Schuko-Kupplung so modifizieren kann, dass der Renault Notladekabel 14 A freigibt, wurde bereits hier beschrieben.

Alternativ: ICCB mit CEE-Stecker kaufen (rund 400€)
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Re: Zoe 14A laden an 16A Camping und FI

Beitragvon berti » So 10. Jan 2016, 13:39

Lokverführer hat geschrieben:
Einen weiteren FI benötigst du nicht.
Wie man eine Schuko-Kupplung so modifizieren kann, dass der Renault Notladekabel 14 A freigibt, wurde bereits hier beschrieben.

Alternativ: ICCB mit CEE-Stecker kaufen (rund 400€)


Super, danke für die schnelle Antwort. ICCB hab ich mir überlegt, ebenso Wallbox aber die Investition ist es mir nicht wert. Die Installation der 16A Campingsteckdose incl. Adapter auf Schuko hat mich keine 40 Euro Material gekostet Der bestellte Zoe wird unser Zweitauto, die täglich gefahrene Strecke beträgt max. 80Km über Nacht kann geladen werden.
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Re: Zoe 14A laden an 16A Camping und FI

Beitragvon Lokverführer » So 10. Jan 2016, 13:57

Moment... die CEE blau dient einzig und allein dazu den Zoe zu laden?
Warum hast du dann nicht gleich die mitgelieferte Legrand Steckdose montiert? Die ist ja offiziell für die Ladung mit 14 A gedacht. Ein RBCO (Kombination FI/LSS) ist ebenfalls dabei, so dass man die Steckdose sogar einzeln absichern könnte.
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Re: Zoe 14A laden an 16A Camping und FI

Beitragvon berti » So 10. Jan 2016, 14:51

Lokverführer hat geschrieben:
Moment... die CEE blau dient einzig und allein dazu den Zoe zu laden?
Warum hast du dann nicht gleich die mitgelieferte Legrand Steckdose montiert? Die ist ja offiziell für die Ladung mit 14 A gedacht. Ein RBCO (Kombination FI/LSS) ist ebenfalls dabei, so dass man die Steckdose sogar einzeln absichern könnte.


Nicht ganz, ab und zu wird noch ein Staubsauger oder mal ein Werkzeug oder eine Lampe angeschlossen. Die Kabeltrommel entfällt. Es gibt aber auch noch andere Gründe die für diese Lösung sprechen:

- wir haben 2 offene Stellplätze in einer größeren Tiefgarage, d.h. jeder kann theoretisch die Steckdosen benutzen. Es gibt sonst nirgends eine Schukosteckdose. Ich möchte verhindern, dass jemand auf die Idee kommt mal hier einzustecken.
- Jeder Stellplatz braucht eine Lösung, weil der Zoe auf beiden geparkt werden kann.
- die Stellplätze sind etwa 30 m voneinander entfernt, also reicht 1 Steckdose nicht.
- CEE Blau kann bis 16A, es scheint mir die robustere Lösung zu sein als Schuko.
- die Legrand Steckdose habe ich noch nicht. Das Auto und das Ladekabel wird erst im Februar geliefert.

Was mir mehr Sorge macht ist die Effizienz beim Laden auf dem entfernten Stellplatz. Die Leitungslänge von der Verteilung beträgt 33m. Ich frage mich was da von der gesamten Energiemenge wohl im Zoe ankommen wird?
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Re: Zoe 14A laden an 16A Camping und FI

Beitragvon tango » So 10. Jan 2016, 15:39

Das ICCB von Renault, das oft (aber nicht immer) mit der ZOE mitgeliefert wird, hat im Stecker einen REED-Kontakt, der durch einen in der ggf. ebenfalls mitgelieferten Legrand-Steckdose eingebauten Magneten ausgelöst wird. Erst dann zieht der Renault-ICCB statt 10 A die 14 A und hat eine etwas kleinere Blindleistung (die man aber nicht als Energielieferung bezahlen muss). Diese Lösung funktioniert zwar einigermaßen gut, ist aber alles andere als ein Industriestandard, sondern eine völlig proprietäre Hersteller-Lösung!

Ein Umbau des Renault-ICCB auf den blauen CEE-Stecker ist ziemlich unzweckmäßig. Erstens verliert man die Gewährleistung, zweitens müsste man die Leitung zum ehemaligen REED-Kontakt (der ja im abgeschnittenen Schukostecker war) überbrücken, damit der ICCB auch wieder die 14A zieht. Und dann braucht man noch auf jeden Fall ein Adapterkabel von CEE-Blau auf Schuko, damit man auch mal wieder an einer normalen Steckdose laden kann. Dann funktioniert aber die Umschaltung auf die 10A nicht mehr und man muss wissen, was man der Steckdose zumutet...

Ich würde für Deine Ladesituation folgendes vorschlagen: versuche den ICCB gar nicht erst von Renault zu übernehmen, sondern gleich zu stornieren. Kauf Dir lieber einen NRGkick mit den Adapterkabeln. Dann kannst Du mit 1x230V 10A bis 3x230V 32A alles laden.

Die Idee mit der CEE-Dose am Stellplatz zur Verhinderung der unerwünschten Stromentnahme ist ok. Als Installationskabel vom Sicherungskasten bis zur Steckdose solltest Du mindestens 3x2,5 mm² ggf. in Wetterfester/Erdkabel-Ausführung installieren lassen, dann hält sich der Spannungsabfall in erträglichen Grenzen. Die Details sollte der Elektriker Deines Vertrauens eigentlich beherrschen. Vielleicht lässt Du auch gleich 5x6 mm² Drehstromkabel verlegen, damit Du später doch nochmal eine Wallbox installieren kannst. Das Kabel ist im Verhältnis zu den Verlegekosten meist nicht dominant teuer.
Gruß

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Re: Zoe 14A laden an 16A Camping und FI

Beitragvon berti » So 10. Jan 2016, 16:34

tango hat geschrieben:
Das ICCB von Renault, das oft (aber nicht immer) mit der ZOE mitgeliefert wird, hat im Stecker einen REED-Kontakt, der durch einen in der ggf. ebenfalls mitgelieferten Legrand-Steckdose eingebauten Magneten ausgelöst wird. Erst dann zieht der Renault-ICCB statt 10 A die 14 A und hat eine etwas kleinere Blindleistung (die man aber nicht als Energielieferung bezahlen muss). Diese Lösung funktioniert zwar einigermaßen gut, ist aber alles andere als ein Industriestandard, sondern eine völlig proprietäre Hersteller-Lösung!


Stimmt!

tango hat geschrieben:
Ein Umbau des Renault-ICCB auf den blauen CEE-Stecker ist ziemlich unzweckmäßig. Erstens verliert man die Gewährleistung, zweitens müsste man die Leitung zum ehemaligen REED-Kontakt (der ja im abgeschnittenen Schukostecker war) überbrücken, damit der ICCB auch wieder die 14A zieht. Und dann braucht man noch auf jeden Fall ein Adapterkabel von CEE-Blau auf Schuko, damit man auch mal wieder an einer normalen Steckdose laden kann. Dann funktioniert aber die Umschaltung auf die 10A nicht mehr und man muss wissen, was man der Steckdose zumutet...

Ja, das ist eine Möglichkeit. Man kann die 14A aber auch mit Magneten bei der Schuko-Kupplung auf CEE 16A blau lösen. Das sollte ganz einfach gehen.

tango hat geschrieben:
Ich würde für Deine Ladesituation folgendes vorschlagen: versuche den ICCB gar nicht erst von Renault zu übernehmen, sondern gleich zu stornieren. Kauf Dir lieber einen NRGkick mit den Adapterkabeln. Dann kannst Du mit 1x230V 10A bis 3x230V 32A alles laden.


Gute Idee, ich werde versuchen zu stornieren.

tango hat geschrieben:
Die Idee mit der CEE-Dose am Stellplatz zur Verhinderung der unerwünschten Stromentnahme ist ok. Als Installationskabel vom Sicherungskasten bis zur Steckdose solltest Du mindestens 3x2,5 mm² ggf. in Wetterfester/Erdkabel-Ausführung installieren lassen, dann hält sich der Spannungsabfall in erträglichen Grenzen. Die Details sollte der Elektriker Deines Vertrauens eigentlich beherrschen. Vielleicht lässt Du auch gleich 5x6 mm² Drehstromkabel verlegen, damit Du später doch nochmal eine Wallbox installieren kannst. Das Kabel ist im Verhältnis zu den Verlegekosten meist nicht dominant teuer.


5 x 6 mm wäre eine Überlegung wert. Leitungsverluste wären geringer als beim 3x2.5mm.

Danke für die Tips!
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Re: Zoe 14A laden an 16A Camping und FI

Beitragvon Lokverführer » So 10. Jan 2016, 16:46

Das Notladekabel kann nicht abbestellt werden, da es Serienausstattung ist. Die Händler haben keine Möglichkeit das herauszunehmen (gegen Gutschrift). Das ging nur früher als im Kaufpreis des Zoe die Wallbox enthalten war, diese konnte man abbestellen und bekam 1xxx € heraus.

Wenn du die Möglichkeit hast, mit Drehstrom zu laden, würde ich das auch in Angriff nehmen (CEE rot). Einen Adapter auf Schuko kann man da genauso basteln für den Staubsauger. Der Zoe lädt daran schon effizienter.

Der NRG Kick polarisiert hier im Forum etwas. Ich persönlich gehöre zu denen die ihn einfach zu teuer finden.
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Re: Zoe 14A laden an 16A Camping und FI

Beitragvon tango » So 10. Jan 2016, 17:46

Ich bin mit NRGkick nicht verwandt und nicht verschwägert, habe nichtmal selbst einen (weil ich eine selbstgebaute Wallbox mit ähnlichem Funktionsumfang habe). Es gibt sicher einige, die das Teil zu teuer finden, das kann ich nach der aktuellen Lage der Teilepreise (vor allem FI, Kabel und Stecker) aber nicht bestätigen, der Preis ist aus meiner Sicht und auch im Vergleich zu anderen Lösungen sehr gerechtfertigt. Was als Kritik immer mal wieder gebracht wird ist, dass das Ding nicht völlig Idiotensicher ist. Durch das Adaptersystem mit den Standard-CEE-Steckern ist es im Prinzip möglich, zu viel Leistung aus einer zu kleinen Steckdose zu entnehmen und damit den LS auszulösen. Damit kann man sich zwar selbst ein Bein stellen, aber bei fachgerechter Elektroinstallation keinen weiteren Schaden auslösen. Es gibt Alternativvorschläge, die ein kodiertes Steckersystem verwenden und dadurch sicherstellen, dass bei einem kleineren Stecker (16A oder Schuko) auch nur weniger Strom gezogen wird. Das hat das NRGkick nicht! Schönes Beispiel ist das Tesla-Kabel, dass das hat und auch noch sehr hübsch ausschaut. Kann man leider nicht kaufen und funktioniert glaube ich auch nicht mit einer ZOE.

Die Reedkontakt-Geschichte bei einem blauen CEE Stecker abzubilden macht keinen Sinn, weil der ja per Definition 16A abkönnen sollte. Wenn man nix am Kabel ändern wollte, müsste man einen Adapter von Schuko-Buchse auf CCE-Blau-Stecker machen. Und dann in die Schuko-Buchse den Magneten reinfummeln. Aber ACHTUNG: das ist da doch ganz schön eng, man braucht einen ziemlich starken Magneten und man kann sich da recht leicht einen sehr veritablen Kurzschluss basteln (ja, ich hab das schon geschafft, dann werden das andere auch hinkriegen :oops: ).

Leider wird man den Renault-ICCB kaum verkauft bekommen. Ich habe meinen als reines Notladekabel im Auto liegen und mir mit der dollen Magnet-Steckdose ein kräftiges Verlängerungskabel gebaut. Das kann ich aber nur einsetzen, wenn die liefernde Steckdose für die Zeit der Ladung robust genug ist.
Gruß

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