Wie man am sichersten den Zoe-Lader abschiesst.

Chamäleon Lader und Ladeboxen - Themen, die das Laden des Renault ZOE betreffen

Re: Wie man am sichersten den Zoe-Lader abschiesst.

Beitragvon Elektrofan » Do 27. Aug 2015, 14:11

Hallo Flow2702!

Gratulation zu Deinem Projekt! Wie ich aus den nachfolgenden Beiträgen erfahren konnte, hast Du - zusammen mit Deinem Elektriker - intensive Gedanken über den Aufabu der elektrischen Anlage gemacht!
Dass ich in einem offenen Forum auf eine elektrotechnische Fachkraft hinweisen muß liegt am österreichischen Elektrotechnikgesetz (das für mich gilt) - also ein rein rechtlicher Aspekt (kein persönlicher).
Auch die Beiträge der anderen Forumsmitglieder sind sehr interessant und haben die Diskussion deutlich belebt. Besonders der Hinweis auf die getrennte Absicherung des Controllers ist sehr wertvoll.

Ich möchte nur ein paar Denkanstöße zur elektrotechnischen Planung geben:
Mein ZOE (BJ 11/2013) hatte beim Laden folgende Eigenschaften: Bei 11kW vorgegebener Nennanschlußleistung hat der Lader tatsächlich nur 8,1kW Wirkleistung aufgenommen, die Leitung aber mit über 3x16A belastet. Das kam durch einen hohen Blindleistungsanteil - verursacht durch den im ZOE eingebauten Lader - zustande. Bei 22kW war die Strombelastung an die 3x32A mit einem kleinen Blindleistungsanteil. Das wurde erst behoben, als ich nach monatelangem Kampf mit Renault einen Ladertausch durchsetzen konnte.
Ich würde also einmal die tatsächliche Strombelastung des ZOE mit einem Zangenamperemeter messen. Bei zur Verfügung stellen des Anschlusses an andere E-Mobilisten würde ich mit allen möglichen Überaschungen rechnen.
Leitungsschutzschalter der Kennlinie B würde ich im Leistungskreis nicht einsetzen (verkraften einen 5-fachen I-nenn Anlaufstrom), sondern zumindest eine C-Kennlinie (10-facher Anlaufstrom). Renault schreibt eine D-Kennlinie vor (20-facher Anlaufstrom), was aber meines Erachtens völlig überdimensioniert ist.
Selektivität ist ein Thema für den Kurzschlussfall. (Auch plombierte Sicherungen werden (ev. gegen Entgelt) im Auslösefall getauscht). Bei reiner Überlast löst nur die direkt vorgeschaltene Sicherung aus. Bei Anbieten von Fremdladung sollte man jedoch umsichtig sein, da man ja eine Haftung für etwaige Personen- oder Sachschäden eingehen kann (Auch wenn jetzt einige Forumsmitglieder aufschreien - im Falle eines Elektrounfalles kommt es zu einer Untersuchung und die Haftungsfrage wird auf jeden Fall behandelt).

Aber ich will nicht den Teufel an die Wand malen, sondern wünsche viel Spaß und ein bequemes Laden mit der Elektroinstallation!
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Re: Wie man am sichersten den Zoe-Lader abschiesst.

Beitragvon Berndte » Do 27. Aug 2015, 17:57

B Automat reicht völlig aus, der Zoe fährt den Ladestrom langsam (2-3 Sekunden) hoch.
Einen Anlaufstrom gibt es nicht. C Automat kann man aber auch machen, kostet auch nicht viel mehr.

Der Blindstrom ist immer bei maximal 16A egal wie hoch die Wirkleistung ist.
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Re: Wie man am sichersten den Zoe-Lader abschiesst.

Beitragvon novalek » Do 27. Aug 2015, 19:09

flow2702 hat geschrieben:
ich mache nur Dinge selbst, bei denen ich weiß, was ich tue.
Sympathie - Vorbildliche Abhandlung.

Für mich geheimnisvoll bleibt immer noch die Frage, warum in der Original-Mennekes-Ladestation ein Last- sowie ein Hilfsschütz gleicher Spezifikation verwendet wird, um 3 Phasen plus N zu schalten.
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Re: Wie man am sichersten den Zoe-Lader abschiesst.

Beitragvon eDEVIL » Do 27. Aug 2015, 19:22

Ot: 10kwel wp ist zu klein??? Wievel qm werden damit beheizt?
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Re: Wie man am sichersten den Zoe-Lader abschiesst.

Beitragvon Alex1 » Do 27. Aug 2015, 19:52

eDEVIL hat geschrieben:
Ot: 10kwel wp ist zu klein??? Wievel qm werden damit beheizt?
Und wie sind Deine Wände gedämmt?
Herzliche Grüße
Alex
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Re: Wie man am sichersten den Zoe-Lader abschiesst.

Beitragvon flow2702 » Do 27. Aug 2015, 22:11

OT Wärmepumpe:
Die 10 kW sind die maximale Leistungsaufnahme laut Datenblatt.
Die thermische Leistung (also die reine WP-Leistung) liegt natürlich drunter, bei 2,1 kW. Die Hütte (gut gedämmt, aber relativ viel Fläche, 170 m²) hat eine Heizlast von ca. 6 kW. Finde den Fehler.
Ab ca. 5° (plus!) springen die elektrischen Zusatzheizstäbe an, und wir heizen mit Strom. Eine richtig sinnvolle und bezahlbare Lösung ist mir noch nicht eingefallen (wir haben das Haus vor einem Jahr gekauft).
Das hatte ich schon wieder verdrängt, als ich den Vertrag für den Zoe unterschrieben habe. Ich bin damit zu fast 100% dem Strompreis ausgeliefert - Diversifizierung sieht anders aus. Naja, wird schon.
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Re: Wie man am sichersten den Zoe-Lader abschiesst.

Beitragvon eDEVIL » Do 27. Aug 2015, 22:22

OT Wärmepumpe:

Ich denke Du hats da etwas verwechselt. Eine Wärmepumpe, die mehr el. Leistung hat, als Wärmeleistung wäre schwachsinn. Dann kann man mit einem Heizstab effizienter und preisgüsntiger heizen :mrgreen:

Die 10 kw th sind natürlich bei einer scheinbar Luftwärmepumpe nur unter optimalen bedinungen zur erreichen. Wir haben heir ein 12KW Model, welches 3,6KW el (leider einphasig) unter optimalen bedingungen bringen kann. Da müssen dann Außentemp. und Vorlauftemperatur gut zusammen passen.
Oder istd a setwa so eine Abluft-wp z.B. von Nibe? :o :shock:
Also 10KW el. inkl. Heizstab und 1KW el und 2KW th für die WP an sich oO

Heizstäbe ab +5° AT sind schon heftig. Ich habe bewu0ßt eine ohen Heizstab genommen, was das im Feb 2012 zu problem wurde, da wir den pelletkessel noch nicht hatten und die LWp wg. -20°C AT auf störung ging und sich nicht selbst wieder einschaltete. Sehr schöne Eiszapfen aus den Kupferrohren... :geek: :evil:

Ich denke, das es ein spannendes Thema sein kann und shclage vor, das Du zu der Situation mal einen neuen Thread unter Off-Topic / Stammtisch eröffnest.

Hier sind einige Leute versammelt, die da hiflreich sein können ;) Am besten alle infos wie Vorlautemp, modell der wp etc mit posten.

Soviel Vorab monovalent bzw. Bivalent mit heizstab ist bei LWP schon eine spanndes Sache. in milden wintern paßt das und wenn es richtig kalt wird, rotiert der zähler extrem.
Bei uns ist das bei 18 KW heizlast nicht machbar, aber für die übergnagszeit paßt es gut, da der pelletkessel wzar modulieren kann, aber der wirkunsgrad im taktbetrieb lausig ist. So ein holz-verbrennunsgkessel muß durchlaufen.
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Re: Wie man am sichersten den Zoe-Lader abschiesst.

Beitragvon Alex1 » Do 27. Aug 2015, 22:24

Äähhhmm, meines Wissens nach zeichnet sich eine WP gerade dadurch aus, dass die Wellenleistung/Eintrittsleistung vervielfacht wird. Die Leistungsziffer, also der Quotient aus Heizleistung und Wellenleistung, liegt ja nach Umständen leicht bei 4 oder 5, dh 40 oder 50 kW Heizleistung bei 10 kW Wellenleistung.

Ich denke, Du hast einfach die Leistungen verwechselt: 2,1 kW Wellenleistung und 10 kW Heizleistung passen schon :D

Für unser Haus reicht eine 11-kW-Brennwertheizung locker :mrgreen:

Falls Du echten(!) Ökostrom beziehst, sieht die Sache schon viel besser aus. Aber bitte nur die wirklich Zeitgleichen: https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96kostrom#Zeitgleich
Herzliche Grüße
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Re: Wie man am sichersten den Zoe-Lader abschiesst.

Beitragvon mikemitbike » So 20. Sep 2015, 18:05

Zum eigentlichen Thema kann ich seit heute (unfreiwillig) folgendes berichten: Unter folgenden Bedingungen nimmt das Ladegerät des Zoe KEINEN Schaden:
Motorsteuerung/Ladegerät: Q210 (EZ 04-2015)
Ladeadapter: Betterman-Box
ausgefallene: Phase L2

Es ist tatsächlich die Vorsicherung der Phase L2 durchgerannt. FI und Sicherungsautomaten im Schaltschrank haben NICHT ausgelöst. Der FI der Bettermann-Box hat beim erneuten Starten der Ladung ausgelöst und somit möglicherweise schlimmeres verhindert. Der FI fiel in diesem Fall in dem Moment in dem der ZOE die Phasen geprüft hat (noch kein Zirpen des Ladegerätes).
Nach Tausch der Vorsicherung funktioniert nun wieder alles ganz normal.
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Re: Wie man am sichersten den Zoe-Lader abschiesst.

Beitragvon eDEVIL » So 20. Sep 2015, 19:03

Glück gehabt. Was für einee Vorsicherung ist das denn, das nicht alle drei Phasen getrennt wurden?
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