Welche Wallbox in heimischer Garage?

Chamäleon Lader und Ladeboxen - Themen, die das Laden des Renault ZOE betreffen

Re: Welche Wallbox in heimischer Garage?

Beitragvon umberto » Di 1. Mär 2016, 23:34

In ICCBs sind "Software"-DC-Abschalteinrichtungen lt. Norm aber erlaubt.

Gruss
Umbi
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Re: Welche Wallbox in heimischer Garage?

Beitragvon Berndte » Di 1. Mär 2016, 23:37

Der Hersteller hüllt sich in Schweigen.
Ich stehe auch in sehr direktem Kontakt zu Phoenix... die haben auch solch einen FI fertig vorliegen für ihre Ladesteuerung, bekommen dafür aber in Deutschland keine Zulassung (Segen des VDE). Hauptsächlich will Phoenix davon weg kommen, dass ein FI "fallen" kann und ein Servicemitarbeiter dann zur Säule muss und hier den FI wieder reindrücken. Ja, es gibt automatische oder fernsteuerbare Wiedereinschalter, aber die kosten auch richtig Kohle!

Fragt doch einmal selber direkt bei NRGkick an, ob diese Ladesteuerung an einer "normalen CEE Steckdose" mit vorgeschaltetem FI Typ A in Deutschland zugelassen ist. Bis jetzt gab es auf diese Frage keine Antwort.
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Re: Welche Wallbox in heimischer Garage?

Beitragvon eW4tler » Di 1. Mär 2016, 23:41

BED hat geschrieben:
Spannend finde ich das Schaubild mit den beiden Wallboxen (die beide jeweils einen FI A EV besitzen): hier wird ein FI B empfohlen wegen der Gefahr der Aufsummierung der Fehlerströme(?). Unschön. Da ich eigentlich langfristig zwei Wallboxen über EINEN FI A EV in der Verteilung absichern wollte...
Du interpretierst da zuviel hinein. Da muss man schon ein bisschen Elektrotechnik verstehen. Die unteren Schaubilder sind für ein TT-Netz. Das hast seine Verbreitung eher in Frankreich. Gibt aber auch in DE vereinzelt welche. Üblicher ist das TN-Netz.

https://de.wikipedia.org/wiki/TT-System
https://de.wikipedia.org/wiki/TN-System

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Re: Welche Wallbox in heimischer Garage?

Beitragvon Karlsson » Mi 2. Mär 2016, 00:05

eW4tler hat geschrieben:
Karlsson hat geschrieben:
Verstehe ich nicht...wenn man da die beiden EV weglässt und nur den B nimmt - reicht das nicht?
Keine Sparefroh-Mist machen! JEDER Ladepunkt EIN FI und EIN LS (Leistungsschutzschalter)!

Und die technische Begründung dazu?
Ich verstehe den Sinn halt nicht.
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Re: Welche Wallbox in heimischer Garage?

Beitragvon eW4tler » Mi 2. Mär 2016, 00:44

Karlsson hat geschrieben:
Und die technische Begründung dazu?
Weil es die Norm DIN VDE 0100-722 und Empfehlungen so sagen! Aber das ist dir wohl als Antwort zu wenig? ;-)

Gut überlegen wir mal logisch:
LS - Leistungsschutzschalter
Du hast 2x 11kW Ladeboxen und willst sparen....in der Zuleitung nur 1x 22kW. Da die Box aber von einer "normalen" Installation ausgeht und 11kW vorschreibt, ist die intern nur für 11kW ausgelegt. (Kabelquerschnitte). Die jeweils einzelne Box wäre damit FALSCH abgesichert. In einem Fehlerfall könnten die internen Drähte (nur auf 11kW ausgelegt) verschmoren und der LS (22kW) löst noch nicht aus. => grob fahrlässig, schließt dir keiner so an!


FI - zwei einfache Beispiele zum Verständnis:
1) Usability
Du lädst über Nacht zwei Autos. Aus irgendeinem Grund löst der FI aus. In der Früh sind beide Autos NICHT geladen. Überraschung und Ärger groß!

2) Fehler-Summenstrom
Auto1 erzeugt eine Fehlergleichstrom von 20mA - einzeln betrachtet Ok, da TypB erst bei 30mA auslöst.
Auto2 erzeugt eine Fehlergleichstrom von 15mA - einzeln betrachtet Ok, da TypB erst bei 30mA auslöst.
Lade beide Autos gleichzeitig - Summe der Fehlergleichströme 35mA....und schon wieder ist es finster....beide Autos NICHT geladen. Überraschung und Ärger groß!

Vernünftig und ordentlich machen...keinen Pfusch....OkeToke?

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Re: Welche Wallbox in heimischer Garage?

Beitragvon Volker.Berlin » Mi 2. Mär 2016, 08:52

Wahnsinn. Und wieder ist ein harmlos erscheinender Thread unrettbar in eine FI-Debatte abgerutscht.
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Re: Welche Wallbox in heimischer Garage?

Beitragvon sensai » Mi 2. Mär 2016, 09:32

Volker.Berlin hat geschrieben:
Wahnsinn. Und wieder ist ein harmlos erscheinender Thread unrettbar in eine FI-Debatte abgerutscht.


solche und ähnliche Threads haben mich und meinem Hauselektriker, kurz vor dem Kauf meines Autos fast
in die Verzweiflung getrieben. Kurzzeitig schon an die Stornierung von dem Auftrag gedacht......

Nur mit der Hilfe von einem Experten in der Installation von Ladestationen konnte ich diesen Wirrwarr an
Informationen für einen Laien wieder entknoten.

In Wirklich wars dann eigentlich ganz einfach.
Eine bestehende Hausinstallation von einem Neubau mit 25 A im Haupteingang.
Eigener Sicherungskasten im Nebengebäude wo sich bereits drei CCE 16 Dosen befunden haben.
In diesem Kasten war bereits (gemäß Ö-Norm) ein TYP B FI verbaut.
Einfach eine direkte Leitung von diesem FI durch die Wand ins Freie und dort meine zusätzliche CCE 16 Rot Dose
installiert. Ein weiterer LS sowie einen Zähler dazwischen. Keine 2 Stunden später war alles fertig.
Ganz ohne Aufregung.

Dort steckt jetzt meine NRGKick und damit lade ich mein Auto daheim.
Sicher, Problemlos und Fehlerfrei.

Fertig,

also an alle die hier Mitlesen und sich die Anschaffung von einem Elektro Auto überlegen,
lasst euch nicht verwirren. Es ist in Wirklichkeit viel einfacher, wie es klingt wenn sich ein paar Experten
über Spitzfindigkeiten unterhalten.
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Re: Welche Wallbox in heimischer Garage?

Beitragvon Berndte » Mi 2. Mär 2016, 09:53

sensai hat geschrieben:
....Es ist in Wirklichkeit viel einfacher, wie es klingt wenn sich ein paar Experten
über Spitzfindigkeiten unterhalten.

Es ist auch eigentlich ganz einfach, wenn jedoch Laien sich zu dem Thema äußern und in den entsprechenden Normen und Gesetzen einen Interpretationsspielraum sehen, wo einfach keiner ist.
Und es benötigt auch keinen ausgewiesenen "Ladestationsfachmann" sondern einfach einen engagierten Elektriker, welcher auch mal in die Vorschriften und Normen reinsehen kann. Meine Erfahrung ist dahingehend, dass der "gemeine Dorfelektriker" es gerade noch schafft einen E-Herd anzuschließen. Klar gibt es hier auch löbliche Ausnahmen!
Ca. 20% aller bis jetzt installierten Crowdfunding-Ladeboxen scheiterten beim ersten Versuch durch den Anschluss des Elektrikers... das ist erschreckend! Deshalb halte ich jetzt unbedingt telefonische Rücksprache mit dem Installateur oder schließe die Boxen gleich selber an.
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Re: Welche Wallbox in heimischer Garage?

Beitragvon Karlsson » Mi 2. Mär 2016, 19:45

eW4tler hat geschrieben:
Weil es die Norm DIN VDE 0100-722 und Empfehlungen so sagen! Aber das ist dir wohl als Antwort zu wenig? ;-)

Ne, das ist eine ordentliche Begründung. Wenn das Vorschrift ist, kann man das zwar immer noch technisch hinterfragen, aber die Antwort ist für die Praxis belanglos.

eW4tler hat geschrieben:
In einem Fehlerfall könnten die internen Drähte (nur auf 11kW ausgelegt) verschmoren und der LS (22kW) löst noch nicht aus. => grob fahrlässig, schließt dir keiner so an!

Ist logisch, muss man halt mit 16A einzeln absichern. Sagt über den FI aber ja wieder noch nichts.

eW4tler hat geschrieben:
1) Usability
Du lädst über Nacht zwei Autos. Aus irgendeinem Grund löst der FI aus. In der Früh sind beide Autos NICHT geladen. Überraschung und Ärger groß!

Aber sicherheitstechnisch irrelevant.

eW4tler hat geschrieben:
2) Fehler-Summenstrom
Auto1 erzeugt eine Fehlergleichstrom von 20mA - einzeln betrachtet Ok, da TypB erst bei 30mA auslöst.
Auto2 erzeugt eine Fehlergleichstrom von 15mA - einzeln betrachtet Ok, da TypB erst bei 30mA auslöst.
Lade beide Autos gleichzeitig - Summe der Fehlergleichströme 35mA....und schon wieder ist es finster....beide Autos NICHT geladen. Überraschung und Ärger groß!

Wieder sicherheitstechnisch irrelevant.

eW4tler hat geschrieben:
Vernünftig und ordentlich machen...keinen Pfusch....OkeToke?

Jupp, bei mir wirds ordentlich :D

Volker.Berlin hat geschrieben:
Wahnsinn. Und wieder ist ein harmlos erscheinender Thread unrettbar in eine FI-Debatte abgerutscht.

Du tust so, als sei das sinnlos. Aber tatsächlich sind ja viele Fragen nirgendwo final geklärt. Es gibt nur viele Diskussionen ohne Ergebnisse. Und 10% der Beiträge haben den Inhalt "schon wieder eine FI-Debatte".

Immerhin bin ich so weit, dass ich mir jetzt eine Meinung bilden konnte und glaube zu wissen, wie ich es richtig mache.

sensai hat geschrieben:
solche und ähnliche Threads haben mich und meinem Hauselektriker, kurz vor dem Kauf meines Autos fast
in die Verzweiflung getrieben.

Total nachvollziehbar. Für den 08/15 Autokäufer kann es das ja wohl nicht sein.
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Re: Welche Wallbox in heimischer Garage?

Beitragvon Volker.Berlin » Mi 2. Mär 2016, 20:02

Karlsson hat geschrieben:
Volker.Berlin hat geschrieben:
Wahnsinn. Und wieder ist ein harmlos erscheinender Thread unrettbar in eine FI-Debatte abgerutscht.

Du tust so, als sei das sinnlos. Aber tatsächlich sind ja viele Fragen nirgendwo final geklärt. Es gibt nur viele Diskussionen ohne Ergebnisse.

Genau das ist der Punkt: Es bringt uns nicht weiter. Insofern tatsächlich, wenn Du es so nennen möchtest, sinnlos. Auf jeden Fall, meiner Meinung nach, entbehrlich. Ein Hinweis auf einen existierenden Thread, um für das Thema zu sensibilisieren, hätte es möglicherweise auch getan.
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