Welche Ladestrategie zuhause?

Chamäleon Lader und Ladeboxen - Themen, die das Laden des Renault ZOE betreffen

Re: Welche Ladestrategie zuhause?

Beitragvon AbRiNgOi » Do 17. Dez 2015, 16:17

Die Norm IEC/DIS 62752.2 ist noch nicht gültig, auch nicht bei uns in Österreich, wenn diese es wird könnte es passen....

http://www.din.de/de/mitwirken/normenausschuesse/naautomobil/nationale-gremien/wdc-proj:din21:165425798

Also im Moment den 3 phasigen Stecker mit FI typ B ausrüsten, dann kann hinten sein was will, und irgendwann, wenn die Norm gültig wird, darfst Du dann überall ran. Klingt doof, ist es auch. Diese Norm funktioniert jetzt genauso gut wie später, an der Technik ändert sich ja nix... Eine verrückte Welt.
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Re: Welche Ladestrategie zuhause?

Beitragvon felix52 » Do 17. Dez 2015, 16:32

Jou,
"Schönen Dank" erst einmal.
Also werde ich den Elektromenschen genau so instruieren für die Installation der 22 kw Steckdose.

"Wenn ich das Alles vorher gewusst hätte...."
Jeder Zweck muß den Zweck haben, etwas zu bezwecken. Bezweckt der Zweck nichts Bezwecktes, so hat der ganze Zweck keinen Zweck und ist somit zwecklos.
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Re: Welche Ladestrategie zuhause?

Beitragvon AbRiNgOi » Do 17. Dez 2015, 16:45

felix52 hat geschrieben:
...
"Wenn ich das Alles vorher gewusst hätte...."


Das mein Auto NOx auswirft und Menschen tötet
Das unser CO2 die Erde Erwärmt und mein Auto ein Verursacher davon ist
Das der Feinstaub meines Autos Lungenkrebs erzeugt
Das der Lärm meines Fahrzeuges Menschen krank macht
Das meine Garage stinkt, wenn ich mit meinem Auto rein fahre
Das Erdöl eine begrenzte Ressource ist, und mein Auto diese hemmungslos verbrennt.
Das zur Erzeugung von Benzin 9kWh Strom pro 100km Benzienerfahrt aufgewendet werden.
Das die Energie in meinem Auto zu 80% Wärme erzeugt statt mich anzutreiben.

Wenn ich das Alles vorher gewusst hätte...

So, und jetzt schrieb noch einmal die Probleme die Du gerne vorher gewusst hättest und setze diese in Relation zu meiner Liste. Warum wir hier so Kleinlich sind? Weil wir niemals einen Stromtoten an einem Elektrofahrzeug sehen wollen, weil dann wird das Problem von einmal größer als die vielen tausend Toten in meiner Liste, und dann, ja dann haben wir alle verloren.

Daher bitte: nicht jammern, sondern zehn mal über-vorsichtig sein, es darf einfach nix passieren. Es geht nicht nur um Dein Leben sonder auch um das Außenbild der Elektromobilität und damit um das Überleben von tausenden....

So, und jetzt Ruhe, baut den blöden FI Typ B oder Typ A-EV ein und gebt eine Ruhe.
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Re: Welche Ladestrategie zuhause?

Beitragvon lingley » Do 17. Dez 2015, 17:03

So, und jetzt Ruhe, baut den blöden FI Typ B oder Typ A-EV ein und gebt eine Ruhe

+100 !!!
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Re: Welche Ladestrategie zuhause?

Beitragvon Berndte » Do 17. Dez 2015, 17:26

Hier wurde ja der Normvorschlag schon mal irgendwo niedergeschrieben, zumindest Auszüge, da man das ja leider immer kostenpflichtig bestellen muss. Im Moment habe ich auch Urlaub und so keinen Zugriff auf den kompletten Text.

FI in Deutschland:
(für Laien erklärt, also von den Fachleuten nicht gleich auf mich einhauen, Liste evtl. nicht vollständig)

- Auslösestrom muss unter 30mA liegen, aber auch nicht zu tief mindestens 15mA bei AC oder gepulstem Gleichstrom muss er zulassen ohne auszulösen (üblich ist die Auslösung bei 80%). DC Auslösung ab 6mA.
- Auslösezeit muss stimmen: Unter 4ms (Amplitude des 50Hz Sinus entsprechend den Vorbeugen des Herzkammerflimmern)
- Widereinschaltsperre: FI muss bewusst quittiert werden und darf zB. nicht durch Stecker raus und wieder rein sich selbst zurückstellen.
- mechanische Zwangsauslösung (kann ich nicht 100% sagen, ob das noch zutrifft, steht aber in der Norm)
- Prüfbarkeit für Laien -> elementar wichtig, damit man nicht alle 6 Monate das Teil einschicken oder einen Elektriker kommen lassen muss
- Kontaktabstand der Strombahnen

In dem neuen Normenvorschlag steht auch drin, dass zwingend ein herkömmlicher FI Typ A vorgeschaltet sein muss!
Ich meine in einen früheren Vorschlag war sogar eine Prüfung des vorgelagerten FI A dabei, der auf Auslösung überwacht werden musste. Mennekes Säulen haben das zB. Serienmässig drin. Ob das jetzt noch drin ist, kann ich nicht sagen, damals waren sogar Schukosteckdosen mit FI Typ B auszurüsten, wenn für Fahrzeugladungen gedacht.
Hier mal was von Phoenix zu ihrem RCM Modul: https://www.phoenixcontact.com/online/p ... 70cbb9a131

Wenn man einer hier in der Nähe ist kann ich den NRGkick ja mal prüfen, ob er zumindest AC und DC Auslösungen nach Norm und Zeit hinbekommt. Leider behält sich der Hersteller ja bei dem Thema sehr bedeckt. Als das Produkt neu war wurde extra mit FI Typ B Funktion geworben, steht jetzt nicht mehr so plakativ.
Fragt doch einmal explizit nach, ob ihr den NRGkick an eurer CEE16 oder CEE32 so in Deutschland ohne jeden vorgeschalteten FI nutzen dürft ;)

Übrigends Mennekes-Partner heißt wohl nur, dass man den Typ2 Stecker samt Kabel bei denen kauft.
Zuletzt geändert von Berndte am Do 17. Dez 2015, 22:51, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Welche Ladestrategie zuhause?

Beitragvon Chauswe » Do 17. Dez 2015, 19:50

Danke Berndte. Nun wird es konkreter, das finde ich gut :-)
Nun habe ich auch Punkte, denen ich nachgehen kann. Ich werde nochmal nachfragen.
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Re: Welche Ladestrategie zuhause?

Beitragvon felix52 » Do 17. Dez 2015, 22:21

Chauswe hat geschrieben:
Danke Berndte. Nun wird es konkreter, das finde ich gut :-)
Nun habe ich auch Punkte, denen ich nachgehen kann. Ich werde nochmal nachfragen.


Ich schliesse mich Deinem Urteil noch einmal explizid an und deshalb auch von mir ein klares
"DANKE" an Berndte. :)

Dafür ist ein solches Forum doch da, oder?
Um die Unwissenden zu Wissenden zu machen!

Meine Schlussfolgerung:
Es bleibt bei der NRGKick und es kommt zusätzlich ein "FI-B" in die Zuleitung.

E-Mobilität hat sicherlich langfristig auch Sparpotenzial. Aber kurzfristig ist es erst
einmal teuer. Aber eben auch total geil wie etwa Motorrad, Segeln, Autocross oder
Wohnmobil.

Und so ist das halt. Ich bin neu hier. Halte mich deshalb an die Design-Vorschläge von z. B. STEN,
lasse mich gerne von novalek belehren und danke Berndte dafür, dass er so geduldig letztendlich
gesagt hat, was man tun müsste!

Ich habe viel gelesen hier, aber schnell gelernt. Und viel Zeit eingespart.

Warum habe ich eigentlich das Gefühl, dass Wenige hier lieber unter sich bleiben würden? :?

Und jetzt muss ich erst einmal heraus bekommen, wie man hier in der Garage seine Zoé auch mit
Foto einstellen kann.

A guts Nächtle
Felix52 ;)
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Re: Welche Ladestrategie zuhause?

Beitragvon felix52 » Do 17. Dez 2015, 22:40

AbRiNgOi hat geschrieben:
felix52 hat geschrieben:
...
"Wenn ich das Alles vorher gewusst hätte...."


So, und jetzt schrieb noch einmal die Probleme die Du gerne vorher gewusst hättest und setze diese in Relation zu meiner Liste. Warum wir hier so Kleinlich sind? Weil wir niemals einen Stromtoten an einem Elektrofahrzeug sehen wollen, weil dann wird das Problem von einmal größer als die vielen tausend Toten in meiner Liste, und dann, ja dann haben wir alle verloren.

Daher bitte: nicht jammern, sondern zehn mal über-vorsichtig sein, es darf einfach nix passieren. Es geht nicht nur um Dein Leben sonder auch um das Außenbild der Elektromobilität und damit um das Überleben von tausenden....


Nix da!
Um das, was Du aufgelistet hast, ging es doch garnicht!
Sondern genau um das, was Du hier anmahnst!
Die Zoé wird im täglichen Modus von jungen Mitarbeiterinnen gebraucht.
Und ja!
Genau darum mache ich mir Sorgen. Die Mädels sollen sich beruhigt an den Ladestecker trauen.
;)
Und dafür tragen ich und die Berufsgenossenschaft die Verantwortung. :wink:

Ich stimme Dir insofern als Newbie völlig zu und bedanke mich. :)
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Re: Welche Ladestrategie zuhause?

Beitragvon novalek » Fr 18. Dez 2015, 11:58

felix52 hat geschrieben:
Die Zoé wird im täglichen Modus von jungen Mitarbeiterinnen gebraucht.
Und ja!
Genau darum mache ich mir Sorgen.

Genau - darum geht es - und genau deshalb sollte eine externe Ladebox niemals in "fremde" Hände gegeben werden, außer es ist eine Schuko-Original-Hersteller-Kombi, wo rein garnichts verändert werden kann oder natürlich ein simples Typ2-Ladekabel.

Wenn man auf das Fürsorgerecht abhebt - ich kenne keine externe Ladebox mit offiziell zertifiziertem CE-Kennzeichen.

Es gibt aber viele Vertreter, der Basta-Fraktion, wie im richtigen Leben.
R90/16
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Re: Welche Ladestrategie zuhause?

Beitragvon rolandk » Fr 18. Dez 2015, 14:32

felix52 hat geschrieben:
Meine Schlussfolgerung:
Es bleibt bei der NRGKick und es kommt zusätzlich ein "FI-B" in die Zuleitung.


Hätte man zu Ende gedacht, dann hätte man also auch die Ladetechnik für kleineres Geld gehabt.

Übrigens, auch das sollte man bedenken: Beim Laden eines Fahrzeugs im Bereich >11kW fließen jetzt langfristig so hohe Ströme, wie es bisher im privaten Bereich nicht der Fall war.

Es macht schon einen Unterschied, ob man einen kurzen Einschaltimpuls über 32A auf einer Phase hat, oder ob man mit >32A auf 3 Phasen über 30 Minuten die Infrastruktur belastet.

Und die sollte auch dafür ausgelegt sein.

Gruss
Roland
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