Welche Basisausstattung Ladeequipment?

Chamäleon Lader und Ladeboxen - Themen, die das Laden des Renault ZOE betreffen

Re: Welche Basisausstattung Ladeequipment?

Beitragvon tyman » Di 19. Nov 2013, 12:10

Folks,
ich habe jetzt in der Bucht folgendes erstanden:
- Döpke DFS 4 B NK 63A 0,03A FI Typ B, 146,- Euro (--> nochmals der Hinweis, dass es keine Vorschrift für den Einbau eines solchen Schutzes gibt - aber: sicher ist sicher)
- Doepke Leitungsschutzschalter DLS 6H C32-3 6KA, 30,- Euro
- SWISSNOX SX-120A Drehstromzähler, 40,- Euro

Kabel (10m mit entsprechender Dicke): kommt vom Schwager
:-)

Installation: durch den Schwager
:-)

Wallbox: noch nicht entgültig entschieden - wahrscheinlich: Wandladestation wallb-e.com "eco"
(599,- für 22KW inkl. 4m Kabel)
--> Bin im Kontakt, ob es die Station auch mit einem längeren Kabel geben kann. 4m ist doch recht knapp.

Gruß

Olaf
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Re: Welche Basisausstattung Ladeequipment?

Beitragvon ZOES » Di 19. Nov 2013, 12:57

Elektrolurch hat geschrieben:
Wieso ist eingentlich so ein Fi-Schalter so teuer? Sind die aus Gold oder sowas?

Das wüsste ich auch gerne... muss mal nachsehen, was die für Großkunden so kosten.
Elektrolurch hat geschrieben:
Für minimale Kosten käme ich also mit einer installierten CEE 32 A und einer wallb-e.com -to go- hin?

Wenn du unterwegs nicht nur auf feste Ladesäulen angewiesen sein willst, ja. Das hängt halt stark von der individuellen Nutzung ab: Wohnst du in einer Gegend, in der es viele Ladesäulen gibt (für 1000 EUR kann man dort verdammt viel laden)? Willst du mit der Zoe in den Urlaub fahren? Gibt es da eine passendes Unterkunft mit Ladestation?... Wenn du keine mobile Lösung benötigst, nimm die günstigste stationäre, die deinen Ansprüchen (22 oder 11 kW) genügt.
Elektrolurch hat geschrieben:
Muss ich dann die Box mit integriertem Fi nehmen und wenn ja, A oder B?

Für die Zoe muss es Typ B sein.
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Re: Welche Basisausstattung Ladeequipment?

Beitragvon Elektrolurch » Di 19. Nov 2013, 14:31

ZOES hat geschrieben:
Für die Zoe muss es Typ B sein.


Nehmen wir mal an, ich kaufe eine wallb-e.com -to go- in der Basisversion, also ohne Fi. Jetzt bin ich unterwegs und strande auf einem Bauernhof. Kann ich die Box dann einfach und ohne Bedenken in eine CEE 32 A einstöpseln und laden? Wahrscheinlich weiß ja auch der Bauer nicht immer, was da auf seiner Seite an Schutz verbaut ist.
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Re: Welche Basisausstattung Ladeequipment?

Beitragvon mlie » Di 19. Nov 2013, 15:20

Der FI schützt immer nur dann, wenn ein Fehler passieren sollte. Also WENN deine ZOE tatsächlich einen Isofehler haben SOLLTE, kann MÖGLICHERWEISE ein Gleichfehlerstrom entstehen. Und in genau diesem Fall wird ein FI Typ A blind, er löst nicht aus, auch nicht, wenn parallel ein "normaler" Fehlerstrom auftritt.

Da an Wallboxen grundsätzlich mit Gleichfehlerströmen gerechnet werden muss, ist für fachgerechte Erichtung der FI Typ B vorgeschrieben. Natürlich geht der ZOE nicht sofort kaputt, aber wenn doch und der Bauer hängt tot daneben, fragt der Staatsanwalt erstmal, warum deine mobile Wallbox nicht den notwendigen Schutz hat. Kein FI=Vorsatz, FI Typ B, aber defekt=Pech.
Das thema wird erst in ein paar Jahren interessant, wenn die ersten Alterungserscheinungen kommen. Momentan also eher nicht.

Viele Vorschriften der VDE sind auf Sicherheit ausgelegt, nicht auf Bequemlichkeit oder möglichst günstige Kosten. Sollte es an den wenigen Euro für den FI haken, eben nur einphasig anklemmen, da tuts dann auch der billigere Typ A FI.
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Re: Welche Basisausstattung Ladeequipment?

Beitragvon Elektrolurch » Di 19. Nov 2013, 16:10

Ah, danke für die Erläuterungen! Ich nehme mal an, dass es nicht nachteilig ist, wenn zwei Fi in der Leitungskette sind? Wenn also bereits die Installation vor Ort (CEE) mit einem Fi abgesichert ist und die mobile Box auch einen Fi hat? Was ist, wenn sich da A und B mischen? Herrjeh, es gibt einfach zu viele Varianten...
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Re: Welche Basisausstattung Ladeequipment?

Beitragvon mlie » Di 19. Nov 2013, 16:26

Unter anderem Deswegen wurde der Mennekes Stecker erfunden, weil die Idee war: Wallbox Typ2=immer fachgerecht fest angeschlossen, korrekt abgesichert und mit passendem FI.
Und Hausfrauentauglich ist er auch noch, wer mal zu dritt einen 63A-Stecker aus der Wanddose gezogen hat, weiß, was ich meine...

BTW: Wenn man mal in eine als teuer verschriehene Mennekes Ladesäule reinschaut, weiß man, was man für Aufwand treiben kann, wenn das Ziel ist, eine vollkommen Benutzersichere Lösung aufzubauen...

Die 3,7kW Wallbox, die dem ZOE-Käufer hinterhergeworfen wird, benötigt, da einphasig, nur einen FI Typ A...

Wenn du ein Haus hast, das komplett mit einem einzigen FI Typ A abgesichert ist (sowas gibt es...) und deine Wallbox einen Typ B hat, wird deinem ZOE nichts passieren.
Im Hypothekischen Fall, dass der B-FI kaputt ist UND der ZOE einen ISO-Fehler hat UND der Fehlerstrom nicht ausreicht, die Sicherung der Wallbox auszulösen UND der Erder deines Stromgastgebers weggegammelt ist UND ein TT-Netz vorliegt, DANN würdest du das Potential des Schutzleiters im ganzen Haus anheben. Der FI Typ A ist in diesem Fall ausser Funktion, da er mit dem ZOE Gleichstrom gesättigt wird. Also: Bauer tot.

Deshalb ist bei Festinstallation der sinnvolle Pfad HAK-Zähler-Leitung zur Garage-(ggf. Unterverteiler)-FI(B)-Wallbox.

Es ist nun mal nicht damit getan, einen Stecker in eine Dose zu stecken. Und genau deshalb wurde die Laientaugliche, aber teure Ladesäule erfunden, der Benutzer muss nur noch über die Abrechnung nachdenken, alles andere haben viele mehr oder weniger gut bezahlte Leute bereits erschlagen.
Letzteren Part übernimmst DU jetzt mit deiner tragbaren Wallbox...
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Re: Welche Basisausstattung Ladeequipment?

Beitragvon Elektrolurch » Di 19. Nov 2013, 16:35

Aber dann frage ich mich doch: Warum werden überhaupt Wallboxen ohne Fi angeboten und verkauft? Daaf dat dat?
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Re: Welche Basisausstattung Ladeequipment?

Beitragvon mlie » Di 19. Nov 2013, 16:40

Na zum Beispiel, weil ein FI Typ B bereits bauseits vorhanden ist, oder weil du 4 Wallboxen anbringen willst - da reicht ja ein FI für alle, der sowieso nur SEHR SELTEN benötigt wird.
Oder du hängst die Wallbox an einen kleinen 40kVA-Moppel, den du an der Anhängerkupplung des ZOE mitführst und damit ein IT-Netz hast...

Der BETREIBER der elektrischen Anlage ist für die Sicherheit verantwortlich, nicht der Hersteller der Wallbox, Renault oder die Ehefrau des Versenders...
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Re: Welche Basisausstattung Ladeequipment?

Beitragvon Jogi » Di 19. Nov 2013, 16:42

Elektrolurch hat geschrieben:
Aber dann frage ich mich doch: Warum werden überhaupt Wallboxen ohne Fi angeboten und verkauft? Daaf dat dat?

Damit man billig anbieten kann.
In der Montageanleitung steht dann, dass ein TypB in der vorgelagerten Installation vorhanden sein oder eben nachgerüstet werden muß.
Wenn früher alles besser war,
hätte man's ja auch so lassen können.
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Re: Welche Basisausstattung Ladeequipment?

Beitragvon Elektrolurch » Di 19. Nov 2013, 16:44

mlie hat geschrieben:
Der BETREIBER der elektrischen Anlage ist für die Sicherheit verantwortlich


Verstehe. Also, um auf der sicheren Seite zu sein, lieber eine Mobilbox mit Fi nehmen. Doppelt gemoppelt macht dann im Anwendungsfall nichts, oder?
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