Warum gibt es keine Ladeabbruchdiagnose ?

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Warum gibt es keine Ladeabbruchdiagnose ?

Beitragvon novalek » So 13. Sep 2015, 19:44

Hält das Renault auf Dauer durch ? Ladeabbruch ohne Anzeige des plausiblen Abbruchgrundes ist Ausgangspunkt für zerstörende Folgeprobleme.
Um Schäden am LadeController der Fahrzeugs zu verhindern, müßten eigentlich "boykott-dichte" diverse Prüfmechanismen im Controller eingebaut sein, die vor und während der Ladung Phasen, Ströme und Spannungen prüfen.

Der Fahrzeughersteller zieht sich auf den Hinweis "empfohlene" Ladesysteme (mit ZE-Qualität) zurück.
Beispielsweise sind 130 km/h die empfohlene Richtgeschwindigkeit auf Autobahnen - wer schneller fährt, hat u.U. keine volle Versicherungsdeckung. Gleiches könnte sich ein Richter zu Eigen machen - wenn hier Nutzer mit diesem drohen.

Die Quelle des Verdrußes liegt in der "dummen" Kommunikation zwischen LadeController und Ladestation.
Der LadeController kennt nur das genormte Protokoll - Aktionen, Reaktionen und zulässige Zeitverzögerungen.
Ideal wäre, wenn der LadeController dem Nutzer und der Ladestation Fehler und deren Ursache melden könnte.

Das ginge, wenn man das Normprotokoll erweitern würde.

Für eine Übergangszeit sollte der LadeController jedwede Abbruch-Informationen, meinetwegen in unterschiedlichen Details, auch an den Nutzer melden.

Vermutung - der LadeController prüft Protokoll und gewisse Parameter, sendet jedoch Minimalinformationen an die Systemsteuerung (Ladung läuft, Ladung beendet, ERROR) - das wäre zu einfach gelöst.
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Beitragvon feuerwagen » So 13. Sep 2015, 20:16

Ganz Deiner Meinung. Bei Renault ist es aber noch schlimmer. Ich bin davon überzeugt, dass irgendwo im Bordcomputer eine Logdatei rumliegt auf der recht genau verzeichnet ist warum exakt eine Ladung abgebrochen wurde. Aber noch nicht mal die Werkstatt kann oder darf dies auslesen.
Von Seiten Renault ist das nicht nur Arroganz gegenüber dem Endkunden, es ist auch ausbeuterisch gegenüber den Vertragswerkstätten, da diese nicht eigenständig Maßnahmen ergreifen können.
Aber ich kenne Äquivalentes von anderen Firmen und Produkten, es war immer ein Resultat von unfähigem Management.
Noch ne Anmerkung: Die Säulen an denen ich bisher die schlimmsten Erfahrungen gemacht habe sind genau die mit dem ZE-Zeichen.
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Re: Warum gibt es keine Ladeabbruchdiagnose ?

Beitragvon TeeKay » So 13. Sep 2015, 22:01

Es geht noch weiter. Nach glaubhaften Aussagen eines nach meiner Einschätzung kundigen Menschen nennt Renault nicht einmal die Gründe, weshalb eine zur Prüfung eingereichte Wallbox kein ZE-ready-Zertifikat erhält. Der Hersteller, der sich exakt an die Spezifikationen hielt und sein Ergebnis noch mit einem bereits ZE-zertifizierten Konkurrenzmodell verglich, bleibt völlig uninformiert zurück und bekommt die Rechnung für die Prüfung zugesandt.

Es werden also um das Thema Elektroauto bei Renault diverse Blackboxen gebaut, in die niemand reinschauen darf. Und dass die Leute bei Renault selbst den Durchblick haben, bezweifle ich ehrlich gesagt.
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Re: Warum gibt es keine Ladeabbruchdiagnose ?

Beitragvon Twizyflu » So 13. Sep 2015, 22:24

Naja diese Art und Weise zieht sich wie ein rotes Band auch bei Produkt und Service durch. Es ist wirklich schade.
Vor 1-1.5 Jahren sagte hier mal jemand einen treffenden Satz:

Es ist eine Schande, dass der Zoe von Renault ist.
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Re: Warum gibt es keine Ladeabbruchdiagnose ?

Beitragvon Tho » So 13. Sep 2015, 22:51

Andererseits, was würde es dem Laien denn nutzen wenn der Controller jedes mal die Fehlerdetails ausgeben würde?
Im Zweifellsfall noch mehr Verwirrung...
Renault Zoe Zen Q210 + Intens R90, S-Pedelec Grace MX,Tesla Model ≡ reserviert
PV, Speicher zu Hause + Bürger Energie Drebach eG http://www.buerger-energie-drebach.de
Wir müssen uns für unseren Wunsch nach Glück nicht rechtfertigen.(Dalai Lama)
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Re: Warum gibt es keine Ladeabbruchdiagnose ?

Beitragvon novalek » Mo 14. Sep 2015, 07:52

Tho hat geschrieben:
was würde es dem Laien denn nutzen noch mehr Verwirrung...
Deshalb auch stufenweise
- global, damit er überhaupt eine Ahnung hat (z.B. Ladegerät inkompatibel, Kabel defekt, Ladestation defekt)
- Detail 1: Protokollfehler, Zeitfehler, etc.
- Detail 2: Etappenprotoll - Kabeltest 20 Ampere , Ladestationtest = 63 A, Ladestation bereit = ja, Kabelverriegelung = ja, Spannung auf allen Phasen = ja, Erdwiderstand ok = ja, Ladestation anschalten = ok, etc)
- Detail 3: Meßwerte von Strom und Spannung.

Wenn es auf der Service-Ebene sowas nicht gäbe, wäre eine Fehlerdiagnose unmöglich. Das gibt es also nach Anschluß eines Diagnosesystems, welches den LadeController abfragt. Nur müßte man das auch an den NormalNutzer weiterreichen - die Nutzung des Diagnose-Systems per Dongle und CD scheidet wohl aus, da eine Online-Verbindung zum Akku-Server notwendig ist (im Gegensatz zum Verbrenner).
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