Warum bietet Renault keine 43 kW-Ladung im R240 an?

Chamäleon Lader und Ladeboxen - Themen, die das Laden des Renault ZOE betreffen

Re: Warum bietet Renault keine 43 kWh-Ladung im R240 an?

Beitragvon Sevon » Di 31. Mai 2016, 18:22

rolandk hat geschrieben:
Karlsson hat geschrieben:
Auch der R240 kann von der Hardware her 43kW, Renault hat das nur nicht freigegeben, um den Akku zu schonen.


Das ist eine Urban-Legend der Händler, als R240 eingeführt wurde. Die Ladetechnik ist nach allem, was ich darüber erfahren habe nicht in der Lage. Und eine direkte Anfrage bei Renault hat genau das auch bestätigt. 43kW gibt es für den R240 nicht einfach als Update.

Roland


Also das kann ich mir schlecht vorstellen, denn wenn man beim ZOE auf Momentanverbrauch umstellt und mal ordentlich in die Eisen steigt, dann zeigt sich dass er mit 43 Kw max rekuperiert also wieso sollte er dann auch nicht damit laden können? Soweit ich weiß ist das aber schon ein mehr als durchgekautes Thema hier im Forum.
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Re: Warum bietet Renault keine 43 kW-Ladung im R240 an?

Beitragvon rolandk » Di 31. Mai 2016, 18:31

Fluencemobil hat geschrieben:
Verschwöhrungsmodus an:
So eine Art Deutsch/Französische Freundschaft, wenn ihr uns nicht entgegen kommt, dann kommen wir euch entgegen.
Der nächste Schritt würde dann ja zum i3 passen und wenn dann noch CCS kommt, kann man sagen für Strecken ab 250km ist der Stinker wieder günstiger durch die dann nötige DC Ladung.
Verschwöhrungsmodus aus.


Du traust denen aber eine Menge Intelligenz, Kooperationsgedanken und vor allem Weitsicht zu.

Diese Firmen laufen einzig und alleine über die BWL-Abteilung. Wenn da die Reduzierung auf 22kW beim Continental-Lader weniger gekostet hätte, wäre der gekommen (statt der 43kW). Der 43kW Lader stand nun aber "dummerweise" mehr oder weniger bei einem Zulieferer bereit. Und im Hintergrund drängte die Markteinführung.

Die Leute aus der Technikabteilung in den Häusern sind garantiert schon viel weiter als die BWLer.

Nun gut, untereinander kennen die sich und wissen alle was wer wohl macht. Aus der Technik sicher besser als aus der BWL-Abteilung. Aber auch die kennen sich. Und vielleicht hat da nach (!!!) der Einführung des Zoe ein Vertreter der deutschen Hersteller gesagt: "sagt mal, seit ihr bescheuert? Da kann man ja an jeder x-beliebigen Steckdose schnell laden, wie sollen wir dann unser Überwachu- ääh Abrechnungssystem mit der DC Ladung realisieren??? Außerdem sollen für die Ladestationen mal schön die Energieversorger bzw. der Staat bezahlen, wenn wir die Technik nicht ins Auto einbauen. Spart uns ausserdem einiges."

Renault sagt zwar jetzt noch: "Kein CCS mit uns, der Vorteil ist die einfache AC-Ladung (Velden 28.05.16)" Aber irgendwann kippen sie um. Da wird es dann heißen, das man die 35kWh-Batterie unmöglich mit AC laden kann. Das würde zu lange dauern. Beim Kangoo war die 3,6kW Ladung für 20kWh seltsamerweise kein Problem. Und das die 35kWh-Batterie mit einem 43kW Lader genauso schnell voll wäre, wie mit einem 50kW-CCS wird lieber nicht verraten.

Den 3,7kW brauchten sie übrigens nicht neu zu entwerfen, den gab es schon (Fluence und Kangoo).

Mal sehen, ob meine Phantasie ausgereicht hat, oder was die Zukunft bringen wird.

Ich bin mir aber sicher das die BWL-Abteilung momentan recht nervös nach Fremont schaut....

Roland

PS.: Der Q210 soll in Österreich ganz offiziell zu bekommen sein. Allerdings mußt Du explizit darauf hinweisen. Ist also ähnlich wie beim Tesla und dem Doppellader.
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Re: Warum bietet Renault keine 43 kWh-Ladung im R240 an?

Beitragvon rolandk » Di 31. Mai 2016, 18:35

Sevon hat geschrieben:
dann zeigt sich dass er mit 43 Kw max rekuperiert also wieso sollte er dann auch nicht damit laden können? Soweit ich weiß ist das aber schon ein mehr als durchgekautes Thema hier im Forum.


Stimmt, wurde hier schon oft genug durchgekaut. Der Unterschied, ob ich kurzfristig 43kW bekomme, oder für mehr als 15 Minuten im Dauerbetrieb ist leicht unterschiedlich.
Außerdem gibt es von Renault selber bisher nur die Aussage, das es nicht möglich ist.
Da es, wie bereits erwähnt wurde, hier im Forum lange durchdiskutiert wurde, ist es sicher sinnvoller, die Suchfunktion zu aktivieren.

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Re: Warum bietet Renault keine 43 kWh-Ladung im R240 an?

Beitragvon Karlsson » Di 31. Mai 2016, 20:40

rolandk hat geschrieben:
Das ist eine Urban-Legend der Händler, als R240 eingeführt wurde. Die Ladetechnik ist nach allem, was ich darüber erfahren habe nicht in der Lage.

Der kann mit 43kW Dauerleistung aus Gleichstrom Drehstrom machen und er kann auch mit 43kW aus kinetischer Energie Gleichstrom machen.
Es scheint mir extrem unwahrscheinlich, dass der nicht mit 43kW laden können sollte. Hatte ich auch neulich als Äußerung von Renault gelesen...glaube es war im Rahmen des größeren Akkus.

Auch hatte ich vorher schon aus einer für mich glaubwürdigen Quelle gehört, dass Renault die 43kW Ladung wieder einführen will, wenn größere Akkus verfügbar sind.

rolandk hat geschrieben:
oder für mehr als 15 Minuten im Dauerbetrieb ist leicht unterschiedlich.

Für mehr als 15 Minuten in der anderen Richtung funktionierts ja auch.
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Re: Warum bietet Renault keine 43 kW-Ladung im R240 an?

Beitragvon mlie » Di 31. Mai 2016, 21:02

Wobei man aber in aller Regel beim laden an einer 43kW Wallbox nicht fährt und der kühlende Fahrtwind entfällt. Das könnte gerade im Sommer thermisch ungeschickt konstruierte Komponenten ins schwitzen bringen.
110Mm elektrisch ab 11/2012.

Bevor man den 200. Tröt zu einem längst ausdiskutierten Sachverhalt aufmacht, IMMER erstmal die Suche benutzen. Es gibt in diesem Forum KEIN Elektroautothema, welches nicht schon längst abschliessend diskutiert wurde!
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Re: Warum bietet Renault keine 43 kW-Ladung im R240 an?

Beitragvon rolandk » Di 31. Mai 2016, 21:11

Es lohnt sich nicht darüber zu diskutieren. Entweder Renault macht es, oder sie lassen es sein. Wenn sie es sein lassen kann der Zoe nicht empfohlen werden. Da kommen der Leaf mit 30kWh Batterie oder der neue i3 in Regionen, wo sie für mich interessant werden. Beides ist einigermassen greifbar. Und auch andere Fahrzeuge stehen bereit. Da wird der Zoe am Ende unter "ferner liefen" laufen. Den Wert zum Weiterverkauf darf sich jeder selbst ausmalen. Aber das ist kein Thema, das Renault interessiert.
Wenn die Aussage von Renault Österreich stimmt, und auch der Q210 die grössere Batterie bekommen kann, dann weiß ich auf jeden Fall, welches Fahrzeug dann um noch eine Stufe interessanter wird. Spannend wird es dann, ob die künstliche Akkusperre im Q210 die den R240 erst ermöglichte dadurch aufgehoben wird. Aber vielleicht zaubern die wirklich etwas aus dem Hut, das der 240er mit mehr Leistung geladen werden kann. Allein, mir fehlt der Glaube daran. Und wenn man sich das Handeln von Renault in der Vergangenheit anschaut (Fluence, Kangoo), dann würde mein Weltbild ziemlich erschüttert werden. Und momentan vermute ich eher, das die R240er-Verfechter, die eine Lademöglichkeit mit 43kW in Zukunft erwarten, auch an den Osterhasen glauben würden.... Aber lassen wir die Zukunft entscheiden und ich hoffe für uns alle, das die 240er endlich eine vernünftige Ladetechnik bekommen.

Und wenn nicht???

Egal, bis dahin wird es sicher interessante Alternativen geben.

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Re: Warum bietet Renault keine 43 kW-Ladung im R240 an?

Beitragvon Jack76 » Di 31. Mai 2016, 21:23

Laut Aussage von eMG wurde der neue Motor hauptsächlich aufgrund der Netzrückwirkung auf 22KW gedrosselt, das Thema hat der Q210 zwar auch aber offensichtlich hatte Conti es halbwegs in den Griff bekommen: renault-zoe-laden/zoe-r240-bald-mit-43kw-laden-t13418-20.html?hilit=43KW#p264499

Ich glaube allerdings nicht, dass Röno den Bestands-R240 jemals die 43KW Ladung spendieren wird, dann wohl eher ne Neuauflage mit dem größerem Akku und 43KW Ladung in 2017 als Gesamtpaket R350 oder so ähnlich. Röno hat kaum Druck aktuell mehr zu machen. Die Ankündigungen von BMW und VW beziehen sich auf Fahrzeuge, welche auch um einiges teurer sind. M3 und Bolt sind zwar Ankündigungen. Aber warum sollte Röno Mitte 2016 bereits auf Fahrzeuge reagieren, welche vermutlich erst in 2018 auf dem europäischen(!) Markt sein werden. Schon eher wird natürlich auf die "große Schwester" Leaf geschaut, aber auch der hat halt nur nen 30kWh Akku bekommen, zumindest vorerst. Der immer wieder rumgeisternde Leaf2 mit 60kWh Akku entsprechend dem immer wieder gezeigten Konzeptfahrzeug muss auch nicht großartig vor 2018 verfügbar sein, wenn man mit Bolt & Co. konkurrieren möchte.

Grüße
Jack
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Re: Warum bietet Renault keine 43 kW-Ladung im R240 an?

Beitragvon BED » Di 31. Mai 2016, 22:11

Renault bietet beim R240 vermutlich keine 43KW-Ladung an aus Kostengründen:

(1) - den R240 Motor nur auf 22KW Ladung auszulegen ist bei einigen Komponenten bestimmt günstiger
(2) - die vermiedenen Garantie- und Kulanzkosten für frühzeitigen Batterieverschleiß durch permanente 43kW Ladung

Außerdem bleibe ich bei meiner Einschätzung, dass die ZOE als Kurz- bzw. Mittelstreckenfahrzeug konzipiert ist und eine Schnellladung daher nur begrenzt Sinn macht. Auch wenn das eine Handvoll Hardcore-User anders sehen...

Und noch eine Vermutung:
Quizfrage: wie viele 43KW Ladestationen gibt es in Frankreich im Vergleich zu 22KW?
BED
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Re: Warum bietet Renault keine 43 kW-Ladung im R240 an?

Beitragvon novalek » Di 31. Mai 2016, 22:30

BED hat geschrieben:
Renault bietet beim R240 vermutlich keine 43KW-Ladung an ...?

... So sieht's aus ...mit HintergrundWissen kann man man sich das Grübeln sparen ...
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Re: Warum bietet Renault keine 43 kW-Ladung im R240 an?

Beitragvon Michael70 » Di 31. Mai 2016, 23:36

BED hat geschrieben:
Und noch eine Vermutung:
Quizfrage: wie viele 43KW Ladestationen gibt es in Frankreich im Vergleich zu 22KW?

Bei Markteinführung der ZOE im Frühjahr 2013 gab es auch in Frankreich noch so gut wie keine 43kW-Ladestationen. Mittlerweile dürfte das Verhältnis 43/22kW dank Sodetrel entlang der Autobahnen, IKEA und den den Supermärkten Auchan und Leclerc deutlich besser als in Deutschland sein. Und das sogar ohne unser tolles Crowdfunding!
ZOE Intens Q210, EZ 03/2015
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