Wallbox (vs Mobilbox)

Chamäleon Lader und Ladeboxen - Themen, die das Laden des Renault ZOE betreffen

Wallbox (vs Mobilbox)

Beitragvon 1fcb » Mi 21. Sep 2016, 10:13

Wir werden in den nächsten Wochen einen Zoe bestellen. Geplant ist, die heimische Garage zur "Tank"stelle umzurüsten.

Zuerst stellt sich die Frage: Mobilbox oder Wallbox. Offensichtlich erfreuen sich die Mobilboxen goßen Zuspruchs, allerdings denke ich wg Benutzungsfreundlichkeit an eine Wallbox mit fest montiertem Typ 2 Kabel in ausreichender Länge (vorwärts und rückwärts einparken).

Daher meine Frage: warum macht eine Mobilbox denn überhaupt Sinn? Wenn ich auf die Stromtankstellen-Statistik schaue, dann haben 50% der Stationen eh einen Typ 2 Anschluss und 25% einen Schuko. Ich bräuchte also lediglich an 9% (CEE rot + blau) eine Mobilbox. Wenn ich davon ausgehe, dass sich Typ 2 als Standard weiter durchsetzt, brauche ich in naher Zukunft eigentlich doch nie eine mobile Box. Oder mache ich hier einen Denkfehler?

Mal angenommen, ich mache keinen Denkfehler und eine Wallbox ist die richtige Wahl. Ich will natürlich eine 22kW-Box, um möglichst kurze Ladezeiten zu haben. Dann brauche ich ja eine, die schon mit FI-B abgesichert ist oder eine unabgesicherte, die mit einem FI-B im Schaltkasten abgesichert ist.

Preisgünstig wäre sicherlich die http://www.car-go-electric.de/epages/14 ... /1004-0029 mit dem Doepke FI-B für insgesamt ca 950,-
Alternativ wohl auch die KEPA P30 https://shop.mobilityhouse.com/de_de/re ... 98144.html in Betracht. Wenn ich es richtig verstehe, hat die keinen FI-B, sondern einen FI-A/EV verbaut. Das hinter einem stinknormalen FI-A im Schaltkasten und direkt verdrahtet scheint ja auch zu gehen. Kommt dann mit so 1050 in der Summe etwas teurer.
Was ich nicht verstehe, ist die ABL eMH1 Box https://shop.mobilityhouse.com/de_de/st ... -html.html . Ist die identisch zur KEBA abgesichert und muss nur noch hinter einen FI-A? Die wäre dann nahezu unschlagbar im Preis. Was mich halt verwirrt ist, dass die KEBA z.e. ready ist und die ABL nicht. Es muss also wohl einen entscheidenden Unterschied geben.

Könnt ihr mir einen Rat geben, für welche der 3 Varianten ich mich entscheiden soll?
Und gibt es noch eine weitere preisgünstige 22kW Box, die ihr empfehlen könnt (und wenn ja, welchen FI-Schutz bräuchte sie dann zusätzlich)?

Danke schon mal im Voraus.
Zuletzt geändert von 1fcb am Mi 21. Sep 2016, 10:36, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wallbox (vs Mobilbox)

Beitragvon Barthwo » Mi 21. Sep 2016, 10:31

Öffentliche 22 kW TYP2 Anschlüsse werden als "destination charger" wohl nicht mehr massiv ausgebaut, da geht die Richtung zu 11 kW, da das für einen "Parkplatz mit Lademöglichkeit" ausreicht.

Für Langstreckenfahrten werden sich Schnellader mit CCS (und wohl auch eine Zeitlang noch Chademo) durchsetzen. Diese haben normalerweise auch einen AC Anschluss mit 43 kW, den man natürlich auch mit 22 kW Ladeleistung nutzen kann. Dann wird es allerdings eher teuer, da diese oft über Zeittarif (Tendenz: 10-12 Euro pro Stunde) abrechnen, der bei 22 kW Ladeleistung den Preis pro kWh in die Höhe treibt.

Neue öffentliche AC Ladestationen mit CEE blau oder rot wird es in Zukunft keine mehr geben, da die Ladestellenverordnung dies ausschliesst.

Der Vorteil einer mobilen Box gegenüber einer fest installierten besteht dann nur noch in der Möglichkeit der einfacheren Installation und der Nutzbarkeit bei nichtöffentlichen Lademöglichkeiten, die CEE Dosen anbieten.
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Re: Wallbox (vs Mobilbox)

Beitragvon Grottenolm » Mi 21. Sep 2016, 10:37

Jupp, denkfehler.
Ich habe eine Mobilbox von Ladesystemtechnik (Auch als Bettermanbox bekannt)
Zu hause hängt die Box an 2 U-Winkeln an der Wand. Daneben hängt an zwei größeren U-Bügeln das original Ladekabel wie ein Gartenschlauch. Das Kabel von der Wand nehmen un einstecken dauert ca. 4 Sekunden (Bzw. 0, nachdem das unser Sohn inzwischen macht).
Wenn ich zu Freunden oder Eltern fahre, nehme ich die Box mit. Im Auto habe ich ein 2. Ladekabel mit 8m, also bleibt das Ladekabel in der Garage hängen.
Mit dem Kabel an der Box kommt man damit an Steckdosen bis zu 10m entfernt.
Wenn man nur zu Hause oder bei freunden/Verwandten lädt braucht man nicht unbedingt einen Typ-B-Fi(Oder EV FI). Die Chance das etwas so kaputt geht, dass man nichts merkt , das Auto unter Spannung steht und die normale Sicherung nicht wg. Üverstrom abschaltet ist lächerlich gering. Wenn man öffentlich lädt ist es zwar auch nicht warscheinlicher, aber es können einem zumindest in Theorie Anzeigen.

Die einfache Box kostet 600€ + ca. 50€ für Adapter auf CEE16 und Shuko und lädt mit 2,7-22kW. Mit Typ EV-FI ca 900€:
http://www.ladesystemtechnik.de/ev-plug ... b3200rd-56
Das 8m Kabel kostet rund 300€ und ist immens praktisch wenn man an öffentlichen Ladesäulen lädt, nachdem man damit auch in 2. Reihe laden kann (Wenn mal wieder ein verbrenner den Parkplatz besetzt). Die standard-5m sind dafür in der Regel zu kurz.

Ich sehe keinen nennenswerten zusätzlichen Nutzen einer Wallbox.
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Re: Wallbox (vs Mobilbox)

Beitragvon mustanse » Mi 21. Sep 2016, 11:30

Habe 2013 eine Crohm-Box -ohne festes Ladekabel- vorne in meiner Garage angebracht, so dass ich mit dem Renaultkabel vor oder in der Garage laden kann. Selbst habe ich noch keine mobile Box für außer Haus gebraucht.
Trotzdem würde ich heute eher eine kompakte 22KW ICCB mit integriertem FI-B und Adaptern auf CEE16 und Schuko nehmen und die entnehmbar in eine Halterung hängen. Ist preislich kein riesen Unterschied, aber für den Fall der Fälle um Welten flexibler.
Ich verstehe nicht so ganz, warum Renault ein Schuko-ICCB "Notladekabel" beilegt. Ein ICCB mit CEE16 und gut gemachtem Schuko-Adapter wäre kaum teurer aber weitaus nützlicher gewesen.
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Re: Wallbox (vs Mobilbox)

Beitragvon 1fcb » Mi 21. Sep 2016, 15:40

Das Argument der Mobilbox an 2 Hken in der Garage zum ungefähr gleichen Preis aber mit der Zusatzoption der (wenn auch seltenen) Mitnahme bei längeren Touren ist natürlich nciht von der Hand zu weisen.

Sehe ich es richtig, dass ich weder bei der NGKick noch bei der JuiceBooster 2 einen FI-B oder FI-A im Sicherungskasten brauche? Alles wird vom FI-A-EV im Gerät gesichert? Oder brauche ich noch einen FI-A im Sicherungskasten?

JB 2 wäre mir sympathischer, gibts aber wohl nur mit kurzem Kabel. Wenn schon, dann will ich auch ein langes Kabel und das scheints nur bei der NGKick zu geben.
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Re: Wallbox (vs Mobilbox)

Beitragvon ThomasZE2 » Mi 21. Sep 2016, 18:47

Hallo,

zu diesem Thema bekommt man vermutlich viele unterschiedliche Antworten. Jede Lösung hat Vor- und Nachteile. Meine Ansicht zu dem Thema ist folgende:
Eine fest montierte Wallbox mit festem Kabel ist sehr praktisch. Man muss weder ein Ladekabel noch eine Mobilbox aus dem Kofferraum rausnehmen und am Morgen wieder dort verstauen. Ich spreche aus Erfahrung weil ich vor dem ZOE mehr als 6 Jahre einen Citroen Saxo electrique hatte der nur per speziellem Ladekabel mit Schukostecker geladen werden konnte und ich somit jeden Morgen erst das Ladekabel ausstöpseln und im Kofferraum verstauen musste. Das macht auf Dauer gar keinen Spaß... wirklich nicht. Vom ersten Gedanken an einen ZOE war mir klar, in meine Garage kommt eine Wallbox mit fest installiertem Kabel und Stecker. An der Wand ist eine Halterung wo ich den Stecker einrasten kann wenn ich gerade nicht lade. Eine sehr bequeme Lösung. Und der Kofferraum kann zu bleiben. Ausstöseln am Morgen dauert 30 Sekunden... :mrgreen:
Zu den Lademöglichkeiten mit CEE-Stecker... ja, die gibt es und zur Zeit kann ich dort leider nicht laden. Damit kann ich leben. Jedenfalls hilft mir eine Mobilbox wenig wenn ich unterwegs bin und leider am Morgen keine Lust hatte das Ding schon wieder in den Kofferraum zu packen.

Grüße aus dem Münsterland,
Thomas
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Re: Wallbox (vs Mobilbox)

Beitragvon Elektrolurch » Mi 21. Sep 2016, 20:27

Eine mobile Ladebox erschließt im Bedarfsfall unterwegs oder am Reiseziel zusätzliche oder überhaupt erst Lademöglichkeiten per CEE (z. B. im DSN, auf Bauernhöfen, bei Gewerbebetrieben etc.). Wenn man sich dafür eh eine zulegen will, kann man die auch zu Hause nutzen und spart sich dadurch eine Wallbox. Aber ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass das ständige Rausgekrame und Kabelgewickel sehr bald nervt.
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Re: Wallbox (vs Mobilbox)

Beitragvon Mike » Mi 21. Sep 2016, 21:04

Meine mobile Wallbox (Bettermann) hängt fast nur an der Wand in der Garage. Sie wird nur selten ins EV gepackt, eigentlich nur wenn ich eine außergewöhnliche Fahrt vor habe. Für das tägliche laden in meinem Umfeld reicht das Typ 2 Kabel. Allerdings habe ich auch schon darüber nachgedacht, mir ein zweites Typ2 Kabel für die Wallbox zu besorgen. Das wäre für das Laden in der Garage praktischer. Eilt aber nicht, da wir noch zu 90% öffentlich kostenlos laden können.
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Re: Wallbox (vs Mobilbox)

Beitragvon Grottenolm » Do 22. Sep 2016, 10:18

ThomasZE2 hat geschrieben:
Hallo,
Eine fest montierte Wallbox mit festem Kabel ist sehr praktisch. Man muss weder ein Ladekabel noch eine Mobilbox aus dem Kofferraum rausnehmen und am Morgen wieder dort verstauen.

Keiner zwingt einen die Box jedes mal einzupacken. Unsere hängt gut 95% der Zeit an der Wand. Nur bei Langstecken mit Ziel ohne Ladesäule (Eltern, Freunde, Hotels) nehm ich die Box mit.
Wenn man Angst vor Dieben hat, macht man eben noch ein Fahrradschloss dran.
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Re: Wallbox (vs Mobilbox)

Beitragvon Solardriver » Do 22. Sep 2016, 11:49

Hallo 1fcb,
mit dem NRGKick wäre ich vorsichtig. Die werben zwar mit dem FI Typ-B, laut Bedienungsanleitung ist der aber abgeschaltet :shock:
Ist das nicht eigentlich Irreführung :?:
Also ich hab den Multicharger von car-go-electric. Der hat einen echten FI Typ-A-EV drin, hängt in der Garage und wird nur bei Bedarf mal mitgenommen. Zudem kann der auch PV-Überschussladung :D
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