Wallbox (vs Mobilbox)

Chamäleon Lader und Ladeboxen - Themen, die das Laden des Renault ZOE betreffen

Re: Wallbox (vs Mobilbox)

Beitragvon 1fcb » Fr 23. Sep 2016, 12:39

Solardriver hat geschrieben:
Hallo 1fcb,
mit dem NRGKick wäre ich vorsichtig. Die werben zwar mit dem FI Typ-B, laut Bedienungsanleitung ist der aber abgeschaltet :shock:
Ist das nicht eigentlich Irreführung :?:


Also das ist aber schwer zu glauben... kann jemand das verifizieren oder falsifizieren? Bei den Ladeströmen ist mit der Absicherung nun wahrlich nicht zu spaßen.
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Re: Wallbox (vs Mobilbox)

Beitragvon Solardriver » Fr 23. Sep 2016, 14:39

Du kannst Dir die Bedienungsanleitung z.B. bei The Mobility House runterladen. Sie Seite 10 :(
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Re: Wallbox (vs Mobilbox)

Beitragvon 1fcb » Fr 23. Sep 2016, 15:03

Hallo, also dort steht exakt:
"Fehlerstromschutzmechanismus für Gleichfehlerströme sowie für Wechselfehlerströme:
Ausschaltgrenzen und Abschaltzeiten sind entsprechend des Normentwurf IEC 62752.2 2014
integriert.
Anmerkung: Die Norm erlaubt derzeit eine Deaktivierung der 6mA Gleichfehlerstromgrenze. Da
manche Fahrzeugladeregler von sich aus diese Grenze überschreiten, ist diese eine Grenze aktuell
im NRGkick deaktiviert, um ein reibungsloses Laden dieser Fahrzeuge zu ermöglichen."

Da bin ich als Nichtelektriker jetzt komplett überfragt. Allerdings meine ich gelesen zu haben, dass die Zoe größere Fehlerströme als 6mA erzeugt.

Kann einer der Elektro-Experten die Passage aus der Bedienungsanleitung für uns interpretieren? Entspricht das jetzt einem ausreichenden FI-B Schutz oder nicht?
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Re: Wallbox (vs Mobilbox)

Beitragvon Grottenolm » Sa 24. Sep 2016, 15:48

Ich würde da mal vermuten, dass der FI nicht bei 6mA auslöst, aber nach wie vor bei 30mA. Gibt einen einen etwas größeren Schlag, aber ind er Regel nicht tödlich...
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Re: Wallbox (vs Mobilbox)

Beitragvon JoDa » So 25. Sep 2016, 08:13

Hallo 1fcb,
Willkommen im Forum und viel Freude mit deiner zukünftigen ZOE :hurra:

So wie du war auch ich vor dem Kauf der ZOE übereifrig, und hab zu Hause eine möglichst leistungsstarke Ladelösung installiert.
Für die meisten Anwendungsprofile reichen jedoch die mit der ZOE mitgelieferten Ladelösungen:
Zum mobil Laden im Kofferaum das 8m Typ2-Ladekabel (max. 3*32A*230V=22kW), und zum Laden zu Hause über Nacht der Ladeziegel (=Notladekabel) an der Renault-Schukosteckdose (max. 14A*230V=3,2kW).
Würde dir daher raten zunächst nur eine Schukosteckdose in deiner Garage durch die Renault-Schukosteckdose zu ersetzen. Solltest du feststellen, dass du damit nicht auskommst kannst du dann Aufgrund deiner Erfahrungen die für dich passende Ladelösung auswählen.

"Ich kann den ZOE in einer Stunde laden", hört sich jedoch besser an als, "Ich muss die ZOE über Nacht laden". Alleine aus Prestige werden daher gerne 22kW-Ladelösungen zu Hause installiert.
Dein Elektriker muss dir dazu einen entsprechenden Anschluss in die Garage legen, wobei du durch Eigenleistungen (Stemmarbeiten, Material selbst kaufen) auch Geld sparen kannst. z.B. 22kW Wallbox in der Garage
Hat die Ladelösung ein Typ2-Kabel (statt einer Typ2-Dose) so kann man das mit der ZOE mitgelieferte Typ2-Kabel bequem im Kofferraum lassen.
Als Ladelösung für die ZOE werden nach wie vor gerne mobile Ladelösungen mit CEErot-Stecker verwendet.
Früher, weil es mobil noch zu wenige Typ2 Anschlüsse gab. Heute, weil man zu Hause die CEErot-Dose dann auch für andere dreiphasige Verbraucher verwenden kann. (Eine mobile Ladelösung mit eingebauter "Gleichstromsensitiver" FI-Schutzeinrichtung kostet genauso viel wie eine Wallbox plus "Gleichstromsensitivem" FI-Schalter.)
Am Beliebtesten sind momentan wohl die vielseitige NRGkick und die Idiotensichere JuiceBooster2.
In diesen beiden Ladelösungen sind die Fehlerstromschutzeinrichtungen bereits eingebaut. Bei der Absicherung der CEE32A-Dose muss der Elektriker daher nichts beachten, da sie wie jede andere abgesichert wird (LS 32A TypC, FI 30mA TypA). Ein FI-Schalter wird montiert, da man an die CEE-Dose ja auch einen andere Verbraucher anstecken kann, welcher dann durch diesen FI abgesichert wird. Um Geld zu sparen würde ich für die Garage einen fertigen Unterverteiler von ebay kaufen.

P.S. Lass dich nicht von der FI-Diskussion hier im Forum verrückt machen. Die Endlosdiskussion ist nur damit den Vielschreibern nicht langweilig wird. ;)
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Re: Wallbox (vs Mobilbox)

Beitragvon Frankenwild » So 25. Sep 2016, 17:31

Hallo zusammen,

Bettermanns Mobilboxen werden ja wahlweise mit und ohne FI-B geliefert. Immerhin 300€ Unterschied. Wird den dieser FI Typ wirklich benötigt oder passt Zoe nicht selber im Gleichstrombereich auf sich auf? Meine 400 V Dose wäre über einen FI A abgesichert und dürfte dann zumindest die Hausleitung sichern, oder?

VG Uwe :roll:
VG von Uwe ;)
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Re: Wallbox (vs Mobilbox)

Beitragvon JoDa » So 25. Sep 2016, 18:12

Hallo Frankenwild,
willkommen im Forum. :hurra:

Zur normgerechten Absicherung benötigst du die Bettermann Box mit dem Doepke FI Typ A-EV.
Habe zum normgerechten Fehlerstromschutz einen Artikel im Wiki geschrieben.

Ein Elektriker wird möglicherweise privat die ZOE ohne zusätzlichen Schutz vor Gleichfehlerströmen laden, wird aber wahrscheinlich keine Empfehlung abgeben den Schutzpegel zu senken damit sich ein Kunde 300€ sparen kann.
Wenn man sich eine ZOE leisten kann, kann man sich auch 300€ für den FI TypA-EV leisten. ;)
Zuletzt geändert von JoDa am Mo 26. Sep 2016, 13:22, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Wallbox (vs Mobilbox)

Beitragvon EVduck » So 25. Sep 2016, 21:36

Am besten lässt man FIs insgesamt weg, ging auch früher auch ohne. Die Vorschriften sind völlig unsinnig und die Autos passen schon auf sich selbst auf. Das im Fehlerfall hinterher Leichen neben den Autos liegen ist ja ein vollkommen nebensächliches Detail.

Warnung: dieser Beitrag kann Spuren von Sarkasmus enthalten.

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Re: Wallbox (vs Mobilbox)

Beitragvon macfan » Mo 26. Sep 2016, 10:01

EVduck hat geschrieben:
Am besten lässt man FIs insgesamt weg, ging auch früher auch ohne. Die Vorschriften sind völlig unsinnig und die Autos passen schon auf sich selbst auf. Das im Fehlerfall hinterher Leichen neben den Autos liegen ist ja ein vollkommen nebensächliches Detail.

Ich habe sowohl mit Herrn Bettermann selbst als auch mit einem Physiker gesprochen. Beide sind der Meinung, dass der Schutz des "normalen" Kabels völlig ausreichend ist und keine Leichen erzeugt. Die 300 € sind nur durch eine Perfektions-Vorschrift bedingt, aber real nicht nötig. Das normale Kabel hat auch seinen FI, nur nicht den speziellen teuren.

Gruß, Horst
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Re: Wallbox (vs Mobilbox)

Beitragvon EVduck » Mo 26. Sep 2016, 10:23

Ich wollte mich eigendlich nicht mehr provozieren lassen zu diesem Thema was zu schreiben, aber ich kann mich leider nicht zurück halten.

In einer vorschriftsmäßigen Elektroinstallation muss beim Anschluss eines dreiphasigen Umrichters entweder ein 30mA FI vorhanden sein, oder der angeschlossene Umrichter muss technisch gewährleisten, dass weniger als 6mA Gleichfehlerstrom fließen können [siehe 1)]. Und da gibt es keinen Spielraum.

Dein Physiker in allen Ehren, er mag in seinem Fachgebiet ein Fachmann sein, aber von der Elektroinstallation hat er keine Ahnung. Ich könnte hier zum wiederholten Mal Fehlerkonstellationen aufzeigen, die zu gefährlichen Berührungsspannungen führen können, die im Zweifel tödlich enden. Ich hab aber ehrlich gesagt keine Lust mehr darauf, da ich es wieder nur dazu führt, dass hier über Sinn und Unsinn diskutiert wird, um dämliche €300,- zu sparen. Wer das will, soll einphasig laden, damit spart er noch mehr und gefährdet keine Mitmenschen.

1) Das kann durch einen FI A-EV geschehen. Das ist wahrscheinlich der Schutz, den H.Bettermann meint.
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