Überspannungsschaden, wer zahlt ?

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Überspannungsschaden, wer zahlt ?

Beitragvon Delmefalco » Mi 23. Okt 2013, 18:50

Hallo,

heute hat mich ein Mitarbeiter der Stadtwerke Bremen beim Laden an einer derer öffentlichen Ladestationen angesprochen.
Wir kamen auf das Thema "Überspannung". Er hat mir empfohlen, eine von einem Kooperationspartner der SWB angebotenen "Risikoversicherung gegen Überspannungsschäden" für E-Autos, z.B. beim öffentlichen Laden, abzuschliessen.

Meine Fragen :

Wer kann eigentlich haftbar gemacht werden, wenn mir der Akku beim Laden an einer öffentlichen Ladestation z.B. durch Überspannung kaputt geht ? Der Betreiber der Säule ?

Und wie ist das zuhause in der heimischen Garage ? Zahlt in einem solchen Unglücksfall die KFZ-Versicherung ? Oder die Hausrat ? Oder keiner ?

Gruß Delmefalco

P.S. Ich bin da kein Experte, daher nochmal die Frage : Wenn man bei Gewitter o.ä. nicht lädt, wie kann denn überhaupt eine Überspannung entstehen ? Gibt es dafür noch andere Ursachen ?
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Re: Überspannungsschaden, wer zahlt ?

Beitragvon bm3 » Mi 23. Okt 2013, 19:12

Hallo,
ist meiner Meinung nach auch nur wieder eine Geschäftemacherei mit der Angst der Kunden.
Darauf achten dass dein Fahrzeug bei Gewitter nicht eingesteckt ist, egal wo, dann ist das Risiko eines Überspannungsschadens inetwa so hoch wie die Chance auch vom Blitz getroffen zu werden. :lol:
Natürlich kann man sich aber , wenn man möchte, gegen fast Alles versichern. Die Stromversorger schließen eine Haftung nach meinen Infos aus, manche Kasko-Versicherungen bieten eine Art Schutz auch gegen Überspannung an, selbstverständlich gegen extra Kohle.
Wenn du dich schon gegen Überspannung versichern willst dann achte gleich darauf dass du auch noch gegen einen möglichen EMP mitversichert bist , denn falls mal einer passiert ist auch da noch nicht geklärt wer zahlt. :)
Sicher ist sicher. :mrgreen:

Viele Grüße:

Klaus
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Re: Überspannungsschaden, wer zahlt ?

Beitragvon Efan » Mi 23. Okt 2013, 19:53

http://www.emc24.com/kasko-all-risk/

Diese versichern Überspannungsschäden, auch indirekte. Leider pflegen sie ihre Website nicht, du kannst sie aber anrufen, die schicken dir dann Infos per Email.
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Re: Überspannungsschaden, wer zahlt ?

Beitragvon lophiomys » Do 24. Okt 2013, 09:26

Ein Überspannungsschaden in der Nachbarschaft ( in Österreich) war auch ein Lehrstück über Recht und Gerechtigkeit.

Ein Baggerfahrer beschädigt die Oberleitung und durchtrennt NUR den Nullleiter. Also es gibt einen klaren Verursacher.
Nachliegende Häuser haben plötzlich 500V im Haus und Glühbirnen werden wirklich hell.
Nach und nach brennen mehrere Geräte durch und erst danach fallen die Schutzschalter. Ein Gerät bei mir geht in Flammen auf. Die Hütte wäre abgebrannt, wenn ich nicht zufällig anwesend gewesen wäre.

Die Folgen:
Der Baggerfahrer sagt allen Betroffenen: Kein Problem, er sei ja Haftpflichtversichert und sonst sei das EVU zu kontaktieren.
Alle Geschädigten wiegen sich in Sicherheit, aber nach einem Monat schickt die Haftpflicht des Baggerfahrers Zahlungsverweigerungen, ohne die Schäden wie zuerst angekündigt erhoben zu haben.
Das EVU blockt total ab.

Die Haushalte mit Rechtschutzversicherung wiegen sich in Sicherheit, aber nach einem Jahr verlaufen alle Anstrengungen nach Schadenersatz im Nichts: die Rechtschutzversicherer verhalten sich lethargisch, Rechtsauskünfte sind widersprüchlich, mittelbarer Schaden sei nicht versichert, ein Prozess zahle sich trotz tausender Euro Schaden nicht aus, das EVU sei Schuld, der Baggerfahrer sei Schuld, die Haushalte seien Schuld, weil sie sich nicht gegen Nullleiterdurchtrennung ausreichend abgesichert hätten ... Ein einziger, nicht beteiligter Rechtsanwalt meint klar und ohne Zweifel, dass der Verursacher für den Schaden hafte, wenn seine freiwillige Haftpflicht diesen Schaden nicht abdeckt. Wenn er dann denn zahlungsfähig wäre.
Am Ende sind alle auf ihren doch beträchtlichen Schäden sitzen geblieben.

Im Falle eines Blitzschlages wäre man besser dran gewesen.
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Re: Überspannungsschaden, wer zahlt ?

Beitragvon fbitc » Do 24. Okt 2013, 10:11

Recht und Gerechtigkeit sind selten identisch.

was mich hier aber wundert; war der Baggerfahrer privat am Werkeln? Normalerweise müsste das nicht die Haftpflicht des Baggerfahrers übernehmen, sondern die Versicherung des Unternehmens vom Baggerfahrer (oder sind EVU und Unternehmen des Baggerfahrers identisch?)
Grüße Frank
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Re: Überspannungsschaden, wer zahlt ?

Beitragvon lophiomys » Do 24. Okt 2013, 10:56

Es war schon die Haftpflicht des Baggerunternehmens gemeint. Aber das ist ein kleiner Familienbetrieb, der eine freiwillige Betriebshaftpflicht unbekannten Ausmaßes abgeschlossen hat. Diese Versicherung hat auch sofort geblockt, ob zu recht oder unrecht wissen wir nicht genau. Was mich gewundert hat ist, dass selbst die Anwälte der Rechtsschutzversicherung in diesem Fall nicht klagen wollten und sich einfach dumm gestellt haben.
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Re: Überspannungsschaden, wer zahlt ?

Beitragvon Efan » Do 24. Okt 2013, 11:30

Wie kann man eine Klage nur von einer Rechtschutzversicherung abhängig machen? Und dann auch noch von Rechtsschutzversicherungen von Nachbarn.

Anwälte sind unbestritten teuer, aber die erste Instanz ist dafür auch unbestritten billig, teuer wird es erst, wenn man langjährig erfolglos durch die Instanzen schlittert. Ob man aber erfolglos ist, weiß man erst nach einem ersten Prozeß.

Man hätte ja wenigstens mal das Amtsgericht antesten können.

Mir scheinen bei diesem Falle Informationen zu fehlen, denn wer weiß schon, ob die Firma oder der Baggerfahrer wirklich kein Geld hat, das weiß man nur mit einem Titel bewaffnet zusammen mit einem Gerichtsvollzieher. Und dafür braucht man, siehe oben, ein Urteil.

Man verklagt auch niemals eine Versicherung, sondern immer den Verursacher, es ist sein Problem, ob er eine Haftpflicht hat oder nicht, und ob diese es auf eine Klage ankommen läßt.
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