Schnellladung Zuhause und Lastabwurf

Chamäleon Lader und Ladeboxen - Themen, die das Laden des Renault ZOE betreffen

Schnellladung Zuhause und Lastabwurf

Beitragvon ev4all » Mo 12. Aug 2013, 19:46

Hallo,

bei der ganzen Diskussion um Schnellladung hier ging mir gerade wieder eine Frage durch den Kopf, die ich mir schon mal gestellt habe, als ich noch den Zoe anvisiert hatte:

Ein Hausanschluss bei mir in der Gegend hat ist typischerweise für 63 A, bzw. 43 kW ausgelegt. Wenn ich jetzt schon z.B. einen Durchlauferhitzer habe mit 27 kW, dann wäre doch die 22 kW Schnellladung nur bei Verwendung einer Lastabwurfschaltung möglich, oder? D.h, wenn der Durchlauferhitzer anspringt, wird die Schnellladung unterbrochen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das so problemlos möglich ist. Ein ähnliches Problem könnte auch bei Vorhandensein einer größeren Wärmepumpe auftreten.

Würde mich interessieren, ob ich mit meiner Einschätzung richtig liege, und ob schon jemand dies gelöst hat.

Gruß,
ev4all
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Re: Schnellladung Zuhause und Lastabwurf

Beitragvon ATLAN » Mo 12. Aug 2013, 22:35

Lastabwurfschaltungen sind an sich kein Problem, entweder über eigene Steuergeräte ("Stromrelais") die dann ein Schütz schalten, oder der Durchlauferhitzer hat eine solche Schaltung zB. schon integriert, so wie meiner, und schaltet je nach Phasenlast die einzelnen Heizregister an oder ab. Lastabwurf ist also nichts wirklich teures oder unmögliches.

MfG Rudolf
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Re: Schnellladung Zuhause und Lastabwurf

Beitragvon mlie » Di 13. Aug 2013, 00:17

Lastabwurf ist grundsätzlich kein Problem, du kannst die Warmwasserbereitung abwerfen (und diese Ihrerseits die Nachtspeicheröfen abwerfen), das ist nur ein Lastabwurfrelais und ein paar Drähte.

Natürlich gibt es für die Ladezeit von einer Stunde dann kein Warmwasser - also vorher gucken, ob die Gattin gerade unter der Dusche steht und dabei ist, das Shampoo oder schlimmer noch Färbung in die langen Haare einzuarbeiten - da herrscht durchaus größerer Warmwasserbedarf... Diesen Fehler (arbeiten am Stromnetz und duschen) macht man aber nur einmal. :idea: Mittlerweile hab ich Pellets mit 1500l Pufferspeicher nd Edelstahlwarmwasserwendel, da hab ich das Problem nicht mehr, das geht zur Not auch ganz ohne Strom.

Ansonsten, wenn du noch keine SLS, sondern nur 3x63A NHs im HAK hast, gibt es auch die Risikovariante ohne Lastabwurf, das geht schon ne zeitlang gut. Man sollte aber NHs und Plombenzange für den Fall der Fälle griffbereit haben.

Beim Szenariodenken kommt aber wohl der worst case durch: Man will essen gehen, das Auto ist leer, also Schnelladen mit 22kW, zum essen gehen will die Freundin/Ehefrau noch duschen - das rummst wohl. Also Reihenfolge beachten: Erst duschen lassen, bis die Gattin dann vollständig angezogen ist, ist das Auto danach auch schon ausreichend geladen. ;-)
Praktische Alternative: DLE begrenzt auf 18kW, geht gerade so auf, reicht zum duschen und man kann sogar noch Licht im Haus anhaben. :mrgreen:
Beste Alternative: Pellets/Solar/PV mit Heizstab für WW, oder Ladung mit 11kW oder Hausanschlusserhöhung mit Wandlermessung auf 100A. Zwei Möglichkeiten davon sind recht teuer...

Viele Grüße,
Martin
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Bevor man den 200. Tröt zu einem längst ausdiskutierten Sachverhalt aufmacht, IMMER erstmal die Suche benutzen. Es gibt in diesem Forum KEIN Elektroautothema, welches nicht schon längst abschliessend diskutiert wurde!
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Re: Schnellladung Zuhause und Lastabwurf

Beitragvon ev4all » Sa 17. Aug 2013, 11:48

Ihr würdet dann also dem Ladevorgang den Vorrang geben. Somit dürfte es dabei keine Probleme geben. Dann schon eher mit der Familie ;)
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Re: Schnellladung Zuhause und Lastabwurf

Beitragvon eDEVIL » Sa 17. Aug 2013, 14:35

optimal wäre ein Schnellader, der vom aktuellen verbrauch des Hauses limitiert wird, also z.b. 43KW-25KW=18KW
Wenn man aber nciht rgad mit 2 DE arbeitet oder parallel Wärmepumpe o.ä. im BEtrieb hat, dürfte ein 22KW kaum limitiert werden, da der DE sich ja entsprechend regelt und nur anfangs mal kurz volle Leistung benötigt.
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Re: Schnellladung Zuhause und Lastabwurf

Beitragvon ev4all » Sa 17. Aug 2013, 16:19

Mein 27 kW DLE regelt zwar auf die eingestellte Temperatur, aber wenn ich 60 °C einstelle und die Badewanne fülle, dann zieht er schon mal 10 Minuten lang 25-27 kW.

Wenn jetzt mit Lastabwurfrelais der DLE Vorrang hätte und der Zoe-Ladevorgang für die Dauer der Wasserentnahme unterbrochen würde, würde der Zoe den Ladevorgang anschließend fortsetzen? Ich vermute mal nicht, oder? Dann wäre es wohl nicht sinnvoll, das so zu verschalten.
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