Notladekabel Ende 2013 Anfang 2014

Chamäleon Lader und Ladeboxen - Themen, die das Laden des Renault ZOE betreffen

Re: Notladekabel Ende 2013 Anfang 2014

Beitragvon Robert » So 6. Okt 2013, 07:05

Für uns Pisa-Problemfälle :mrgreen: : Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Karthago zerstört werden muss.
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Re: Notladekabel Ende 2013 Anfang 2014

Beitragvon Jürg » So 6. Okt 2013, 09:23

AbRiNgOi hat geschrieben:

Nicht nur, dass wir nur 70% der 10A als Wirkleistung verwenden, kommen dann noch einmal nur 65% der bezahlten Wirkleistung im Accu an.



Wie kommst du auf diese 65% ?
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Re: Notladekabel Ende 2013 Anfang 2014

Beitragvon Twizyflu » So 6. Okt 2013, 09:45

Robert hat geschrieben:
Für uns Pisa-Problemfälle :mrgreen: : Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Karthago zerstört werden muss.


http://de.m.wikipedia.org/wiki/Ceterum_ ... e_delendam :mrgreen:
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Re: Notladekabel Ende 2013 Anfang 2014

Beitragvon AbRiNgOi » So 6. Okt 2013, 10:47

Jürg hat geschrieben:
AbRiNgOi hat geschrieben:

Nicht nur, dass wir nur 70% der 10A als Wirkleistung verwenden, kommen dann noch einmal nur 65% der bezahlten Wirkleistung im Accu an.



Wie kommst du auf diese 65% ?


Ganz einfach, der Accu hatte vor dem Laden einen SOC von 45%, bei einer Gesammtkapa von 22kWh fehlen also genau 12,1kWh. Der Leistungsmesser hat am Schluss 18,939 kWh verbrauchter Energie angezeigt (wohl gemerkt Wirkleistung) oder aber auch über die Zeit 11:36 * 1640W = 19kWh
Und wenn ich nun die bezahlte Energie in Relation zu der im Accu setze: 12,1 zu 19 komme ich auf ca. 64%.

Ich denke, dass ist weil die 240V Wechselspannung auch im peek weit unter der Batteriegleichspannung ist. Und weil es keinen Trafo gibt (bitte gar nicht daran denken hier wieder Fi Typ .. nein ich sags nicht) kann die Spannung auch nicht angehoben werden. Nur durch die Induktivität der Antriebsmaschine wird durch Stromunterbrechung (ähnlich wie ein Zündunterbrecher nur viel schneller) eine höhere Spannung ereicht. Eben mit einem mießerablen Wirkungsgrad.

Meine Erkenntnis: nur mit 400V laden, sonst wirds teuer.
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Re: Notladekabel Ende 2013 Anfang 2014

Beitragvon Jogi » So 6. Okt 2013, 11:27

Vielleicht erklär' ich's einfach mal aus meiner Sicht:

Der alte Cato, der ansonsten ein recht vernünftiger Mann gewesen sein soll, schloß jede seiner Senatsreden, egal ob es um Handelsbeziehungen, soziale oder militärische Fragen ging, mit eben jener Forderung nach der Zerstörung Karthagos.
Die Karthager machten von Nordafrika aus der römischen Flotte die Vormachtstellung im Mittelmeer streitig, und das konnte man in Rom natürlich nicht hinnehmen.
Die Folge waren drei Kriege (die punischen), mit dem "krönenden" Abschluss, dass der römische Senat das ohnehin schon völlig zerstörte Karthago in einem feierlichen Akt umpflügen ließ.
Cato's ceterum censeo wurde also schlussendlich erfüllt.

"Mein" ceterum censeo ist nicht von destruktiver, sondern konstruktiver Art:
Ich fordere Renault auf, die Chamäleon-Fahrzeuge (oder das "Notladekabel") mit einer Kompensationseinheit auszustatten, die den Blindstrom weitgehend kompensiert.
Wenn früher alles besser war,
hätte man's ja auch so lassen können.
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Re: Notladekabel Ende 2013 Anfang 2014

Beitragvon dibu » So 6. Okt 2013, 12:07

Jogi hat geschrieben:
"Mein" ceterum censeo ist nicht von destruktiver, sondern konstruktiver Art:
Ich fordere Renault auf, die Chamäleon-Fahrzeuge (oder das "Notladekabel") mit einer Kompensationseinheit auszustatten, die den Blindstrom weitgehend kompensiert.

Wenn das technisch möglich ist:
- warum wird das nicht schon gemacht?
- wie aufwendig/teuer ist das?
- kann man so etwas damit koppeln, die Frequenz beim Laden zu ändern (verdoppeln?), damit das ewige (hörbare) Fiepen beim Laden aufhört?
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Re: Notladekabel Ende 2013 Anfang 2014

Beitragvon Jürg » So 6. Okt 2013, 13:30

Jogi hat geschrieben:
"Mein" ceterum censeo ist nicht von destruktiver, sondern konstruktiver Art:
Ich fordere Renault auf, die Chamäleon-Fahrzeuge (oder das "Notladekabel") mit einer Kompensationseinheit auszustatten, die den Blindstrom weitgehend kompensiert.


Ja, damit würde die Blindleistung die zwischen dem Erzeuger und dem Zoe hin und her pendelt weitgehend eliminiert. Was aber würde sich damit im Bezug auf Ladezeit (z.B. 11Std 36Min) und Verluste (z.B. 35%) ändern? Meiner Meinung nach nur die ohmschen Verluste zwischen dem Zähler und der Ladestation (wo die Kompensation ist) durch die Reduktion des Stromes und die sind sicher nicht sehr gross. Oder sieht du das anders?
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Re: Notladekabel Ende 2013 Anfang 2014

Beitragvon Jogi » So 6. Okt 2013, 14:05

Jürg hat geschrieben:

Ja, damit würde die Blindleistung die zwischen dem Erzeuger und dem Zoe hin und her pendelt weitgehend eliminiert. Was aber würde sich damit im Bezug auf Ladezeit (z.B. 11Std 36Min) und Verluste (z.B. 35%) ändern? Meiner Meinung nach nur die ohmschen Verluste zwischen dem Zähler und der Ladestation (wo die Kompensation ist) durch die Reduktion des Stromes und die sind sicher nicht sehr gross. Oder sieht du das anders?

Nach meinem Verständnis muß die Kompensation zwischen der induktiven Last (dem Motor) und dem Netzanschluss (der Steckdose) erfolgen, nur dann ermöglicht sie die optimale Nutzung der an der Steckdose zur Verfügung stehenden Leistung, die dann zu +/-90% als Ladeleistung in der Batterie ankommen sollte.

Wie beim konventionellen Einphasenlader.

Womit wir bei der Frage sind, ob es nicht sinnvoller wäre, gleich einen zusätzlichen separaten Einphasenlader im Auto zu verbauen.
Das wäre wahrscheinlich nur unwesentlich teuerer, brächte aber noch mehr Flexibilität bei der Wahl der Ladeleistung bis hinunter zu 6A, also ~1,4kW.

Eine Kompensation muß nämlich genau auf die Charakteristik der Blindleistungsaufnahme abgestimmt sein, und die ändert sich beim Chamäleon mit der Stromstärke erheblich.
Also entweder eine Kompensation mit automatischer Adaption oder eben ein zusätzlicher Einphasenlader, dann wäre der ZOE für alle AC-Ladungssituationen gleichermaßen gut geeignet.

Auf Fotos älterer ZOE-Studien sind auch noch zwei Ladeanschlüsse nebeneinander zu sehen, was auf zwei verschiedene Ladetechnologieen schliessen läßt.
Vermutlich hat man den Einphasenlader dann für die Serie einfach für überflüssig erklärt, um den Preis zu drücken.
Wenn früher alles besser war,
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Re: Notladekabel Ende 2013 Anfang 2014

Beitragvon Jürg » So 6. Okt 2013, 14:35

Jogi hat geschrieben:
Nach meinem Verständnis muß die Kompensation zwischen der induktiven Last (dem Motor) und dem Netzanschluss (der Steckdose) erfolgen, nur dann ermöglicht sie die optimale Nutzung der an der Steckdose zur Verfügung stehenden Leistung, die dann zu +/-90% als Ladeleistung in der Batterie ankommen sollte.


Ja, aber die Kompensation würde die Blindleistung und die Ladeverluste des Laders nicht reduzieren. Das Ziel muss sein, die Blindleistung und die Ladeverluste zu reduzieren. Und da bin ich auch deiner Meinung, dass das nur mit einem zusätzlichen Lader für 240V sinnvoll ist.
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Re: Notladekabel Ende 2013 Anfang 2014

Beitragvon Batterie Tom » So 6. Okt 2013, 18:50

Danke für die interessante Messung. Es bestärkt mich in meiner Meinung, dass ich für meinen
ZOE das Notladekabel definitiv nicht anschaffen werde. Bei der Ladezeit bekomme ich ja die Krise.
Soviel NOT kann ich gar nicht haben. Da lass ich mich lieber ein paar Kilometer abschleppen - da geht die NOT viel
schneller vorbei.
Mein alter Vectrix (Elektromotorrad) zieht übrigens dieselbe AC Wirkleistung - 1650 Watt AC aus der Steckdose - nur der hat 1/4 der Batteriekapazität vom ZOE.
Beste Grüße Tom

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