Normale Steckdose als dauerhafte Ladestrategie?

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Re: Normale Steckdose als dauerhafte Ladestrategie?

Beitragvon Vanellus » So 7. Jun 2015, 14:33

Niemand behauptet, dass Schukoladung mit 10 A, oder meinetwegen an besonders geprüften auch mit 14 A, nicht geht. Aber eben nicht unbesehen an jeder Schukosteckdose. Und wo der Unterschied liegt, ob's geht oder nicht ist ausreichend beschrieben worden.
Ich persönlich würde es nicht empfehlen, nicht weil ich ein hochnäsiger Zoe-Fahrer wäre (mal etwas neues, sonst sind Renault-Fahrer doch nicht so angesehen) - ich lade Zuhause über Typ 2 seit 2 Jahren mit 3,7 kW - sondern weil ich die Wallbox habe weil sie inklusive war. Ich habe mir auch kein Schuko-Ladekabel angeschafft.
Ich weiß, was 3,7 kW im normalen Haushalt sind: nämlich ziemlich viel. Die dicksten Verbraucher bei mir, die über Schuko angeschlossen werden, sind das Bügeleisen und ein Wasserkocher. Beide nehmen 10 A = 2,3 kW. Der Wasserkocher für vielleicht 3-4 Minuten; das Bügeleisen heizt für vielleicht eine Minute und geht dann thermostatisch gesteuert wieder aus für 1-2 Minuten. Gerade deshalb betonen ja Bernd, Atlan und Roland, dass 2,3 kW über 10 Stunden ununterbrochen doch eine andere Hausnummer sind. Wenn es heiß werden sollte, wird es immer heißer und heißer ...
Im Gegensatz zu mir und den meisten in diesem thread sich Äußernden sind Bernd und Roland vom Fach, die Typ 2-Ladesäulen selbst bauen und das verantwortlich machen. Ich würde schon darauf hören.
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Re: Normale Steckdose als dauerhafte Ladestrategie?

Beitragvon Karlsson » So 7. Jun 2015, 15:21

rolandk hat geschrieben:
Würde es genügend DC-Lademöglichkeiten für die Fahrzeuge deutscher Hersteller geben, dann würde es die Ladung per Schuko-Dose nicht geben. Da bin ich mir 100%ig sicher.

Da die DC wohl kaum zuhause haben - sollen die dann immer nur auswärts laden?
Ich denke, dass sich das e-Auto nur durchsetzt wenn man im Normalfall lädt, während man ohnehin etwas anderes macht. Aber auch keinen Fall sollte man da immer neben dem Auto stehen und warten müssen.
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Re: Normale Steckdose als dauerhafte Ladestrategie?

Beitragvon Berndte » So 7. Jun 2015, 15:24

graefe hat geschrieben:
...Da ich bendt bereits vergeblich per PN um Aufklärung gebeten habe darf ich jetzt nochmal öffentlich sagen: Aussagen wie "0,8 Beta" sind albern und unsachlich. ...

Schreibe doch gleich Öffentlichkeit, mache ich ja auch und stehe zu meinen Aussagen.

Wer nicht nur um den Kirchturm fahren will, der braucht auch mehr Ladeleistung. Auch daheim... Noch nie mit leerem Akku von der Arbeit gekommen und es sollte gleich weiter gehen?
Und die persönlichen Lebensumstände können sich schnell ändern.

Jeder soll doch Laden, wie er möchte.
Ich warne nur davor sich an jeder x-beliebigen Schukosteckdose blauäugig anzustecken!
Und daheim halt die Installation vom Fachmann überprüfen zu lassen. Wenn eine neue Zuleitung verlegt werden muss, warum dann nicht gleich richtig? Die Mehrkosten für eine stärkere 3-phasige Leitung sind da doch zu vernachlässigen.

Gruss Bernd
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Re: Normale Steckdose als dauerhafte Ladestrategie?

Beitragvon rolandk » So 7. Jun 2015, 15:41

Karlsson hat geschrieben:
Da die DC wohl kaum zuhause haben - sollen die dann immer nur auswärts laden?

ja, ganz sicher. Bei Verbrennern stellt da doch auch niemand die Frage, ob man es nicht auch zuhause machen könnte. Nicht mal bei LPG, was sogar möglich wäre.

Karlsson hat geschrieben:
Ich denke, dass sich das e-Auto nur durchsetzt wenn man im Normalfall lädt, während man ohnehin etwas anderes macht. Aber auch keinen Fall sollte man da immer neben dem Auto stehen und warten müssen.


Gehe davon aus, das für solche Fälle dann tatsächlich bezahlbare DC-Ladestationen entwickelt werden, die dann aber auch nicht mit 3,7kW, sondern mit mindestens 11kW bedient werden, und die dann sicher auch in irgendeiner Form addressierbar sein werden. Das, was sich bei den Stromzählern im Moment entwickelt wird sich in der Ladetechnik mit Sicherheit wieder finden. Ich bin selber gespannt mit welchen "tollen" Argumenten uns das verkauft werden wird.

Autostrom wird dann auch entsprechend besteuert werden.

Ich bin mir sicher, das es ganz genau so kommen wird.

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Re: Normale Steckdose als dauerhafte Ladestrategie?

Beitragvon Karlsson » So 7. Jun 2015, 23:52

rolandk hat geschrieben:
Karlsson hat geschrieben:
Da die DC wohl kaum zuhause haben - sollen die dann immer nur auswärts laden?

ja, ganz sicher. Bei Verbrennern stellt da doch auch niemand die Frage, ob man es nicht auch zuhause machen könnte.

Weil
1) der Aufwand viel größer wäre
2) der Zeitaufwand fürs tanken sehr klein ist. Hab da mal auf die Uhr geschaut...4 Minuten nachdem ich an die Tanke gefahren war, hatte ich getankt, gezahlt und war wieder auf der Straße. Das reicht selbst bei flotter Fahrweise immer für 600km. Also Tankaufwand inkl bezahlen <1min/100km. Sparsamer gefahren eher 30s/100km Reichweite.
Bei 50kW und 15kWh/100km sind es dagegen schon 18 Minuten für 100km.
Wenn ich dagegen Zuhause den Wagen nur eben anstecke und nicht warten muss und er morgens voll ist, unterbiete ich beim Zeitaufwand den Verbrenner noch. Und das auch mit Schuko.

rolandk hat geschrieben:
Gehe davon aus, das für solche Fälle dann tatsächlich bezahlbare DC-Ladestationen entwickelt werden, die dann aber auch nicht mit 3,7kW, sondern mit mindestens 11kW bedient werden,

Warum soll man das Ladegerät dann nicht einfach ins Auto bauen, damit man überall den schon verfügbaren Wechselstrom nutzen kann?


rolandk hat geschrieben:
Autostrom wird dann auch entsprechend besteuert werden.

Strom wird doch schon besteuert. Ich habs nicht nachgerechnet, hatte aber mal gelesen, dass Strom höher als Benzin besteuert wird - bezogen auf die Energiemenge. Da muss man gar nicht mehr tätig werden.
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Re: Normale Steckdose als dauerhafte Ladestrategie?

Beitragvon Berndte » Mo 8. Jun 2015, 06:22

Weil du gefälligst nicht an jeder normalen Steckdose zu laden hast!
Nur an entsprechend registrierten Autostrom Steckdosen.

Und nur weil schon besteuert, heißt das noch lange nicht, dass man nicht noch eine Steuer drauf legen kann.
Gleichzeitig erschlägt man auch nach diese Unsitte anonym mit Bargeld zu zahlen.
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Re: Normale Steckdose als dauerhafte Ladestrategie?

Beitragvon Alex1 » Mo 8. Jun 2015, 16:38

Oh ja, Bernd, das schwant mir auch schon...

Deshalb schnell zu Hause mindestens CEE einbauen, so stark, wie es geht, wenn nicht gleich eine Wallbox! So ist die Chance am größten, dass man nachher unter Bestandschutz fällt... :roll:

Und wenn irgendwann mal (...) gaaanz viele EVs gleichzeitig gaaanz viel Saft zapfen, sollten die intelligenten Zähler losschlagen, die ja angeblich schon massentauglich sind. Könnte man ja so einstellen, dass der, der unbedingt schnell laden muss/will, halt in der Stunde mehr pro kWh zahlt als der, dem es auf eine Stunde mehr oder weniger nicht ankommt. Priorisierungsmanagement und so... :twisted:
Herzliche Grüße
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Re: Normale Steckdose als dauerhafte Ladestrategie?

Beitragvon Karlsson » Mo 8. Jun 2015, 17:37

Ach quatsch, in der eigenen Garage herscht weiter Anarchie :lol:
Da kommt der Strom dann unversteuert vom Dach und sei es über Teslas Powerwall. Irgendwo ist auch mal Feierabend, da ist der Aufruf zum Ungehorsam dann die Pflicht des mündigen Bürgers 8-)

Aber das ist mal ein positiver Aspekt - nichts ist so verbreitet wie Schuko. Und reicht ja wie gesagt beim entstprechendem Nutzungsprofil auch aus.
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Re: Normale Steckdose als dauerhafte Ladestrategie?

Beitragvon Alex1 » Mo 8. Jun 2015, 17:50

Har har, Karlsson als Revoluzzer :lol:

Weiß das Deine Regierung? Tu pist ja ein Witerporst!

Bist Du jetzt ein Wolf im Schafspelz oder ein Schaf im Wolfspelz? :D
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Re: Normale Steckdose als dauerhafte Ladestrategie?

Beitragvon rolandk » Mo 8. Jun 2015, 18:54

Karlsson hat geschrieben:
Ach quatsch, in der eigenen Garage herscht weiter Anarchie :lol:
Da kommt der Strom dann unversteuert vom Dach und sei es über Teslas Powerwall.


Wieso war mir klar, das das jetzt kommt? :-)

Solange Du da eine Insellösung hast, könntest Du damit sogar Erfolg haben. Aber wehe, Du speist öffentlich auch nur ein Watt ein..... Dann kommt nämlich die Steuer auf Eigenverbrauch! Das ist jetzt schon Gesetz, wird aber nicht angewandt....

Und genauso kreativ wie bei den PV-Anlagen ist das Finanzministerium ganz sicher auch beim Autostrom.

Wahrscheinlich gibt es deswegen noch keine Förderung..... weil man noch nicht weiß, wie man das Geld (und mehr) wieder rein holt.

Übrigens, ich weiß auch schon, wie das Werbetechnisch aussehen könnte:

"Laden Sie jetzt zu Hause mit 10kW DC ... Das ist mindestens 3 x schneller!"

Naja, wir werden ja sehen.....

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