Normale Steckdose als dauerhafte Ladestrategie?

Chamäleon Lader und Ladeboxen - Themen, die das Laden des Renault ZOE betreffen

Re: Normale Steckdose als dauerhafte Ladestrategie?

Beitragvon fbitc » So 7. Jun 2015, 11:08

Berndte hat geschrieben:
Ich halte diese Aktion, jetzt das Notladekabel und eine Schukosteckdose (welche 14A kann) beizulegen für gefährlich.
Wer baut denn diese Steckdose jetzt an? Erst einmal wird an der normalen Garagendose geladen, aber dann gibt es ja den Reiz doch mit 14A und so schneller zu laden. Also schnell mal die alte Steckdose gegen die neue von Renault freigegebene getauscht.... das macht man dann auch noch selber, weil kann ja nicht so schwer sein.

Renault wäscht seine Hände in Unschuld ...
Auszug aus der Preisliste:
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Zur schnelleren Schuko[emoji768]-Ladung mit 14 A. Prüfung und evtl. Anpassung der Elektroinstallation beim Kunden sowie Wandmontage der 14 A-Steckdose und des FI Typ A sind vom Z.E. READY Partner THE MOBILITY HOUSE durchzuführen und mit zusätzlichen Kosten verbunden.
Grüße Frank
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Re: Normale Steckdose als dauerhafte Ladestrategie?

Beitragvon rolandk » So 7. Jun 2015, 11:55

Also wenn Ihr ihm die Absolution erteilt ist es ja super. Wenn ihm dann die Bude abfackelt steht ihr dafür sicher auch gerade.

Woher wißt ihr denn, wie seine Anschlußsituation tatsächlich gesichert ist? Der OP hat sich doch mit keiner Silbe im positiven Sinne dazu geäußert, eher doch negativ (lange Leitung, keine Sicherung). Bei solchen Grunddaten klingeln bei mir die Alarmglocken. Wenn dann von Berndte der Einwurf kommt, das er persönlich bei sich die Erfahrung gemacht hat, das die Leitung über das Wohnzimmer einfach nur abgezweigt ist, hat er doch ganz klar gesagt, wo im Allgemeinen die Probleme liegen. Über die allgemeine Umgebung lässt uns der OP doch im dunkeln.

Das Problem dabei ist doch, das Andere das hier auch lesen und dann meinen: Prima... Steckdose reicht, kann ich auch!

Nein, kann man eben nicht. Und wenn hier 25 Leute posten, das es alles prima klappt, würde ich im Leben für den Einzelfall doch keine Zusage machen, das es problemlos klappt. Dann fackelt ihm nämlich die Bude ab, weil sein Elektriker eben nicht gesehen hat, das die Leitung über den Dachboden/Keller an einer Abzweigung angeschlossen war, an der sich eine 25W Lampe befunden hat. Leistungsmässig kein Problem, aber die Verteilerdose (die übersehen wurde) war eben nicht dafür ausgelegt, das über 9-12h 12A oder sogar 16A (bau mal eben 'ne CEE-Blau dran, ist kein Problem!) gezogen werden können.

Da hilft auch nicht der Heizlüfter in der Garage zum testen aus. Erstens mal, weil die normalerweise eben nicht im Dauerbetrieb diese Leistung ziehen und zweitens, weil sich solche Fehler evtl. erst nach mehrmaliger Nutzung manifestieren können.

Das Ergebnis ist dann tatsächlich russisch Roulette.

Wer damit für sich gute Erfahrung gemacht hat, sollte seine Situation aber auch ganz klar heraus stellen. Ein Reihenhaus aus den 70er Jahren kann da schon ein Problemfall sein.

Und ob einem Elektriker die Sachlage wirklich so klar ist, wage ich einmal zu bezweifeln. Denn bisher gab es keine solchen Verbraucher, die über so lange Zeit so viel Leistung verlangt haben. Das sollte dem entsprechenden Fachmann dann aber bitte noch einmal explizit gesagt werden.

Ganz davon ab, hat niemand hier im Forum etwas davon, jemand dazu zu drängen, für etwas Geld auszugeben. Man kann sich die Erfahrung der Masse zu nutze machen. Und wenn der OP der Meinung ist, das er auf die Meinung der Teilnehmer hier in diesem Thread mit Steckdosenladung aufbauen kann, ist es in Ordnung und liegt in seiner Verantwortung.

Aber ich glaube auch, das niemand von uns hier eine Pressemitteilung lesen will "Auto setzt Haus in Brand". Und das alles nur, weil man ein paar Euro fünfzig gespart hat. Und die Erfahrung der meisten hier sagt doch auch aus, das das nächste Fahrzeug auch elektrisch sein wird. Wird dann die Schukoleistung noch reichen? Dann doch gleich von Anfang an Nägel mit Köpfen, aber kein Flickwerk.

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Re: Normale Steckdose als dauerhafte Ladestrategie?

Beitragvon Karlsson » So 7. Jun 2015, 12:00

Wenn die Effizienz beim 210er nicht so mies wäre, hätte ich an Schuko gar nichts auszusetzen.
Wenn man eh neu installieren muss, nimmt man natürlich was größeres. Aber bei manchen bedeutet das einfach Aufwand, der nicht sein muss. Gerade wenn es eine Lösung auf Zeit ist.

Bei mir ist das beim 210er und dann bald 14A halt mehr so ein Notnagel.

Aber wie die Effizienz beim 240er dann wirklich aussieht, hat ja nun auch noch keiner aus der Praxis bestätigt.
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Re: Normale Steckdose als dauerhafte Ladestrategie?

Beitragvon lingley » So 7. Jun 2015, 12:27

Ich habe hier ein negatives Beispiel - Schuko 10A Dauerbetrieb:
Im Winter 2012 hatte ich die Idee durch Heizlüftereinsatz in meinen damaligen Verbrenner mir die morgendliche Scheibenkratzerei zu ersparen.
Also flucks die Terrassendose inspiziert, das Verlängerungskabel vom Rasenmäher 20m 1,5 mm2 geschnappt und Heizlüfter so postiert das die Scheibe ca.45min. angepustet wird.
Etwas mehr als 10A flossen gemessen durch die Ltg. Das ging drei Wochen gut.
Bis ich eines morgens in ein eiskaltes Auto stieg und mir die Augen raus und Kinnlade runterfiel :shock:
Die 230V Kupplung im Fussraum war zu einem Plasikklumpen verschmolzen.
Zum Glück hat das Ganze nicht angefangen zu brennen !
Also, es mag ja mit Schuko tausendmal gut gehen, muss es aber nicht und wenn ....
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Re: Normale Steckdose als dauerhafte Ladestrategie?

Beitragvon Solarstromer » So 7. Jun 2015, 12:40

graefe hat geschrieben:
Aussagen wie "0,8 Beta" sind albern und unsachlich.


Richtig. Das GE Forum ist ein ZOE lastiges Forum und nur weil zumindest der alte ZOE nicht vernünftig mit kleine Ladeleistungen umgehen kann, taugen verallgemeinert kleine Ladeleistungen nichts.

Wer sich mal grafisch die Stromverbräuche in einem privaten Haushalt angesehen hat, weiß, dass selbst 3,6 kW Ladungen dort richtige Hämmer sind. Ich überwache die Stromverbräuche in meinem Zweifamilienhaus grafisch. Und obwohl Herd/Waschmaschine/Wäschetrockner/... doppelt vorhanden sind, können sämtlich andere Geräte zusammen immer nur für einen kurzen Zeitraum gegen eine 3,6 kW Ladung anstinken.

Sollte sich in Zukunft die Elektromobilität durchsetzten und jeder Hansel mit 11, 22 oder gar 43 kW wahllos (ohne Regelung vom Netz) seinen Akku vollmachen wollen, dann wird das nix. Weder vom Netz, noch von der Stromerzeugung her. Manche scheinen nicht zu wissen, dass Ortsnetztrafos mit typisch 1 kW Leistung pro privater Wohneinheit dimensioniert sind.

Die Ladeleistung ohne Regelung vom Netz (Smart Grid, ...) sollte zu Hause meiner Meinung bei 2,0 - 3,6 kW liegen. Nur wer triftige Gründe hat, sollte auch größere Leistungen nutzen. Also wenn man den Akku schnell vollhaben muss, z.B. bei Langstreckenfahrten.
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Re: Normale Steckdose als dauerhafte Ladestrategie?

Beitragvon HubertB » So 7. Jun 2015, 13:20

Ich bin kein Elektriker, schreibe hier also nur was ich an seiner Stelle machen würde.
Outlaw hat geschrieben:
Die Garage hat aber eine "normale" (Deutschland) Steckdose, an der ich normalerweise harmlose Dinge wie den Rasenmäher anschließe. Die Leitung bis zum Knotenpunkt im Haus ist recht lang und hat keine eigene Sicherung, bzw. teilt sich die Sicherung mit der Heizung (die ich Nachts in 99% der Fälle aus habe).

In der Situation würde ich vom Elektriker prüfen lassen, ob man an den Knotenpunkt im Haus rankommt und eine einzeln abgesicherte Leitung draus machen kann. Wann ja, würde ich das machen lassen. In der Garage würde ich mir dann noch eine CEE Blau neben die Schuko setzen lassen, das kostet wenig und beruhigt die Nerven.
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Re: Normale Steckdose als dauerhafte Ladestrategie?

Beitragvon bash_m » So 7. Jun 2015, 13:56

Zusätzliche Gedanken hierzu:
1. Man spart sich über die Jahre einiges an Geld was nicht als Wärmeverluste umgesetzt werden als wenn man einen etwas größeren Querschnitt verlegen würde. Hochgerechnet auf die Autolebensdauer amortisiert sich das dickere Kabel eventuell.
Ob das der Fall hier ist kann man nicht sagen, bei mir war es jedenfalls so, dass sich das ganze nach 8 Jahren bereits bezahlt macht. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass ich den Rest meines Autofahrerlebens ein EV fahren werde.
2. Die Kupferpreise steigen und steigen. Umso länger man wartet umso teurer wird es falls man es doch in Zukunft mal auf höhere Stromstärken und 3 Phasen aufrüsten will.
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Re: Normale Steckdose als dauerhafte Ladestrategie?

Beitragvon ATLAN » So 7. Jun 2015, 13:59

Solarstromer hat geschrieben:
Richtig. Das GE Forum ist ein ZOE lastiges Forum und nur weil zumindest der alte ZOE nicht vernünftig mit kleine Ladeleistungen umgehen kann, taugen verallgemeinert kleine Ladeleistungen nichts.


Die Aspekte der Elektrotechnischen Sicherheit gelten für alle Verbraucher, völlig unerheblich von wem sie in verkehr gebracht wurden und wie effizent sie auch immer sein mögen. Und JEDES E-Kfz Ladegerät ist schlussendlich ein Verbraucher im Sinne der Elektrotechnik.

Ich kann nur dringend empfehlen,bestehende Haushaltssteckdosen samt der Leitungswege vor dauerhafter Beaufschlagung mit der Leistung einer Notladeeinrichtung einer ordentlichen Prüfung durch eine Fachkraft unterziehen zu lassen, vorallem im eigenen Interesse.

Und da wir bei der E-Mobilität immer noch am Anfang sind und auch die Fachkräfte sich der Tatsache der über viele Stunden ununterbrochen anliegenden Leistung nicht immer bewusst sind, auch bitte explizit auf die Tatsache hinweisen, das hier 2,2kW über bis zu 12 Std. gezogen werden könnten.

MfG Rudolf
Ab 18-11-2013 Fluence, seit 16-6-2015 MS 85D, seit 16-6-2017 MX 90D :-D Gratis SuC gefällig? :) http://ts.la/rudolf798
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Re: Normale Steckdose als dauerhafte Ladestrategie?

Beitragvon graefe » So 7. Jun 2015, 14:19

ATLAN hat geschrieben:
Ich kann nur dringend empfehlen,bestehende Haushaltssteckdosen samt der Leitungswege vor dauerhafter Beaufschlagung mit der Leistung einer Notladeeinrichtung einer ordentlichen Prüfung durch eine Fachkraft unterziehen zu lassen, vorallem im eigenen Interesse.

Und da wir bei der E-Mobilität immer noch am Anfang sind und auch die Fachkräfte sich der Tatsache der über viele Stunden ununterbrochen anliegenden Leistung nicht immer bewusst sind, auch bitte explizit auf die Tatsache hinweisen, das hier 2,2kW über bis zu 12 Std. gezogen werden könnten.


So würde ich das auch unterschreiben (außer dass man die einzige serienmäßige Lademöglichkeit und somit der de facto Standard bei allen deutschen Herstellern nicht als "Notladung" verunglimpfen sollte ;) ).
BMW i3 (94Ah), Smart (451) ED Cabrio mit 22kW-Bordlader
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Re: Normale Steckdose als dauerhafte Ladestrategie?

Beitragvon rolandk » So 7. Jun 2015, 14:29

graefe hat geschrieben:
außer dass man die einzige serienmäßige Lademöglichkeit und somit der de facto Standard bei allen deutschen Herstellern nicht als "Notladung" verunglimpfen sollte ;) ).


Würde es genügend DC-Lademöglichkeiten für die Fahrzeuge deutscher Hersteller geben, dann würde es die Ladung per Schuko-Dose nicht geben. Da bin ich mir 100%ig sicher. Es ist ein Notbehelf, keine Verunglimpfung.

Diese Lademöglichkeit weg zu lassen, würde 1. Geld sparen (dem Hersteller) und man hätte 2. weiterhin den Autofahrer, der verpflichtet wäre bestimmte Ladepunkte anzufahren. Wenn man könnte, würde man es weg lassen. Ganz sicher!

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