Ladeversuch ZOE - mit kleiner Leistung

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Re: Ladeversuch ZOE - mit kleiner Leistung

Beitragvon stromer » So 2. Mär 2014, 02:22

Die Messung am Leaf habe ich nun durchgeführt. Der Leaf hat von 9 %. - 95 % konstant mit 3,6 kW geladen und dann das Laden bei 95 % ohne Balancing beendet. Insgesamt waren es 22,3 kWh. Auch bei einem wiederholten Ladevorgang war das so. Vermutlich wird das Balancing nicht bei jedem Ladevorgang durchgeführt. Das macht den Vergleich jetzt nicht einfacher, da die meisten Verluste ab 95 % entstehen.

Ladung Zoe 6 -90 % = 84 % von 22 kWh = 18,5 kWh : 20,6 kWk x 100 = 89,8 %. Ladezeit 6:00 h

Ladung Leaf 9 - 94 % = 85 % von 24 kW = 20,4 kWh : 22,3 kWh x 100 = 91,5 % Ladezeit 6:05 h

Kennt jemand die Intervalle in denen der Leaf das Balancing durchführt ?
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Re: Ladeversuch ZOE - mit kleiner Leistung

Beitragvon Blitz » So 2. Mär 2014, 23:49

lingley hat geschrieben:
Blitz hat geschrieben:
Zwischen 6 und 90 % komme ich auf einen Wirkungsgrad von 96%. Wenn´s stimmt ...

Na dann schau hier ...
90%.jpg
90%kwh.jpg


@Klaus
die 6% SOC glaube ich nicht ganz, denn nach 6km Reichweite kam "---" und danach bin noch ca. 2km mit "---" Restanzeige unter Ignoranz der roten Lichtorgel nach Hause gefahren. SOC 2-3 % wäre realistischer, denn der Akku war fast leer ...

siebenzwanzig.jpg


@lingley
Deine Messung zweifle ich nicht an :massa:
Habe nur, wie andere, auch Du, Bedenken, ob die prozentualen SOC-Anzeigen auch linear in Energiegehalt des Akkus umgerechnet werden können. Das zu überprüfen wäre aber wohl aufwendig. Ich kann mir nur vorstellen, daß man den Akku kontrolliert entlädt und schaut wie genau die entnommene Energie mit dem angezeigten SOC korreliert. Dann wieder auflädt unter Messung der tatsächlich in die Batterie fliessenden Energie (wie machen?) und wieder mit SOC-Anzeige vergleichen. Und hoffen, daß diese Eichung auch für verschiedene Temperaturen etc halbwegs gilt.
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Re: Ladeversuch ZOE - mit kleiner Leistung

Beitragvon bm3 » Mo 3. Mär 2014, 12:04

@ Stromer:
Das Balancing beim Leaf wird nicht in Intervallen durchgeführt sondern schon während relativ niedrigen SOC-Ständen an einzelnen Zellen die im Verhältnis mehr Spannung haben.
Wie ich anderswo hier schon geschrieben habe lässt sich das mit der App Leafspy verfolgen. Einzelne aktive Balancer wandeln jeweils maximal 3 Watt in Wärmeleistung um, die Auswirkungen des Balancings auf den Ladewirkungsgrad kannst du also vergessen.
Dein errechneter Ladewirkungsgrad beim Zoe erscheint mir aufgrund bereits vorhandener Messergebnisse hier eher zu hoch.Aber gut, jeder misst natürlich was Anderes.

Viele Grüße:

Klaus
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Re: Ladeversuch ZOE - mit kleiner Leistung

Beitragvon stromer » Mo 3. Mär 2014, 13:06

bm3 hat geschrieben:
@ Stromer:
Das Balancing beim Leaf wird nicht in Intervallen durchgeführt sondern schon während relativ niedrigen SOC-Ständen an einzelnen Zellen die im Verhältnis mehr Spannung haben.
Wie ich anderswo hier schon geschrieben habe lässt sich das mit der App Leafspy verfolgen. Einzelne aktive Balancer wandeln jeweils maximal 3 Watt in Wärmeleistung um, die Auswirkungen des Balancings auf den Ladewirkungsgrad kannst du also vergessen.
Dein errechneter Ladewirkungsgrad beim Zoe erscheint mir aufgrund bereits vorhandener Messergebnisse hier eher zu hoch.Aber gut, jeder misst natürlich was Anderes.

Viele Grüße:

Klaus


Ich kannte die App LeafSpy bisher auch nicht und habe mir diese für diese zur Messung extra heruntergeladen und damit den Ladevorgang verfolgt. Aber für mich sieht das jetzt nicht unbedingt danach aus als ob ein Balancing durchgeführt worden wäre. Ich habe das ganze dann vorsichtshalber wiederholt, allerdings mit dem gleichen Ergebnis.

Leaf.GIF


Die Werte des Zoe stammen nicht von mir, sondern von lingley. Diese halte ich schon für realistisch und sie decken sich auch mit anderen Messungen die ich gefunden habe.
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Re: Ladeversuch ZOE - mit kleiner Leistung

Beitragvon bm3 » Mo 3. Mär 2014, 14:51

Auf deinem Bild sieht man doch sehr schön dass kurz vor Ladeende etwa ein Drittel der Balancer aktiviert sind. Kurz vor Ladeende ist die Chance wohl am größten dass möglichst viele Balancer aktiviert sind. Aber selbst bei 30 aktiven Balancern werden noch keine 100 Watt der Ladeleistung in Wärme umgesetzt. Die Ladeverluste durch Balancing sind also eher gering und ein Balancing findet bei jeder Ladung und bereits deutlich vor 90% SOC statt.
Zu den Ladewirkungsgraden reicht für mich das Fazit, dass man wohl schon ziehen kann, nämlich dass das ZOE-Ladegerät da systembedingt eben etwas schlechter abschneidet und man einphasiges laden damit möglichst vermeiden sollte. Würde ich mir die Anschaffung eines ZOE überlegen, was ja aktuell für mich wegen 3-Jahres Botschafterleasings und Zufriedenheit mit dem Leaf nicht ansteht, würde ich sicher eine Abwägung zwischen der herausragenden Schnellladefähigkeit und dem abgeschwächten Ladewirkungsgrad treffen müssen der wahrscheinlich für den ZOE ausginge.
Zudem bleibt der Zoe trotz des Ladewirkungsgrades noch im Vergleich zu den Mitbewerbern wirklich sparsam.
Optional könnte man ihm vielleicht noch um das einphasige laden zu verbessern ein extra Gerätchen mit um die 3kW dafür auf Kundenwunsch spendieren.
OT: Aktuell beschäftigt mich etwas Anderes, bin ich beeindruckt davon wie Mitsubishi den Outlander PHEV verbrauchsmäßig und technisch trotz der Größe und des hohen Gewichtes hinbekommen hat. Eigentlich mindestens eine Nummer zu groß für uns und mit einem lahmen Design. Aber mit den 1500kg Anhängelast das einzige Fahrzeug im Moment was ganz alleine all unsere Anforderungen übers Jahr lückenlos abdecken könnte.

Viele Grüße:

Klaus
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Re: Ladeversuch ZOE - mit kleiner Leistung

Beitragvon stromer » Mo 3. Mär 2014, 15:44

Das heißt also, wenn man sich an die Empfehlung der Hersteller hält und in der Regel bis 80 % lädt, halten sich die Ladeverluste bei allen Fahrzeugen in Grenzen.
Zuletzt geändert von stromer am Di 4. Mär 2014, 08:32, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Ladeversuch ZOE - mit kleiner Leistung

Beitragvon bm3 » Mo 3. Mär 2014, 16:09

Ja gut :)
Wenn man so will sind jedenfalls beim Leaf beim laden im niedrigen SOC-Bereich weniger Balancer aktiviert als im hohen.
Aber die reduzieren eh kaum den Ladewirkungsgrad.
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Re: Ladeversuch ZOE - mit kleiner Leistung

Beitragvon Elektrolurch » Di 4. Mär 2014, 07:25

stromer hat geschrieben:
Das heißt also, wenn man sich an die Empfehlung der Hersteller hält und in der Regel bis 80 % lädt, halten sich die Ladeverluste bei allen Fahrzeugen in Grenzen.
So habe ich das sowohl mit dem Leaf als auch mit dem Zoe immer schon gemacht. Unter der Woche lade ich bis 80 % und am Wochenende oder wenn ich mal weiter weg muß bis 100 %.

Die Empfehlung von Renault ist, immer bis 100% zu laden:
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Re: Ladeversuch ZOE - mit kleiner Leistung

Beitragvon eigenstromer » Di 4. Mär 2014, 13:37

bm3 hat geschrieben:
...und man einphasiges laden damit möglichst vermeiden sollte.

Wie wahr! Nur, dass der Zoe genau damit verkauft wird...

bm3 hat geschrieben:
Optional könnte man ihm vielleicht noch um das einphasige laden zu verbessern ein extra Gerätchen mit um die 3kW dafür auf Kundenwunsch spendieren.

Na, ob's Renault verstanden hat?
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Re: Ladeversuch ZOE - mit kleiner Leistung

Beitragvon stromer » Di 4. Mär 2014, 14:08

eigenstromer hat geschrieben:
bm3 hat geschrieben:
...und man einphasiges laden damit möglichst vermeiden sollte.

Wie wahr! Nur, dass der Zoe genau damit verkauft wird...


Nein das stimmt so eben nicht. Der Zoe wird ohne Wallbox, mit 3,7 kW-Walbox oder 11 kW-Wallbox verkauft. Ich hatte jedenfalls beim Kauf die freie Wahl.
Und die Ladeverluste bei einpasigen Laden betreffen nicht nur den Zoe, sondern in gleichem Maße auch den i3.
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