Laden 1ph oder 3ph mit vergütetem PV-Eigenstrom (EEG 2009)

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Laden 1ph oder 3ph mit vergütetem PV-Eigenstrom (EEG 2009)

Beitragvon eigenstromer » Mo 24. Mär 2014, 13:19

Hallo Günter,

eine ähnliche Frage interessiert mich auch. Allerdings würde ich die 3-phasige 13 A Ladung bevorzugen. M. E. rechnet es sich nicht bei Deinem Vergütungsmodell (2011, bzw. 2009-2012, nämlich als auch die selbstverbrauchte kWh vergütet wurde, habe ich auch), den Zoe einphasig zu laden. Der Mehrverbrauch und die Dauer der einphasigen Ladung wirken sich ungünstig aus und können durch den Selbstverbrauch nicht kompensiert werden.
Ich habe mal die aufschlussreichen Ladedaten von eMG verschiedenen angenommenen PV-Betriebsleistungen gegenübergestellt. Die selbstverbrauchte kWh kostet 16,38 Cent + MwSt, die bezogene 25 Cent und die eingespeiste wird mit 28,74 Cent vergütet.

LadekostenPV1-3p.jpg

Kannst Du das nachvollziehen und gerne auch bestätigen?
Selbst wenn die selbstverbrauchte kWh nur 12 Cent + MwSt kostet (Eigenverbrauchsantel >30%, was bei einphasiger Ladung eher erzielbar wäre), bleibt ein Kostenvorteil bei der 3-phasigen Ladung.

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Re: Laden 1ph oder 3ph mit vergütetem PV-Eigenstrom (EEG 200

Beitragvon eigenstromer » Mo 24. Mär 2014, 13:21

jo911 hat geschrieben:
Warum bekommst du Vergütung, wenn du nichts einspeist? (3p, 5,9kW PV Leistung bei 5,92kW durchschnittl. Ladeleistung)

Für die Dauer von 4:10 (Δ zur 1-phasigen Ladung) wird eingespeist und vergütet.
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Re: Laden 1ph oder 3ph mit vergütetem PV-Eigenstrom (EEG 200

Beitragvon jo911 » Mo 24. Mär 2014, 15:28

O.K. verstehe...

Nur sind die Grundvorraussetzungen halt nicht überall gleich. Für den Bezugsstrom muß ich z.B. min. 27ct ansetzen.
13A Ladung bietet die RWE Wallbox (die ich habe) auch nicht, sondern nur 16A(egal ob 1ph oder 3ph)
Was mich noch stört ist der Ansatz mit dem durchschittlichem Leistungsbedarf. Die Ladung wird bei 3ph/13A volle Leistung benötigen mindestens bis der Akku zu 80%(eher 85%) voll ist. Bei 1ph/16A wird das bis min. 90% gehen.

Ich will jetzt nicht deine ganze Exceltabelle nachkonstruieren müssen und das auch mit einbauen. Ich denke halt, daß wenn ich mindestens die Hälfte meines Leistungsbedarfes zukaufen muß (mit meiner 8kWp-Anlage bei Sonnentagen ein Überschuß von ca. 5kW) bin ich mit einer 3,7kW Ladung, wo ich nichts zukaufen muß, selbst bei 12% mehr Verluste günstiger dran.

Bei einer größeren Anlage und einer einstellbaren Wallbox mag das anders aussehen.

Viele Grüße
Günter
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Re: Laden 1ph oder 3ph mit vergütetem PV-Eigenstrom (EEG 200

Beitragvon eigenstromer » Di 25. Mär 2014, 13:22

jo911 hat geschrieben:
13A Ladung bietet die RWE Wallbox (die ich habe) auch nicht, sondern nur 16A(egal ob 1ph oder 3ph)

Habe ich auch, innen gibt es einen Drehcodierer, den man auf 4 einstellen kann (= 13 A).

jo911 hat geschrieben:
Die Ladung wird bei 3ph/13A volle Leistung benötigen mindestens bis der Akku zu 80%(eher 85%) voll ist.

Mit 5,92 kW kann bis ca. 98% geladen werden.

jo911 hat geschrieben:
Ich will jetzt nicht deine ganze Exceltabelle nachkonstruieren müssen

Wenn Dich die Antwort wirklich interessiert, empfehle ich Dir, Deine eigene Exceltabelle zu stricken. Dann versteht man die Zusammenhänge und Abhängigkeiten besser.
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Re: Laden 1ph oder 3ph mit vergütetem PV-Eigenstrom (EEG 200

Beitragvon Spöken » Di 25. Mär 2014, 19:52

Ich habe selbst eine kleine PV-Anlage (4,5kwhp) aber noch kein eAuto.
Wenn ich den Strom am Wochenende in ein Auto laden wollte, wäre eine 1-phasige Wallbox wahrscheinlich ausreichend, da ich dann den PV-Strom am Besten nutzen kann.
Gibt es Wall-Boxen, bei denen man zwischen 1- und 3-Phasen wechseln kann? Wenn die Sonne scheint will ich einphasig mit 3,7kwh laden und im Winter oder wenn es schnell gehen muss mit 11kwh?
Ich habe mir in mein Carport beim Bau ein 5-adriges Kabel mit eigenem FI-Schalter legen lassen. Bisher hängen an einer Phase lediglich ein paar Lampen mit Bewegungsmelder und unsere Haustürklingel. Kann man an dieses Kabel überhaupt eine 11kwh-Wallbox anschließen lassen?

Und noch eine letzte(offtopic) Frage: Ich hatte mal bei einer anderen Wallbox gelesen, dass die nur an Steinwände gehängt werden darf - weiß da jemand was konkretes zu?

Über eure Antworten würde ich mich sehr freuen.
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Re: Laden 1ph oder 3ph mit vergütetem PV-Eigenstrom (EEG 200

Beitragvon lingley » Di 25. Mär 2014, 22:26

Gibt es Wall-Boxen, bei denen man zwischen 1- und 3-Phasen wechseln kann?
Jo, alle dreiphasigen Boxen sind dazu geeignet.
a) Phasen 2+3 abschalten, wenn Controller auf Ph 1
oder
b) die DAU-sichere Methode : ein zweites einphasiges Ladekabel benutzen.
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Re: Laden 1ph oder 3ph mit vergütetem PV-Eigenstrom (EEG 200

Beitragvon Spöken » Mi 26. Mär 2014, 11:11

Zu 1.: D.h., dass man einen zusätzlich Schalter einbaut, mit dem man von Phase 2+3 den "Saft" wegnimmt?
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Re: Laden 1ph oder 3ph mit vergütetem PV-Eigenstrom (EEG 200

Beitragvon lingley » Mi 26. Mär 2014, 14:35

Spöken hat geschrieben:
Zu 1.: D.h., dass man einen zusätzlich Schalter einbaut, mit dem man von Phase 2+3 den "Saft" wegnimmt?

ja möglich ... zum Beispiel um ein Schütz anzusteuern.
Bedenke aber ...
NIEMALS WÄHREND einer begonnenen Ladung umschalten !!!
Das musst du sicherstellen können (z.B.Schlüsselschalter o.ä.)
Sonst raucht's im Karton ...
lingley
 

Re: Laden 1ph oder 3ph mit vergütetem PV-Eigenstrom (EEG 200

Beitragvon Spöken » Mi 26. Mär 2014, 15:08

ah, ok, danke für den Hinweis.

Die Frage ich eh, ob meine Infrastruktur (siehe oben: 5-adriges Kabel, Holzwand) geeignet ist eine Wallbox geschweige denn eine 11kw-Wallbox zu montieren ... :|
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Re: Laden 1ph oder 3ph mit vergütetem PV-Eigenstrom (EEG 200

Beitragvon Ladeheld » Do 27. Mär 2014, 05:18

Spöken hat geschrieben:
Die Frage ist eh, ob meine Infrastruktur (siehe oben: 5-adriges Kabel, Holzwand) geeignet ist eine Wallbox geschweige denn eine 11kw-Wallbox zu montieren ... :|

Hallo Spöcken,

das hängt u.a. vom Leitungsquerschnitt der Adern Deines 5-adrigen Kabels ab: In aller Regel sind das im Privatbereich 5*2,5mm², die mit jeweils 16A je Leitung abgesichert sind. Schau einfach im Sicherungskasten nach, dort wo drei Sicherungen gekoppelt sind. Die Angaben finden sich auch auf der roten Drehstromkupplung.

Falls Du eine große Drehstromkupplung mi 32A hast, sollten die Leitungsquerschnitte im Bereich von 6mm² liegen und die Leitungsschutzeinrichtung (Sicherung) mit 32A abesichert sein. Suche einfach im Forum über die interne Forensuche:

schau mal hier:
http://www.goingelectric.de/forum/ladeequipment/mit-welchem-leitungsquerschnitt-zur-11kw-22kw-wallbox-t378.html?hilit=Leitungsquerschnitt#p3114
http://www.goingelectric.de/forum/infrastruktur/auto-laden-im-mehrparteienhaus-t1238-20.html?hilit=Leitungsquerschnitt#p20109
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