Ladeleistung an Typ 2 begrenzen

Chamäleon Lader und Ladeboxen - Themen, die das Laden des Renault ZOE betreffen

Re: Ladeleistung an Typ 2 begrenzen

Beitragvon Bavaria EV » Sa 9. Sep 2017, 13:48

Diese ganze Diskussion geht am Kern des Problems vorbei!
Der Grundsatz muss immer sein:
Punkt 1: Ich blockiere keine Lademöglichkeit länger als zum Laden nötig
Punkt 2: Falls ich durch längere Abwesenheit den Lader blockieren würde für Andere, lade ich vor dem Besuch so viel, dass ich wieder nach Hause komme.
Punkt 3: Bei Tesla SC zahlt man mittlerweile pro Minute für Standzeiten wenn der Akku voll ist- richtig so!

Es ist wie in allen Situationen im Leben: Jeder kann machen was er will, solange er seinen Nächsten nicht behindert/ stört oder benachteiligt. ;)

Wenn der Lader "zu schnell" ist lade ich daheim oder sonst wo vor, bleibe AM AUTO bis der Wagen genug Reichweite zur Heimfahrt hat und PARKE UM. Da gibt es überhaupt keine diskussionsfähige Grundlage, es anders zu praktizieren. Entweder man nimmt Rücksicht auf andere EV- Nutzer oder man bekommt die rote Karte in Form von minütlicher Strafzahlungen! So was ist ne Frechheit- genau so, als wenn ein fossiler Wagen eine Ladesäule versperrt.
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Re: Ladeleistung an Typ 2 begrenzen

Beitragvon panoptikum » Sa 9. Sep 2017, 14:55

@BavariaEV

+1
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Re: Ladeleistung an Typ 2 begrenzen

Beitragvon Bavaria EV » Sa 9. Sep 2017, 15:20

Wenn wir jetzt schon untereinander zu diskutieren beginnen wie lange ich nach der Ladung noch stehen bleiben kann- ganz einfach: sind wir nach dem Tanken an der Zapfsäule zum Essen, Schwimmen oder sonst was gegangen, während der Rüssel über Stunden im Auto steckt??? Völlig indiskutabel, wer so eine Haltung vertritt.
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Re: Ladeleistung an Typ 2 begrenzen

Beitragvon LX84 » Sa 9. Sep 2017, 19:01

Ich denke, die meisten hier im Forum sind sich über die "Ladeetikette" einig. Im Alltag ist das aber oft leider doch nicht so einfach umzusetzen (z.B. weitere Entfernung vom Parkplatz). Insofern tendiere ich auch grundsätzlich zu einer zeittarif-basierende Ladesäulen-Abrechnung. Bei Gratis-Ladesäulen wird es jedoch IMMER ein gewisses Problem geben.
Wir vom ZOE Club Austria haben daher auch die "Ladescheibe" als Idee aufgenommen. So weiß der nächste E-Auto-Fahrer wenigstens, ob es sich auszahlt 10min zu warten, oder doch lieber gleich eine andere Ladesäule ansteueren soll.
Wer möchte kann da auch seine Telefonnummer draufschreiben, das hat bei mir seitdem ich sie benutze auch schon 2x jemand ausgenutzt, und ich finde das eigentlich eine gute Lösung.
Ein ähnliches Konzept ist der "Unplugsticker" von Stephan Herschel.

Eine Ladescheibe gibts unter Anderem über unsere Vereins-Seite zu bestellen: http://www.zoe-club-austria.at/main/shop/
Wir machen kein Geld damit sondern bieten sie zu quasi Materialkosten und Versandgebühr an. Dahinter stecken viele Stunden Handarbeit durch einige unserer Vereinsmitglieder.
Das "Original" zum Selberbasteln von e-auto.tv ist ja leider aus dem Netz verschwunden. Es gibt neben uns auch noch ein paar andere Anbieter, die solche Ladescheiben (relativ teuer) anbieten.
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Re: Ladeleistung an Typ 2 begrenzen

Beitragvon Will_Elektroauto » Mo 11. Sep 2017, 21:13

Probleme mit Blockierern gibt es doch nur an Säulen, die entweder kostenlos sind, oder nach kWh abrechnen.
Ein Zeittarif (müssen ja nicht gleich die Preise von allego sein) löst das Problem schnell und effizient..
Es ist IMHO sowieso ein grober Designfehler, daß das Kabel zumindest nach "Auto Voll" Säulenseitig nicht automatisch freigegben wird. So könnt man schön 1 Säule (meinetwegen mit 2 Anschlüssen) in die Mitte und 4 Parkplätze drumrum machen. Wenn Voll, kann der nächste. Da das Kabel Autoseitig immer noch verriegelt ist, haben die Gebrüder Nimm wenig Chancen..

Und NEIN: Laledeistung künstlich begrenzen geht gar nicht.
Wer an AC unbedingt schnarchladen will, kaufe sich ein anderes Auto.
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Re: Ladeleistung an Typ 2 begrenzen

Beitragvon Bavaria EV » Mo 11. Sep 2017, 21:45

Ich finde die Lösung von Tesla super: wer nach der Vollladung noch an der Ladesäule steht und andere blockiert, zahlt pro Minute ne Strafgebühr. Ok- die ist leider noch zu günstig, da ein Teslafahrer gerne pro Stunde nen kleinen Obulus zahlt, wenn er in Ruhe fertig essen kann. Aber generell geht´s nur über den Geldbeutel, wenn man die Masse in einem halbwegs sinnvollen Gleichlauf haben will. Es wird immer egoistische Ausreißer geben! Heute hatte ich in Fürholzen an der geilsten Tankstelle Bayerns ein Gespräch mit einem Model X Fahrer, der sich mal "auf der anderen Seite" der ladenden E-Mobilisten umgeschaut hat. "Wie?" Ihr habt 175KW CCS-Lader? 43KW AC? ....ich suche für meine Frau ein Stadtauto- habe ihm den Q210 Zoe empfohlen. An der Tanke hat mich noch nie ein Arzt gefragt, wie ich mit dem Sprit zufrieden bin! Also generell sind die "Early Adaptors" wesentlich kommunikativer, als unsere alte Zunft! Und was noch viel schöner ist: es gibt keine Klassengesellschaft in diesem Bereich, sondern interessierte "Gleichgesinnte", welche sich austauschen.
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Re: Ladeleistung an Typ 2 begrenzen

Beitragvon UliZE40 » Mo 11. Sep 2017, 22:59

Will_Elektroauto hat geschrieben:
Es ist IMHO sowieso ein grober Designfehler, daß das Kabel zumindest nach "Auto Voll" Säulenseitig nicht automatisch freigegben wird. So könnt man schön 1 Säule (meinetwegen mit 2 Anschlüssen) in die Mitte und 4 Parkplätze drumrum machen. Wenn Voll, kann der nächste. Da das Kabel Autoseitig immer noch verriegelt ist, haben die Gebrüder Nimm wenig Chancen..

Hab ich auch erst gedacht, aber das Problem ist folgendes: Sobald der Stecker raus ist geht liegen die Kontakte frei.
Nein, da ist kein Strom drauf aber da kommt ggf. Dreck und Wasser rein oder wird überfahren etc. was zumindest auf Dauer dem Material schadet.

Man kann ja leider nicht immer von umsichtiger und fachgerechter Handhabung durch Dritte ausgehen.
Und selbst wenn jemand mitgedacht hat und das fremde Kabel z. B. sauber unters Auto legt kann ein Regenguss jede Menge Dreck und Wasser herbeiführen.
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Re: Ladeleistung an Typ 2 begrenzen

Beitragvon Will_Elektroauto » Di 12. Sep 2017, 05:34

Kein Problem...
Einfach eine Leerdose an die Säule, so kann man umstecken und fertig. Stecker sauber aufgehoben, und Wasser und Dreck kommt auch keiner rein.

Noch besser wäre es, die zusätzliche Ladedose auch intern zu belegen, und ein Schütz schaltet um. Bei den Beträgen die so eine Säule kostet (Inkl aller Erschließungskosten) käme es auf de paar € auch nicht mehr an...
Bei den CCS/Chademo Kombiladern soll das wohl auch so gehen. Konnte ich aner mangels passendem Auto noch nicht testen
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Re: Ladeleistung an Typ 2 begrenzen

Beitragvon PowerTower » Di 12. Sep 2017, 05:41

Am Wochenende haben meine Freundin und ich wieder selbst erleben dürfen, wie sinnlos diese Diskussion ist (@Bavaria EV). Das geplante Aufladen in einem Nürnberger Hotel hat leider nicht funktioniert und so musste Plan B her. Der beinhaltete die Nutzung einer öffentlichen Ladesäule, denn dafür sind die Dinger ja da, oder? Wir brauchten einiges an Strom um die Schnellladesäule an der Autobahn zu erreichen. Gleichzeitig hatten wir aber eine Verabredung in der Stadt mit einer Schulfreundin von mir und ich wusste, wir kommen in den nächsten drei Stunden nicht wieder zum Auto.

Hier zu verlangen im Auto sitzen zu bleiben, nach Vollladen Umzuparken (wir waren 30 Gehminuten entfernt und hatten zudem für die Aktivität Eintritt bezahlt) oder vorher voll zu laden - das war Plan A, aber ging eben wie gesagt nicht - der denkt an der Praxis vorbei oder berücksichtigt nicht alle möglichen Szenarien. Als wir zurück kamen, war das Auto etwa seit einer halben Stunde fertig mit dem Laden. Bei einer ZOE wären es wohl zwei Stunden gewesen. Achja war Zeittarif, aber mit 0,95 €/h vertretbar. Es bringt auch nichts höhere Gebühren oder Strafgebühren einzuführen. Denn dann verfällst du als Autofahrer in Stress, kannst die Dinge die du tun willst nicht machen, sondern hast nur dein Auto und das rechtzeitige Umparken im Kopf. Wer so etwas fordert braucht sich nicht wundern, dass die E-Mobilität bei 1-2% Marktanteil hängen bleibt. Viel wichtiger wäre die Forderung nach mehr Lademöglichkeiten. An Orten wo 2 Ladepunkte zu wenig sind, müssen eben 8 oder 10 vorhanden sein und schon ist diese Diskussion völlig grundsatzlos. Und da wo 2 Ladepunkte auch auf absehbare Zeit ausreichend sind, muss man es mit der Installation weiterer Ladepunkte auch nicht übertreiben. Das nennt sich bedarfsgerechter Ausbau der Ladeinfrastruktur und ist eine der Schlüsselkomponenten für eine gute Entwicklung der E-Mobilität. Das Problem fängt an der Stelle an, wo Betreiber der Meinung sind, dass ihre Ladeinfrastruktur diesem Anspruch gerecht wird, obwohl es nachweislich nicht immer der Fall ist. Und das betrifft sowohl die Art als auch die Anzahl der Ladepunkte.

Natürlich ist es höflich das Auto von der Ladesäule zu entfernen, wenn man es denn kann. Wenn es nicht geht, dann geht es eben nicht. Dies zu erzwingen ist keine praxistaugliche Option.

An der Autobahn gilt das eigentlich auch. Da wo eine Ladesäule stark frequentiert ist, müssen eben weitere dazu gebaut werden. Aber hier lässt sich das Thema Umparken bei Bedarf noch umsetzen, da die Wege kurz sind bzw. man irgendwie das Auto im Blick hat. Mir wäre es aber lieber, jeder könnte so voll laden, wie er es für seine Reise benötigt. Ich hatte am Sonntag den Fall in Pegnitz Ost, dass gerade ein Kia Soul zur Ladesäule kam, ich aber noch nicht den gewünschten Ladestand erreicht hatte. Bin aber auch kein Schwein und lasse ihn dann 10 Minuten zappeln, also habe ich abgebrochen und bin eben 5 km/h langsamer gefahren. Auch das ist nicht die Lösung, sondern nur der gelebte Umgang mit einem Mangel an Ladepunkten an einem Standort. Das kann und darf so niemals zum Standard, oder wie es so schön heißt zur Ladeetikette werden!

Jegliche Vergleiche mit flüssigen Kraftstoffen sind unangebracht, da ein Elektroauto nun mal eben keine Ladezeiten von 5 Minuten aufweisen kann. Daher ist immer genug Zeit, um etwas nebenbei zu erledigen. Und das macht die E-Mobilität, trotz nicht enden wollender Diskussionen um Reichweiten und Ladezeiten, im Endeffekt doch wieder komfortabel und angenehm.
Zuletzt geändert von PowerTower am Di 12. Sep 2017, 08:34, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Ladeleistung an Typ 2 begrenzen

Beitragvon panoptikum » Di 12. Sep 2017, 08:10

Bei manchen Säulen wird erst mit RFID-Bestätigung für die Abrechnung der Stecker freigegeben.
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