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Chamäleon Lader und Ladeboxen - Themen, die das Laden des Renault ZOE betreffen

Re: Hinweis Ladebox/Ladecontroller 11/22kW CEE rot

Beitragvon Berndte » So 15. Nov 2015, 21:23

Hehe, genauso sieht es aus.

Ich denke das müsste man hier in diesem Beitrag eher nochmal vertiefen:
goingelectric-forum/separate-nutzergruppe-ausgewiesene-elektro-fachkraft-t12890.html
Sep 2014: Renault Zoe
Nov 2014: Eigene 43kW Ladesäule
Okt 2015: 2x 43kW und 1x 14kW am Arbeitsplatz
Dez 2015: Kangoo Maxi und Verkauf des letzten Verbrenners -> jetzt 100% elektrisch!
Mär 2016: Reservierung Tesla Modell = mit Nummer 11 in Hamburg
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Re: Hinweis Ladebox/Ladecontroller 11/22kW CEE rot

Beitragvon novalek » So 15. Nov 2015, 21:49

Michael_Ohl hat geschrieben:
Und bei Abgasproblemen fragen wir am besten VW

Ich denke eigentlich an neutrale Vorschriften und Fachinfos und nicht an Werbung.

... und wer sagt mir eigentlich, daß hinter so mancher Foren-Info, von wem auch immer, nicht Werbung für eigene oder befreundete Produkthersteller stecken ?
Ein Leitfaden für mich ist u.a. auch Guy's Klärungsansatz zur Problematik "Ladung"; alles andere muß das engmaschige Filter passieren.
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Re: Hinweis Ladebox/Ladecontroller 11/22kW CEE rot

Beitragvon JoDa » So 15. Nov 2015, 22:37

+1 Michael_Ohl

Neuerdings haben die FI-Hersteller bei der DIN/VDE durchgesetzt, dass man für Elektroautos bei dehnen Gleichfehlerströme >6mA nicht ausgeschlossen werden können einen "geeigneten" Schutz benötigt.
Begründet wird dies damit, dass ev. vorgeschaltete FI-Schalter vom TypA durch diese Gleichfehlerströme vormagnetisiert werden, und dadurch möglicherweise in ihrer Funktion beeinträchtigt werden. (Ein FI TypA ist für pulsierende Gleichströme ausgelegt und wird erst durch weit höhere Gleichströme bis in die Sättigung des Wandlerkerns vormagnetisiert. Selbst ein 30mA FI TypAC wie in Österreich gebräuchlich, sollte bis 30mA DC zumindest noch auslösen.)
Jedenfalls können die FI-Hersteller nun teure, speziell entwickelte Fehlerstromschutzschalter verkaufen. So verkauft Doepke um knapp 300€ seinen DFS 4 EV. Pech nur, dass die ZOE schon im fehlerfreien Betrieb Gleichströme in dieser Größenordnung produziert. Doepke "löst" dieses Problem indem die Abschaltzeiten erhöht werden! (laut Datenblatt Abschaltzeit < 10 Sekunden bei 6mA DC).

Destruktiv finde ich, dass hier im Forum die ZOE ständig wegen angeblich gefährlicher Gleichströme schlecht gemacht wird. Wodurch Laien Angst haben das die ZOE für Sie oder andere gefährlich ist. Deshalb finde ich es mittlerweile akzeptabel wenn die Leute 150-400€ in einen FI-TypB oder FI-TypA EV oder was Ihnen sonst noch so eingeredet wird investieren, und sich danach sicher fühlen!

Nachfolgender Link erklärt Laienverständlich die Auswahl der passenden Fehlerstromschutzeinrichtung für ein Elektroauto:
http://www.goingelectric.de/wiki/Normge ... rastruktur
Renault ZOE Intense - Neptun grau - seit 9/2014
Bild (inkl. Ladeverluste)
Elektroautos heute schon eine Alternative?
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Re: Hinweis Ladebox/Ladecontroller 11/22kW CEE rot

Beitragvon flow2702 » So 15. Nov 2015, 22:59

Solaris_75 hat geschrieben:
… Was passiert eigentlich im Fehlerfall, also im schlimmsten Fall wenn der FI ansprechen würde aber keiner verbaut ist. Steht dann die ganze Karosse unter Spannung oder welche praktischen Gefahren entstehen in diesem Fall für den Benutzer.


Ganz trivial und allgemein ausgedrückt, schützt das RCD oder der FI-Schutzschalter davor, dass der Strom über nicht dafür vorgesehene Wege fließt (daher auch der "alte" Begriff FI - steht für Fehlerstrom).
Das könnte zum Beispiel der Fall sein, wenn in einem elektrischen Gerät irgendwo aufgrund eines Defektes ein leitender Kontakt zwischen einem stromführenden Leiter und dem Gehäuse besteht. Ist das Gehäuse vernünftig geerdet, fließt der Strom über den Schutzleiter ab und der RCD löst aus. Ist das Gehäuse nicht geerdet, steht es jetzt unter Spannung und der RCD löst in dem Moment aus, in dem jemand das Gehäuse berührt (weil der Strom jetzt über den Körper zur Erde abfließen kann).
Anderes Beispiel: Du bohrst aus Versehen eine Leitung in der Wand an, erwischst aber nur die Phase. Jetzt kann der Strom möglicherweise über leitende Verbindungen in der Wand abfließen. Die Sicherung (der LS-Schalter) löst nicht unbedingt aus, da der Widerstand möglicherweise groß genug ist, dass kein hoher Strom fließt, dennoch besteht jetzt akute Brandgefahr. Der RCD hingegen löst in diesem Fall aus.
Bei dem von dir genannten Beispiel (ohne RCD) sieht es so aus: Ist die Karosserie vernünftig über den Schutzleiter geerdet, würde die Karosserie eher nicht unter Spannung stehen und vielleicht sogar die Sicherung auslösen. Ist das Fahrzeug allerdings nicht vernünftig geerdet, dann fließt der Strom in dem Moment, in dem ein Mensch das Auto berührt, über den Körper ab. Die Sicherung würde nicht auslösen, da der Körperwiderstand so hoch ist, dass keine Über- oder gar Kurzschlussströme fließen. Allerdings muss dafür im Auto wirklich einiges defekt sein.
Ein RCD schützt also vor Verletzungen und Brandgefahr.
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Re: Hinweis Ladebox/Ladecontroller 11/22kW CEE rot

Beitragvon Volker.Berlin » Mo 16. Nov 2015, 11:14

@flow2702, danke für die verständliche Erklärung!
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