Grundsätzliches zum Laden eines ZOE

Chamäleon Lader und Ladeboxen - Themen, die das Laden des Renault ZOE betreffen

Grundsätzliches zum Laden eines ZOE

Beitragvon Erhardm » Di 31. Mai 2016, 12:42

Hallo,
ich bin ganz neu in diesem Forum.
Nachdem ich meinen Beziner geschrottet habe und meine Frau eh ein E-Auto möchte, haben wir uns zu 90% für einen ZOE entschieden. Bisher machte es noch keinen Sinn, da wir keine Möglichkeit zum Laden hatten.
Nun ist diese Möglichkeit in greifbare Entfernung gerückt (der Elektriker kommt nächste Woche) und nun brennen bei mir die Fragen:
Hier im Forum habe ich gelesen, dass eine normal Haussteckdose nicht geeignet ist.
Also brauche ich wohl eine CEE-Wandsteckdose in blau - ich hoffe, es gibt eine Möglichkeit die per Schloß zu sichern,
Nachdem immer nur von einem normalen Netzkabel geredet wurde (mehr als wie 16A gehen bei uns nicht) wird es wohl ein Netzkabel mit 2,5mm sein.
Wäre es besser, gleich ein 4mm in Auftrag zu geben?
Noch irgendwelche Tips, die ich dem Elektriker mitteilen muss, denn mit E-Autos hat er bisher wohl noch keine Erfahrungen
UND ich auch nicht.

Danke für eure Hilfe und ich hoffe, ich habe nicht eine Frage gestellt, die schon mehrmals im Forum beantwortet wurde.
Erhard
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Re: Grundsätzliches zum Laden eines ZOE

Beitragvon rolandk » Di 31. Mai 2016, 13:04

Gleich wirst Du hier mit jeder Menge Werbung für Ladeboxen zugeknnallt. Tipp: Schau mal ins Wiki hier vom Forum.

Ansonsten solltest Du Deinem Elektriker erklären das es prima wäre, wenn Du wenigstens 3-phasig 16A beim Fahrzeug hättest (besser wären 32A). Die Leistung sollte über mehrere Stunden dauernd verfügbar sein. Das ist das, was der Elektriker wissen muß.

Sollten 3 Phasen mit 16A tatsächlich nicht möglich sein, bleiben Dir nur die 16A auf einer Phase. Für die Zoe ist das nicht die optimale Ladeleistung. Es geht. Aber auch die Leistung muß dann über mehrere Stunden verfügbar sein. Wichtig dabei sind nicht nur die Kabel, sondern auch die Verteilerbereiche. Ideal wäre ein Kabel von der Hausverteilung direkt zum Fahrzeug ohne weitere Abzweigungen/Verlängerungen im Haus. Auch kurze Brücken vom Sicherungsschrank z.B. zur ersten Verteilung müssen die Leistung vertragen können.

So, und jetzt werden dir jede Menge Leute ihre Ladelösung als das Beste und einzig wahre aufdrängen wollen.

Gruß
Roland
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Re: Grundsätzliches zum Laden eines ZOE

Beitragvon MineCooky » Di 31. Mai 2016, 13:12

Er soll das größte, also den dicksten Querschnitt, an Kabel verlegen, was geht, ist zukunftssicher. Das soll er extra absichern und kucken, das nirgend eine Bastelei dazwischen ist. Ich würd ihm sagen, das du vor hast, das Kabel mit Volldampf über mehrere Stunden am Stück zu nutzen, seine Installation das also durchhalten können muss.

Zum Laden daheim würde ich dir einen NRGkick (http://www.nrgkick.com/home/?lang=de) nehmen, der hängt bei uns in der Garage und sollten wir mal weiter unterwegs sein als zur Arbeit und zurück, kann man den auch abstecken und mit nehmen für unterwegs. Für den gibt's Adapter auf alles mögliche und man kann an dem grauen Knubbel einstellen wie schnell er laden soll.
Den gibt's ja in unterschiedlicher Ausstattung, das er höchstens 16A Dosen kann, 5m oder 7,5m Kabel und mit oder ohne Bluetooth. Auch hier, würde ich mit alles nehmen, das sind dann 994€. Dafür hast du aber sicher immer eine lang genuge Leitung, mit dem Bluetooth gibt's ne App. Bei dieser App kannst du auch nochmal genauer einstellen wie viel das Auto läd und du siehst wie viel Strom du bezogen hast. Ideal wenn man bei Freunden ist und läd. Dann kann man sich vergewissern wie viel man geladen hat und ihnen das Geld wieder geben, das es keinen Streit gibt ;) Die 32A würde ich auch dazu nehmen, wenn meine Dose daheim nur eine 16A ist, unterwegs praktisch. Der kommt mit allerlei Adapter, auch 32A auf 16A

Wenn es doch irgendwie möglich ist, soll er eine 32A Dose setzen, keine 16A. Die 32A braucht man daheim nicht oft, ist aber eine feine Sache wenn mans hat. (Muss aber nicht)


Sonst wünsch ich Dir viel Spaß mit eurer Zoe, wenn ihr sie dann kauft, das oben beschriebene Setup ist wie das von uns für unsere Zoe, natürlich musst du es nicht so machen, is nur ne Empfehlung. Würd auch noch abwarten, was die anderen hier so schreiben und empfehlen :)

PS: Es ist die Zoe, ist ein französischer Frauenname, wie ich mir von den französisch sprechenden bei uns im Haus habe erklären lassen ;)
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Re: Grundsätzliches zum Laden eines ZOE

Beitragvon MineCooky » Di 31. Mai 2016, 13:19

rolandk hat geschrieben:
So, und jetzt werden dir jede Menge Leute ihre Ladelösung als das Beste und einzig wahre aufdrängen wollen.



Nun komme ich mir schon etwas blöd vor :D Ob unsere Lösung die besste ist, geht bestimmt besser, aber sie funktioniert Einwandfrei ;)
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Re: Grundsätzliches zum Laden eines ZOE

Beitragvon Buschmann » Di 31. Mai 2016, 13:21

Wenn der Elektriker ohnehin was machen muss, dann doch besser 400V/16A (oder32A). Damit könntest Du später mit 11kw (22kW)dreiphasig laden, was sich in der Ladezeit angenehm bemerkbar macht. Das sind die roten CEE Dosen. Die gibt es ab 16A aufwärts.
An der Roten CEE könntest Du dann auch einphasig laden mit passenden Adapterkabel. Nur wirst Du das nicht machen, wenn Du 11kW gewöhnt bist :D. Wie Roland schon erwähnte, dreiphasig ist das ideale für'n Zoe.
Kabel dann am besten direkt bis zur Zählertafel ziehen, ohne irgendwelche Abzweige dazwischen. Ich habe 2.5mm³ liegen. Da merkt man schon, das es auf Dauer leicht wärmer wird.
Wenn das Renault Notladekabel zum Laden genutzt werden soll, ist eine spezielle Steckdose dabei. Diese enthält ein Magnet, der das Notladekabel beim einstecken auf 14A schaltet. In normalen Steckdosen sind das 10A.
Auf Dauer würde ich jedoch eine Wallbox anbauen lassen, wenn die Möglichkeit besteht. Der Vorteil ist, das Du dann eine Stabile Lösung hast und kannst flotter laden (bei dreiphasig). Ich habe meinen Zoe ohne Ladebox gekauft und mir dafür eine Mobile Box und ein zusätzliches Ladekabel gekauft. Damit kann ich meinen 400V/16A Anschluss voll ausnutzen und ich brauch nicht immer das Kabel aus dem Kofferraum holen. Allerdings liegt das Kram in meiner Garage und es geht keiner dabei zu spielen. Ich hatte anfangs vermutet, das ich die mobile Box auch irgendwo mit hinnehmen werde um auswärts laden zu müssen. Mitgenommen hatte ich die schon ein paar mal aus Vorsicht. Gebraucht nur einmal um jemanden zu zeigen wie das geht.
Welche Ladebox Du später kaufst, ist auch eine Frage das eigenen Geschmackes. 2014 war crohm Box das aktuelle Modell und daher habe ich die auch hier. Die anderen Lademöglichkeiten erfüllen auch ihren Zweck und sind in der Regel kleiner und einfacher zu transportieren.
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Re: Sorry, habe mich wohl falsch ausgedrückt

Beitragvon Erhardm » Di 31. Mai 2016, 13:31

Vielen Dank für die vielen Super schnellen Antworten, aber ich habe mich viielleicht falsch ausgedrückt - Sorry

Wir wohnen in einer Eigentumswohnung in einem Mehrfamilienhaus.
Nachdem es in der gemeinschaftlichen Tiefgarage keine privaten Steckdosen gibt, haben sich ein paar Eigentümer zusammengeschlossen und lassen sich, direkt vom Stromzähler der einzelnen Wohnung, eine Steckdose bis zu ihrem Stellplatz verlegen. Bisher war immer die Rede davon, eine normale Steckdose, mit einer maximalen Leistung von 16A.

Es besteht keine Möglichkeit eine Steckdose mit >16 A zu verlegen.

Deshalb auch meine Frage nach der Steckdose: sollte ich mir eine blaue CEE Dose anstatt der normalen Haussteckdose verlegen Lassen?
Welchen Querschnitt sollte unsere Leitung haben, damit ich einen ZOE laden kann?
Und ich spreche hier von einer Leitungslänge von ca. 20-30m
Die normalen Tageskilometer des ZOE werden ca. 50 Km betragen, also wird jeden Abend geladen.

Ich hoffe auf aussagekräftige Antworten
Danke
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Re: Grundsätzliches zum Laden eines ZOE

Beitragvon EVduck » Di 31. Mai 2016, 13:40

Lass dir eine Leitung dahin legen mit 3*2,5mm^2 Dann lädst du über Nacht und Gut ist es. Ach ja, je nachdem welche Zoe du kaufst, ist evtl das Notladekabel dabei. Da gehört auch eine Steckdose dazu, die solltest du dir anbringen lassen, damit läd die zoe schneller.
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Re: Grundsätzliches zum Laden eines ZOE

Beitragvon jo911 » Di 31. Mai 2016, 13:53

Am bequemsten ist eine festinstallierte Wallbox mit einem festem Typ2 Kabel.
Damit kann auch niemand sonst(außer E-Autofahrer) was anfangen.

Die gibt es auch mit Schlüssel.

Edit: Auch wenn du nicht mehr Strom als 16A verlegen lassen kannst, hast du in deiner Wohnungsverteilung vielleicht einen 3phasigen Anschluß. Ob der Elektriker ein 3poliges Kabel zu einer CEE blau oder ein 5poliges Kabel zu einer CEE rot verlegt, ist ihm egal und kostet nicht viel mehr und es bleibt bei 16A aber 3mal soviel Leistung. Es kommt alleine auf den verfügbaren Platz in deiner Wohnungsverteilung an, was an Sicherung möglich ist. Für Drehstromladung ist ein FI Typ-B(nur wenn vorher kein FI Typ A verbaut ist, sonst FI Typ A-EV) explizit für den Ladeanschluss vorgeschrieben. Für Wechselstromladung reicht ein FI Typ A. Außerdem braucht es eigene LS, das braucht alles Platz.
Zuletzt geändert von jo911 am Di 31. Mai 2016, 14:07, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Sorry, habe mich wohl falsch ausgedrückt

Beitragvon rolandk » Di 31. Mai 2016, 13:55

Erhardm hat geschrieben:
Nachdem es in der gemeinschaftlichen Tiefgarage keine privaten Steckdosen gibt, haben sich ein paar Eigentümer zusammengeschlossen und lassen sich, direkt vom Stromzähler der einzelnen Wohnung, eine Steckdose bis zu ihrem Stellplatz verlegen. Bisher war immer die Rede davon, eine normale Steckdose, mit einer maximalen Leistung von 16A.


Wenn sowieso ein neues Kabel direkt bis zum Zähler gelegt wird, sollte 400V/16A doch kein Problem sein. Es sei denn, man hat sich mit den Miteigentümern gleich darauf breitschlagen lassen, nur einphasig zu koppeln. Technische Gründe können das eigentlich nicht sein.
Solltest Du irgendwann mal ein anderes Fahrzeug haben (gerade zukünftig), dann könnte diese Einphasen-Lösung zum Problem werden.
Versuche unbedingt da etwas dreiphasiges hin zu bekommen. Ansonsten beachte die Informationen von EV-Duck bezgl. der Renault-Steckdose.

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Re: Grundsätzliches zum Laden eines ZOE

Beitragvon panoptikum » Di 31. Mai 2016, 13:59

Erhardm hat geschrieben:
ich hoffe, es gibt eine Möglichkeit die per Schloß zu sichern

Nachdem bei mir eine ähnliche Situation ist (bis zur Tiefgarage kommt wohl nicht in Frage, aber aus dem Keller mit einer Verlängerung), habe ich mir auch überlegt, wie man Stromdieben entgehen kann.

Die Steckdose müsste über ein Relais bzw. Schütz mit Selbsthaltekontakt geführt werden, welches mittels Schlüsseltaster initiiert wird und der Schlüssel abgezogen werden kann. Wird die Steckdose stromlos (der Stecker wird gezogen) fällt das Relais ab und die Steckdose ist stromlos. Solange Strom vom Ladegerät entnommen wird bleibt das Relais angezogen. Wenn der Ladevorgang beendet wurde, wird der minimale Strom zum Ladegerät wahrscheinlich nicht ausreichen, um das Relais zu halten.
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