FI Typ B....Quelle?

Chamäleon Lader und Ladeboxen - Themen, die das Laden des Renault ZOE betreffen

Re: FI Typ B....Quelle?

Beitragvon rolandk » Mo 11. Mai 2015, 20:13

ebay kann, muß aber keine sichere Quelle sein.

Bei den Workshops habe ich schon folgendes erlebt von Teilnehmern, die ihren FI Typ B von ebay hatten:

- wurde nicht geliefert (Geld futsch, kein Paypal)
- wurde als neu (lag nur im regal) verkauft, und funktionierte dann doch nicht.

Also, wenn's umbedingt über ebay sein soll, dann unbedingt darauf achten, das das Teil auch wieder zurück gegeben werden kann und man das Geld dann auch zurück bekommt.

Roland
rolandk
 
Beiträge: 4109
Registriert: Sa 21. Sep 2013, 21:10
Wohnort: Dötlingen

Anzeige

Re: FI Typ B....Quelle?

Beitragvon energieingenieur » Mo 11. Mai 2015, 20:23

Timelord hat geschrieben:
Ich denke die beste Kombi aus günstig und sicher wäre, den FI selbst zu besorgen und ihn vom Elektriker einbauen zu lassen.

Diese Kombination ist aber nur für dich günstig und sicher. Für den Elektriker bedeutet sie Verlust und unsicherheit. Und auf dieser Basis macht Niemand gerne ein Geschäft. Die Stundenlohnpreise im Handwerk werden stark durch den Materialverkauf quersubventioniert. Der Stundenlohn alleine deckt die Stundenkosten nicht. Wenn der Geschäftsführer alleine unterwegs ist und selber schraubt mag das grad so gehen, aber sobald es mehr sind und ein Büro dranhängt geht es nicht mehr.
Wenn du die Hardware selbst besorgst und der Elektriker sie nur einbaut macht er Verlust und muss zudem die Verantwortung für deine Anlage tragen. Das tut er nur, wenn er dich wirklich sehr mag oder nicht rechnen kann.
Wenn ich meinen Großhandels-Einkaufspreis für den von dir gewünschten Siemens 5SM3344-4 30 mA sehe und mal kalkuliere... Wenn du nur den RCD haben willst, dann gehts unter 500 EUR (brutto), aber mit Installation schon nicht mehr. Und das ist sicher kein Apothekerpreis, sondern der Preis, den ich auf Basis meines Einkaufs kalkulieren kann. Ob der für dieses Produkt gerechtfertigt ist, steht auf einem anderen Blatt. Aber Dinge günstiger zu verkaufen, als sie einzukaufen ist auf Dauer nicht gut fürs Geschäft ;-) Aus dieser Nummer komme weder ich, noch ein anderer Fachhandwerker heraus.

Timelord hat geschrieben:
Frage: Woher beziehe ich den einigermaßen "seriös"? Ebay gibt mir irgendwie ein mulmiges Gefühl wenns um Leben-und-Tod-Hauselektrik geht. Und von den Onlineshops wo ich den finde habe ich im Leben noch nichts gehört. :shock:

Mach es doch nicht nur einigermaßen, sondern gleich 100%ig seriös. Wie gesagt: Es geht hier im unwahrscheinlichen (aber möglichen) Ernstfall um Leben und Tod. Sprich einen Fachmann an dem du vertraust, sag ihm was du haben willst und lass ihn die Anlage ansehen. Dann kann er das richtige Material beschaffen und die Arbeiten fachgerecht ausführen. Dann kannst du sicher sein, dass die Anlage wirklich korrekt funktioniert. Es gibt sicher viele Dinge, an denen man sparen kann, aber ob es an der Sicherheitsausstattung der Elektrik sein muss, da habe ich persönlich so meinen Zweifel.
energieingenieur
 
Beiträge: 1640
Registriert: Do 13. Jun 2013, 18:04

Re: FI Typ B....Quelle?

Beitragvon Cavaron » Mo 11. Mai 2015, 22:24

Timelord hat geschrieben:
Ich dachte eigentlich daran mir die Bettermann-Box zu holen. Die kann quasi alles, ist sehr bezahlbar und Herr Bettermann ist mir sehr sympathisch :mrgreen:

Dito, so habe ich es auch gemacht (Bettermann-Box mit Typ A EV und sonst nüscht). Typ B schadet nicht, bringt aber auch nicht mehr. Und dass der Typ A EV ein Sensibelchen ist und ständig auslöst, könnte ich jetzt nicht sagen...

Timelord hat geschrieben:
Ich muss jetzt aber nochmal was aufgreifen was EVduck vorhin gesagt hat, weil mir das keine Ruhe lässt, und zwar:

EVduck hat geschrieben:
Beim einphasigem Laden (Schuko) braucht man keinen FI-B, da prinzipbedingt die glatten Gleichfehlerströme nicht auftreten können.


Ist das echt amtlich? Ich verstehe zuwenig von der Materie. Wenn dem so wäre, und ich sowieso hauptsächlich mit niedrigen Leistungen laden will, damit die PV-Anlage das decken kann....dann bräuchte ich doch IM PRINZIP überhaupt nichts an der der Installation zu ändern, sofern ich das Notladekabel benutze...richtig?

Das ist richtig. Aber wenn du eine PV-Anlage hast... mh... hat man da nicht ohnehin einen Typ B? PV-Anlagen sollen ja angeblich auch mit Gleichstrom arbeiten ;)

Timelord hat geschrieben:
Sorry, aber das ist für mich grad eine völlig neue Information

Dafür ist das Forum da. Spar dir das Geld für den Typ B, wenn du nicht ohnehin schon damit ausgestattet bist.
Cavaron
 
Beiträge: 1537
Registriert: Mi 4. Jul 2012, 15:45
Wohnort: Franken

Re: FI Typ B....Quelle?

Beitragvon Timelord » Di 12. Mai 2015, 05:12

@energieingenieur: Touché :mrgreen:

@cavaron: ich wüsste nicht, dass wir pv technisch einen typ b hätten. Hängt die Notwendigkeit eines typ b nicht aber davon ab wie die genaue trennung zwischen ac und dc aussieht? Vielleicht wird das ja wechselrichterintern gelöst
Timelord
 
Beiträge: 269
Registriert: Di 21. Apr 2015, 14:09

Re: FI Typ B....Quelle?

Beitragvon Cavaron » Di 12. Mai 2015, 08:30

Timelord hat geschrieben:
@cavaron: ich wüsste nicht, dass wir pv technisch einen typ b hätten. Hängt die Notwendigkeit eines typ b nicht aber davon ab wie die genaue trennung zwischen ac und dc aussieht? Vielleicht wird das ja wechselrichterintern gelöst

Das kann gut sein. Evtl. kommt der Typ B auch erst, wenn man die PV-Anlage mit Akku-Speicher kombiniert... da stecke ich zu wenig in der Materie.
Cavaron
 
Beiträge: 1537
Registriert: Mi 4. Jul 2012, 15:45
Wohnort: Franken

Re: FI Typ B....Quelle?

Beitragvon Draht » Di 12. Mai 2015, 08:58

Timelord hat geschrieben:
Ich dachte eigentlich daran mir die Bettermann-Box zu holen. Die kann quasi alles, ist sehr bezahlbar und Herr Bettermann ist mir sehr sympathisch :mrgreen:

Ich muss jetzt aber nochmal was aufgreifen was EVduck vorhin gesagt hat, weil mir das keine Ruhe lässt, und zwar:

EVduck hat geschrieben:
Beim einphasigem Laden (Schuko) braucht man keinen FI-B, da prinzipbedingt die glatten Gleichfehlerströme nicht auftreten können.


Ist das echt amtlich? Ich verstehe zuwenig von der Materie. Wenn dem so wäre, und ich sowieso hauptsächlich mit niedrigen Leistungen laden will, damit die PV-Anlage das decken kann....dann bräuchte ich doch IM PRINZIP überhaupt nichts an der der Installation zu ändern, sofern ich das Notladekabel benutze...richtig?

Ich meine natürlich nicht als Dauerlösung. Also in kurz: Ist es richtig, dass kein FI B benötigt wird, sofern einphasig, in diesem Falle mit dem Notladekabel, geladen wird?

Sorry, aber das ist für mich grad eine völlig neue Information


Hallo Timelord,
bei meinem Notladekabel von Renault war für die Riesengroße 14A Schuko Steckdose und auch ein FI der Firma legrand dabei.
Also deinen Händler mal fragen was den alles beim Notladekabel dabei ist.
Gruß
Dirk
----
ab 4.2015 mit Zoe Intens unterwegs, aber nur wenn meine Frau mich lässt 8-)
Benutzeravatar
Draht
 
Beiträge: 328
Registriert: Fr 28. Feb 2014, 20:51
Wohnort: Sehnde

Re: FI Typ B....Quelle?

Beitragvon akoeni84 » Di 12. Mai 2015, 09:11

Cavaron hat geschrieben:
Timelord hat geschrieben:
@cavaron: ich wüsste nicht, dass wir pv technisch einen typ b hätten. Hängt die Notwendigkeit eines typ b nicht aber davon ab wie die genaue trennung zwischen ac und dc aussieht? Vielleicht wird das ja wechselrichterintern gelöst

Das kann gut sein. Evtl. kommt der Typ B auch erst, wenn man die PV-Anlage mit Akku-Speicher kombiniert... da stecke ich zu wenig in der Materie.


http://www.schneider-electric.de/sites/germany/de/support/haeufig-gestellte-fragen/faq_homepage.page?page=content&country=DE&lang=de&locale=de_DE&id=FA166875&redirect=true

"Hierzu wird unter in der VDE 0100-530 ausgeführt:
"Wenn Teile elektrischer Betriebsmittel, die auf der Lastseite einer Fehlerstromschutzeinrichtun (RDC)
fest errichtet werden, reine Gleichfehlerströme erzeugen können, muß die Fehlerstromschutzeinrichtung
(RDC) vom Typ B sein."
Ein Frequenzumrichter kann im Fehlerfall auch Gleichfehlerströme oder hochfrequent
pulsierende Fehlerströme erzeugen. Nur ein FI-Schalter Typ B kann diese Ströme erkennen."
Ich möchte friedlich im Schlaf sterben wie mein Opa. Nicht heulend und schreiend wie sein Beifahrer.
Benutzeravatar
akoeni84
 
Beiträge: 254
Registriert: Mi 18. Mär 2015, 21:03
Wohnort: Jena

Re: FI Typ B....Quelle?

Beitragvon mlie » Di 12. Mai 2015, 10:58

Und da einphasige Geräte keine GLATTEN Gleichfehlerströme erzeugen können, benötigt man bei einphasigen Ladungen nur einen FI Typ A. Vielleicht mit ein Grund, warum grob 70% der Elektroautos Typ1 und damit einphasige Anschlüsse haben, zum Teil mit 32A - man spart sich im Vergleich zum Drehstrom den doch recht teuren FI B.
110Mm elektrisch ab 11/2012.

Bevor man den 200. Tröt zu einem längst ausdiskutierten Sachverhalt aufmacht, IMMER erstmal die Suche benutzen. Es gibt in diesem Forum KEIN Elektroautothema, welches nicht schon längst abschliessend diskutiert wurde!
Benutzeravatar
mlie
 
Beiträge: 3230
Registriert: Mo 5. Aug 2013, 09:43
Wohnort: Nordkreis Celle

Re: FI Typ B....Quelle?

Beitragvon Timelord » Di 12. Mai 2015, 18:30

Ich hab mich jetzt für die Variante "Elektriker....mach ma entschieden".

Das Statement von energieingenieur war einfach logisch schlüssig :D

akoeni84 hat geschrieben:
"Hierzu wird unter in der VDE 0100-530 ausgeführt:
"Wenn Teile elektrischer Betriebsmittel, die auf der Lastseite einer Fehlerstromschutzeinrichtun (RDC)
fest errichtet werden, reine Gleichfehlerströme erzeugen können, muß die Fehlerstromschutzeinrichtung
(RDC) vom Typ B sein."
Ein Frequenzumrichter kann im Fehlerfall auch Gleichfehlerströme oder hochfrequent
pulsierende Fehlerströme erzeugen. Nur ein FI-Schalter Typ B kann diese Ströme erkennen."


Wofür oder wogegen wendet sich dieser Post? Mag sein dass ich nachm langen Arbeitstag aufm Schlauch steh...von daher...sorry wegen der Begriffsstutzigkeit
Timelord
 
Beiträge: 269
Registriert: Di 21. Apr 2015, 14:09

Re: FI Typ B....Quelle?

Beitragvon umberto » Di 12. Mai 2015, 20:00

Timelord hat geschrieben:
Wofür oder wogegen wendet sich dieser Post? Mag sein dass ich nachm langen Arbeitstag aufm Schlauch steh...von daher...sorry wegen der Begriffsstutzigkeit


In der Zoe wird der Frequenzumrichter zur Erzeugung des Gleichstroms für den Akku genutzt. D.h. die Zoe ist so ein Gerät, das lt. VDE einen allstromsensitiven FI erfordert. Und deswegen wird er auch von Renault für die dreiphasige Ladung vorgeschrieben.

Auch die Fa. Doepke, die die ganzen FIs herstellt, empfiehlt in einem Diagramm für Fahrzeuge, wo der Hersteller einen FI B explizit erwähnt auch diesen einzusetzen und nicht den FI A ev.

Aber zum Thema FI B kannst Du 3 Fachleute fragen und bekommst 4 Meinungen. :-)

Gruss
Umbi
Zoe seit 2013 - Verbrauch ab Zähler mit allem (Ladeverluste) und scharf (Vorheizen) Bild
Benutzeravatar
umberto
 
Beiträge: 3842
Registriert: Mo 1. Okt 2012, 22:08

Anzeige

Vorherige

Zurück zu ZOE - Laden, Ladeequipment

  • Ähnliche Artikel im Blog

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 4 Gäste