Entscheidung Ladeinfrastruktur ZOE (R240)

Chamäleon Lader und Ladeboxen - Themen, die das Laden des Renault ZOE betreffen

Entscheidung Ladeinfrastruktur ZOE (R240)

Beitragvon E_Lipper » So 4. Okt 2015, 10:54

Hallo,

Anfang Nov. soll mein neuer ZOE (R240) geliefert werden.

Nach einigen Recherchen hier im Forum muß ich mich nun für die richtige Ladeinfrastrukur für zu Hause entscheiden.

Hierzu soll eine neue CEE 32A Steckdose in der Garage installiert werden. Der Elektriker vor Ort bietet
folgende Komponenten an:
- Kabel NYM-J 5x6 (ca. 20m)
- CEE Kombi Steckdose 32A 5pol 400V 6h mit Schukosteckdose
- Sicherungsautomat B32A 3pol (Eaton)
- Energieverbrauchszähler (Eltako)

Zur Ladung möchte ich eine mobile Ladebox verwenden.
Alternative 1: Bettermann 3200 (stufenlos einstellbar) mit Doepke FI/RCD Typ A EV (ca. 996€ incl. MwSt)
Alternative 2: NRGkick 22KW 32A 3phase mit 7,5m Kabel (ca. 990€ incl. MwSt + Versand)

Bei der Bettermann-Box fehlt leider das Ladekabel, welches ich noch dazu kaufen müßte, wenn ich das beim Zoe
mitgelieferte Kabel nicht immer wieder im Auto verstauen möchte.
Beim NRGkick bin ich nicht sicher, ob der Software FI Typ B die richtige Lösung ist.

Die Elektriker vor Ort (Raum Bielefeld) scheinen keine Erfahrung mit privaten Ladestationen zu haben,
so dass immer nur dass angeboten wird, was ich vorher angefragt habe.

Eine Selbstbaulösung kommt für mich aktuell nicht in Frage, da ich nicht vom Fach bin und bei solchen
Summen und sicherheitsrelevanten Themen eine professionelle Lösung mit Garantie bevorzuge.

Gibt es noch andere Punkte zu beachten ?
Reicht die Sicherung beim NRGkick aus oder ist die Lösung von Bettermann besser ?

Vielen Dank schon einmal für hoffentlich hilfreiche Antworten.

Gruß
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Re: Entscheidung Ladeinfrastruktur ZOE (R240)

Beitragvon Mittelhesse » So 4. Okt 2015, 11:02

die Installation der CEE32 Steckdose sieht bei mir ähnlich aus, ich habe auf den Zähler verzichtet, aber zusätzlich einen Fi in der Zuleitung zur CEE32 da diese bei mir im Außenbereich ist. Man möchte ja evt. auch mal was anderes als eine mobile Wallbox einstecken.
LG Stefan

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Re: Entscheidung Ladeinfrastruktur ZOE (R240)

Beitragvon Berndte » So 4. Okt 2015, 11:09

Die CEE32 Steckdose benötigt sowieso mindestens einen FI (einfacher Typ A).
Rufe mal bei Henning Bettermann man, er kann sicher die Box auch mit festem Kabel liefern.
Wenn dann in der Box noch ein echter FI Typ EV oder Typ B drin ist um so besser.
Der NRG-Kick hat nur einen Software FI drin, hier muss zwingend ein mechanischer FI in die Steckdose vorgeschaltet werden.
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Re: Entscheidung Ladeinfrastruktur ZOE (R240)

Beitragvon p.hase » So 4. Okt 2015, 14:41

wieso IN deiner garage??? draussen und für alle wäre doch sinnvoller!!!
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Re: Entscheidung Ladeinfrastruktur ZOE (R240)

Beitragvon JoDa » So 4. Okt 2015, 18:58

Hallo E_Lipper,

Gratulation zu deinem Ersten Beitrag hier im Forum.
Er zeugt von deiner Fachkompetenz, und das du eigentlich keine Beratung mehr brauchst.

Würde an deiner Stelle wie folgt vorgehen:
1. Dein Elektriker soll sich den Hausanschlusskasten ansehen, ob dieser stark genug abgesichert ist, um zusätzlich zu den vorhandenen Stromkreisen noch 32A/22kW liefern zu können. Wenn er zu schwach abgesichert ist, musst du bei deinem Energieversorger um eine stärkere Absicherung ansuchen.
2. Da du an einer Steckdose nicht nur die ZOE anstecken kannst, musst du laut gültiger Norm den Stromkreis zusätzlich mit einen FI-TypA 30mA (ca. 50€) absichern. Als Sicherungsautomaten würde ich statt einem B-Typ einen C-Typ verwenden. (Der von Renault empfohlene teure Typ D, ist nicht notwendig.) Statt dem Zähler von Eltako würde ich einen günstigeren von B+G (50€ bei Amazon) nehmen.
3. Die NRGkick wird meiner Meinung nach, aus dem von dir genannten Grund und wegen der kompakteren Bauweise, die B3200 als beliebteste Ladelösungen für die ZOE ablösen. Der Software FI TypB und der Doepke FI Typ A EV sind meiner Meinung nach gleich sicher.

Wenn du dazu noch Fragen hast siehe meinen Wiki Beitrag Normgerechte Errichtung von Ladeinfrastruktur.
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Re: Entscheidung Ladeinfrastruktur ZOE (R240)

Beitragvon Berndte » So 4. Okt 2015, 19:36

JoDa hat geschrieben:
...Der Software FI TypB und der Doepke FI Typ A EV sind meiner Meinung nach gleich sicher.....

Sorry, ich will dir nicht zu Nahe treten, aber das zählt wohl nur in Österreich und GB.
In -D- muss ein mechanischer FI mit Freiauslösung vorhanden sein. Reine Software FI sind so allein hier nicht zulässig.
Unter Anderem muss zB. eine Prüftaste vorhanden sein, wo der Endverbraucher sich selber weiterhin von der korrekten Funktion überzeugen kann.
Aber das Thema haben wir jetzt echt schon so oft durchgekaut ;)
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Re: Entscheidung Ladeinfrastruktur ZOE (R240)

Beitragvon rolandk » Mo 5. Okt 2015, 08:16

JoDa hat geschrieben:
meiner Meinung nach


Haftest Du im Fehlerfall? Es dürfte allgemein bekannt sein, das Versicherungen dann, wenn sie zahlen sollen, ganz genau hinschauen.

Kommt der Wiki-Eintrag von Dir (ich habe jetzt nicht nachgeschaut). Aber auch da ist das einschränkende "meines Wissens nach"....

Als rechtliche Grundlage eher zweifelhaft, oder? Wenn der TS schon zu Anfang schreibt, das ihm eine Bastellösung nicht zusagt, dann würde ich mir hier aber doch noch einmal Gedanken machen, wobei die "Bastellösungen" mindestens genauso sicher sind, wenn ich mir hier mal so einige kommerzielle Lösungen anschaue.

Und ob die im Fehlerfall haften, sei mal dahin gestellt. Mir ist bisher kein Fall bekannt.

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Re: Entscheidung Ladeinfrastruktur ZOE (R240)

Beitragvon novalek » Mo 5. Okt 2015, 08:51

Mann Roland-K - Du wagst Dich was - die Mannen stehen gegen Dich, massiv, geschlossen, von ihrem Tun überzeugt - die Gruppe macht stark - wie wirst Du das aushalten ? Du schreibt von kommerziellen Lösungen, die müßten dann alle ein CE-Label haben ... wer wirbt denn mit sowas ?
Ich halte mich ohnehin raus, hab meine Finger fusselig geschrieben.
@ E_Lipper: sag nur, guck Renault-Preise und Ausstattungen und lies den Akku-Mietvertrag zig-mal.
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Re: Entscheidung Ladeinfrastruktur ZOE (R240)

Beitragvon E_Lipper » Mo 5. Okt 2015, 19:53

Danke erst einmal für die Antworten.

@Berndte: Box mit festem Kabel ist möglich

@novalek: Ich habe mal versucht in deinen Beiträgen eine Empfehlung für die deiner Meinung nach richtige
Ladeinfrastruktur zu finden. Gibt es da etwas ?
Im Batterie-Mietvertrag gibt es lediglich Empfehlungen zum Laden.
Einen Elektriker mit Z.E.-Ready Zertifizierung habe ich bisher noch nicht gefunden.
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Re: Entscheidung Ladeinfrastruktur ZOE (R240)

Beitragvon Partyratte » Mo 5. Okt 2015, 20:22

Sooo,
da ich mich sowohl für die Bettermann Box 3200 als auch für die NRGkick 22KW 32A Interessiere habe ich mal bei beiden nachgefragt.
Mit Herrn Bettermann hatte ich ein aufschlussreiches Gespräch. Wenn es die Bettermann Box 3200 wird, dann mit Doepke FI Typ A EV

Aus Österreich bekam ich folgende Antwort auf meine Frage zum Software FI Typ B


Sehr geehrter Herr xxxxx
Vielen Dank für Ihre Nachricht!

Der integrierte Fehlerstromschutzmechanismus ist auf Basis der DIN IEC 62752 bzw. IEC/DIS 62752.2 ausgelegt.
Kurzer Hinweis zu den Normen und Normenherkunft:
DIN IEC = Kürzel für eine Deutsche Norm auf der Grundlage einer internationalen Norm der IEC
DIN: für DIN Deutsches Institut für Normung
IEC: für Internationale Elektrotechnische Kommission

In dieser Norm wird genau beschrieben wie ein Fehlerstrommechanismus für das Mode 2 Laden (mobile Ladeeinheit) ausgeführt sein muss. So ist dieser auch im NRGkick realisiert.

CEE 32A –auf– Schuko, 3 x 2,5mm², max. 10A -> ist auch in Deutschland zugelassen.

Bei weiteren Fragen bitte gerne melden!

Mit freundlichen Grüßen,
Dietmar Niederl

Elektronik und Elektromechanik
DiniTech GmbH
Lugitsch 63, 8091 Jagerberg
+43 664 8523 656
dietmar.niederl@dinitech.at
http://www.dinitech.at
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