Einstellbarkeit der ZOE-Ladeleistung

Chamäleon Lader und Ladeboxen - Themen, die das Laden des Renault ZOE betreffen

Re: Einstellbarkeit der ZOE-Ladeleistung

Beitragvon ecopowerprofi » Mo 15. Mai 2017, 15:15

Linoair hat geschrieben:
Danke auch an den Tip von ecopowerprofi, allerdings wollte ich nicht gleich meine gesamte Ladestation ersetzen... D0 Zähler und 11 kW Ladestation sind ja schon vorhanden...

Man muss nur die EVSE ersetzen. Viele kaufen bei mir nur die EVSE um damit eine vorhandene WB um zurüsten.
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Re: Einstellbarkeit der ZOE-Ladeleistung

Beitragvon Berndte » Mo 15. Mai 2017, 15:44

Auch bei mir wird damit dem Zoe ein schwächeres Ladekabel vorgegaukelt.
Geht sogar ultradynamisch... hätte ich nicht gedacht.
Bin eigentlich davon ausgegangen, dass der Zoe meckert, wenn sich mitten im Ladevorgang das Ladekabel "verschlechtert".

Also die PP Leitung im Zoe durchtrennen und mal ein wenig mit Potis testen.
Ich würde mal mit 1,5kOhm anfangen.
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Re: Einstellbarkeit der ZOE-Ladeleistung

Beitragvon tango » Mo 15. Mai 2017, 16:22

Wow, das war ja genau meine Ursprungsidee. Manchmal muss man eben einfach mal machen.
Berndte, hast Du ein Foto von der zerlegten/demontierten Steckdose vorne? Kabel durchschneiden würde ich ja nur als allerletztes Mittel machen.

Da über das PP-Signal gar keine Leistung geht muss man sich aber auch nicht allzuviel Gedanken über elektrische Sicherheitsprobleme machen. Wenn man das Poti seriell einschleift (geht ja wohl auch anders kaum), dann kann auch ein Verschieben der Ladeleistung hin zu höheren (und damit potentiell gefährlichen) Werten hin nicht stattfinden.

Ich werde es mir mal anschauen. Habe auch an 0,5 bis 1 k Ohm gedacht.
Gruß

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Re: Einstellbarkeit der ZOE-Ladeleistung

Beitragvon tango » Mo 15. Mai 2017, 18:05

Hab mir jetzt mal die Buchsen-Situation vorne an der ZOE angeschaut. Wenn man weiß, wie man es zerlegen muss ist es nicht besonders schwierig. Zuerst die vier Schrauben mit 10er-Nuss entfernen, die den Grill oberhalb vom Kühler befestigen.
Dann die Gummi-Dichtlippe hinter der großen Steckerklappe, rund um die eigentliche Buchse herausnehmen, die ist nur eingeklickst und kommt als komplettes Formstück.
Schließlich die drei 10er Schrauben entfernen, die die Fahrzeugbuchse in der Fahrzeugnase befestigen.
Wenn man jetzt die zuerst losgeschraubte Kunststoffplatte nach vorne klappt, dann kann man die ganze Buchsenbaugruppe zwischen Grill und Kühler hervorziehen. Der Kabelbaum ist an zwei Stellen mit Leitungsfixierungen an Kunststoffteilen befestigt, die sich aber relativ leicht aus ihren Klemmhalterungen herausziehen lassen.

Nun kann man die hintere Abdeckung der Buchse mit drei weiteren Schrauben lösen und kann von hinten auf die Steuer- und Leistungskabel blicken.
2017-05-15 18.15.52-b.jpg
Ladebuchse von hinten

Die Kabel verschwinden ohne Zwischenstecker im Kabelbaum. PP ist deutlich von vorne und hinten gekennzeichnet, eine weiße Ader.

Interessanterweise verschwindet die weiße Ader im Kabelbaum, wenn man ein bisschen dran zieht, sieht man aber, dass sie auch gleich wieder daraus hervorkommt und nur eine Schlaufe bildet. Die weiße Ader geht auf ein Bauelement der Buchse, es ist aber nicht ersichtlich, welche Funktion sie da ausübt.

Diese Schlaufe könnte man nun vergleichsweise einfach auftrennen und mit einer Doppelader in den Fahrzeuginnenraum leiten und dort einen Trimm-Poti einschleifen.

Werde morgen mal schauen, was der Elektronikmarkt so an robusten Potis anbietet. Das könnte man sehr schön neben den Schlitz für den elektronischen Fahrzeugschlüssel platzieren.

Hat jemand eine Idee, wie man am einfachsten in die Fahrzeugkabine kommen kann?

2017-05-15 18.15.57-b.jpg
Ladebuchse seitlich
Gruß

tango

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Re: Einstellbarkeit der ZOE-Ladeleistung

Beitragvon Berndte » Mo 15. Mai 2017, 18:51

Die weiße Ader geht auf ein Bauelement der Buchse, es ist aber nicht ersichtlich, welche Funktion sie da ausübt.


Thermistor in der Ladebuchse soll Überhitzung verhindern.
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Re: Einstellbarkeit der ZOE-Ladeleistung

Beitragvon ecopowerprofi » Mo 15. Mai 2017, 20:32

tango hat geschrieben:
Ein Eingriff über den Widerstand auf PP wird die Ladeleistung nur in den vorgesehenen Stufen 43 kW/22 kW/11 kW reduzieren, das ist ziemlich grob und entspricht nicht meinem Ziel

Mehr gibt die Norm auch nicht her. Es gibt noch Toleranzbereiche für den Widerstandswert aber die Stufen liegen fest. Es ist auch nicht 43 / 22 / 11 kW sondern 63 / 32 / 20 A. Da könnte man noch zwischen 1- und 3-phasig unterscheiden. Dann hat man die Stufen 4,6 kW, 7,4 kW, 13,8 kW, 14,4 kW, 22,1 kW und 43,5 kW. Man muss nur die Phasen L2 und L3 schaltbar machen. Kann man über einen Kippschalter und einem 2-pol. Schütz mit 63 A Kontakte erreichen.
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Re: Einstellbarkeit der ZOE-Ladeleistung

Beitragvon Jack76 » Mo 15. Mai 2017, 20:44

ecopowerprofi hat geschrieben:
Da könnte man noch zwischen 1- und 3-phasig unterscheiden. .... Man muss nur die Phasen L2 und L3 schaltbar machen. Kann man über einen Kippschalter und einem 2-pol. Schütz mit 63 A Kontakte erreichen.


Da wäre ich besonder bei der Zoe gaaaanz vorsichtig. Umschaltung zwischen 1 und 3-phasig würde ich nur bei vollständiger Unterbrechung der gesamten Verbindung machen, sonst grillst Du Dir ganz schnell das kleine Relais im Lader welches L3 auf N schaltet sobald L2 als stromlos erkannt wird.
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Re: Einstellbarkeit der ZOE-Ladeleistung

Beitragvon tango » Mo 15. Mai 2017, 20:54

Laut Berndte soll aber eben genau mein Eingangs-Szenario funktionieren und zwar stufenlos.
In der Theorie konnte ich mir das auch nicht ganz vorstellen, aber nachdem ich mir heute das Inlet mal genauer angesehen habe und dabei gesehen habe, dass der PP elektrisch über den Thermistor im Inlet-Gehäuse geführt wird, macht das doch ziemlich viel Sinn.

Wenn der Thermistor einen Widerstandsbereich von 0 bis 1.00 Ohm hat bei einem Temperaturgang von 30 bis 70 °C (meine Annahme), dann würde die Ladeleistung bei Temperaturanstieg KONTINUIERLICH reduziert werden, bis die Temperatur im Inlet nicht mehr weiter ansteigt. Einfach aber ziemlich simpel. Und wenn man da jetzt einen zusätzlichen regelbaren Widerstand einschleift sollte unser gewünschter Effekt eintreten.

Werde es ausprobieren und berichten.
Gruß

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Re: Einstellbarkeit der ZOE-Ladeleistung

Beitragvon ecopowerprofi » Di 16. Mai 2017, 07:15

Jack76 hat geschrieben:
sonst grillst Du Dir ganz schnell das kleine Relais im Lader welches L3 auf N schaltet sobald L2 als stromlos erkannt wird.

War ja nur ein allgemeiner Hinweis ohne das genaue Procedere zu beschreiben. Ich halte sowieso nix davon im Fahrzeug was zu ändern. Wie ich bereits geschrieben habe würde ich einen Adapter nehmen und dort die Umschaltung und/oder den Rest machen. Man hat auch das Problem, dass beim Wegschalten von nur L2 und/oder L3 dann ein Gleichfehlerstrom auftritt und den FI (egal ob Typ A oder B) auslöst. Man muss also immer bei einer Umschaltung von 1- auf 3-phasig eine komplette Trennung machen. Dass kann man wiederum durch das kurze Unterbrechen der CP-Leitung erreichen.
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Re: Einstellbarkeit der ZOE-Ladeleistung

Beitragvon Berndte » Di 16. Mai 2017, 12:07

Hier geht es überhaupt nicht um die Umschaltung von einphasiger auf dreiphasiger Ladung.
Wie willst das auch ohne Änderungen am Fahrzeug und ohne Eingriff in die Ladesäule bewerkstelligen?
Mit einer extra Box im Ladekabel?

Dann kann man auch einfach ein billiges einphasiges Ladekabel mit 20A Codierung nehmen.
Aber auch das ist nicht einstellbar, sondern einfach noch was mehr zum rumfahren.

Im Fahrzeug hinter die Buchse einen Poti einbauen kostet nichts und ist relativ schnell erledigt.
Außerdem somit fast stufenlos einstellbar von 2,3kW an Drehstrom bis 43kW!
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