E3/DC Fahrzeugladegerät

Chamäleon Lader und Ladeboxen - Themen, die das Laden des Renault ZOE betreffen

Re: E3/DC Fahrzeugladegerät

Beitragvon Lord Blitz » Fr 17. Jul 2015, 22:12

Ab Firmware-Update 0.8 für die Wallbox kann man diese nun manuell auf einphasiges Laden umstellen. Damit erübrigt sich nun die zusätzliche Anschaffung eines einphasigen Kabels, wenn die größe der Photovoltaikanlage die dreiphasige Ladung nicht zulassen würde ohne Strom zukaufen zu müssen. Die Leute von E3/DC machen Ihre Geräte wirklich immer besser!
Panasonic HIT-N240/245 1,95 kWp (Envertech EVT500)
Solarwatt 36M glass 3,2 kWp (StecaGrid 3203)
Sunpower SPR-300NE-BLK 7,8 kWp
E3/DC S10E8 9,2 kWh Hauskraftwerk
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Re: E3/DC Fahrzeugladegerät

Beitragvon Nemo » So 31. Jan 2016, 01:06

Hallo Lord Blitz,
Bist Du immer noch zufrieden mit dem Speicher und Ladestation von E3/DC?
Ist es möglich kurze Strecken mit einem kleinen Elektroauto nur mit eigenem Strom zu fahren (März-Oktober)?
Danke und Gruß von mir!
Nemo
 
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Re: E3/DC Fahrzeugladegerät

Beitragvon Lord Blitz » So 31. Jan 2016, 09:09

Hi Nemo,

ich bin vollends zufrieden. Die Softwareeinstellungen müssen zwar an einigen Stellen noch einwenig überarbeitet werden. Auch funktioniert die Steuerung der Wallbox noch nicht über mein Smartphone. Aber es bereitet keine Probleme mit reinem Solarstrom zu tanken. Da unsere Photovoltaikanlage ausreichend dimensioniert ist, schaffen wir es, in unserem Nahbereich (also der Bereich, für den man keine öffentliche Ladestation benötigt) fast ausschließlich unseren selbst erzeugten Photovoltaikstrom zu tanken, sogar im Winter. Allerdings fahren wir nicht mehr als 5.000 km im Jahr. Die letzten zwei Monate waren allerdings äußerst trüb. Wir mussten im Januar im Gegensatz zum letzten Jahr zum ersten Mal Strom dazu kaufen. Wir konnten zwar an einem sonnigen Wochenende laden, aber zum Vollladen hat es nicht gereicht. Der Zukauf lag bei 30%.

Es spielen viele Faktoren eine Rolle: Größe der Photovoltaikanlage, Ladezeiten am Tag oder am Abend, wöchentliche Kilometerleistung, Fahrzeugtyp...

Ein Tesla benötigt zum Beispiel zu viel Strom. Den Verbrauch könnten wir dann nicht mit unserer Photovoltaikanlage abdecken. Wir haben auch den Vorteil, dass unser Auto am frühen Nachmittag meist schon wieder im Carport steht. Allerdings laden wir meistens an einem sonnigen Wochenende. Damit sind wir klar gekommen, weil wir eben nicht so viel Auto fahren. Eine "Tankfüllung" reicht im Schnitt für 1,5 bis 2 Wochen.

In meinen Augen gibt es kein besseres Speichersystem: dreiphasige Versorgung, Aufladen der Batterie direkt mit Photovoltaikstrom (ohne Wechselrichterverluste), Integration weiterer externer Stromerzeugsanlagen möglich (wir betreiben eine kleine zweite Photovoltaikanlage), Notstromversorgung, sehr gute Erfassung aller Stromflüsse, Softwareupdates mit Erweiterung der Funktionen und, und, und...

Natürlich gibt es preiswertere Konkurrenzprodukte, aber keines hat diesen Funktionsumfang. Trotzdem bleibt alles sehr einfach, übersichtlich und im Übrigen platzsparend.
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Re: E3/DC Fahrzeugladegerät

Beitragvon Nemo » Di 2. Feb 2016, 16:25

Lord Blitz,
Vielen Dank für die Antwort.
Ich habe lange überlegt, welchen Speicher ich kaufen soll.
Da unser Dach ein Zeltdach ist, und wir zwei Flächen bedecken wollen (Süd- leicht West und Ost- leicht Süd), damit wir auf 9,9 kWp kommen,
Und dazu noch eine Ladesäule wollten
Ist die Entscheidung für E3/DC gefallen.
An viele andere Speicher kann man keine zwei Anlagen anschließen.
Das bringt uns den Vorteil, dass wir länger Strom und ohne große Spitzen produzieren.
Ich möchte unser Strom selbst verbrauchen, daher die Idee mit dem Elektroauto.
Es soll ein Kleinwagen werden, etwa Zoe oder Nissan Leaf. Wir fahren meisten 5-20 km am Tag. Selten eine Strecke von 150 km.
Ich habe nicht erwartet, dass man das Auto selbst im Winter noch laden kann.

Das würde bedeuten, dass wir trotz Hausverbrauch um 4500 kWh im Jahr und einem Auto, im Sommer immer noch Stromüberschüsse hätten? Stimmt das?

Danke und Gruß von mir
Nemo
 
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Re: E3/DC Fahrzeugladegerät

Beitragvon Lord Blitz » Di 2. Feb 2016, 20:16

Na ja, im Winter verhält es sich bei mir so, dass ich im Durchschnitt einen sehr geringen Autarkiegrad erreiche, weil ich mit Hilfe der Wärmepumpen auch mit Strom heize. Es gibt aber in jedem Monat drei bis vier Tage, an denen die Sonne bei unbewölktem Himmel für einen enormen Tagesertrag sorgt, den ich mit meinem Hausspeicher nur zum Teil einfangen kann. Der Rest würde ohne Elektroauto ins Netz eingespeist werden. Die Kunst ist, mit Hilfe der Wetterberichte diese Tage gut auszunutzen. Drei volle Ladungen im Monat reichen für uns schon aus: 3x 22 kW = 315 km. Lichtschwächere Tage sind aber auch nutzbar, dann begnügen wir uns mit kleinen Teilladungen.

Als Auto kann ich nur den Renault ZOE empfehlen, da er schon an einer einfachen 22 kW-Säule relativ schnell geladen ist. Das ist wichtig für eine schnelles Laden auf weiten Strecken. Zuhause läd man langsam, entsprechend der aktuellen Leistung der Photovoltaikanlage. Andere Hersteller haben in meinen Augen die vorhandenen Lademöglichkeiten im öffentlichen Raum einfach nicht genügend berücksichtigt.

Noch ein Tipp: Zu allererst den eigenen Stromverbrauch möglichst deutlich senken (effizientere Geräte, intelligenter Verbrauch). Das schont nicht nur den Geldbeutel, sondern auch den Hausspeicher und sorgt für einen hohen Autarkiegrad.

Das letzte Jahr sieht bei uns folgendermaßen aus (ohne die zweite Photovoltaikanlage und nur mit einem in der letzten Jahreshälfte vollständig einsatzbereitem Ladegerät)

Haushaltsverbrauch [kWh]: 1.841,56 (2 Erwachsene, 2 Kleinkinder)
Wärmepumpenverbrauch [kWh]: 3.403,18
Elektrofahrzeug [kWh]: 367,33 (Autarkiegrad 93,54 %)
Stromverbrauch [kWh]: 5.612,07
Eigenstromerzeugung [kWh]: 3.108,77
Fremdstromverbrauch [kWh]: 2.503,30
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Re: E3/DC Fahrzeugladegerät

Beitragvon Nemo » Mi 3. Feb 2016, 00:13

Danke schön für Ihre Infos!

Ich hätte gedacht, dass ein Auto mehr verbraucht. Ihre Zahl mal 2 ist immer noch unter 1.000 kWh.

Das Haus wird jetzt gebaut, deswegen habe ich noch keine sicheren Verbrauchszahlen.
Wahrscheinlich werden wir einen Passivhaus-Standard erreichen und unsere Wärmepumpe (4,5 kW) muss nicht lange arbeiten.
Es ist mir klar, dass noch etliche andere Geräte hinzukommen werden. Wir setzen auf LED Beleuchtung und werden den gesamten Verbrauch im Auge behalten.

Mit den Tankoptionen muss ich mich noch befassen.
Zoe gefällt mir sehr gut. Es gibt aber nur die Option, die Batterie zu mieten. Das stört mich etwas.

Tja, warum wird es nicht ein einfaches System für alle Elektroautos an der Ladesäule geschaffen, wo man noch mit einer normalen EC Karte zahlen könnte?
Gut, dass wir in der Nähe ein Aldi Süd haben, mit der Möglichkeit umsonst das Auto aufzuladen.
Ich habe ein wenig Angst, ob das ganze funktionieren wird: PV Anlage, Speicher, Wallbox und ein Elektroauto. Mal schauen.
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Re: E3/DC Fahrzeugladegerät

Beitragvon ZoeKS » Sa 23. Apr 2016, 16:51

Lord Blitz hat geschrieben:
Schon mal vielen Dank für die vielen Antworten.

Das Fahrzeugladegerät von E3/DC soll im sogenannten "Sonnenmodus" dafür sorgen, dass automatisch nur Solarstrom in das Fahrzeug geladen wird. Dabei wird eben kein Strom aus der Batterie des Hauskraftwerks gezogen. Letzteres ist ja auch ziemlich unwirtschaftlich...

Die Ladeversuche von Lingley sind sehr aufschlussreich. Ich glaube bei meiner Wallbox hakt es noch einwenig, da diese leider nur versucht den Strom dreiphasig zu laden. Bei Ladeversuchen unter 13 A kommt es deshalb dauernd zu Ladeabbrüchen. Da muss der Hersteller wohl nachbessern. Ich hoffe das gelingt mit einem Softwareupdate, so dass das Gerät den Solarstrom dann einphasig mit geringerer momentaner Leistung an der Photovoltaikanlage ins Auto einspeist.

Jedenfalls kann ich mir jetzt gut vorstellen, woran es hier noch hapert.


Hallo Lord Blitz,
wir sind auch seit einigen Wochen Besitzer einer Zoe und einer E3/DC Wallbox.
Die Ladeversuche im "Sonnenmodus" brechen dauernd ab. Wir hatten eigentlich vor den Sonnenüberschuss in das Auto zu laden und nicht an den Netzbetreiber zu liefern.
Nun haben wir hier im Forum gelesen, dass auch andere dieses Problem haben.
Unsere Einstellungen auf der Wallboxseite im Portal sind 16A und 1-phasig. Wie sehen die Einstellungen bei dir aus? Kannst du uns noch einen Tipp geben?
ZoeKS
 
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Re: E3/DC Fahrzeugladegerät

Beitragvon Lord Blitz » Sa 23. Apr 2016, 20:30

Herzlichen Glückwunsch zu Euren Kauf!

1.) Es kann sein, dass das Ladeverhalten des neuen Renault ZOE etwas anders ist und E3/DC die Wallbox darauf abstimmen muss. So wie sie es bei unserem ZOE (210 km) ebenfalls tun mussten, als die Wallbox noch keinen ZOE kannte. Dann würden die Ladevorgänge aber jedes Mal schon zu Beginn abgebrochen werden und es käme erst zu einem richtigen Ladevorgang, wenn man diesen manuell bei hoher Sonnenleistung startet. Die Schwelle war damals das Problem. Die Wallbox wollte schon bei einer Leistung anfangen zu laden, die für den ZOE noch nicht ausreichte.

2.) Sinkt die für die Wallbox zur Verfügung stehende Photovoltaikleistung während eines bis dahin erfolgreichen Ladevorgangs unter einen bestimmten Level, bricht die Ladung natürlich ab. Das passiert, wenn sich dicke Wolken auch nur kurzzeitig vor die Sonne schieben. Ich suche mir bevorzugt die Tage zum Laden aus, bei denen die Bewölkung "schwach" ist.

3.) Sind keine Tage mit klarem Himmel absehbar, lasse ich in den "Smart-Funktionen" des E3/DC-Speichers die "Batterientladung durch Wallbox" zu, wenn die Batterie aufgeladen ist und ich weiss, dass es nur kurzzeitige "Verdunklungen" am Himmel gibt. Weil die Wallbox dann allerdings die volle Leistung abruft, egal woher (Sonne, Batterie, Netz), muss man die Ampere-Zahl in den Wallboxeinstellungen (sie steht für maximalen Ladestrom) entsprechend soweit herunterregeln, dass die Sonne diese die meiste Zeit auch liefern kann, aber so hoch wählen, dass der ZOE die Ladung nicht abbricht oder die Ladedauer dadurch viel zu groß wird (Änderungen während des Ladevorgangs führen übrigens zu Ladeabbrüchen.). Jetzt springt nur die Batterie in die Lücken und nicht das Netz. Dies hat allerdings den Nachteil, dass mit dieser reduzierten Leistung auch weitergeladen wird, wenn die Wetterbedingungen sich inzwischen verbessert haben sollten. Aber man kann in diesem Fall einen neuen Ladevorgang mit anderen Einstellungen initiieren...

4.) Meine Einstellungen an der Wallbox:

Strom nicht < min. Sonnenstrom = deaktiviert
Maximaler Ladestrom (entspricht Wallboxeinstellungen im Portal) = lasse ich im Normalfall auf 32 A (das bedeuten 7360 Watt bei einer Phase), wird jedoch reduziert, wenn Bedingungen wie unter Punkt 3
Maximaler Sonnenstrom = 32 A
Minimaler Sonnenstrom = der ZOE benötigt mindestens 8 A bei einer Phase, ich habe hier 10 A eingestellt (2300 Watt). Das liefern meine Photovoltaikanlagen selbst an etwas trüberen Tagen. Dieser Wert ist aber nur als Schwelle für den Ladestart zu sehen. Sinkt der Photovoltaikstrom nach erfolgreichem Start des Ladevorgangs unter diese Schwelle, läd der Renault so lange weiter, bis er es selbst einfach nicht mehr schafft (bei ca. 8 Ampere). Dadurch dass ich die Schwelle etwas höher ansetzte, gehe ich frühzeitigen Ladeabrrüchen aufgrund kleiner Leistungsschwankungen der Photovoltaikanlagen aus dem Weg.

5.) Ich weiss übrigens nicht, ob die Softwareeinstellung "einphasig" wirklich funktioniert. Denn ich benutze selbst nur ein "einphasiges" Kabel. Ich musste meine Wallbox früher (zur Anfangszeit, Januar 2015, jooo, ist verdammt lang her, Mittelalter :mrgreen: ) nämlich dazu zwingen, weil es diese Einstellung genauso wenig gab wie die Möglichkeit die Ladeschwelle (Minimaler Sonnenstrom) selbst fest zu legen.
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