Die LadeLeiden des "jungen" Elektroautomobilisten

Chamäleon Lader und Ladeboxen - Themen, die das Laden des Renault ZOE betreffen

Die LadeLeiden des "jungen" Elektroautomobilisten

Beitragvon Rosentaler » Sa 23. Apr 2016, 21:36

Der Zoe soll erstmals über die Bundesländergrenze Kärnten- Steiermark bewegt werden. Bisher habe ich ca. 2500km Erfahrung, die Ladesäulen in Klagenfurt und Umgebung funktionieren meistens - oder es gibt Alternativen. Die Strecke Ferlach - Graz
(ca 145km, ungünstiges Höhenprofil) sollte eine relativ leichte Übung sein. Der Forenbelesene Elektroautomobilist (kurz EAM)
in Form meiner Person hat für die Vorbereitung den Zwischenstopp in Wolfsberg (nach ca.80km) herausgesucht und die
Grazer Lademöglichkeiten gecheckt. Ladekarten sind vorhanden für Kärnten (Kelag und Lebensland) und Smatrics. Die Fahrtzit
wurde mit 2,5Stunden meiner Meinung nach ausreichend bemessen.
Das Ergebnis verleitet zumindest zum Schmunzeln. Die erste Ladestation in Wolfsberg war leider mit der falschen Adresse versehen. Macht nix, das zweitwichtigste Werkzeug des EAM ist das geliebte Smartphone. Mobile Daten ein, Suche starten und - kein ausreichender Empfang. Da hilft nur die Erkundungsfahrt in einer mir nicht bekannten Umgebung. Durch die frühe Morgenstunde waren leider keine Ureinwohner anzutreffen. Mit gut Glück habe ich eine Lebenslandladestation gefunden, die
mir die Stromabgabe verweigert hat. Meine Sorgenfalten hat schließlich die freie und gut funktionierende Kelag Ladesäule
glätten können. 30min. Im Kreis fahren, zu spät zur Weiterbildung und große Erheiterung im KollegInnenkreis - plus ergiebiges
Thema bei den Pausengesprächen...
Rückfahrt: aufladen in Unterpremstätten bei Smatrics und dann ab nach Hause. Nur an der Ladesäule erscheint der kryptische
Hinweis: Mit dieser Ladekarte ist keine Ladung möglich.. Die Hotline, es meldete sich wirklich jemand, war ausgesprochen
freundlich und vermittelte mir das Gefühl, sich um mein Anliegen zu kümmern. Bevor ein Techniker die Säule freischaltete
hat mir ein Zoe Fahrer mit Familie aus Wolfsberg diese Säule freigeschalten DANKE ! Die Fahrt bis Klagenfurt (126km) war
mit 16km Reserve ok. Und Smatrics wird sich am Montag um das Kartenproblem kümmern - und meinem Helfer die
verbrauchten KW nicht verrechnen - auch Danke.
Resümee : Fahrtstrecke ca.300km, Fahrtzeit gegenüber Verbrenner +25%, Nebenzeiten: Laden und Organisieren fast gleich lang wie die Fahrtzeit, Konsumation bei den Lade/Wartezeiten 23€, Kennenlernfaktor hoch, Promotion für Elektromobilität hoch,
Belustigungs/Unterhaltungsfaktor (für andere) sehr hoch.
Das war mein Beitrag zum Samstagabend, ja ich werde weiterhin elektrisch unterwegs sein... :)
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Beitragvon landwirt29 » Sa 23. Apr 2016, 22:22

Ich war jetzt schon ein paar Mal elektrisch vom Süden Österreichs auf den Weg nach Graz:
mit BMW i3, Mercedes E-Cell und Zoe - jeweils mit Zwischenstopp in Wolfsberg.

Wie schon von dir geschrieben, sollte es eine relativ leichte Übung sein, wenn die Standorte der Ladestationen bekannt und die Karten vorhanden und funktionierend.
In Graz war es ohne Smatrics und Energie Graz Ladekarte dann doch etwas schwieriger Strom zu bekommen - es geht aber doch; z. B. am Andreas Hofer Platz oder beim Wifi.

Du hattest also in Graz selber keine Ladesäule in der Nähe bzw. nicht geladen? Mit Unterpremstätten meinst du wohl diese:
http://www.goingelectric.de/stromtankstellen/Oesterreich/Graz/OMV-A2-Dobl-Kaiserwald-A2-Sued-Autobahn-Dobl-Kaiserwald-1/5921/
Je nach Jahreszeit und Fahrweise geht sich anscheinend Graz-Klagenfurt wirklich in einem Zug aus. Mittlerweile gibt es mit Wolfsberg und Klagenfurt IKEA auch zwei Schnellader am Weg, falls es wieder erwarten doch nicht funktionieren sollte.
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Re: Die LadeLeiden des "jungen" Elektroautomobilisten

Beitragvon Blue Flash » So 24. Apr 2016, 07:56

Der Bericht ist zwar schon seeehr alt, aber vielleicht hilft er manchen seine "Ängste" zu nehmen :lol:
Man Bedenke im Jahr 2013 war die Ladeinfrastruktur noch nicht so ausgebaut wie heute.

renault-zoe-allgemeines/reisebericht-baden-velden-on-the-fly-t2124.html
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Re: Die LadeLeiden des "jungen" Elektroautomobilisten

Beitragvon BernhardLeopold » So 24. Apr 2016, 10:44

Rosentaler hat geschrieben:
Der Zoe soll erstmals über die Bundesländergrenze Kärnten- Steiermark bewegt werden. Bisher habe ich ca. 2500km Erfahrung, die Ladesäulen in Klagenfurt und Umgebung funktionieren meistens - oder es gibt Alternativen. Die Strecke Ferlach - Graz
(ca 145km, ungünstiges Höhenprofil) sollte eine relativ leichte Übung sein. Der Forenbelesene Elektroautomobilist (kurz EAM)
in Form meiner Person hat für die Vorbereitung den Zwischenstopp in Wolfsberg (nach ca.80km) herausgesucht und die
Grazer Lademöglichkeiten gecheckt. Ladekarten sind vorhanden für Kärnten (Kelag und Lebensland) und Smatrics. Die Fahrtzit
wurde mit 2,5Stunden meiner Meinung nach ausreichend bemessen.
Das Ergebnis verleitet zumindest zum Schmunzeln. Die erste Ladestation in Wolfsberg war leider mit der falschen Adresse versehen. Macht nix, das zweitwichtigste Werkzeug des EAM ist das geliebte Smartphone. Mobile Daten ein, Suche starten und - kein ausreichender Empfang. Da hilft nur die Erkundungsfahrt in einer mir nicht bekannten Umgebung. Durch die frühe Morgenstunde waren leider keine Ureinwohner anzutreffen. Mit gut Glück habe ich eine Lebenslandladestation gefunden, die
mir die Stromabgabe verweigert hat. Meine Sorgenfalten hat schließlich die freie und gut funktionierende Kelag Ladesäule
glätten können. 30min. Im Kreis fahren, zu spät zur Weiterbildung und große Erheiterung im KollegInnenkreis - plus ergiebiges
Thema bei den Pausengesprächen...
Rückfahrt: aufladen in Unterpremstätten bei Smatrics und dann ab nach Hause. Nur an der Ladesäule erscheint der kryptische
Hinweis: Mit dieser Ladekarte ist keine Ladung möglich.. Die Hotline, es meldete sich wirklich jemand, war ausgesprochen
freundlich und vermittelte mir das Gefühl, sich um mein Anliegen zu kümmern. Bevor ein Techniker die Säule freischaltete
hat mir ein Zoe Fahrer mit Familie aus Wolfsberg diese Säule freigeschalten DANKE ! Die Fahrt bis Klagenfurt (126km) war
mit 16km Reserve ok. Und Smatrics wird sich am Montag um das Kartenproblem kümmern - und meinem Helfer die
verbrauchten KW nicht verrechnen - auch Danke.
Resümee : Fahrtstrecke ca.300km, Fahrtzeit gegenüber Verbrenner +25%, Nebenzeiten: Laden und Organisieren fast gleich lang wie die Fahrtzeit, Konsumation bei den Lade/Wartezeiten 23€, Kennenlernfaktor hoch, Promotion für Elektromobilität hoch,
Belustigungs/Unterhaltungsfaktor (für andere) sehr hoch.
Das war mein Beitrag zum Samstagabend, ja ich werde weiterhin elektrisch unterwegs sein... :)


Fazit:
1a) Meide alles was nach einer Karte verlangt (das ist in Kärnten leicht ;-).
1b) Besorge Dir alle Karten, die keine Grundgebühr verlangen und gratis sind (zB Lebensland, ELLA, The New Motion, Tanke EVN...)
2) Lade Dir die Stromtankstellen (gefiltert nach Typ2 ab 11 kW) aus dem POI Generator in ein Off-line fähiges Navi (zB Maps ME) am Smartphone. Dann bist Du unabhängig vom mobilen Internet.
3) Verlass Dich niemals auf eine Ladestation (vor allem unbekannte), habe immer einen Plan B bei der Hand.

P.S.: Ich bin bei meiner ersten "Ausfahrt" (200 km Erfahrung) trotz Schneefalls von Graz nach Wien und zurück gekommen (noch ohne EVN-Karte und ohne Destination Charging) und inzwischen auch nach Innsbruck und zurück (und ohne Smatrics zu bemühen).
P.P.S: Das Höhenprofil über die Pack ist eigentlich sehr günstig, da der Scheitelpunkt in der Mitte liegt. Die Reichweitenangabe geht aber beängstigend runter. Ich fahre aber von Graz immer bis Völkermarkt (McDonalds Haimburg), denn Wolfsberg ist eigentlich zu früh zum Laden.
In Graz ist es aber schwierig eine Ladestation zu finden, denn die "Vorzeigestation der Energie Steiermark" in Graz (Nr. 6684) ist leider nur Mo-Fr 6 bis 18 Uhr offen. In der Nacht und am Wochenende liegen dort 10xTyp2 22kW und ein Tripple-Schnelllader brach...
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Re: Die LadeLeiden des "jungen" Elektroautomobilisten

Beitragvon Robert » So 24. Apr 2016, 12:41

...und zeigt mir persönlich, dass Elektromobilität nur bedingt massentauglich ist. Man stelle sich den aktuellen Fahrzeugbestand mal Tausend vor. Wäre im Grunde noch immer nichts aber ein Reisen quer durch Österreich wäre der reinste Survivaltrip.... :roll:
Mit einem TESLA machbar. Alles andere ein ziemlicher Nervenkitzel und bedingt familientauglich. :?
Wie viel Spass macht dein Auto ?
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Re: Die LadeLeiden des "jungen" Elektroautomobilisten

Beitragvon maniac78 » Mo 25. Apr 2016, 06:51

@ Robert:
...und so lustige Firmen wie Smatrics, welche es seit Ende 2015 nicht schaffen den Tripple-Charger in Bruck/Mur zum laufen zu bringen, aber seit Beginn des Jahres die Deppengebühren verrechnen. Hatte erst gestern wieder das Vergnügen durch die nach wie vor nicht funktionierende Säule bei meinem Ausflug in die Obersteiermark bei einstelligen Temperaturen und starkem Wind über den Gleinalmtunnel fahren zu "dürfen" und EUR 8,50 Sondermaut zu löhnen - mit einem Zwischenstopp in Bruck bei der Smatrics-Säule wäre es kein Problem gewesen. Mit Kind und Kegel im Schlepptau möchte man ja nicht auf der Schnellstraße mit leerem Akku liegen bleiben.
Naja, nächstes Mal wieder mit dem Verbrenner und nervenschonender unterwegs!

Btw:
Ab 2020 werden ja bei uns sowieso nur noch Elektrofahrzeuge zugelassen *looooool*
Vielleicht sollte einer der Politikerkasperl mal aus Ihren 7er BMWs und A8 aussteigen und nur 1 Woche mit einem Zoe, i3, etc. durch dir Gegend kurven (probieren). Dann würde man von so einem Blödsinn - mit der aktuellen Ladestruktur und Reichweite - nichts mehr hören. Und wenn nur durch eine 50% Steigerung der Elektromobilität die spärlich vorhanden Säulen dann permanent belegt sind, nützt das ganze Ladenetz auch nichts, denn man kann ja nicht bei jeder Säule mal locker eine Zweite oder Dritte "anbauen", da muss ja auch die Versorgung und Verkabelung vorhanden sein. Nicht überall werden problemlos 150kW und mehr an zusätzlicher Leistung verfügbar sein.
Ab 12/16:
*** Mercedes B250e Electric Drive ***
----------------------------------------------
*** ZOE Intens neptungrau ***
06/15 bis 10/16
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Re: Die LadeLeiden des "jungen" Elektroautomobilisten

Beitragvon DeJay58 » Mo 25. Apr 2016, 08:00

Etwas verstehe ich nicht. Warum hast Du, Rosentaler, nicht während Du in Graz warst die Akkus voll gemacht? Da gab es sicher eine Lademöglichkeit in Deiner Nähe. Dann hättest Du locker wieder nach Hause fahren können, jedenfalls bis Wolfsberg, wenn Dir 130 km/h wichtig sind ;)
Aber Ferlach - Graz - Ferlach sollten sich ja ohnehin insgesamt mit einmal aufladen in Graz ausgehen, oder? Jedenfalls jetzt wo es wieder an die 20 Grad hat und man mit 100 oder so fährt. Die Pack runter dann kannst Du fast komplett in N bis Mooskirchen rollen ohne Stromverbrauch (gut, nicht ganz, drei oder vier Stellen sind dabei wo man nachhelfen muss - aber ab Modriach geht es dann wirklich fast durchgehend genau richtig bergab dass man so zwischen 90 und 110 beibehält - ist eh eine 100er Beschränkung fast die ganze Strecke).
Video Reku Test alte/neue SW: https://youtu.be/mTpot4lZYtA
Video 2: Reku Test: https://www.youtube.com/watch?v=HQd-0jxuzow
Video 3: i3 geht auch quer: https://www.youtube.com/watch?v=lM-mqv72fdY



BMW i3 Verbrauch inkl. Ladeverluste:
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Re: Die LadeLeiden des "jungen" Elektroautomobilisten

Beitragvon panoptikum » Mo 25. Apr 2016, 09:26

In Graz gibt es doch einige 22kW-Stationen der Energie Steiermark, die alle gratis und ohne Freischaltung sind.

Die gratis shared-22kW-Ladesäule der Graz Holding am Andreas Hofer Platz ist auch mit Bankomatkarte freischaltbar, allerdings sehr häufig verwendet.
Ich habe es auch noch nicht geschafft eine Graz Holding-Karte zu ergattern. Angeblich gibt es zur Zeit keine Karten und neue werden erst produziert - ha wer's glaubt.
Renault Zoe Intens (Q210, BJ 03/2013 F-Import)
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Re: Die LadeLeiden des "jungen" Elektroautomobilisten

Beitragvon Kelomat » So 1. Mai 2016, 17:06

DeJay58 hat geschrieben:
Die Pack runter dann kannst Du fast komplett in N bis Mooskirchen rollen ohne Stromverbrauch (gut, nicht ganz, drei oder vier Stellen sind dabei wo man nachhelfen muss - aber ab Modriach geht es dann wirklich fast durchgehend genau richtig bergab dass man so zwischen 90 und 110 beibehält - ist eh eine 100er Beschränkung fast die ganze Strecke).

Da fahre ich lieber etwas Langsamer (100kmh) und kann fast permanent Rekuperieren
Hauptauto: Nissan Leaf 2012er mit isolierter Heizung
Zweitauto (Von meiner Frau): Citroen Saxo Elektro mit Lithiumakkus
Sonst keine fossile Dreckschleuder zur Fortbewegung ;)

Strom kommt von der PV-Anlage ca. 15kW mit Speicher im Keller
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Re: Die LadeLeiden des "jungen" Elektroautomobilisten

Beitragvon bumpi55 » Di 3. Mai 2016, 11:35

Hallo hat es jemand wieder mal bei der Holding Graz versucht - wir überlegen uns eine ZOE als zweites Auto für die Stadt anzuschaffen und Ladestation in der Innenstadt bzw. Karte dazu wäre eine grosses Argument für die Bessere Hälfte ; ) mfg K
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