Ab wann wird ZOE auf Fernreisen ausgebremst ?

Chamäleon Lader und Ladeboxen - Themen, die das Laden des Renault ZOE betreffen

Re: Ab wann wird ZOE auf Fernreisen ausgebremst ?

Beitragvon lingley » Fr 16. Mai 2014, 06:05

... mit Typ2 Kabel an der 22 KW Lade Station laden ... dauert das Laden bei 15% Rest Kapazität so um die 5 Stunden ... ob das Auto so auf dem Parkplatz steht, oder an der Ladestation hängt, mach ja keinen Unterschied ...

:shock: :wand:
So kann man in Zukunft nur auf voll vernetzte Ladepunkte mit Vorreservierung hoffen !

... ich geb's auf ...
:kap:

Mod ... ich bitte darum den Thread zu schließen !!!
lingley
 

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Re: Ab wann wird ZOE auf Fernreisen ausgebremst ?

Beitragvon Rudi L. » Fr 16. Mai 2014, 07:58

Da hat lingley komplett recht.

Wenn der Fall tatsächlich so eintritt, dann kann man das Elektroauto in die Ecke stellen und weitere Strecken besser mit einem Diesel bewältigen. Das sollte eigentlich nicht das Ziel sein.


Aber den Diesel oder Benziner bekomme ich aufgrund der besseren Infrastruktur schneller wieder soweit, daß ich weiterfahren kann. Hinzu kommt, ich brauche mich nicht über Egoisten, Unwissende und sonstige Ignoranten ärgern die stundenlang eine Ladesäule blockieren und mich am fortkommen hindern. Gerade über den letzten Punkt sollten einige nachdenken, schon alleine deswegen weil die Infrastruktur für Elektroautos noch so bescheiden dünn ist.
Rudi L.
 

Re:

Beitragvon tom » Fr 16. Mai 2014, 08:32

Turbothomas hat geschrieben:
...Derzeit gibt es in D ca 15.000 Tankstellen. Gehe ich im Schnitt von 6 Tanksäulen aus, sind das 90.000 Tankmöglichkeiten. So gesehen bräuchte man für Schnelladungen 360.000 Ladesäulen und für 9h Ladedauer 3.240.000 Ladesäulen.
Letzte Menge an Infrastruktur kann wohl kein privates Unternehmen finanziell sinnvoll darstellen. Interessanterweise habe ich diesen Denkansatz beim Fraunhofer Institut und dem NPE nirgends gefunden ...


Die Tabelle war zwar schwer zu entziffern, aber ich denke, ich weiss, auf was Du hinaus willst ;)
Ich glaube aber, Du machst da einen gewaltigen Denkfehler. Während Verbrenner-Fahrzeuge in 100% der Fälle ihren Kraftstoff bei öffentlichen Tankstellen beziehen müssen, ist dies bei Elektromobilen nur in Ausnahmefällen der Fall. Ein Elektromobil ist nur auf eine öffentliche Ladestation angewiesen, wenn man eine Strecke fahren will, die weiter ist, als die Reichweite des Fahrzeugs. Diese Fälle werde also mit grösseren Akkus im Einzelfall sogar noch abnehmen. In der Gesamtzahl mit fortschreitender Verbreitung natürlich massiv zunehmen. Für alle anderen Strecken wird zuhause geladen. Ich würde also sogar behaupten, dass die Mehrzahl der derzeitigen Elektromobile kaum je eine öffentliche Ladung durchführen, weil sie es wirklich müssen.
Ein Verbrenner dagegen MUSS immer irgendwann an eine Tankstelle, auch wenn er stets nur wenige Kilometer fährt.

Wirklich eng wird es erst, wenn sich die heutigen Laternenparker beginnen Elektrofahrzeuge zuzulegen, die dann nicht zuhause geladen werden können. Diese sind dann erstmals wirklich auf öffentliche Ladeinfrastruktur angewiesen. Bis dies jedoch in Massen geschieht gehen noch einige Jährchen ins Land und die heutige Infrastruktur ist dann bestimmt nicht mehr die Grundlage für derartige Überlegungen. Bzw. werden diese Fälle technisch evtl. anders gelöst.

Ich stand letzhin auf einer Brücke über einer Autobahn und habe der Blechlawine zugeschaut. Den Leaf hatte ich gerade für eine Stunde auf einer CheDeMo Weide abgestellt. Da habe ich mir dann auch überlegt, wenn jetzt jedes dieser Fahrzeuge unterwegs eine Zwischenladung machen müsste, dann könnte man hier ChaDeMo und CCS und AC 43 Säulen aufbauen soweit das Auge reicht, es würde nirgends hinreichen. Wenn man sich dann jedoch überlegt, dass nur ein Bruchteil dieser Fahrzeuge tatsächlich mehr als 100km am zurücklegen sind (ich hab jetzt da leider für die Autobahn natürlich keine passende Statistik zur Hand) dann relativiert sich die Schreckensvision allerdings wieder. Zumal mit der zunehmenden Masse an Emobilen und der fortscheitenden Technik auch die Akkukapazitäten steigen werden. Allerdings verschlechtert dann wohl auch das Fahr- bzw. Sparverhalten...

Lange Rede kurzer Sinn: Die Lage ist nicht so dramatisch wie von Dir dargestellt Turbothomas ;) Es müssen in absehbarer Zeit nur die aller wenigsten aktuellen Tankvorgänge durch Ladevorgänge an öffentlichen Ladesäulen ersetzt werden, wenn jemand vom Verbrenner auf ein Elektroauto umsteigt.

Gruss Thomas
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Re: Re:

Beitragvon Turbothomas » Fr 16. Mai 2014, 11:41

tom hat geschrieben:
Lange Rede kurzer Sinn: Die Lage ist nicht so dramatisch wie von Dir dargestellt Turbothomas ;) Es müssen in absehbarer Zeit nur die aller wenigsten aktuellen Tankvorgänge durch Ladevorgänge an öffentlichen Ladesäulen ersetzt werden, wenn jemand vom Verbrenner auf ein Elektroauto umsteigt.

Gruss Thomas


Hallo Thomas,

ausgehend von lingleys Startbeitrag

"Ab wann wird ZOE auf Fernreisen ausgebremst ?

von lingley » Mi 14. Mai 2014, 15:27

So entdecken Sie leider - mangels ChaDeMo/CCS Infrastrukturausbaus - die Zeitvorteile die eine Typ2 22/43kW AC Säule bringt . Immerhin bietet sie den Einphasern ja bis zu 7,4 (theoretisch14,5) kW.
Nachteil für uns ZOE Fernreisende:
Bis zu drei Stunden in fremden Terrain durch einheimische EVs belegte Schnellladepunkte auf den geplanten Fernreiserouten.
Nun Frage ich Euch :
Ist es bald vorbei >500 km an einem Tag mit ZOE zu bewältigen?"

sehe ich das anders, da ja gerade der Fernreisende nicht zu Hause laden kann.

Hätte die Zoe die Reichweite des Tesla Model S würde sich das Problem mir so - zuerst - nicht stellen. Bei Routen nördlich des Weißwurstäquators dann allerdings schon wieder.

Auch gebe ich zu bedenekne, dass die Ladesäulen in ihrere Gesamtheit kommen müssen, egal ob diese dann in der Garage oder öffentlich verfügbar sind.

Bin gespannt wie die Politik das bis 2020 für 1 Mio E-Autos lösen will.
Ciao
Thomas
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Re: Ab wann wird ZOE auf Fernreisen ausgebremst ?

Beitragvon Kim » Fr 16. Mai 2014, 11:51

Ich möchte gar nicht wissen, wieviele von den zukünftigen BMW i8 Pseudoelektromobilisten sich schon jetzt die Hände nach den vielen schönen Gratisdauerparkplätzen in der City reiben.
Da haben sich doch die Hybrid-Mehrkosten gleich im ersten Jahr schon amortisiert :cry:
Und neu dazu: i3 (60Ah) Rex seit 24.11.2017
Outlander PHEV von 02.2015 bis 12.2017 / 56.000km bei 11gr CO2/km mit 0.5l/100km
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Re: Ab wann wird ZOE auf Fernreisen ausgebremst ?

Beitragvon Rudi L. » Fr 16. Mai 2014, 12:01

nicht viele, ich glaube nicht an den Erfolg des i8. Der sieht richtig gut aus, daß stimmt. Der schwächliche Dreizylinder im Heck ist aber das KO Kriterium, für einen derartigen Sportwagen. Die 35km elektrische Reichweite sind ebenfalls nur ein schlechter Witz. Ich glaube das Auto dient eher dazu den Flottenverbrauch zu senken. Denn wer will in einem Sportwagen so einen schnarrenden Rasenmähermotor haben? Wenn der Elektromotor wenigstens die Hauptantriebsquelle wäre und der Benziner ein RE sähe es anders aus und würde dem Konzept eher gerecht.

Da Unterhaltskosten in der Preisklasse keine große Rolle spielen gibt man das Geld dann lieber für einen richtigen Sportwagen aus, den gibts aus Zuffenhausen für das Geld recht locker.

Will man nicht sportlich und schnell fahren sondern möglichst CO2 neutral, dann bietet sich der Model S an, der in etwa das Gleiche wie der i8 kostet. Der schaut auch gut aus, wenngleich der i8 der Hingucker ist.

Grüße
Rudi
Rudi L.
 

Re: Ab wann wird ZOE auf Fernreisen ausgebremst ?

Beitragvon Nichtraucher » Fr 16. Mai 2014, 12:23

Wenn sich jetzt einer aufmacht mit einem Elektroauto 500 km und mehr am Stück zurückzulegen, dann muss er halt planen und muss auch damit rechnen nicht überall sofort laden zu können. Dann muss er halt zusätzliche Zeit und Umwege einplanen.

Ich lade nach, wann immer es möglich ist, denn das verschafft mir Flexibilität. Bei mir liegt immer beim laden ein eingeschweisstes Blatt mit meiner Handynummer auf dem Armaturenbrett. Und wenn einer Not hat, kann er mich ja anrufen. Da der alte Leaf keine Verriegelung des Ladesteckers am Auto hat, besteht auch nach telefonischer Rücksprache und mit meinem Einverständnis die Möglichkeit mich abzuhängen.

Wie lange mein Auto für's aufladen braucht weiß ich, und wenn es voll ist, fahre ich sobald wie möglich das Auto weg. Als Unverschämtheit empfinde ich es den Platz an einer Ladesäule als seinen privaten Parkplatz anzusehen.

Ich nutze aber gerne und oft die öffentliche Infrastruktur, auch wenn ich zuhause laden könnte. Schließlich muss man den Betreibern ja auch ein Signal geben, dass es sinnvoll war, dort eine Ladesäule hinzustellen. Und nicht zuletzt zeigt man auf diese Weise ja auch der Öffentlichkeit, dass schon E-Mobile im Einsatz sind. Während der Fahrt wird man ja doch eher nicht so gut erkannt.

Ich bin eher für eine Verbesserung der Infrastruktur dahingehend, dass man über das Smartphone frei/besetzt/Störung erkennen kann. Vom reservieren halte ich nicht so viel. Bei Schnellladesäulen schon gar nicht.
Und wenn unterwegs laden plötzlich ein Heidengeld kosten soll, wird das für eine weitere Verbreitung auch eher hinderlich sein. Mobilität sollte für die breite Masse möglich sein und kein Privileg darstellen. Das Auto hat als Statussymbol ausgedient.
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Re: Ab wann wird ZOE auf Fernreisen ausgebremst ?

Beitragvon leonidos » Fr 16. Mai 2014, 12:33

Hallo zusammen,
um nochmal auf unser Problem zurück zu kommen.
Bei mir in der Umgebung sind eigentlich die meisten öffentlichen, innerstädtischen Ladesäulen in kostenpflichtigen Parkhäusern. Die Standzeit kostet da immer gleich viel, egal ob E-Mobil auf dem speziell ausgewiesenen Ladeparkplatz oder der normale Stinkerparkplatz. Also da ist schon mal nix mit, aus Jux und Tollerei andere E-Mobilisten ausbremsen, denn die Standzeit kostet richtig Geld (mehr als die Ladung zum Heimtarif).

Die Lösung wäre eigentlich relativ einfach. Jeder zieht seine Parkkarte bei der Einfahrt, mit der er hinterher seine individuelle Parkzeit abrechnet. Am einfachsten wäre, alle Parkplätze mit einer Ladebox und einem Leser für die Parkkarte auszurüsten, mit der man das Laden freischalten kann. Wenn man geht, dann entriegelt man wieder mit der Parkkarte. Dabei wird neben der Parkzeit, die gezogene Strommenge mit aufgezeichnet. Vor der Ausfahrt zahlt man dann, am ganz normalen Automaten, sowohl die individuelle Parkzeit, als auch die individuelle Menge an Energie, die man bezogen hat.



Das Leben könnte so einfach sein.

Grüße
-- LEO --
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Leo

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Bemängelt man das Haar in der Suppe, dann ist es hoffentlich nicht das eigene Nasenhaar, welches dort schwimmt, weil man seine Nase zu tief in selbige gesteckt hat.
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Re: Ab wann wird ZOE auf Fernreisen ausgebremst ?

Beitragvon Rudi L. » Fr 16. Mai 2014, 12:39

Nichtraucher hat geschrieben:
Wenn sich jetzt einer aufmacht mit einem Elektroauto 500 km und mehr am Stück zurückzulegen, dann muss er halt planen und muss auch damit rechnen nicht überall sofort laden zu können. Dann muss er halt zusätzliche Zeit und Umwege einplanen.


Kann ich so nicht akzeptieren, denn
damit ist das Elektroauto als Nutzungsalternative zumindest dann erledigt, wenn man ein bißchen weniger Zeit hat. Für die paar Mal im Jahr wo ich die Zeit habe kann ich dann auch den Zug oder andere Verkehrsmittel nehmen.
Zuletzt geändert von Rudi L. am Fr 16. Mai 2014, 12:42, insgesamt 1-mal geändert.
Rudi L.
 

Re: Ab wann wird ZOE auf Fernreisen ausgebremst ?

Beitragvon Jack76 » Fr 16. Mai 2014, 12:42

leonidos hat geschrieben:
... Jeder zieht seine Parkkarte bei der Einfahrt, mit der er hinterher seine individuelle Parkzeit abrechnet. Am einfachsten wäre, alle Parkplätze mit einer Ladebox und einem Leser für die Parkkarte auszurüsten, mit der man das Laden freischalten kann. Wenn man geht, dann entriegelt man wieder mit der Parkkarte. Dabei wird neben der Parkzeit, die gezogene Strommenge mit aufgezeichnet. Vor der Ausfahrt zahlt man dann, am ganz normalen Automaten, sowohl die individuelle Parkzeit, als auch die individuelle Menge an Energie, die man bezogen hat....


Yepp, so macht's die Mainova in Frankfurt, zwar leider nur eine oder zwei Säulen im Parkhaus, bzw. im öffentliche Bereich, aber wie Du schriebst, entriegeln mit Ticket, bezahlen am Automaten und fertig ist der Lack. Leider sind die aber meist durch Stinker zugeparkt, da die Plätze idR wunderbar prominent im Eingangsbereich des Parkhauses, die Parkplätze selbst nicht E-Fzg. vorbehalten und sowieso zu wenig Ladepunkte generell existieren. Bei dem knappen Parkraum im Innenstadtbereich Frankfurts führt das halt zum üblichen Problem: zugeparkt durch Stinker...
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