Ab wann wird ZOE auf Fernreisen ausgebremst ?

Chamäleon Lader und Ladeboxen - Themen, die das Laden des Renault ZOE betreffen

Re: Ab wann wird ZOE auf Fernreisen ausgebremst ?

Beitragvon Cavaron » Do 15. Mai 2014, 11:16

Ich denke, zum Thema hier passt dieser Artikel ganz gut:

http://insideevs.com/lessons-learned-from-6-years-of-workplace-charging/

Fazit:
- Kosten für den Strom sollten mindestens 10% bis 20% über dem des Hausstroms liegen, sonst parken Sparfüchse die Säulen zu
- Parkgebühren in der Umgebung sollten auch miteinberechnet werden, um "billige Parkplätze" zu vermeiden
- auch nachdem vollgeladen wurde, sollte es weiter Geld kosten dort zu stehen bzw. zeitlich begrenzt werden
- nach Möglichkeit Kontaktdaten im Auto lassen, wenn andere (Lade)Notfälle haben
- nach Möglichkeit Schnellladesäulen (mit höheren Kosten / geringerem Zeitlimit) und getrennt davon einfache Schuko-Anschlüsse für Langsamlader bereit stellen
Zuletzt geändert von Cavaron am Do 15. Mai 2014, 12:00, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Ab wann wird ZOE auf Fernreisen ausgebremst ?

Beitragvon TJ0705 » Do 15. Mai 2014, 11:25

dibu hat geschrieben:
all die E-Up!, die im Rahmen der Schaufensterregion angeschafft werden, zu versorgen (vorher gab's hier keine Säulen). Und die blockieren unverständlicherweise tage- und nächtelang die Typ-2-Anschlüsse! Obwohl bei fast jeder Säule parallel eine Schuko-Steckdose ist und diese Autos über Nacht genausogut daran laden könnten. Darum geht's. Natürlich darf jedes Auto gleichberechtigt an einer Ladesäule laden.


Hallo Dibu,

ok, sowas sollte nicht sein. Da sind wir uns hier sicherlich alle einig. Es ist aber auch klar, wie das passiert. Der Schuko-Ladeklotz liegt zu Hause in der Garage, man sieht kaum mal ein anderes E-Auto, also steckt man unterwegs gedankenlos mit Typ 2 an. So richtig bösen Willen vermag ich da nicht zu entdecken. Vielleicht sollte man an den Säulen direkt die Anschlüsse mit Hinweisen versehen, die auf langes, langsames Laden oder kurzes, schnelles Laden hinweisen. Die zukünftig angepeilten EV-Käufer kennen die unterschiede der Ladestandards vermutlich gar nicht sondern stecken halt einfach passende Stecker zusammen und fertig. Sie haben ja letztlich nichts davon die Säulen zu blockieren. Also kann es sich nur um ein Versehen oder Unwissenheit handeln.

Grüße Dirk
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Re: Ab wann wird ZOE auf Fernreisen ausgebremst ?

Beitragvon eDriver » Do 15. Mai 2014, 11:47

...Eigendlich heute schon...

Geht man mit einer ZOE oder anderem E Fahrzeug auf Fernreise muss man gründlich planen und auch alternative Ladepunke einplanen. Es ist lediglich die Frage wie geht der Ausbau der Ladestationen weiter und kann man bald einheitlich an allen Ladesäulen bezahlen! Die Frage nach den "Dauerbelegern" wird sich über die Tarife regeln.
(z.B. EnBW (hat bei Ihren Prepaid Tarifen 5€/h))
https://www.enbw.com/privatkunden/tarif ... dex-3.html

Für mich ist es keine Frage wie schnell einer an einer Säule läd, es muss nur genügend freie Ladestationen geben.

Weiter freue ich mich über jedes E-Fahrzeug an einer Ladesäule, meist treffe ich dort nur "stinker" die mir den Zugang versperren :cry:
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Re: Ab wann wird ZOE auf Fernreisen ausgebremst ?

Beitragvon TJ0705 » Do 15. Mai 2014, 11:52

Für mich ist es keine Frage wie schnell einer an einer Säule läd, es muss nur genügend freie Ladestationen geben.


Richtig.

Weiter freue ich mich über jedes E-Fahrzeug an einer Ladesäule, meist treffe ich dort nur "stinker" die mir den Zugang versperren :cry:


So sehe ich das auch. Bisher waren es meist Verbrenner, die dort gedankenlos standen und nicht andere E-Autos.

Das mit den Tarifen hingegen glaube ich nicht. Die werden wenig regeln, denn für die Typ 2 Säulen wird niemand bereit sein großartig zu bezahlen. Die erwartet man eher als Service, möglichst noch mit gratis Strom und gratis Parkplatz. Da wird höchstens teilweise ein Geschäftsmodell mehr draus. Der Rest steht bald beim Supermarkt, bei der Bank, usw. für die Kunden.

Grüße Dirk
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Re: Ab wann wird ZOE auf Fernreisen ausgebremst ?

Beitragvon Silberreiher » Do 15. Mai 2014, 12:25

Also, ich war erschrocken, als diesen Thread gelesen habe. Ich halte ihn für mehr als Wasser = überflüssig.

Die Problematik liegt doch nicht bei den Fahrern der E-Fahrzeuge begründet, sondern in der Tatsache, dass es zu wenig Lademöglichkeiten zu geben scheint.

Anstelle hier aufeinander rumzuhacken wäre es angebracht, die Kommunen, Energieversorger USW. Darauf aufmerksam zu machen, nach dem Motto, ich wollte laden und konnte nicht, da zu wenig Plätze mit geeignetem Anschluss vorhanden waren.

Das müsste von hier aus an eine Art Ladepranger gestellt und an die örtliche Presse weitergegeben werden, die dann hoffentlich das abdruckt, oder per Leserbrief USW.

Nur wenn von den E-Fahrern der nötige Druck von unten an die Verantwortlichen kommt, wird es was mit der Infrastruktur und die Öffentlichkeit nimmt vermehrt wahr, das Elektroantriebe nicht nur was für Spinner, Ökos USW. Sind.

Im übrigen finde ich es als eine Art Diskriminierung den Begriff Schnarchlader zu verwenden. Haben das E-Mobilisten nötig?

Kämpft lieber in der Öffentlichkeit für eine vernünftige Ladeinfrastruktur mit Lademöglichkeiten von 3,7 - was weis ich kW .

So ist allen mehr gedient als sich hier anzufeinden.

Michael
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Re: Ab wann wird ZOE auf Fernreisen ausgebremst ?

Beitragvon TJ0705 » Do 15. Mai 2014, 13:02

Hallo Michael,

hast ja Recht, aber ich traue den Betreibern schon zu, daß sie mitbekommen wieviele EVs verkauft werden, und auch daß sie die Zähler ihrer Säulen im Blick haben oder direkt online sehen und auswerten wie oft dort geladen wird.

Das Problem dürfte eher sein: Es gibt keine Förderung mehr. Die nächsten Säulen müsste man auf eigene Kosten aufstelle und sich nicht nur damit schmücken… Da besteht kein Interesse dran, verständlicherweise, denn die Werbewirksamkeit hat man schon genossen. Es gibt nichts mehr zu gewinnen derzeit, nur Kosten. Deshalb ist das ja eigentlich auch eine Infrastruktur, die der Staat aufbauen müsste wenn er denn EVs will. Und der wiederum will ja gar nicht.

Grüße Dirk
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Re: Ab wann wird ZOE auf Fernreisen ausgebremst ?

Beitragvon energieingenieur » Do 15. Mai 2014, 14:37

Ich habe mich auch erst gegen den Begriff Schnarchlader gewehrt, aber nachdem viele "Langsamlader" ihr Fahrzeug sogar selbst so bezeichnen, sehe ich es nicht mehr als diskriminierend an.

Zu den Kosten: Natürlich muss die Ladesäulen-Nutzung Geld kosten. Und das darf auch deutlich teurer sein, als der Strom zu Hause. Ich wäre sogar bereit das doppelte oder mehr zu bezahlen, als zu Hause. Eine Flasche Bier im Restaurant kostet auch deutlich mehr, als aus dem eigenen Kühlschrank. Da steckt auch mehr "Infrastruktur" dahinter. Wir können doch nicht von privatenwirtschaftlichen Unternehmen (die den Großteil der Säulen in DE stellen) erwarten, dass die hunderte Ladesäulen aufstellen, weil sie Spaß dran haben. Die müssen Geld verdienen, damit der Laden läuft und die Angestellten bezahlt werden können. Ob das nun durch eine direkte Gebühr, durch eine Flatrate oder durch Imagegewinne passiert. Nur so zum Spaß macht das Niemand bzw. nur im absoluten, motivierten Einzelfall. Selbst bei Tesla ist die Ladung an den Superchargern nicht kostenlos. Man kauft mit dem Fahrzeug eine Ladeflatrate (kostet 2.100 EUR) und damit die Berechtigung die SC Nutzen zu dürfen.

Wenn wir mehr Ladesäulen wollen, müssen wir uns damit anfreunden, dafür zu bezahlen. Ich finde das auch absolut in Ordnung. Wir bekommen dafür ja auch eine Leistung: Infrastruktur und Energie.

Aber womit wir ja selbst immer Pro-Elektromobilität argumentieren: "Die überwiegenden Fahrten finden unter 100km statt." Da kommt man nur selten in die Bedrängnis, wirklich Außenladungen machen zu müssen. Und die Bewohner von Mehrfamilienhäusern ohne festen Stellplatz können mittelfristig sicherlich beim Arbeitgeber laden. Und da sind die Kosten auch eher überschaubar.
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Re: Ab wann wird ZOE auf Fernreisen ausgebremst ?

Beitragvon TJ0705 » Do 15. Mai 2014, 14:45

Ich habe mich auch erst gegen den Begriff Schnarchlader gewehrt, aber nachdem viele "Langsamlader" ihr Fahrzeug sogar selbst so bezeichnen, sehe ich es nicht mehr als diskriminierend an.


Hallo Energieingenieur,

ich benutze den Begriff selber auch, aber der Ton macht die Musik. Es ist ja de fakto Schnarchladen, nur sollte das nicht diesen Unterton bekommen, den es von manchen Zoe-Fahrern gerne mal bekommt. ;)

Das mit den Säulen und den Kosten stimmt auf eine Art schon. Andererseits werden wir nicht viele brauchen, wenn der Strom dort etwas kostet bzw. sogar noch mehr kostet als zu Hause. Denn die meisten können ebenso gut zu Hause laden. Am Arbeitsplatz wird das auch immer gängiger werden. Also für auswärts bleiben da nur die Schnellader, die dann imo auch gerne deutlich kosten dürfen. Da bekommt man ja auch etwas für sein Geld. In der Stadt wird sich das normale Typ 2 Laden gegen richtig Kohle kaum jemand antun, imo. Da ist der Strom entweder geschenkt oder nicht teurer als das Parken für die Verbrenner, oder er bleibt in der Säule. Das wäre also der andere Weg - da müssen dann keine Säulen mehr gebaut werden, und die bestehenden bleiben für Notfälle, weil keiner mehr dran tankt - dann natürlich zugeparkt usw.

Grüße Dirk
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Re: Ab wann wird ZOE auf Fernreisen ausgebremst ?

Beitragvon HeliRacer » Do 15. Mai 2014, 19:52

Moin Leute...
die meisten Ladesäulen haben je eine Typ 2 Dose auf beiden Seiten. Meist ist an der einen Seite eine 11 und auf der Anderen eine 22 kw Dose verbaut. Wenn hier eine DEUTLICHE Kennzeichnung vorhanden wäre, würden diese bestimmt auch artgerecht genutzt werden. Aber leider wird erst nach Aktivierung des Ladeports die Leistung im Display angezeigt, was dann aber schon zu spät ist. So kommt es immer wieder vor, dass "Langsam-Lader" unwissendlich an der falschen Dose hängen.
Zoe Intens, 16 Zoll auf schwarzen Borbet-Alus, Winterreifen auf Originalfelge, schwarz, 14,4 kw/100km/Sommer
PV-Anlage: 6,9 kw
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Beitragvon Turbothomas » Do 15. Mai 2014, 20:54

Ich hab mal eine einfache Rechnung aufgestellt, vollkommen wertfrei, sondern einfache Mathematik



Wie kann man hier eine Tabelle vernünftig darstellen? In der Vorschau passt es...


Als Vergleich dient eine Benzinsäule die in 1h ca 4 Benziner volltanken kann (inkl. Rüssel rein, Tanken, Bezahlen wegfahren.
________________Anzahl_Anzahl Tankungen in 1h___Anzahl Tankungen in 24h____Ladedauer 9h je Ladung___Ladedauer 1h für 24h
Benzintanksäule_____1_________4_______________________________96
Ladesäule____________________________________________________96____________________864___________36
Ladesäule____________________________________________________96_____________________1_____________4

Habe ich ein Fahrzeug mit 9h Ladedauer und will ich genausoviel Autos volladen wie volltanken, benötige ich 36 Ladesäulen für denselben Durchsatz.

Kann das EV in 1h geladen werden, benötige ich für eine Bezinsäule - 4 E-Säulen.

Derzeit gibt es in D ca 15.000 Tankstellen. Gehe ich im Schnitt von 6 Tanksäulen aus, sind das 90.000 Tankmöglichkeiten. So gesehen bräuchte man für Schnelladungen 360.000 Ladesäulen und für 9h Ladedauer 3.240.000 Ladesäulen.
Letzte Menge an Infrastruktur kann wohl kein privates Unternehmen finanziell sinnvoll darstellen. Interessanterweise habe ich diesen Denkansatz beim Fraunhofer Institut und dem NPE nirgends gefunden ...
Ciao
Thomas
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SMART... = Spionage => zurück zu "Finger weg von meinen Daten!"
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