Ab wann wird ZOE auf Fernreisen ausgebremst ?

Chamäleon Lader und Ladeboxen - Themen, die das Laden des Renault ZOE betreffen

Re: Ab wann wird ZOE auf Fernreisen ausgebremst ?

Beitragvon TJ0705 » Do 15. Mai 2014, 08:30

energieingenieur hat geschrieben:
Also ich wollte hier keinesfalls die EV-Gemeinde spalten. Wenn das so rübergekommen ist, dann habe ich meine Worte nicht richtig gewählt und möchte mich bei denen entschuldigen, bei denen es so angekommen ist. Ich freue mich ausdrücklich über jedes EV, was ich sehe und rede gerne mit meinen EV-Kollegen. Und dabei spielt es absolut keine Rolle, welches Auto die fahren oder welche Ladetechnik die benutzen.


Hi Energieingenieur,

kein Ding, ich meinte nicht speziell Dich, und ich bin auch nicht empfindlich, sondern wollte das nur allgemein mal ansprechen. Ich freue mich mit Euch Zoe-Fahrern über die schnelle AC-Lademöglichkeit. Es ist aber wichtig, daß Ihr die anderen, die überwiegende Mehrheit btw, dabei nicht aus den Augen verliert und daß sich keine Lager bilden.

Wer weiß ob Renault weiter bei dieser Technik bleibt. Eventuell fahrt Ihr auch bald alle wieder "Schnarchlader" mit DC-Schnellademöglichkeit. Könnte ich mir gut vorstellen, daß Renault nicht dauerhaft diesen Sonderweg durchzieht.

Egal, also brauchst Dich nicht persönlich angesprochen zu fühlen, und beim Thema Rücksicht sind wir eh einer Meinung.

Ich denke eh, daß sich das Thema durch neue Ladesäulen entschärfen wird. Auf Dauer müssen die genauso zunehmen wie die EVs. Logisch.

Viele Grüße Dirk
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Beitragvon EVplus » Do 15. Mai 2014, 08:35

...wir machen uns Gedanken wer , wie, wo, wie lange usw. Laden will,kann.

Die "Profis" machen sich da keine Gedanken ! Laderessourcen werden "verschleudert" .

Da werden einfach 2 Stück 43kW AC Schnellladesäulen gebaut und KEINER , ausser dem tagelang unbenutzt herumstehenden Car Sharing Auto , hat Zugang dazu, bzw. darf die Ladesäule benutzen.

Besonders bei den Schnellladestationen wäre ein allgemeiner öffentlicher Zugang angebracht !

Aber es fliessen ja wahrscheinlich ausreichend Fördergelder.

Ein scharf kalkulierender Unternehmer würde , zum derzeit Zeitpunkt, in Kürze seine Firma liquidieren müssen .

Es könnte natürlich sein, daß das car sharing Unternehmen Angst hat, dass bei einem öffentlichem Zugang z.B. ein langsamladender VW e-up / BMW i3 ( ohne CCS -7,4 kW /AC Option ) die Ladestation für lange Stunden belegen könnte.

Wo ? In Lörrach .

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43 kW Schnellladestation in Lörrach


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Re: Ab wann wird ZOE auf Fernreisen ausgebremst ?

Beitragvon rollo.martins » Do 15. Mai 2014, 08:48

Hallo zusammen

Zu diesem Problem gibt es eigentlich eine einfache ökonomische Lösung: Zeitabhängige Tarife.

Was an einer Ladestation kostet, ist ja nicht nur der Strom, sondern auch die Säule selber. Zeit an der Säule ist auch ein knappes Gut, nicht nur der Strom, den sie liefert.

Und auch wenn man will, dass möglichst viele Leute profitieren, sollte man Anreiz schaffen, dass die Säule nicht missbraucht wird.

Wenn ich mir einen Schnarchlader leiste oder ein geladenes Auto an der Säule stehen lasse, heisst das, dass Dritte eine knappe Infrastruktur nicht nutzen können. Ich verursache unnötige externe Kosten (Wartezeit).

Die Lösung dafür sollte ein zeitabhängiger Tarif sein. Denn dann regelt sich das Ganze von allein.

Wie wollte man es sonst machen? Abschleppen? Viel zu teuer. Busse? Wieso soll der Staat eingreifen, wenn der Markt es auch kann?

Einziger Nachteil : Schnarchladen wird teurer. Aber seien wir ehrlich: Zum unterwegs laden sind diese Autos auch nicht gemacht. Das sollte man sich eingestehen, wenn man eines kauft.
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Re: Ab wann wird ZOE auf Fernreisen ausgebremst ?

Beitragvon TJ0705 » Do 15. Mai 2014, 08:56

Hallo Rollo.martins,

die Lösung heißt ganz einfach gesunder Menschenverstand + angemessene Anzahl an Ladesäulen. Bei zunehmender Anzahl an EVs kannst Du das Problem mit zeitabhängigen Tarifen nicht lösen.

Was Du zur Verwendbarkeit von "Schnarchladern" schreibst, ist imo kompletter Quatsch und strotzt vor unangebrachtem Hochmut. Die Autos, die Du so bezeichnest, haben in der Regel eine Schnellademöglichkeit, so daß sie sich durchaus auch "unterwegs" laden lassen. Und als diese Autos gekauft wurden, gab es bereits die heutige, ganz brauchbare Typ 2 Langsam-lade-Infrastruktur. Da kann man ganz hervorragend ganz im Sinne des Erfinders unterwegs laden - beim Einkaufen, usw.

Was NICHT im Sinne des Erfinders war, das sind Leute wie Du, die nun meinen das Ei des Kolumbus zu besitzen mit ihrem AC-Schnellader. Versteh doch bitte mal, daß Ihr keine Sonderrechte habt deswegen -im übrigen auch absolut keinen Grund auf die anderen herab zu schauen. So ein Wunderwerk ist die Zoe nun auch nicht. Ihr dürft dort laden wie alle anderen, mehr nicht. Und wenn da schon einer steht, dann könnt Ihr Euch ärgern, daß Ihr keinen Zugang zu den "echten" Schnelladern habt, die meist frei sind ;-)

Grüße Dirk
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Re: Ab wann wird ZOE auf Fernreisen ausgebremst ?

Beitragvon Wackelstein » Do 15. Mai 2014, 09:03

Wurscht ob Schnarchlader oder Schnelllader: Steigt die Anzahl der E-Autos so wie wir uns das erhoffen, dann gibt's mit den paar Ladesäulen so und so Probleme. Man stelle sich vor man fährt seine Zoe leer, kommt zu einer Ladesäule (EINER Ladesäule) und dort steht schon eine Schlange von anderen Zoes, die auch geladen werden müssen.
Selbst mit Ladezeiten von einer halben Stunde wäre es nicht akzeptabel da einige Stunden warten zu müssen, bis man drankommt.

Solange solche Ladesäulen einzeln errichtet werden, ist das nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.

Tesla zeigt wieder einmal wie es geht: Die stellen gleich einmal ein paar Säulen gleichzeitig hin. Somit kann man sich eher darauf verlassen auch gleich "tanken" zu können, wenn man hinkommt.
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Re: Ab wann wird ZOE auf Fernreisen ausgebremst ?

Beitragvon TJ0705 » Do 15. Mai 2014, 09:55

So ist es, Wackelstein. Es muß sich also auf der Seite der Anbieter etwas ändern und nicht die Verbraucher sich um die Ladesäulen zanken. ;)
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Re: Ab wann wird ZOE auf Fernreisen ausgebremst ?

Beitragvon Turbothomas » Do 15. Mai 2014, 10:23

Persönlich weiß ich das eine Ladesäule derzeit ein knappes Gut ist. Ich warte kurz welche Ladedauer das Auto anzeigt und bin nach der Zeit dann zurück, um das Fzg wegzufahren/umzuparken.

Klappt sehr gut und ich hab kein schlechtes Gewissen ;)

Das schlechte Gewissen hätte ich, wenn die vorher angeschrieben Fälle auftreten (ohne Laden an der Ladesäule angeschlossen stehen lassen).

Ist das jetzt eine Charakterfrage? :?
Ciao
Thomas
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Re: Ab wann wird ZOE auf Fernreisen ausgebremst ?

Beitragvon Rudi L. » Do 15. Mai 2014, 10:35

energieingenieur hat geschrieben:
Ich erlebe es leider auch zunehmend, das Schnarchlader an den von Schnellladern geliebten 22kW-Stationen stehen. Das ist sehr ärgerlich, weil es absehbar stundenlang dauert und man meistens auch nicht sehen kann, bei wieviel % SOC die sind. Aber wenn wir fair bleiben wollen, müssen wir berücksichtigen, dass auch die Besitzer dieser Fahrzeuge auf Durchreise laden wollen. Ich finde das müssen wir respektieren, SOFERN dieses Fahrzeug wirklich auf Durchreise ist.
Was ich dagegen absolut nicht leiden kann, sind Leute mit Schnarchladern, die zu Hause Laden könnten (Hauswand, Garage, Carport), aber die Säule stundenlang benutzen, nur weil es dort Strom für Lau gibt. Gleiches gilt für E-Fahrzeuge allgemein (Schnell- und Langsamlader), die 10km in die Stadt fahren, dort 2h beim Einkaufen an der 22kW-Ladesäule hängen und dann wieder 10km nach Hause fahren, nur um die 10% Aufladung oder den guten Parkplatz "mitzunehmen", obwohl sie zu Hause ne Steckdose haben und aufgrund der Reichweite nicht auf Laden angewiesen sind. Sowas nervt einfach.

Ich hoffe nach wie vor, dass solche Konzepte, wie Chargelounge/Tesla Supercharger/fastened Erfolg haben, die an eher unattraktiven Punkten platziert sind, sodass sich dort nur Leute hin verirren, die wirklich "schnell" Laden wollen und dann weiter fahren. Egal, ob jetzt 22/43kW AC, CCS oder CHAdeMO...


energieingenieur hat geschrieben:
Ich hab nur mit denen ein Problem, die "just for fun" laden, obwohl sie nicht müssen und die länger stehen als unbedingt notwendig. Gibt genug Ladesäulen in der Region, an denen kommunale e-up!s von Freitagmittag bis Montagmorgen dranstecken und sich alle Wochenend-E-Auto-Fahrer sich die Haare raufen, warum dass denn nun sein muss. Gleiches gilt für Fahrzeuge, die Abends um 23 Uhr schon voll sind und morgens um 9 immer noch an der Säule hängen. Wer sich ne eigene Säule kauft/mietet kann damit ja machen, was er will, aber die Säulen der Energieversorger sind nach meinem Verständnis für alle Kunden da. Also fahre ich mein Auto nach der Ladung weg. Das muss jetzt nicht minutengenau sein, aber durchaus zeitnah. Das finde ich irgendwie selbstverständlich.


volle Zustimmung.
Rudi L.
 

Re: Ab wann wird ZOE auf Fernreisen ausgebremst ?

Beitragvon dibu » Do 15. Mai 2014, 10:53

Ich glaube, wir "zanken" uns auch deshalb, weil die Ladeinfrastruktur regional total unterschiedlich ausgebaut ist. Ich plane gerade eine Reise durch den Westen der Republik und bin "erstaunt" über die Dichte der Ladesäulen. Dann brauche ich mir über das hier diskutierte Thema keine Gedanken zu machen. Wenn eine Säule besetzt ist, fahre ich halt 10 km zur nächsten.

Im Raum Hamburg - Hannover - Kassel - Fulda und östlich davon sieht's aber ganz anders aus. Hier werden Ladesäulen gebaut, um all die E-Up!, die im Rahmen der Schaufensterregion angeschafft werden, zu versorgen (vorher gab's hier keine Säulen). Und die blockieren unverständlicherweise tage- und nächtelang die Typ-2-Anschlüsse! Obwohl bei fast jeder Säule parallel eine Schuko-Steckdose ist und diese Autos über Nacht genausogut daran laden könnten. Darum geht's. Natürlich darf jedes Auto gleichberechtigt an einer Ladesäule laden.
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Re: Ab wann wird ZOE auf Fernreisen ausgebremst ?

Beitragvon TeeKay » Do 15. Mai 2014, 10:59

Aber die Schaufenster-Autos werden ja nicht von Privatnutzern gefahren, die hier aktiv sind, sondern von staatlichen Aufgabenträgern. Die kriegen gesagt: "Nach dem Fahren laden" - und das tun sie dann auch. Das Problem ist also nicht die Verbreitung von Elektroautos, sondern die fast ausschließliche Verbreitung von Elektroautos in Förderprojekten mit desinteressierten Projektleitern und Nutzern.

Dazu kommt noch, dass einige der geförderten Nutzer meinen, dass es ihre Säule sei. Schließlich wurde sie ja auch im Rahmen des Projekts gebaut. So z.B. einige Mitarbeiter von Citroen, deren Multicity Carsharing vom Bund gefördert wird. Stehst du an deren Ladesäule, die von den Fördergeldern mit gebaut wurde, wirst du von einigen Multicity-Mitarbeitern behandelt wie ein Stromdieb, der an ihrer Säule so absolut gar nichts zu suchen hätte.
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Projekt Stromspeicher im Selbstbau mit BMW i3 & Passat GTE Batterien: http://www.stromspeicher.blog/
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