Würdet ihr es wagen? 210er Zoe für 120km im Winter?

Alles rund um die Batterie und Reichweite des Renault ZOE

Re: Würdet ihr es wagen? 210er Zoe für 120km im Winter?

Beitragvon TomTomZoe » Do 8. Dez 2016, 18:02

Sebifx hat geschrieben:
fahre immer mit Eco und Heizung auf 22 od 23 Grad und habe einen Durchschnittsverbrauch von 19,1kWh/100km. Wie kommt ihr denn auf niedrigere Werte??? Oder stimmt bei mir etwas nicht?

Kauf Dir für etwa 10€ einen OBDII Bluetooth Dongle und schau Dir mit der kostenlosen CanZE Android App den Batteriestatus (SOH) an. Guckst Du hier.
Wenn Du eine realistische Reichweitenanzeige haben willst, dann resette den Tageszähler nicht mehr sondern lass den laufen.
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Re: Würdet ihr es wagen? 210er Zoe für 120km im Winter?

Beitragvon Sebifx » So 11. Dez 2016, 12:43

Vielen Dank für den Tipp.
Bin jetzt bei moderater Fahrweise, höherem Reifendruck 2.7bar und höheren Außentemperaturen auf etwa 18kWh/100km heruntergekommen.
Anscheinend wirken sich Temperaturen unter 0 ohne Vorheizen doch sehr stark auf den Verbrauch aus.
OBD2 Dongle ist bestellt - ich hab ja eigentlich schon ein PBD2 Lesegerät aber ich geh mal davon aus dass die Elektroautos andere Fehlercodes haben, die das Gerät aus Verbrennerzeiten nicht kennen kann ohne jetzt genauer nachgelesen zu haben.
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Re: Würdet ihr es wagen? 210er Zoe für 120km im Winter?

Beitragvon Sebifx » So 11. Dez 2016, 12:51

Übrigens noch eine Überlegung - ich kann mir den SoH der Batterie zwar auslesen - aber ich denke nicht dass der etwas mit dem Verbrauch zu tun haben kann (mit der Reichweite natürlich schon)
Der Verbrauch wird ja nur über die bezogene Energiemengw durch die zurückgelegten km berechnet.
Ein Auto, dass bei selber Fahrweise und selben aktivierten Verbrauchern, mehr Energie verbraucht, muss einen Motor bzw. zusätzliche Aggregate haben dass mehr Leistung bezieht. (Entweder die angetriebene Mechanik hat mehr Widerstand oder ein elektrischer Verbraucher läuft ineffizienter) Das sind alle Möglichkeiten - so will es die Energieerhaltung ;-)
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Re: Würdet ihr es wagen? 210er Zoe für 120km im Winter?

Beitragvon Sebifx » So 11. Dez 2016, 13:08

Ein bisschen korrigieren muss man sich selbst auch manchmal:
Die Batterie selbst spielt im Energieverbrauch aber auch eine Rolle - und zwar Temperaturabhängig - der Innenwiderstand ändert sich und bei höherem Innenwiderstand sind auch die Verluste höher und die Zelle liefert bei niedrigerer Temperatur weniger Spannung.
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Re: Würdet ihr es wagen? 210er Zoe für 120km im Winter?

Beitragvon NoComment » So 11. Dez 2016, 13:24

Sebifx hat geschrieben:
Ein bisschen korrigieren muss man sich selbst auch manchmal:
Die Batterie selbst spielt im Energieverbrauch aber auch eine Rolle - und zwar Temperaturabhängig - der Innenwiderstand ändert sich und bei höherem Innenwiderstand sind auch die Verluste höher und die Zelle liefert bei niedrigerer Temperatur weniger Spannung.


Exakt! Hat aber auch was gutes: wenn man nicht nur Kurzstrecken fährt dann wärmen die Verluste durch den höheren Innenwiderstand den Akku allmählich auf und damit sinkt dann wieder der Innenwiderstand. Deshalb sagt man ja auch, man lädt bei niedrigen Temperaturen immer direkt nach dem Fahren, denn da ist der Akku noch warm und damit der Innenwiderstand geringer und man hat weniger Ladeverluste.
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Re: Würdet ihr es wagen? 210er Zoe für 120km im Winter?

Beitragvon Alex1 » So 11. Dez 2016, 14:01

NoComment hat geschrieben:
Sebifx hat geschrieben:
Deshalb sagt man ja auch, man lädt bei niedrigen Temperaturen immer direkt nach dem Fahren, denn da ist der Akku noch warm und damit der Innenwiderstand geringer und man hat weniger Ladeverluste.
Dafür wärmt das Laden kurz vor der Abfahrt den Akku etwas vor 8-) Außerdem sollte man ja m.W. einen proppenvollen Akku nicht lange bei Kälte stehen lassen.

Was mich gestern erschüttert hat: Auch nach 45 km bei minus 1-3 Grad (allerdings extrem zahmer Fahrweise wg RW-Bedenken) war die Rekuperation an einem längeren Hügel nach ein paar Sekunden mit vielleicht 10-15 kw runter gegangen auf vielleicht 5 kW.

Und natürlich war sie durch Bremsen nicht mehr zu erhöhen, das war dann nur noch Rostbeseitigung auf den Bremsscheiben... :( Man hatte auch gleich gemerkt, wie sich die Motorbremskraft plötzlich deutlich verringert hatte.

Ich würde ja noch verstehen, wenn die Rekuleistung nicht auf 30 oder 40 kW klettern würde, aber 5 kW als Maximum ist dann schon äußerst enttäuschend. Also

- War der Akku nach 45 km (Tempo max 70 und meist nur 10-15 kW Leistung) einfach noch nicht warm genug?
- Hat die Motorsteuerung/das Batteriemanagement einen Hau?

Ich hoffe ja, dass beide möglichen Fehler im März (Daumen drücken...) behoben sind mit dem neuen Akku:

- Akkuvorheizung,
- Neues Management eingespielt.

Anderer Gag: Am Freitag Abend hatte ich bei 99% abgebrochen (Eigentlich wollte ich bei 90% abbrechen und morgens noch 10% draufladen zum Aufwärmen, hab aber keine App und machte es nach Zeit). Morgens (bei gleicher Temperatur) waren nur noch 94% drin. Mit 11-kW-Lader hat sie dann noch 40 Minuten für die 6%+Balancing angezeigt (7 Minuten pro 1%...), war aber nach den 40 Minuten immer noch nicht auf 100%... :o

Hat aber dann immer noch für 150 km + 18 km Rest gereicht... :mrgreen: :D
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Re: Würdet ihr es wagen? 210er Zoe für 120km im Winter?

Beitragvon HubertB » So 11. Dez 2016, 14:12

Die Anzeige ist im oberen Bereich sehr ungenau. Man sollte sich klar machen das es sich um eine Schätzung handelt, da man die Kapa nicht so einfach messen kann.

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Re: Würdet ihr es wagen? 210er Zoe für 120km im Winter?

Beitragvon NoComment » So 11. Dez 2016, 14:35

Also dass Du mit den letzten 10% eine relevante Akkuerwärmung hinkriegst ist unrealistisch. Mit dieser Aktion verbaust Du Dir eher die Möglichkeit, dass der Akku (wenn er noch warm ist vom Fahren) auch wirklich voll geladen wird. Meine Erfahrung ist, dass das Laden im kalten Zustand bei weitem nicht die selbe Reichweite ergibt bei 100% (angeblicher) Ladung. Wie Du sicher weißt werden die letzten 10% ja mit deutlich reduzierter Leistung geladen, und selbst bei meinem 22kW-Lader und einer Ladung von fast 0 weg war die Akkuwärme dermaßen niedrig, dass am Ende weniger Ladungsmenge drinnen war als wenn ich das bei warmen Akku mache.

Bei 10-15kW-Nutzlast wie von Dir beschrieben wirst Du auch keine merkliche Akkuwärme beim Fahren zusammen bringen - jetzt kannst Du Dir ausmalen, wie wenig Akkuwärme zusammen kommt wenn der Akku mit 3-9kW geladen wird auf den letzten 10% - so gut wie nichts.
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Re: Würdet ihr es wagen? 210er Zoe für 120km im Winter?

Beitragvon Alex1 » So 11. Dez 2016, 14:42

NoComment hat geschrieben:
Meine Erfahrung ist, dass das Laden im kalten Zustand bei weitem nicht die selbe Reichweite ergibt bei 100% (angeblicher) Ladung.
Das ist allerdings interessant. Werde es mal nächstens probieren.
Wie Du sicher weißt werden die letzten 10% ja mit deutlich reduzierter Leistung geladen, und selbst bei meinem 22kW-Lader und einer Ladung von fast 0 weg war die Akkuwärme dermaßen niedrig, dass am Ende weniger Ladungsmenge drinnen war als wenn ich das bei warmen Akku mache.
Hast Du da mal die Akku-Temperatur gemessen?
Bei 10-15kW-Nutzlast wie von Dir beschrieben wirst Du auch keine merkliche Akkuwärme beim Fahren zusammen bringen - jetzt kannst Du Dir ausmalen, wie wenig Akkuwärme zusammen kommt wenn der Akku mit 3-9kW geladen wird auf den letzten 10% - so gut wie nichts.
Naja, 5-10% Verlustleistung sind ja nicht sooo wenig. Und beim Laden steht die Zoe ja, da gibt es keine Kühlung durch Fahrtwind. Aber das ist ja auch die Frage von oben nach der Akkutemperatur beim Laden :D
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Re: Würdet ihr es wagen? 210er Zoe für 120km im Winter?

Beitragvon Alex1 » So 11. Dez 2016, 15:18

Andere Erfahrung: 4 km mit etwas über 200 m Höhenunterschied. Auch wenn ich die mit 30-40 kW fahre, kommt beim anschließenden Bergab nach ein paar 100 m die Rekuabsenkung auf eine Handvoll kW :(

Morgen probier ich´s nochmal, den Berg mit "Eco-Vollgas" hochzuheizen und ohne Segeln "one-pedal" zu fahren (dazwischen ist eine Kaff-Durchfahrt mit Tempo 30). Mal sehn, was dann anschließend die Reku macht.

Hab allerdings vergessen, bei den früheren Versuchen die Rest-km am Fuß des Bergs aufzuschreiben. Die könnten ja durch das hoch "Heizen" kräftig zusammengeschnurrt sein. Oder hat der Renault-Motor (Ok, Conti-...) nicht bei 30 kW den höchsten Wirkungsgrad?

Insgesamt geht es über 10 km von ca. 115 m ü NN auf ca. 375 m und wieder auf 135 m runter.
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