Wie viele "Samsungakkus" stecken in einer Z.E.40?

Alles rund um die Batterie und Reichweite des Renault ZOE

Re: Wie viele "Samsungakkus" stecken in einer Z.E.40?

Beitragvon Super-E » Mi 19. Okt 2016, 14:17

Deswegen tritt bei solchen Problemstellungen zum Ärger der wirtschaftsliberalen der Gesetzgeber auf den Plan und verlangt Recyclingquoten. Ich muss sagen, dass bei aller manchmal berechtigten Kritik an unseren Politikern auch vieles richtig gemacht wird. Leider ist das dann im Einzelfall oft wieder ein Ärgernis (gut gemeint -schlecht gemacht, wie bei der Ladesäulenverordnung)
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Re: Wie viele "Samsungakkus" stecken in einer Z.E.40?

Beitragvon AbRiNgOi » Mi 19. Okt 2016, 14:26

ja ja, das Gegenteil von gut ist gut gemeint :)

Zum Thema Lithium in einem Lithium Ionen Akku (Merke: KEIN Lithium Akku, nur einige wenige Ionen! Der Rest ist Metall Oxid (Anode) und Kohlenstoff (Kathode).

Zudem ist Lithium preisgünstig. Für die Menge, die im e-Golf-Akku steckt, nehmen Fachkreise Kosten von weniger als zehn Euro an. Es wäre technisch möglich, das Lithium in reiner Form zu recyceln – das ist aber zu teuer, und darum werden anfallende Lithiumverbindungen zum Beispiel in der Betonindustrie zu neuen Einsatz gebracht.


Das teuerste im Akku ist das Kupfer! wer hätte das gedacht. Na ja und was halt im jeweiligem Akku als Metall-Oxid verwendet wird...

Was ich mich schon lange frage: Beim Recycling wird der Akku immer voll entladen. Da geht schon mal nicht, weil es nicht möglich ist, alle Lithium Ionen zurück in das Metall Oxid zu pressen. Wäre es nicht besser diesen voll zu laden? Dann wären die Lithium Ionen im Kohlenstoff, dieser kann verbrannt werden und schon bleibt reine Lithium über. Ok, eine geladene Batterie zerlegen ist sicher nicht so toll... Auch muss genug Lithium Ionen im Metall Oxid bleiben, sonst brennt das Teil gleich ab. Das hätte sich dann auch erledigt, der Überschüssige Sauerstoff fliegt mit 200Grad aus dem Metalloxid und gut ist :)
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Re: Wie viele "Samsungakkus" stecken in einer Z.E.40?

Beitragvon TeeKay » Mi 19. Okt 2016, 14:53

Der Salzsee in Chile hat mit 0,16% Lithiumgehalt den größten Lithiumgehalt aller bekannten Lagerstätten. 0,16% sind also wirtschaftlich ausbeutbar, die 1% Lithiumgehalt in einer Lithium-Batterie aber nicht. Vermutlich, weil man das Lithium aus dem Gestein kostengünstiger rausbekommt als aus einem Metall-Plastik-Gemisch der Zellen.

Es würde also schonmal immens helfen, wenn man nicht mehr die kompletten Zellen schreddern müsste, sondern alles, was definitiv nicht lithiumhaltig ist, vorher entfernt. Das senkt die zu verarbeitende Masse. Und Metall aufzuheizen oder mit flüssigen Chemikalien zu behandeln, ist natürlich umso teurer, je größer die Masse ist.

Also muss man die Zellen sozusagen wieder auswickeln. Ich denke, da ließe sich in den kommenden Jahren einiges machen. Wenn Autos autonom fahren können, kann man Robotern auch beibringen, verschiedenste Zelltypen selbständig auseinanderzunehmen.
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Re: Wie viele "Samsungakkus" stecken in einer Z.E.40?

Beitragvon R400 » Mo 7. Nov 2016, 16:30

Leider doch schon passiert: ecomento.tv zeigt das Brandverhalten eines mit überhöhter Geschwindigkeit zerstörten Teslas.
Zwar konnte das "Feuerwerk" (so sah es tragischerweise aus) gelöscht werden, aber zwei Beteiligte verbrannten.

Hülfe das Mitführen eines (Pulver)Löschers im Fahrzeug, das Risiko zu vermindern?

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Re: Wie viele "Samsungakkus" stecken in einer Z.E.40?

Beitragvon harlem24 » Mo 7. Nov 2016, 16:53

Naja, wenn man den Unfall schon auf Grund des Einschlags nicht überlebt, bringt einem der Feuerlöscher auch nicht viel, oder?
Gruß

CHris

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Re: Wie viele "Samsungakkus" stecken in einer Z.E.40?

Beitragvon ft90d » Mo 7. Nov 2016, 17:12

R400 hat geschrieben:
Leider doch schon passiert: ecomento.tv zeigt das Brandverhalten eines mit überhöhter Geschwindigkeit zerstörten Teslas.
Zwar konnte das "Feuerwerk" (so sah es tragischerweise aus) gelöscht werden, aber zwei Beteiligte verbrannten.

Hülfe das Mitführen eines (Pulver)Löschers im Fahrzeug, das Risiko zu vermindern?

R 400

da hilft nur kühlen, kühlen und nochmal kühlen. und das geht nicht mit einem pulver- oder anderen autolöscher, sondern nur mit wasser -- viel wasser -- und noch mehr wasser.

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Re: Wie viele "Samsungakkus" stecken in einer Z.E.40?

Beitragvon Budaks » Mo 7. Nov 2016, 18:23

Also, ich würde das Risiko nicht einfach vom Tisch wischen. Immerhin haben auch schon andere (z.B. Boeing ) ernsthafte Probleme mit selbst entzündenden Li-Ionen Akkus gehabt. Und je höher die Energiedichte ist, desto mehr Energie kann daneben gehen. Dabei sehe ich (in freudiger Erwartung meiner bestellten ZOE R40) weniger ein persönliches Risiko, als viel mehr Lieferprobleme, Rückrufaktionen, Schlagzeilen usw.
Allerdings bin ich mir absolut sicher, dass auch die Ingenieure bei Renault und LG die Problematik sehr genau im Blick haben. Deshalb gehe ich mal von der positiven Annahme aus, "dass sie wissen, was sie tun".
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