Wie viele "Samsungakkus" stecken in einer Z.E.40?

Alles rund um die Batterie und Reichweite des Renault ZOE

Re: Wie viele "Samsungakkus" stecken in einer Z.E.40?

Beitragvon Helfried » So 16. Okt 2016, 21:48

R400 hat geschrieben:
was passiert wenn ein 40 kwh - Akkublock in einem See oder Fluß untergeht, mit dem Lithium?

Nix, die Zellen sind wasserdicht.
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Re: Wie viele "Samsungakkus" stecken in einer Z.E.40?

Beitragvon bm3 » So 16. Okt 2016, 22:16

Hallo,
ob der Akkublock oder die Zellen nun völlig wasserdicht sind und für wie lange, da kann man nur mutmaßen.
Trotzdem wird in einem See garantiert nichts passieren auch nicht im Meer mit seinem elektrisch gut leitenden Salzwasser, da gabs nämlich schon Unfälle mit ins Meer gefallenen E-Autos in der Vergangenheit, die wurden später noch wieder herausgeholt und mit Wasserschaden verkauft.Die Akkuzellen waren allerdings total entladen und größtenteils tot, aber sind absolut passiv dabei geblieben und die Kontakte waren überall vom Meerwasser stark oxidiert :mrgreen:
Kein Autohersteller dürfte auch so "blöd" sein das nicht mal vorher zuverlässig getestet zu haben oder seinen Zulieferer da in die Pflicht zu nehmen. Im Akku selbst sind auch schon konstruktive Absicherungen getroffen dass falls mal eine Zelle wirklich einen Kurzschluss haben sollte das ebenfalls abgeht ohne weitere Folgen.Eine Zelle hat den Kurzschluss ja wohl zuerst, mehrere gleichzeitig wäre schon extrem unwahrscheinlich ? Übrigens haben alle Auto-Akkus ein sehr stabiles Metallgehäuse und das sicher mit Grund, da kommt so schnell nichts durch.Eine Zelle alleine kann da auch nicht viel anrichten.
Das mit der Feuerwehr ist mir auch neu, PV-Anlagen dürfen mit Wasser gelöscht werden, auch während des Tages und noch eingeschaltet, wenn dabei Mindestabstände und vor allem Mindest-Wasserstrahllängen eingehalten werden. Zu Beginn bestand dazu vielleicht aber Unsicherheit und Schulungsbedarf bei der Feuerwehr.
Meiner Meinung nach kann man auch nicht einfach davon ausgehen dass die Packungsdichte eines Akkus die Zuverlässigkeit beinflusst. Bei Samsung sind es wohl eher Qualitätsprobleme in der Fertigung, was wohl jede Firma mal treffen kann, es gibt aber schon so viele "Billigphones" auf dem Markt , wo man absolut nichts zu Akkuproblemen bisher gehört hat. Ich selber nutze seit 2 Jahren nun schon ein Billigsmartphone aus CN (MLAIS) , vorher Huawei mit Null Akkuproblemen auch nie was anderswo gehört dazu.

VG:

Klaus
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Re: Wie viele "Samsungakkus" stecken in einer Z.E.40?

Beitragvon Cavaron » So 16. Okt 2016, 23:03

Hallo R400,
ich möchte schon mal deiner Anfangsannahme eine Absage erteilen, dass Akkus mit mehr Speicherkapazität immer dichter zusammen gequetscht werden. Lies dich doch mal ins Themenfeld "Chemische Energie" ein - sehr spannend!
Ebenso wandert Strom immer nur auf dem kürzesten Weg durch den besten Leiter von Pol zu Pol. Ein noch so grosser Akku-Block kann keinen See unter Strom setzen. Falls du schon mal bei einem Defibrilator-Training warst (Ersthelfer), dann erinerst du dich sicher wie man die Elektroden klebt, damit der Strom durchs Herz geht.
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Re: Wie viele "Samsungakkus" stecken in einer Z.E.40?

Beitragvon R400 » Mo 17. Okt 2016, 08:40

bm3 hat geschrieben:
da gabs nämlich schon Unfälle mit ins Meer gefallenen E-Autos in der Vergangenheit,... Im Akku selbst sind auch schon konstruktive Absicherungen getroffen dass falls mal eine Zelle wirklich einen Kurzschluss haben sollte das ebenfalls abgeht ohne weitere Folgen.

Hallo Klaus,

danke für Deine eingehende Weitergabe von Erkenntnissen zur Akkusicherheit. Bei Kurzschlüssen entstehen nicht nur Funken, sondern auch viel Wärme, und wenn die nicht wegkann, kann auch mal was schmelzen, und ich habe mich gefragt, ob das Nachbarzellen betreffen könnte, scheint aber konstruktiv zu verhindern sein, na hoffen wir's!

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Re: Wie viele "Samsungakkus" stecken in einer Z.E.40?

Beitragvon TeeKay » Mo 17. Okt 2016, 09:08

novalek hat geschrieben:
4. Recycling ist extrem umweltschädlich, da die PE-Dünnschichtzellen verbrannt würden, um aus der Asche chemisch Li und Ni abzuscheiden

Recycling ist umweltfreundlich, da die Zellen geschreddert werden und man dann aus den Schredderteilen Metalle und Plastik abtrennt. Lithium wird nicht wiedergewonnen, da es zu billig ist und es sich nicht lohnt.

HubertB hat geschrieben:
Damit ist wohl die derzeitige Technik beim recyceln gemeint. Es gibt ein relativ neues Verfahren bei den die Komponenten geschreddert werden. Die Folienkomponenten können dann abgetrennt werden. Die Metalle werden eingeschmolzen. Das Verfahren braucht aber relativ große Mengen für einen wirtschaftlichen Betrieb.

Nur wenn neu = min. 13 Jahre alt bedeutet. Das Schredderverfahren habe ich schon während des Studiums gelernt - und das entsprechende Buch dazu ist jetzt sicherlich eineinhalb Jahrzehnte alt. Vom Verbrennen von Lithium-Batterien hab ich jedenfalls noch nie was gehört.
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Re: Wie viele "Samsungakkus" stecken in einer Z.E.40?

Beitragvon panoptikum » Mo 17. Okt 2016, 10:00

Themse hat geschrieben:
Die Versicherung Haftpflicht/Vollkasko für meinen ZOE ist merklich billiger als für meinen alten Roomster.
Da würde ich meinen, da die Versicherer doch sehr vorsichtig Risiken einschätzen und berechnen,

Die Kasko verwendet einen Schlüssel, in dem der Wiederbeschaffungswert der Ersatzteile, Unfallzahlen, Diebstahlszahlen, etc. einfließen.
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Re: Wie viele "Samsungakkus" stecken in einer Z.E.40?

Beitragvon bm3 » Mo 17. Okt 2016, 12:43

Zum Recycling,
da besteht wirklich bei Li-Akkus noch erheblicher Handlungsbedarf. Und aktuell steigt schon die Anzahl von "Altakkus" deutlich an. Li-Akkus werden ja nun schon in fast alle neuen Geräte eingebaut. Es wird zwar geforscht mit teilweise schon recht guten Ergebnissen zu brauchbaren Verfahren, aber in der Praxis sind speziell für LI-Akkus keine Anlagen da. Nur schreddern und Alles was nicht einfach zu verwerten ist auf die Deponie bringen hilft da nichts.
Für Li-Akkus müssen die speziellen Verfahren zur Lithium-Rückgewinnung her und dringend in entsprechenden Anlagen umgesetzt werden !
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Re: Wie viele "Samsungakkus" stecken in einer Z.E.40?

Beitragvon TeeKay » Mo 17. Okt 2016, 13:33

Ob "man" das muss, entscheidet ja vor allem der Markt. Wenn das Recycling von Lithium teurer ist als die Produktion neuen Lithiums, wird nicht recyclet. Der Preis für Lithium hat sich zwischen 2010 und 2015 kaum verändert. Der weltgrößte Lithiumproduzent SQM erlöste 2010 pro Tonne 4654 Dollar und 2015 5704 Dollar. Erst im 1. Halbjahr 2016 stieg der Preis signifikant auf 8382 Dollar.

Bei 150g Lithium pro kWh* kostet also das Lithium in einem Model S P100D 126 Dollar, das in einer Zoe 59 Dollar - trotz der starken Preiserhöhung dieses Jahr. Um aus den 600kg der P100D-Batterie 15kg Lithium zu extrahieren, sind offenbar höhere Kosten als 126 US-Dollar anzusetzen und somit macht das keiner.

* http://www.isi.fraunhofer.de/isi-wAsset ... logien.pdf
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Re: Wie viele "Samsungakkus" stecken in einer Z.E.40?

Beitragvon R400 » Mo 17. Okt 2016, 14:08

TeeKay hat geschrieben:
Erst im 1. Halbjahr 2016 stieg der Preis signifikant auf 8382 Dollar.

Bei 150g Lithium pro kWh* kostet also das Lithium in einem Model S P100D 126 Dollar, das in einer Zoe 59 Dollar - trotz der starken Preiserhöhung dieses Jahr. Um aus den 600kg der P100D-Batterie 15kg Lithium zu extrahieren, sind offenbar höhere Kosten als 126 US-Dollar anzusetzen und somit macht das keiner.

* http://www.isi.fraunhofer.de/isi-wAsset ... logien.pdf

Lieber TeeKay,

neu für mich ist von Deinen Detailkenntnissen:
1) Dass da so wenig Li im Akku ist, weniger als in der Bezeichnung dafür.
2) Dass der Preis dafür so niedrig ist: Offensichtlich scheint es viel davon zu geben und es ist leicht zu gewinnen? Ich hatte gemeint, es gäbe es nur in einem sehr hoch gelegenen Salzsee und das nur einmal auf der Erde und sei darum sehr teuer und begrenzt.

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Re: Wie viele "Samsungakkus" stecken in einer Z.E.40?

Beitragvon Tho » Mo 17. Okt 2016, 14:11

R400 hat geschrieben:
2) Dass der Preis dafür so niedrig ist: Offensichtlich scheint es viel davon zu geben und es ist leicht zu gewinnen? Ich hatte gemeint, es gäbe es nur in einem sehr hoch gelegenen Salzsee und das nur einmal auf der Erde und sei darum sehr teuer und begrenzt.
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Es ist zahlreich vorhanden, nur das Fördervolumen ist (zur Zeit) relativ gering.
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